Atheismus in der Schweiz

Der einfachste Weg zum Kirchenaustritt ist der Kirchenaustritssbriefgenerator. Für Einsteiger: «Einleitung zu atheismus.ch», Christen lesen bitte: «Zahlungspflicht für alle Christen», Letzte Änderungen: «Aktuelle Informationen»

Neue Gestaltung

Willkommen auf der seit dem 1. August 2010 neu gestalteten Seiten von atheismus.ch. Immer wieder wurde das alte Aussehen kritisiert. Nun haben wir einen Neuanfang gewagt, wo wir das ehemals schlichte und biedere Aussehen grafisch aufgemöbelt und an die neuesten CSS-Möglichkeiten der Browser angepasst haben. Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass es mit ganz alten Browsern nicht mehr funktioniert; nur sind solch alte Browser letzlich nicht zuletzt auch ein Sicherheitsrisiko des Anwenders, der gut daran tut, seinen Browser zu aktualisieren.

Die neue Gestaltung funktioniert auf allen Browsern, sieht aber nicht überall gleich gut aus. Die besten Resultate werden mit Browsern erzielt, welche CSS3/XHTML möglicht gut beherrschen. Später werden wahrscheinlich noch die Fähigkeiten von HTML5 verwendet werden.

Zum Vergleich (im aktuellen Firefox):

Vorher (alt) Nachher (neu)
Bildschirmfoto vom alten Aussehen vor dem 1. August 2010 Bildschirmfoto vom neuen Aussehen seit dem 1. August 2010

Ja, die Struktur ist noch unverändert und ja, die Navigation kann man verbessern und ja, das Diskussionsforum ist für viele schwierig zu verstehen. Als nächstes möchten wir die Strukturierung und Navigation verbessern, und zwar vor allem im Forum. Auch hier ist die Kritik angekommen und es sind Verbesserungen in Arbeit.

Was gefällt Dir besser?
Das neue Aussehen40%(17)
Das alte Aussehen60%(25)

Bitte meldet Eure Meinung und kommentiert das neue Aussehen entweder als Kommentar zu diesem Eintrag, oder per Mail.

· 2010/07/31 22:20 · mrw · 3 Kommentare

Zeichen setzen am Tag des Kirchenaustritts

Unsere österreichischen Kollegen von http://meinkirchenaustritt.at haben einen Tag des Kirchenaustritts ernannt. Daher rufen sie für den 30. April auf zum Tag des Kirchenaustritts als Zeichen gegen den Kindsmissbrauch durch die Kirche. Wenn Du also noch nicht ausgetreten bist, dann ist der 30. April ein gutes Datum dafür, fast so gut, wie heute. Der allerbeste Austrittstermin ist allerdings zu jeder Zeit noch immer heute: Was man mit wenig Aufwand sofort erledigen kann, sollte man auch sofort tun.

Für alle, die in der Schweiz wohnen, ist der Austritt noch immer am einfachsten mit unserem Kirchenaustrittsbriefgenerator.

Mögliche weitere Gründe für den Kirchenaustritt sind unter Steuern Sparen durch Kirchenaustritt!.

Wer zusätzlich dem Christentum abschwören will, kann sich zum Spass (und weil Christen den Hokuspokus ernst nehmen) entchristianisieren lassen.


Pressemitteilung von http://meinkirchenaustritt.at und http://kirchenaustritt.at:

30. April zum Tag des Kirchenaustritts ausgerufen

(Wien 28.4.2010) Jahrzehntelanger Missbrauch von Kindern, systematische Vertuschung durch Bischöfe und den Papst und nun eine kirchliche Kommission, die die kirchlichen Vergehen aufklären will. Dies alles in einer Kirche, welche sich immer mehr vom Leben der Menschen entfernt hat, wie die weltfremde Sexualmoral beispielhaft aufzeigt. Angesichts der Missstände sind immer mehr Menschen mit der katholischen Kirche unzufrieden, setzen ein Zeichen und treten aus. Daher wird der 30. April in Österreich von einer Gruppe kirchenkritischer Bürgerinnen und Bürger zum Tag des Kirchenaustritts ausgerufen. "Austreten ist so einfach wie noch nie“, sagt DDr.Christian Fiala, Betreiber der Internet-Plattform www.meinkirchenaustritt.at. Die Plattform hat eine neues Formular für den Austritt ins Netz gestellt. Damit ist ein Austritt rasch und unkompliziert möglich.

Entscheiden Sie selbst wen sie unterstützen
Statt des vorgeschriebenen Kirchenbeitrages enscheiden immer mehr Menschen selbsständig wen Sie unterstützen. Dies kann die ‚Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt’ sein, www.betroffen.at oder andere soziale Einrichtungen. Mit einer Umwidmung der Beträge, die bisher für die Institution der Kirche gezahlt wurden, können sie einen wichtigen Beitrag für das soziale Leben in diesem Land leisten.

Aufruf wird zur internationalen Bewegung
Deutschland und die Schweiz folgen nun auch dem Beispiel Österreichs, und werden ebenfalls einen Tag des Kirchenaustritts ausrufen. Die neue Austrittsbewegung hat auch auf Facebook eine Plattform mit rasch steigenden Mitgliederzahlen gefunden.

Warum gerade der 30. April?
Das Gesetz zum Kirchenbeitrag wurde am 1. Mai 1939 vom damaligen NS-Reichsstatthalter in Österreich in Kraft gesetzt. Basierend auf diesem Gesetz stellt der Staat den christlichen Kirchen auch heute noch seine Infrastruktur auf Kosten der Steuerzahler zur Verfügung, um Beiträge einzuheben. "Diese Vermischung untergräbt nicht nur die offizielle Trennung von Kirche und Staat, sondern erlaubt es der Kirche auch, entgegen den Bedürfnissen der Menschen zu agieren. Mit dem Kirchenaustritt haben die Menschen eine demokratische Möglichkeit dieses überholte System der Bevormundung zu ändern.“, so Fiala abschließend.

Der Kirchenaustritt ist ein so brandaktuelles Thema, dass die simple Tatsache, dass bereits Abzocker auf den Markt getreten sind und Austrittsschreiben für hundert Franken verkaufen, in vielen Zeitungen erschienen ist (Baslerzeitung, Bernerzeitung, Tagesanzeiger, Facts, Thurgauerzeitung, Der Bund).

Schweizweit am erfolgreichsten ist aber immer noch unser Generator hier, der bereits im März die Schwelle von 20.000 Austrittsschreiben überstiegen hat. Bereits öfters haben sich Gemeinden und Kirchgemeinden beschwert, dass sie von unseren Austrittsschreiben regelrecht überhäuft werden, z.B. hier im St.Margrether Kirchenboten. Und immer wieder haben wir unseren Kirchenaustrittsbriefgenerator an die neuen Wünsche und Erkenntnisse angepasst. Dadurch können wir den besten Service bieten.

Wer sich beispielsweise fragt, warum gerade bei den Katholiken der Austritt oft erst nach Nachfragen und auch dann nur zögerlich angenommen wird, der kann in diesem Dokument die Antworten finden. Selbstverständlich wurde der Austrittsbriefgenerator mittlerweile so angepasst, dass es auch für die katholische Kirche klar sein sollte, wenn jemand nicht mehr bei ihr dazugehören will, und zwar gar nicht mehr. Am besten, man kreuzt im Generator gleich die entsprechenden Optionen an, z.B. «Dieser Austritt begründet das vollständige und freiwillige Aufgeben des christlichen Glaubens oder «Ich wünsche keine Bekehrungsversuche …» und gibt seinem Schreiben damit den vom Pfarrer in St.Margrethen vermissten persönlichen Anstrich.

Zweitausend Kirchenaustritte in zwei Tagen

Im Monat März wurde unser Kirchenaustrittsbriefgenerator über sechstausend Mal benutzt!

Insgesamt wurden seit der Einrichtung des Kirchenaustrittsbriefgenerators über 20.000 Kirchenaustrittsschreiben generiert.

Seit 20min über atheismus.ch im Zusammenhang mit den Kirchenaustritten berichtet hat, haben innert zwei Tagen zweitausend Menschen den Kirchenaustrittsgenerator benutzt. Unser Server läuft noch immer an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Für Wartezeiten und Leistungseinbrüche möchte ich mich entschuldigen.

Stand der monatlichen Austritte im März am 23. März: 2582
Stand der monatlichen Austritte im März am 26. März: 4450
Stand der monatlichen Austritte im März am 27. März: 4944
Früher waren es zwischen 1000 und 1500 Austrittsschreiben pro Monat.

Austritte nach Konfession (Stand 24. März):

Konfession Austritte im März
Römisch-Katholisch 1932
Reformiert 741
Christkatholisch 18
Nichts ausgewählt 538
Summe 3229

Wie man sieht ist die Anzahl der Austritte aus der katholischen Kirche signifikant höher als aus der reformierten. Offensichtlich haben die Missbrauchsfälle einen erheblichen direkten Einfluss auf die Kirchenmitglieder.

Kirchenaustritte häufen sich: http//atheismus.ch in 20min

Gestern kam eine Anfrage einer freien 20min Mitarbeiterin, ob es Statistiken zu den Kirchenaustritten gäbe, und ob sich die Austritte durch die Missbrauchsfälle gehäuft hätten. Nun, offensichtlich haben sich die Austritte gehäuft:

Während sich die Anzahl der Benutzungen des Kirchenaustrittsbriefgenerators in den Monaten September 2009 bis Februar 2010 auf etwa 1000-1500 pro Monat eingependelt hatten, waren es gestern im März bereits 2582. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist der aktuelle Stand bei 2761 und diese Website ächzt unter der Last.

20min schreibt denn auch unter Der Kirche laufen die Schäfchen davon: «Auf der Website Atheismus.ch haben im März bereits über 2500 Menschen den sogenannten Austrittsbrief-Generator angeklickt – das sind doppelt so viele wie noch im Februar.»

Es ist tragisch, dass es für viele Menschen solche schrecklichen Missbrauchsfälle braucht, damit sie sich bewusst werden, dass sie sie nicht mehr mit der Kirche identifizieren können. Der Mensch ist zu sehr ein Gewohnheitstier und die Kirchen profitieren enorm unter der Bevorzugung, dass ein Kind automatisch die Kirchenmitgliedschaft der Eltern übernimmt. Hoffentlich führt dieser Exodus nun zu einer weiteren Säkularisierung der Gesellschaft.

Eine aktuelle und in die Webseiten integrierte Statistik zu den Kirchenaustritten ist geplant.

Presseschau

Hier noch weitere interessante Artikel der letzten Tage und Wochen, nicht nur aber auch zu den Missbrauchsfällen:

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