Atheismus in der Schweiz
«Der Gläubige wird enttäuscht, der Ungläubige nur überrascht!» Sidewinder

Glossar

Die meisten Definitionen stammen aus der Wikipedia Enzyklopädie. Sie wurden gekürzt und manche leicht angepasst.

Wissenschaft
Wissenschaft besteht im Kern darin, auf methodisch kontrollierte Weise neue Kenntnisse und Erkenntnisse zu gewinnen, die von jedem hinreichend Sachkundigen in prinzipiell allen Einzelheiten nachvollziehbar und überprüfbar sind. Für das so erlangte Wissen wird allgemeine Gültigkeit beansprucht und weithin auch akzeptiert. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn aus seiner Formulierung in traditionell Theorien genannten Gesamtdarstellungen logisch und nicht redundant Handlungsanweisungen ableitbar sind, deren praktische Anwendung oder Umsetzung regelmässig zu Ergebnissen führt, die ebenfalls aus diesem Wissen logisch ableitbar sind und deswegen prognostiziert werden können.1)
Wissen
Wissen ist das Resultat von Abwägungen, von Kritik, Argumentation. Wissen ist nachvollziehbar. Man kann Wissen hinterfragen und falsifizieren. Wird etwas, was man als sicher eingestuft hat falsifiziert, so wird es verworfen und man sucht weiter nach der richtigen Antwort. Je mehr man das Wissen hinterfragt und je länger man dabei keinen Fehler findet (obschon man danach sucht), als desto sicherer darf das Wissen gelten. Ein kluger Mensch überlegt sich, was er wie genau weiss. Er stuft all sein Wissen ab, von «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wahr» bis «wilde Spekulation» gibt es unendliche viele Abstufungen. Was die Wissenschaft erforscht hat und als «Schulwissen» weitergibt, liegt meistens (nicht immer) in der Nähe von «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wahr». Alles, was Religionen an Glaubenssätzen und Dogmen produzieren, liegt nahe bei «wilde Spekulation», denn Religionen verzichten auf Argumente und Beweise. Hingegen kann man vielen Religionen Fehler und Widersprüche nachweisen, ganz besonders dem Christentum (und darabn angelehnt auch die andern beiden semitischen Religionen). Daher haben wir sehr sicheres Wissen über das Christentum: Das Christentum ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit falsch.
Fysik
Die Fysik ist die Naturwissenschaft, welche die grundlegenden Gesetze der Natur, ihre elementaren Bausteine und deren Wechselwirkungen untersucht. Sie befasst sich sowohl mit den Eigenschaften und dem Verhalten von Materie und Feldern in Raum und Zeit als auch mit der Struktur von Raum und Zeit selbst.2)
Kosmologie
Die Kosmologie beschäftigt sich mit dem Ursprung und der Entwicklung des Universums als Ganzem und ist damit ein Teilgebiet sowohl der Fysik als auch der Filosofie. Die fysikalische Kosmologie versucht, das Universum mittels fysikalischer Gesetzmässigkeiten zu beschreiben. Dabei ist besonders die heute beobachtete, ungleichmässige Verteilung der Galaxien im Universum zu verstehen. Haufenbildung mit grossen Leerräumen dazwischen führt dazu, dass man von einem klumpigen Universum spricht. Weiterhin muss eine umfassende Kosmologie die kosmische Hintergrundstrahlung, die Expansion des Universums und die Häufigkeit der Elemente im Universum zusammenfassend beschreiben. Das Standardmodell der Kosmologie ist die heute anerkannte kosmologische Theorie, die viele beobachtete Fänomene zufriedenstellend beschreibt.3)
Urknall
Der Urknall ist eine Bezeichnung für den Beginn des Universums nach dem Standardmodell der Kosmologie. Im Rahmen der Urknalltheorie wird auch das frühe Universum beschrieben. Der Urknall ist keine «Explosion» in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer Anfangssingularität.4)
Quantenmechanik
Die Quantenmechanik ist eine fysikalische Theorie, die das Verhalten der Materie bei kleinsten Abständen beschreibt. Durch die Entwicklung der Quantenmechanik hat sich unser Verständnis der Struktur der Materie und ihrer Wechselwirkung revolutionär verändert. Mit ihrer Hilfe konnten zahlreiche Fänomene erklärt und neue vorhergesagt werden, die sich der anschaulichen Vorstellung entziehen. Die betreffenden Fänomene lassen sich jedoch mathematisch präzise beschreiben und konnten experimentell sehr genau bestätigt werden. Mit Ausnahme der Gravitation, die durch die allgemeine Relativitätstheorie beschrieben wird, konnten bisher alle bekannten fundamentalen Wechselwirkungen der Materie durch quantenfysikalische Theorien beschrieben werden. Die konsistente Entwicklung einer Quantentheorie der Gravitation zählt zu den grössten Herausforderungen der modernen Fysik.5)
Biologie
Biologie bezeichnet die Naturwissenschaft, die sich mit der Organisation und Entwicklung von Lebewesen, sowie deren Interaktion untereinander und mit ihrer Umwelt beschäftigt.6)
Evolutionstheorie
Die Evolutionstheorie erklärt und beschreibt Ursprung, Entwicklung und Vielfalt des Lebens auf der Erde. Neben der Rekonstruktion des tatsächlichen Verlaufs der Evolution beschäftigen sich Evolutionstheorien besonders mit den Mechanismen, die den Evolutionsprozess bewirken. Evolution ist in der Wissenschaft als eine gesicherte Tatsache akzeptiert. Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche, komplexe Theorie der Biologie. Der wissenschaftliche Diskurs beschäftigt sich heute im wesentlichen mit den Details und den Rahmenbedingungen der Evolution als Prozess.7)
Filosofie
Der Begriff «Filosofie» kommt aus dem Griechischen und bedeutet «Liebe zur Weisheit». Die Definition der Filosofie ist Gegenstand der Filosofie selbst.
Atheismus.ch definiert Filosofie, als den Versuch, die aus Beobachtung8) und Wissenschaft erhaltenen Daten weiterzuverarbeiten, und um aus diesen Daten ein widerspruchsfreies Weltbild und ethische Werte abzuleiten.

Logik
Unter der Logik wird heute im Allgemeinen eine Theorie verstanden, die sich primär mit den Normen des korrekten Folgerns beschäftigt.9)
Ethik
Die Ethik beschäftigt sich damit, was gutes oder schlechtes Handeln ausmacht. Eine Ethik sagt also, wie der Mensch handeln soll und wie nicht, bzw. wie er sich beim täglichen Handeln zu entscheiden hat. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Ausmass individueller menschlicher Freiheit sowie eine Bestimmung von Gut und Böse.10)
Moral
Der Begriff Moral bezeichnet die Gesamtheit der sittlichen Normen, Werte, Grundsätze, die das zwischenmenschliche Verhalten in einer Gesellschaft regulieren und von ihrem überwiegenden Teil als verbindlich akzeptiert oder zumindest hingenommen werden (herrschende Moral; bürgerliche Moral). In der Filosofie bezeichnet Moral die Lehre vom sittlichen Verhalten des Menschen. Der Unterschied zwischen Moral und Ethik besteht darin, dass die faktische Moral teilweise emotionale Ursprünge hat (Ekel, Hass, Angst) sowie kultur- und gesellschaftsabhängig ist, die Ethik hingegen systematisch allgemeine Massstäbe zu setzen versucht. Ethik kann auch als das Nachdenken über Moral verstanden werden, sie ist das System, innerhalb dessen die konkrete Handlung als moralisch bemessen wird. Mit eigenen Moralvorstellungen wird das Handeln kontrolliert und sich selbst gegenüber gerechtfertigt.11)
Weltbild
Weltanschauung
Eine Weltanschauung oder ein Weltbild ist ein umfassendes Konzept oder Bild des Universums und der Beziehung zwischen Mensch und Universum. Sie umfasst die Menge bestimmter Meinungen, als organischer Gesamtheit, über die Welt als Grund, Boden und Bühne der menschlichen Existenz, des menschlichen Handelns. Eine Weltanschauung gibt einen Begriff davon, wie die Welt funktioniert und strukturiert ist, gibt eine Erklärung dafür, warum die Welt so funktioniert und strukturiert ist, und eine Extrapolation dieser Funktion und Struktur in die Zukunft. Weiter beinhaltet eine Weltanschauung ethische Werte, die sich aus dieser Sicht der Wirklichkeit ableiten lassen und eine Epistemologie. Weltanschauungskritik wird von anderen Weltanschauungen geübt, wissenschaftlich erscheint sie als Ideologiekritik
Zu unterscheiden sind

Erkenntnistheorie
Die Erkenntnistheorie ist neben der Ethik und der Logik eine der drei zentralen Disziplinen der Filosofie. Sie befasst sich grundlegend mit der Frage, welche Erkenntnisse bei welchen Beweisführungen als sicher gelten können.13)
Wissenschaftstheorie
Die Wissenschaftstheorie ist ein Bereich der Filosofie, der sich mit der Wissenschaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung beschäftigt.14)
Epistemologie
Im Deutschen und im Englischen ist Epistemologie synonym zur Erkenntnistheorie. Im Französischen bedeutet Epistemologie im engeren Sinne Wissenschaftstheorie.15)
Ideologiekritik
Die Ideologiekritik ist in erster Linie ein Interpretationsansatz der Geisteswissenschaften. Sie geht von einer ideologisch verblendeten Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität aus. Indem die Ideologiekritik den Verblendungszusammenhang aufdeckt, möchte sie den Zugang zu wirklichen Verhältnissen freilegen. Selbstverständlich wird Ideologiekritik auch ausserhalb der geisteswissenschaftlichen Begrifflichkeit betrieben. Wahrheitsfindung und Aufhebung instrumenteller Vernunft findet in allen Lebenssituationen statt. Somit war ideologiekritische Reflexion schon immer ein progressives Moment in der Befreiung menschlichen Bewusstseins von Herrschaft, Unterdrückung und Verdinglichung. Ideologiekritik kommt daher vor allem in kreativ-künstlerischer Praxis zum Ausdruck.16)
Monismus
Monismus ist die Ansicht, dass sich alle Vorgänge und Fänomene der Welt auf ein einziges Grundprinzip zurückführen lassen.17)
Dualismus
Dualismus ist die Ansicht, dass sich alle Vorgänge und Fänomene der Welt auf genau zwei Grundprinzipien zurückführen lassen.18)
Pluralismus
Pluralismus ist die Ansicht, dass sich alle Vorgänge und Fänomene der Welt auf mehrere Grundprinzipien zurückführen lassen.19)
Realismus
Der Ausdruck Realismus hat in der Filosofie unterschiedliche Bedeutungen. Die Gemeinsamkeit der verschiedenen Realismen lässt sich am ehesten in einer Unabhängigkeitsthese sehen: Für den Realisten existieren Gegenstände eines bestimmten Typs unabhängig von uns. Die Unterschiede betreffen damit vor allem die Frage, was genau unter abhängig zu verstehen ist und für welche Bereiche eine realistische Position sinnvoll ist. Aufgrund dessen gibt es verschiedenste realistische Erkenntnistheorien:

Naiver Realismus
Der Begriff Naiver Realismus beschreibt eine Erkenntnistheorie, die besagt, dass alle Dinge so wahrgenommen werden, wie sie sind. Weiterhin nimmt der Wahrnehmende nach dem Naiven Realismus eine passive Rolle ein und die wahrzunehmenden Dinge eine aktive, das heisst Dinge drängen sich einem gleichsam auf und man kann seine Wahrnehmung nicht auf bestimmte Dinge konzentrieren.21)

Atheismus.ch hält diese Position so für zu naiv. ;-) Selbstverständlich kann mal etwas anders scheinen als es ist, das ist in der (Wissenschafts-) Geschichte schon oft vorgekommen. Man denke nur mal an die naive Annahme, dass die Erde eine Scheibe sei.
Aber vermutlich sind die naiven Realisten auch nicht so dumm, und nur obige Definition, die aus der Wikipedia stammt, ist schlecht…

Gemässigter Realismus
Der gemässigte Realismus ist eine Position, die lehrt, dass der Inhalt der allgemeinen Begriffe nicht real unterschieden ist von den das Einzelne konstituierenden Bestimmungen, sondern mit ihnen die konkrete Einheit eines Seienden bildet. Weil diese Form des Realismus kritisch Rechenschaft über die Existenz des vom menschlichen Bewusstsein unabhängigen, wirklichen Seienden gibt und dazu auch die Ergebnisse der Einzelwissenschaften einbezieht, spricht man auch vom gemässigt-kritischen Realismus.
Kritischer Realismus
Der kritische Realismus Position, die davon ausgeht, dass eine reale Welt existiert, die der sinnlichen Wahrnehmung entspricht, aber (im Gegensatz zum naiven Realismus) durch die Art und Weise der menschlichen Wahrnehmung nicht sofort und unmittelbar erkennbar ist, inwieweit sie mit den durch die menschliche Verarbeitung entstehenden Erscheinungen übereinstimmt. Ein klassisches Beispiel für die Begrenzung der menschlichen Wahrnehmung ist der Frequenzbereich des menschlichen Hörens, in dem weder die Töne einer Hundepfeiffe noch der tiefen Töne, die teilweise von Elefanten benutzt werden, enthalten sind. Der kritische Realist geht davon aus, dass sich im Laufe der Zeit das menschliche Wissen der Realität immer mehr annähert, diese aber meist nicht vollkommen erreicht.22)

Atheismus.ch kann sich mit dieser Position anfreunden.

Empirismus
Der Empirismus ist eine erkenntnistheoretische Richtung in der Filosofie und Psychologie, die alle Erkenntnis aus Sinneserfahrungen ableitet. Der Empirismus steht im Gegensatz zum Rationalismus, der die Vernunft als für den Erkenntnisprozess wesentlich hervorhebt. Der Empirismus hingegen legt seinen Schwerpunkt auf die Erfahrung und sinnliche Wahrnehmung. Unabhängig von seinem filosofischen Wahrheitsgehalt hat der Empirismus als Grundlage wissenschaftlicher Arbeit eine grosse Bedeutung bis in die Gegenwart. Neben der Abduktion bildet die Induktion als typische Schlussweise des Empirismus das Fundament wissenschaftlicher Theoriebildung. Als logischer Empirismus floss der Empirismus auch in moderne Strömungen der Filosofie ein.23)
Sensualismus
Der Sensualismus ist eine filosofische Richtung, die alle Bewusstseinsinhalte aus Empfindungen, Sinneseindrücken oder Wahrnehmungen ableitet.24)
Materialismus
Materialismus ist in Bezug auf die Körper-Geist-Frage eine monistische Position, die alle Vorgänge der Welt auf die Wirkung oder den Zustand von Raum, Zeit und (Anti-) Materie zurückführt. Der menschliche Geist ist demzufolge ein Produkt der komplexen Vorgänge im Gehirn und kann ohne den Körper nicht existieren.25)

Dies ist die Position von atheismus.ch solange, bis jemand Geist ausserhalb von Materie nachweisen kann.

Naturalismus
Der Naturalismus ist eine Bezeichnung für jede Anschauung, in der die Natur die umfassende Wirklichkeit bedeutet. Ein religiöser Glaube an eine übernatürliche Offenbarungswirklichkeit wird vom Naturalismus strikt abgelehnt. Ferner werden alle kulturellen, geistig-geschichtlichen usw. Vorgänge und Bildungen auf naturhafte Gegebenheiten reduziert. Dieser Naturbegriff kann unter anderem eine biologistische, materialistische, positivistische etc.Fassung beinhalten.26)

Atheismus.ch hat gegen diese Position keine Einwände.

Objektivismus
Der Objektivismus geht davon aus, dass der Verstand als Spiegel der einen Wirklichkeit zu betrachten ist. Linguistische Symbole, aber auch Gedanken, korrespondieren zu Einheiten und Kategorien in der Welt. Aristoteles hat das mit seiner Idee der Kategorie formuliert. Das objektivistische Paradigma ist mithin eine Idealisierung.27)
Rationalismus
Der Rationalismus ist eine filosofische Strömung, die dem Empirismus, welcher als Mittel der Erkenntnis die sinnliche Wahrnehmung propagiert, entgegen wirkt. Ein Rationalist legt seiner filosofischen Welterklärung vor allem die vernünftige Schlussfolgerung zu Grunde, während ein Empirist in seiner filosofischen Welterklärung nur solche Hypothesen akzeptiert, die sich auf sinnliche Wahrnehmung zurückführen lassen.28)
Idealismus
Der Idealismus unterstellt eine Diskrepanz zwischen dem, was ist, und dem, was erkannt wird.29)
Subjektiver Idealismus
Der subjektive Idealismus ist eine Erkenntnistheorie, die im Gegensatz zum Realismus steht. Sie hält eine äussere, vom Bewusstsein unabhängige Realität für unerkennbar.30)
Objektiver Idealismus
Der objektive Idealismus steht im Gegensatz zum Materialismus. Demnach ist der Idealismus eine Weltsicht, in der dem materiellen Sein ein geistiges Sein zugrundeliegt. In Abgrenzung zum Subjektiven Idealismus wird vom objektiven oder absoluten Idealismus gesprochen, da nicht die Abhängigkeit der Realität vom subjektiven Bewusstsein, sondern von einer als objektiv verstandenen Form des Geistig-Ideellen zum Ausdruck gebracht werden soll. Dies impliziert die Möglichkeit der Erfassung von Wirklichkeit durch das denkende Bewusstsein.31)
Spiritualismus
Mit Spiritualismus wird die Praxis bezeichnet, mit dem Jenseits oder einer Geisterwelt in Kontakt zu treten. Als Jenseits wird der Zustand bezeichnet, in welchen die Seele nach dem Tod eines Menschen eingehen kann.32)
Aufklärung
Der Grundstein der Aufklärung bilden die Renaissance33) und der Humanismus. Das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet eine Epoche in der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt ist, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und Akzeptanz für neu erlangtes Wissen zu schaffen. Unter Aufklärung im allgemeinen Sinne versteht man einen gesellschaftlichen Emanzipationsprozess, dessen Ziel es ist, traditionelle, auf Frömmigkeit beruhende, autoritäre Geisteshaltungen kritisch zu hinterfragen, um einer ernüchterten Kultur der Vernunft Vorschub zu leisten. Der aufgeklärte Mensch soll nicht mehr den Vorgaben der Obrigkeiten oder von Mode und Zeitgeist vertrauen, sondern aus «seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit» (Immanuel Kant) ausgehen und sein Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.34)
Humanismus
Humanismus ist eine Filosofie und eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde insbesondere des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige Prinzipien menschlichen Zusammenlebens. Eine wichtige Forderung des Humanismus ist die allgemeine Schulbildung.35)
Atheismus
Atheismus steht primär für das Fehlen jeglichen Glaubens an Götter. Atheismus ist nicht direkt eine eigenständige Weltanschauung, sondern vielmehr die Antithese zum Theismus. Der Atheismus nimmt in der Regel eine materialistische oder agnostische Position ein. Eine Ausnahme sind atheistische Religionen, wie dem Buddhismus, die zwar keinen Gott kennen, aber im Gegensatz zur europäischen, der Aufklärung entsprungenen Form des Atheismus dennoch der Mystik zuzuordnen sind. In unserem Fall geht der Atheismus einher mit der ausdrücklichen Verneinung der Existenz eines Gottes (oder mehrerer Götter) und transzendenter Wesen.

Atheismus.ch verneint grundsätzlich die Existenz jeglicher Form von transzendenten Wesen. Dies tun wir solange, bis uns jemand einen überzeugenden Beweis für ein solches konkretes Wesen liefern kann. Da sich der Atheismus, wie seine Wortzusammensetzung schon sagt, gegen Götter richtet, kann er sich immer nur gegen eine konkrete Vorstellung eines Gottes richten, nicht gegen eine schwammige Vorstellung von einem Gott- oder Geistwesen nicht genau definierter Art. Allerdings werfen wir einer solch unklaren Vorstellung vor, dass sie wegen ihrer Undeutlichkeit vollkommen wertlos ist.

Agnostizismus
Der Agnostizismus ist die Geisteshaltung, nach der ein Mensch grundsätzlich kein Wissen erwerben kann über Fragen mystischer Natur. Insbesondere kann der Mensch nicht wissen, ob es Götter oder sonstige Geistwesen gibt. Jegliche Annahme darüber, insbesondere die der Religionen ist ohnehin falsch und daher wertlos.

Atheismus.ch ist zwar grundsätzlich mit der Aussage einverstanden, man könne kein Wissen über die absolute Nichtexistenz von Geistwesen erlangen. Aber es ist mit Sicherheit möglich, konkrete Gottesvorstellungen, wie z.B. die des Christentums, aufgrund innerer Widersprüche zu widerlegen. Atheismus.ch bewegt sich daher je nach Diskussionsthema zwischen Agnostizismus und Atheismus.

Nihilismus
Der Begriff «Nihilismus» bezeichnet eine Weltanschauung, die eine vorfindbare Sinnhaftigkeit der Welt bestreitet. Objektive Erkenntnismöglichkeit und feststehende Wahrheiten werden verneint. Es werden keine absoluten Werte oder Normen und somit auch keine allgemeingültige Moral anerkannt. Nihilismus wurde historisch nicht selten als Vorwurf zur Verleumdung und Diffamierung Andersdenkender wie Galileo Galilei und anderer vermeintlicher Ketzer eingesetzt.36)

Metafysik
Die Metafysik ist die Grunddisziplin der Filosofie. Sie behandelt die zentralen Probleme der theoretischen Filosofie in universal angelegten Systementwürfen: die Fundamente (Voraussetzungen, Ursachen oder ersten Gründe) und allgemeinsten Strukturen (Gesetzlichkeiten, Prinzipien) sowie den Sinn und Zweck der gesamten Wirklichkeit bzw. allen Seins. Konkret bedeutet dies, dass die Metafysik die letzten Fragen verhandelt. Warum existiert das Universum und wie ist es entstanden? Gibt es einen Gott und welche Eigenschaften besitzt er? Was ist der Unterschied zwischen Geist und Materie? Besitzt der Mensch eine unsterbliche Seele, verfügt er über einen Freien Willen? Verändert sich alles oder gibt es auch Dinge und Zusammenhänge, die bei allem Wechsel der Erscheinungen immer gleich bleiben? Das Arbeitsfeld der Metafysik stellen die nicht empirisch untersuchbaren Bereiche der Wirklichkeit dar, d.h. jene, die einer naturwissenschaftlichen Bearbeitung unzugänglich sind. Eine Aussage ist dann metafysisch, wenn etwas gehalt- oder bedeutungsvolles über etwas gesagt wird (synthetisch über etwas geurteilt wird), was prinzipiell jeder (sinnlichen) menschlichen Erfahrungsmöglichkeit entzogen ist. Zugleich stellt sich die Frage, wie der Mensch trotz seiner begrenzten geistigen Möglichkeiten an den metafysischen Wahrheiten teilhaben können soll, die er mit Hilfe der Filosofie zu ergründen sucht. Die frühen metafysischen Entwürfe stellten in ihrem universellen Anspruch auf Letztbegründung die Wurzel aller filosofischen Disziplinen dar. Dabei fordert jedes vollständig ausgearbeitete System einer Metafysik zugleich seine umfassende und ausschliessliche Gültigkeit.37)

Atheismus.ch lehnt die Metafysik ab. Zwar geht es im Atheismus durchaus auch um Fragen wie «Warum existiert das Universum und wie ist es entstanden?», «Gibt es einen Gott und welche Eigenschaften besitzt er?», «Was ist der Unterschied zwischen Geist und Materie?» «Besitzt der Mensch eine unsterbliche Seele, verfügt er über einen Freien Willen?», aber wir halten uns in der Beantwortung dieser Fragen strikt an «empirisch untersuchbaren Bereiche der Wirklichkeit» und sind der Ansicht, dass alles, was für den Menschen von Bedeutung ist letzlich mit ihm in einer Verbindung stehen muss, und von daher notwendigerweise der wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich ist. Eine Wirklichkeit ausserhalb der Reichweite der Wissenschaft kann keinen Einfluss auf uns Menschen haben, denn sobald etwas Einfluss auf uns hat, können wir es auch untersuchen. Jegliche Annahme über Dinge, die ausserhalb der beobachtbaren Wirklichkeit steht und nicht daraus geschlossen werden kann, ist unsinnig und kann nicht verifiziert werden. Was nicht verifiziert werden kann aber, muss als falsch angesehen werden.

Mystik
Mystik bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer höchsten Wirklichkeit. Diese wird im christlichen Kulturraum als göttliche Erfahrung bezeichnet, im asiatischen Raum etwa als Dao oder Buddhanatur. Da der Ausdruck eines Menschen, der diese höchste Wirklichkeit erfahren hat, immer auch von seinem jeweiligen persönlichen Hintergrund (Religion, Kultur) geprägt ist, lässt sich aus fänomenologischer Sicht nicht mit Sicherheit sagen, ob diese höchste Wirklichkeit in den unterschiedlichen Strömungen ein und dieselbe Erfahrung kennzeichnen.38)

Atheismus.ch betont, dass der persönliche Hintergrund der jeweiligen Person eine herausragende Bedeutung hat. Hinzu kommt, dass nach neuesten Forschungen die mystische Erfahrung39) im Schläfenlappen sitzt und mit elektrischen Feldern gezielt stimuliert werden kann. Die mystische Erfahrung ist demnach mit grosser Wahrscheinlichkeit ein reines Hirngespinst.

Transzendenz
Transzendenz bezeichnet die Bereiche des Denkens, die die Wahrnehmung und das Vorstellungsvermögen überschreiten. Der Gegensatz von transzendent ist immanent; Transzendenz ist also ein Antonym von Immanenz.40)

Nach Ansicht von atheismus.ch existiert keine Transzendenz.

Religionen
Als Religion wird oftmals ein in grösseren Bevölkerungsgruppen verankertes System von Vorstellungen über die Existenz von Gegebenheiten jenseits des sinnlich Erfahrbaren bezeichnet. Anders als normale filosofische Betrachtungsweise ist die Religion eine filosofische Weltanschauung mit mystischen Elementen. oft beinhalten diese mystischen Elemente die Vorstellung von Gott- oder Geistwesen, oder das Vorhandensein eines Lebens nach dem Tod.41)
Glaube
Glaube bedeutet das «für wahr halten» unbeweisbarer Spekulationen. Glaube verabscheut Kritik. Alles, was Religionen an Glaubenssätzen und Dogmen produzieren, liegt nahe bei «wilde Spekulation», denn Glaube verzichtet auf Argumente und Beweise. Glaube ist blosse Behauptung; wilde Spekulation; die Annahme einer Aussage als wahr, ohne sie begründen zu können. Glaubensaussagen sind nicht nachvollziehbar, sie müssen einfach akzeptiert werden.
Priester
Mit Priester werden Personen bezeichnet, die innerhalb einer Religionsgemeinschaft als Mittler zwischen dem Göttlichen und den Menschen stehen. In der Regel nehmen sie die sakralen und kultischen Handlungen vor.42)
Offenbarung
In einer religiösen Offenbarung wird dem Menschen in einem mystischen Ereignis von einem transzendenten Wesen sein Wille oder sein Wissen übergeben. Der Mensch, der die Offenbarung empfangen hat, glaubt in der Regel danach als einiger im Besitze der Wahrheit zu sein und ist der Überzeugung, seine Offenbarung der Welt kund tun zu müssen. Daher spielen Offenbarungen in vielen Religionen eine herausragende Rolle. So sind zum Beispiel alle drei semitischen Religionen aussschliesslich Offenbarungsreligionen, die darauf basieren, dass ein Gott ausgewählten Menschen seinen Willen kund getan haben soll. Wie allerdings mit widersprüchlichen Offenbarungen umgegangen werden soll und warum dieser Gott sich ausgerechnet einem bestimmten Menschen offenbart und allen anderen nicht, bleibt dabei ungeklärt und wird verdrängt. Dies wiederum eröffnet jedem, der eine Privatoffenbarung gehabt zu haben glaubt Tür und Tor zur Gründung einer eigenen Sekte. Paradebeispiel in der Schweiz ist Erika Bertschinger, die nach einer durch den Sturz von einem Pferd ausgelösten Offenbarung im Schläfenlappen unter dem falschen Namen «Uriella» die Sekte Fiat Lux gegründet hat, an der sie recht gut verdient.

Für atheismus.ch ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich bei der Offenbarung, wie bei jedem anderen mystischen Erlebnis, um eine Halluzination handelt, die nach neuester Erkenntnis höchst wahrscheinlich durch eine Überreaktion im Schläfenlappen entsteht.
Bei einer Offenbarung schwatzt irgendein fragwürdiger Spinner irgendwelchen Unsinn zusammen, der dann auch noch geglaubt wird. Je unsinniger die Offenbarung, desto treuer die Anhängerschaft, wie man u.a. auch beim biblischen Johannes sehen kann. Die Offenbarungsreligionen verstecken sich gern hinter der vermeindlichen Tatsache, dass nur der dem geoffenbart wurde im allenigen Besitz der Wahrheit sei und diese weitergeben könne. Weil sich Gott eben nur gezielt offenbare, müssten alle anderen halt glauben und dieser Glaube könne nicht widerlegt werden. Das ist ein Irrtum. Konkrete Glaubensinhalte können immer widerlegt werden.
Eine Religion, die auf Offenbarung basiert, wie das Judentum, das Christentum und der Islam, ist nicht glaubwürdig.

Esoterik
Esoterik ist ein Sammelbegriff für ein weites Spektrum an Weltanschauungen, welche die spirituelle Entwicklung des Individuums betonen, jedoch keine Religion im engeren Sinn sind. Den sich teilweise deutlich unterscheidenden Lehren ist gemeinsam, dass sie die Existenz von Kräften und Einflüssen ausserhalb des naturwissenschaftlich messbaren voraussetzen und Wissenschaft und traditionell organisierte Religionen als zu beschränkt ansehen, um die Welt vollständig zu erklären. Die esoterische Denkweise steht somit ausserhalb des wissenschaftlichen Weltbildes.43)
Astrologie
Die Astrologie ist die systematisch betriebene anthropologisch-mythologische Deutung der Stellung bestimmter Himmelskörper und wird auch der Esoterik zugerechnet. Sie versucht unter anderem aus dem Zusammenhang von Geburtsort, Geburtszeitpunkt und Stellung der Himmelskörper, je nach astrologischer Schule, das charakterliche Wesen und/oder das Schicksal eines Menschen abzuleiten. Die Betrachtungsweise der Astrologie ist geozentrisch (erdbezogen) orientiert, da die Elemente des Horoskops sich auf den irdischen Ort und Zeitpunkt beziehen. Aus der Tatsache, dass sich die am Himmel sichtbaren Elemente jedem Beobachter gleich darstellen, orientiert sich die Astrologie an einer scheinbaren Objektivität.44)
Daoismus
Der 道教 ist eine chinesische Filosofie und Religion und wird als Chinas eigene und authentisch chinesische Religion angesehen. Seine historisch gesicherten Ursprünge liegen im 4. Jh. vuZ., als das 道德经 des 老子 entstand.45)
Yin und Yang
Bei uns ist vom 道教 vor allem das 阴阳-Symbol «☯» bekannt. Es symbolisiert verschiedene Dualismen, zwischen Himmel und Erde, männlich und weiblich, usw.. Bei 阳 (Yang) handelt es sich um das Prinzip Himmel, bei 阴 (Yin) um das Prinzip Erde. Der Übergang von 阴 zu 阳 ist dabei fliessend.46)
Qigong
气功 ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist, die auch Teil der traditionellen Chinesischen Medizin ist. Auch Kampfsport-Übungen werden darunter verstanden. Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen der inneren Stille. Die Übungen dienen zur Anreicherung und Harmonisierung des .47)
Falungong
法轮功 ist eine aus den USA stammede neue religiöse Bewegung auf der Basis von 气功. Ihr Gründer und Guru ist der Auslandchinese 李洪志 (Li Hongzhi).48)
Buddhismus
Der Buddhismus ist eine atheistische Religion, deren Gründung auf Siddhartha Gautama, den historischen Buddha, zurückgeht, der im 5. Jh. vuZ. in Nordindien lebte.49)
Theismus
Der Theismus ist der Glaube an einen oder mehrere Götter welcher Art auch immer.
Gott
Unter Gott versteht man entweder allgemein ein meist unsterbliches, übernatürliches und mit grosser Macht ausgestattetes Wesen, oder ein einziges höchstes personales Wesen, das zugleich als der unendliche Grund allen Seins verstanden wird. Es gibt keinen allgemein anerkannten Beweis für die Existenz eines solchen Wesens.50)

Atheismus.ch betont, dass noch immer kein allgemein anerkannter Beweis für die Existenz eines solchen Wesens existiert. Dies obwohl allein schon die Christenheit seit zweitausend Jahren intensiv danach sucht und einen Scheinbeweis nach dem anderen liefert. Es gibt keinen Gott, denn wenn es einen solchen gäbe, könnte man ihn beweisen, aus folgenden Gründen:
  • Entweder will er verehrt werden (wie der christliche Gott), dann liegt es in seinem Interesse, sich unzweifelhaft zu erkennen zu geben.
  • Oder er ist zumindest an uns interessiert und gibt sich allen Menschen zu erkennen.
  • Oder er würde zumindest Einfluss in der Welt nehmen, dann könnte man diesen Einfluss nachweisen.

Wenn es sich hingegen um einen Gott handelt, der an uns Menschen nicht interessiert ist und sich nicht in die Welt einmischt, dann kann er uns auch egal sein.

Hinduismus
Der Hinduismus ist nach den Veden gegründet. Gläubige Hindus verstehen ihre Religion auch als Lebensart. Der Hinduismus ist eine Religion, die aus verschiedenen Richtungen mit recht unterschiedlichen Schulen und Ansichten besteht. Darum gibt es kein gemeinsames für alle gleichermassen gültiges Glaubensbekenntnis. Nur einzelne Richtungen gehen auf einen bestimmten Begründer zurück, z.B. gehen Anhänger Krishnas davon aus, dass Krishna in prähistorischer Zeit tatsächlich lebte und ihren Glauben begründet hat. Da es sich beim Hinduismus um verschiedene Religionen handelt, gibt es auch keine zentrale Institution, die Autorität für alle Hindus hätte. Die Lehren über spirituelle Belange und sogar die Gottesvorstellungen sind in den einzelnen Strömungen sehr verschieden, selbst die Ansichten über Leben, Tod und Erlösung stimmen nicht überein. Die meisten Gläubigen jedoch gehen davon aus, dass Leben und Tod ein sich ständig wiederholender Kreislauf sind, sie glauben an die Reinkarnation. Für den persönlichen Glauben haben aufgrund der Vielfalt religiöse Lehrer oft einen grossen Stellenwert. Trotz aller Unterschiede können Hindus der verschiedenen Richtungen weitgehend gemeinsam feiern und beten, wenn auch ihre Theologie und Filosofie nicht übereinstimmt. «Einheit in der Vielfalt» ist eine oft verwendete Redewendung zur Selbstdefinition im modernen Hinduismus.51)
Polytheismus
Der Polytheismus ist der Glaube an mehrere oder viele unterschiedliche Götter.
Deismus
Der Deismus ist der Glaube an einen Gott, der den Anstoss für die Entstehung des Universums gegeben, oder das Universum erschaffen, sich danach aber nicht mehr in die weitere Entwicklung eingemischt hat.

Ein solcher Gott kann weder bewiesen noch widerlegt werden. Er ist für uns Menschen schlicht und einfach irrelevant. Es ist schnurzpiepegal, ob es so einen Gott gab, da er keinen Einfluss auf unser heutiges Leben hat. Daher ist der Deismus auch kein Thema auf atheismus.ch.

Monotheismus
Der Monotheismus ist der Glaube an einen einzigen Gott.
Semitische Religionen
Judentum
Unter Judentum versteht man die Gesamtheit aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition der sich selbst als Volk Israel bezeichnenden Personen. Die monotheistische jüdische Religion basiert auf der Überlieferung durch die Tora, bestehend aus den Büchern «Moses» im «alten Testament» der christlichen Bibel.52)
Christentum
Das Christentum ist die Religion, die den Inhalt der Bibel als von einem Gott geoffenbarte Wahrheit nehmen will. Die Christen warten noch immer auf die Wiederkehr von Gottes Sohn Jesus Chistus, der sich vor ca. 2000 Jahren mit den Worten «Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich.»53) verabschiedet haben soll.
Bibel
Die Bibel besteht aus einem Kanon, einer mehr oder weniger willkürlich zusammengestellten Sammlung antiker jüdischer Texte zweifelhafter Herkunft. Sie besteht im ersten Teil, «Das alte Testament» genannt aus einer äusserst blutrünstigen Textsammlung, die den Juden als «Tora» bekannt ist. Im zweiten Teil kommt eine von langer Hand vorbereitete gottgewollte blutrünstige Hinrichtungsaktion von Gottes Sohn hinzu, einiges an Schriftverkehr zwischen den Urchristen, sowie eine grausame und blutrünstige Offenbarungsvision, die sich (noch immer) auf die Zukunft beziehen soll.
Islam
Der إسلام ist die Religion, die den Inhalt des Korans und die Worte und Handlungen des Profeten Muhammad als von einem Gott geoffenbarte Wahrheit nehmen will. Der Koran basiert wiederum auf der Überlieferung, die die Christen als «Bibel» kennen.
Böse Zungen, zu denen auch atheismus.ch zählt, sagen, der إسلام sei vergleichbar mit dem Christentum vor der Renaisance. Dem heutigen إسلام fehlen mindestens fünfhundert Jahre Humanismus und Aufklärung.
Pantheismus
Pantheismus bedeutet, die Gottheit in allen Erscheinungen der Welt zu sehen. Dies kann sich entweder in der Ansicht ausdrücken, dass alles in der Welt «von Gott erfüllt» ist oder in der Ansicht, dass das Universum gleichbedeutend mit Gott ist.54)
Panentheismus
Der Panentheismus bezeichnet die Auffassung, dass das Universum ein Teil Gottes ist. Im Panentheismus gibt es keinen Dualismus zwischen Schöpfer und Schöpfung wie im klassischen Theismus oder Deismus. Im Unterschied zum verwandten Pantheismus gilt das Universum aber nicht als Synonym für Gott. Panentheisten glauben, dass Gott über das materielle Universum hinausgeht. Alles im Universum ist Teil Gottes, aber Gott ist mehr als das Universum.55)

1) , 2) , 3) , 4) , 5) , 7) , 9) , 10) , 11) , 13) , 14) , 15) , 16) , 20) , 21) , 22) , 23) , 24) , 26) , 27) , 28) , 29) , 30) , 31) , 32) , 35) , 36) , 37) , 38) , 40) , 42) , 43) , 44) , 45) , 47) , 49) , 50) , 51) , 54) , 55) Quelle: Wikipedia, gekürzt
6) , 12) , 17) , 18) , 19) , 25) , 41) , 46) , 48) , 52) Quelle: Wikipedia, gekürzt und angepasst
8) Beobachtung beinhaltet hier jegliche Form der Lebenserfahrung, wie auch des erlernten Wissens
33) Die Renaissance war das Wiederaufgreifen der in der Antike entwickelten Weltsicht und damit die Rückkehr der Wissenschaften und die Überwindung des Christentums
34) Quelle: Wikipedia, gekürzt uns angepasst
39) Der Europäer interpretiert eine mystische Erfahrung in der Regel als «Gotteserfahrung».
53) Quelle: «Die Bibel», Das Evangelium nach Matthäus 16.28, oder «Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen.» (Quelle: «Die Bibel», Das Evangelium nach Markus 9.1), oder «Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben.»(Quelle: «Die Bibel», Das Evangelium nach Lukas 9.27)
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