Atheismus in der Schweiz
Buh!
«In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, dass Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.» Martin Luther über «Heilige Kriege»

Annahme der Minarettinitiative

Stellungnahme von http://atheismus.ch zur Annahme der Minarettinitiative.

Wie die Diskussion im Forum von http://atheismus.ch gezeigt hat, wird die Minarettinitiative von uns Atheisten mehrheitlich abgelehnt. Dies nicht etwa weil wir den fundamentalistischen Islam unterschätzen würden, oder weil uns der Zwang zu Kopftuch und Burka gleichgültig wäre, sondern weil dies unserer Ansicht nach das falsche Mittel ist, um der Vernunft zum Sieg zu verhelfen. Ein Minarettverbot richtet sich nicht gegen den religiösen Fundamentalismus, es richtet sich einseitig gegen eine einzige Religion.

Wir Schweizer Atheisten hoffen nun, dass eine Mehrheit der Ja-Stimmenden dies aus lauteren Motiven tat, nicht um in einen Religionskrieg zwischen Christen und Moslems zu schüren, sondern um den fundamentalistischen Kräften im Islam eine Abfuhr zu erteilen. Nicht um die Schweiz als «christliches Hoheitsgebiet» zu verteidigen, sondern um Auswüchsen wie der Verweigerung von Schwimmunterricht und der Erniedrigung der Frau eine Abfuhr zu erteilen.

Die Zukunft wird zeigen, ob diese Abstimmung ein Fortschritt im Kampf um Freiheit und Aufklärung sein wird, oder ein Rückschritt im Sinne derer, die sich den Islam als Vorwand nehmen, um Terrorangst zu schüren und uns im Namen eines Kriegs gegen den Terrorismus, der in Wahrheit ein Krieg gegen unsere aufgeklärte und freie Zivilgesellschaft ist, uns Schritt für Schritt unserer Freiheit berauben wollen.

Blicken wir nach vorn, und nehmen wird das Abstimmungsresultat als Aufgabe, unsere Freiheit zu verteidigen und Fundamentalismus in allen Religionen, nicht nur dem Islam, die Rote Karte zu zeigen. Die Zukunft gehört einem Zusammenleben in Vernunft und Toleranz auf der Basis menschlicher und menschengerechter Werte.

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