Atheismus in der Schweiz
«Such nach dem Tapferen im Gefängnis und den Dummen bei der Geistlichkeit» Russisches Sprichwort

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Blog mit aktuellen Informationen rund um Atheismus und http://atheismus.ch.

Aktionen, mit denen wir Atheisten auf uns aufmerksam machen wollen. Tipps, wie wir uns wehren können (und sollten), sowie Berichte über Aktionen in der Vergangenheit.

Hier findest Du Werbematerial, das Du selbst ausdrucken kannst, um für uns Werbung zu machen. Bitte hilf mit, unsere Anliegen besser bekannt zu machen.

atheismus.ch schafft es von Zeit zu Zeit in die Medien, z.B. ins Radio oder Fernsehen. Das wird hier dokumentiert. Hier findest Du auch Leserbriefe, die wir verfasst haben.

Atheismus in den Medien. Hier sind Verweise auf Veröffentlichungen im Internetz und (manchmal kommentierte) Zusammenfassungen von Pressebeiträgen zum Thema Atheismus und Religion.

Vollständige Liste der letzten tausend Änderungen auf atheismus.ch

Technische Informationen rund um atheismus.ch, wie Störungen, Ausfälle des Servers.

Statistiken über Religion, Glaube, Kirchenaustritte und was sonst im Zusammenhang mit Atheismus noch so interessant erscheinen mag.

Neu oder Bearbeitet

Längere und genauere Liste: Bearbeitet oder Neu

Die erfolgreichsten Artikel und Argumente

Vollständige Liste: Erfolgreiche Artikel

Stand der Bewertung: 20. 1. 2011, 4.02

  1. Kleider bedrucken (Zugriffe: 38059)

    Hier sind Motive für atheistische T-Shirts zu finden. Man kann die Motive herunterladen, auf Transferpapier drucken und dann selbst aufbügeln.

  2. Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt (Zugriffe: 343, Bewertungen: 340, Zustimmung: 55%)

    Jesus war ein arbeitsscheuer Schnorrer, der keine gesellschaftlichen Verpflichtungen übernahm, keine Familie gründete und über seine Eltern fluchte. Zwar soll er Wunder vollbracht haben, indem er einzelne Kranke rettete. Hätte er aber als Gottessohn nicht vielmehr vollbringen können, z.B. indem er Krankheiten ganz aus der Welt geschafft hätte? Stattdessen hat er gerade mal mit einigen zweitklassigen Zaubertricks ein kleines Grüppchen von Jüngern bei Stange halten können. Soll das unser Vorbild sein?

  3. Die Bibel, ein teuflisches Buch! (Zugriffe: 937, Bewertungen: 321, Zustimmung: 61%)

    Die heilige Schrift der Juden, Christen und Moslems ist ein grauenvolles und unmoralisches Machwerk voller Gewalt und Grausamkeit. Diese Schandtaten gehen in vielen Fällen direkt von Gott aus und werden nicht kritisiert.

  4. Sind Barcodes teuflisch? (Zugriffe: 7105, Bewertungen: 177, Zustimmung: 68%)

    In der Sekte Fiat Lux gelten Barcodes als teuflisch, weil angeblich jeder Barcode die Zahl des Tieres, 666, enthalte. Hier wird aufgeklärt, wie ein Barcode aufgebaut ist, und warum diese Behauptung nicht stimmt.

  5. Spenden (Zugriffe: 13837)

    Wir bitten unsere Mitatheisten um Unterstützung

    Christen sind zur Zahlung verpflichtet!

    Wenn Du unsere Auffassungen teilst und uns unterstützen möchtest, dann bitten wir um eine Spende. Alles hier basiert auf der Arbeit und der Infrastruktur, die freiwillig und kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Um aber auch ausserhalb des Internets agieren zu können, z.B. um für unsere Anliegen zu werben, oder gar politische Initiativen zu starten, sind wir auf mehr Geld angewiesen, als wir selbst beitragen können. Daher sind wir für jede Spende dankbar.

  6. Fragen und Antworten (Zugriffe: 11495)

    Die Antworten auf häufig gestellte Fragen, oder auf oft gehörte Behauptungen.

  7. Entchristianisierung (Zugriffe: 10924)

    Wurdest Du als Kind gegen Deinen Willen getauft und möchtest das rückgängig machen? Kein Problem, atheismus.ch bietet eine automatische feierliche Entchristianisierung mit offizieller Urkunde, welche die Abkehr vom Christentum, sowie die Rücknahme aller Versprechen an die Kirche beinhaltet. Eine «heilige Versiegelung» kann optional gleich mit aufgehoben werden.

  8. Andere Seiten im Netz (Zugriffe: 10380)

    Diese Seite bietet Querverweise auf andere Seiten rund um das Thema Atheismus im Internetz.

  9. Filosofie und Ethik (Zugriffe: 9212)

    Einige laienhafte filosofische Anflüge. Allerdings sehr zu empfehlen sind Die vernunftbegründeten Gebote des Humanismus.

  10. Die neuesten Diskussionsbeiträge (Zugriffe: 8918)

    Die Diskussionsbeiträge sortiert nach Eingangsreihenfolge, nicht nach Bewertung. atheismus.ch empfiehlt die Betrachtung nach Bewertung auf der Startseite des Forums.

  11. Glaube ist ein minderwertiges Konzept (Zugriffe: 4481, Bewertungen: 153, Zustimmung: 54%)

    Christen stilisieren den Glauben an sich zu etwas grossartigem hoch. Dabei ist ein Glaube nur das Eingeständnis von Unwissenheit. Gäbe es einen Gott, wüssten wir das und müssten es nicht glauben. Ein Gott, der von den Menschen verlangen würde, an ihn zu glauben, statt sie mit dem entsprechenden Wissen auszustatten, würde verantwortungslos handeln, denn der Mensch ist nicht frei darin, was er glaubt und was nicht.

  12. Jesus war gegen die Todesstrafe (Zugriffe: 232, Bewertungen: 100, Zustimmung: 55%)

    Im alten Testament hat Gott persönlich die Todesstrafe eingeführt. Sie wurde nie abgeschafft. Selbst Jesus hat sie bestätigt. Wenn Kinder ihren Eltern fluchen, müssen sie sterben. So sprach Gott und so bestätigte es Jesus.

  13. 2008 «Agentur-C» (Zugriffe: 8110)

    Hier sind Motive für atheistische Plakate zu finden. Man kann die Motive herunterladen und selbst drucken. Die Plakate enthalten Fotos von Werbetafeln einer Werbeaktion von 2008 der «Agentur-C», ergänzt um einen zynischen Kommentar von atheismus.ch.

  14. Anleitung zum Kirchenaustritt (Zugriffe: 7485)
  15. Adam und Eva waren unschuldig (Zugriffe: 190, Bewertungen: 107, Zustimmung: 66%)

    Ein Gott schafft Menschen. Er schafft sie, so wie sie sind, mit all ihren Fehlern. Dann verurteilt er die Menschen dafür, dass sie so sind, wie er sie geschaffen hat und weist sie aus dem Paradies aus. So ein hanebüchener Unsinn!

    Hinzu kommt, dass Adam und Eva juristisch gesehen gar nicht schuldfähig waren. Wie hätten sie wissen sollen, was Gut ist und was Böse, vor dem Genuss der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse?

Die neuesten Diskussionsbeiträge

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Reklemetionen über diese Website...megaeinhorn07.01.2013 11:30
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Zeichen setzen am Tag des Kirchenaustritts

Unsere österreichischen Kollegen von http://meinkirchenaustritt.at haben einen Tag des Kirchenaustritts ernannt. Daher rufen sie für den 30. April auf zum Tag des Kirchenaustritts als Zeichen gegen den Kindsmissbrauch durch die Kirche. Wenn Du also noch nicht ausgetreten bist, dann ist der 30. April ein gutes Datum dafür, fast so gut, wie heute. Der allerbeste Austrittstermin ist allerdings zu jeder Zeit noch immer heute: Was man mit wenig Aufwand sofort erledigen kann, sollte man auch sofort tun.

Für alle, die in der Schweiz wohnen, ist der Austritt noch immer am einfachsten mit unserem Kirchenaustrittsbriefgenerator.

Mögliche weitere Gründe für den Kirchenaustritt sind unter Steuern Sparen durch Kirchenaustritt!.

Wer zusätzlich dem Christentum abschwören will, kann sich zum Spass (und weil Christen den Hokuspokus ernst nehmen) entchristianisieren lassen.


Pressemitteilung von http://meinkirchenaustritt.at und http://kirchenaustritt.at:

30. April zum Tag des Kirchenaustritts ausgerufen

(Wien 28.4.2010) Jahrzehntelanger Missbrauch von Kindern, systematische Vertuschung durch Bischöfe und den Papst und nun eine kirchliche Kommission, die die kirchlichen Vergehen aufklären will. Dies alles in einer Kirche, welche sich immer mehr vom Leben der Menschen entfernt hat, wie die weltfremde Sexualmoral beispielhaft aufzeigt. Angesichts der Missstände sind immer mehr Menschen mit der katholischen Kirche unzufrieden, setzen ein Zeichen und treten aus. Daher wird der 30. April in Österreich von einer Gruppe kirchenkritischer Bürgerinnen und Bürger zum Tag des Kirchenaustritts ausgerufen. "Austreten ist so einfach wie noch nie“, sagt DDr.Christian Fiala, Betreiber der Internet-Plattform www.meinkirchenaustritt.at. Die Plattform hat eine neues Formular für den Austritt ins Netz gestellt. Damit ist ein Austritt rasch und unkompliziert möglich.

Entscheiden Sie selbst wen sie unterstützen
Statt des vorgeschriebenen Kirchenbeitrages enscheiden immer mehr Menschen selbsständig wen Sie unterstützen. Dies kann die ‚Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt’ sein, www.betroffen.at oder andere soziale Einrichtungen. Mit einer Umwidmung der Beträge, die bisher für die Institution der Kirche gezahlt wurden, können sie einen wichtigen Beitrag für das soziale Leben in diesem Land leisten.

Aufruf wird zur internationalen Bewegung
Deutschland und die Schweiz folgen nun auch dem Beispiel Österreichs, und werden ebenfalls einen Tag des Kirchenaustritts ausrufen. Die neue Austrittsbewegung hat auch auf Facebook eine Plattform mit rasch steigenden Mitgliederzahlen gefunden.

Warum gerade der 30. April?
Das Gesetz zum Kirchenbeitrag wurde am 1. Mai 1939 vom damaligen NS-Reichsstatthalter in Österreich in Kraft gesetzt. Basierend auf diesem Gesetz stellt der Staat den christlichen Kirchen auch heute noch seine Infrastruktur auf Kosten der Steuerzahler zur Verfügung, um Beiträge einzuheben. "Diese Vermischung untergräbt nicht nur die offizielle Trennung von Kirche und Staat, sondern erlaubt es der Kirche auch, entgegen den Bedürfnissen der Menschen zu agieren. Mit dem Kirchenaustritt haben die Menschen eine demokratische Möglichkeit dieses überholte System der Bevormundung zu ändern.“, so Fiala abschließend.

Der Kirchenaustritt ist ein so brandaktuelles Thema, dass die simple Tatsache, dass bereits Abzocker auf den Markt getreten sind und Austrittsschreiben für hundert Franken verkaufen, in vielen Zeitungen erschienen ist (Baslerzeitung, Bernerzeitung, Tagesanzeiger, Facts, Thurgauerzeitung, Der Bund).

Schweizweit am erfolgreichsten ist aber immer noch unser Generator hier, der bereits im März die Schwelle von 20.000 Austrittsschreiben überstiegen hat. Bereits öfters haben sich Gemeinden und Kirchgemeinden beschwert, dass sie von unseren Austrittsschreiben regelrecht überhäuft werden, z.B. hier im St.Margrether Kirchenboten. Und immer wieder haben wir unseren Kirchenaustrittsbriefgenerator an die neuen Wünsche und Erkenntnisse angepasst. Dadurch können wir den besten Service bieten.

Wer sich beispielsweise fragt, warum gerade bei den Katholiken der Austritt oft erst nach Nachfragen und auch dann nur zögerlich angenommen wird, der kann in diesem Dokument die Antworten finden. Selbstverständlich wurde der Austrittsbriefgenerator mittlerweile so angepasst, dass es auch für die katholische Kirche klar sein sollte, wenn jemand nicht mehr bei ihr dazugehören will, und zwar gar nicht mehr. Am besten, man kreuzt im Generator gleich die entsprechenden Optionen an, z.B. «Dieser Austritt begründet das vollständige und freiwillige Aufgeben des christlichen Glaubens oder «Ich wünsche keine Bekehrungsversuche …» und gibt seinem Schreiben damit den vom Pfarrer in St.Margrethen vermissten persönlichen Anstrich.

Atheisten wissen besser Bescheid

Jetzt bestätigt 20min, was wir schon immer wussten: Atheisten wissen besser über Religionen Bescheid, als Christen.

«Menschen, die nicht an Gott glauben, können laut der Untersuchung des renommierten Pew-Instituts mehr Fragen über die Weltreligionen korrekt beantworten als praktizierende Gläubige. […] Resultat: Jene Befragten, die sich als nicht religiös bezeichnen, konnten durchschnittlich 21 von 32 Fragen richtig beantworten. […] Am schlechtesten kennen sich die Katholiken aus: Sie wussten im Schnitt nur 14,7 richtige Antworten.»

Diese Studie lässt verschiedene Schlüsse zu:

  1. Bekennende Atheisten haben sich meist besser mit Religion auseinander gesetzt und können ihre Entscheidung rational begründen.
  2. Viele Religiöse machen sich wenig Gedanken, warum sie das glauben, was sie glauben; vielmehr übernehmen sie den Glauben ihrer Eltern, oder den ihres gesellschaftlichen Umfelds.
  3. Es lässt aber auch den Schluss zu, dass eine Beschäftigung mit den verschiedenen Religionen tendenziell zum Atheismus führt, weil sie zeigt, dass es keine objektive Begründung gibt, die eine Religion der anderen vorzuziehen.
· 2014/09/22 14:06

Atheisten gegen Gottglaube

Diese Meldung wird laufend aktualisiert (siehe unten).

Ablauf

21.09. «Atheisten kämpfen mit Plakaten gegen Gott»

Am 21.09.2009 erschien in 20-Minuten schweizweit prominent auf der Titelseite ein Vorababdruck des Plakats der Freidenker-Buskampagne veröffentlicht. Die Überschrift lautet: «Atheisten kämpfen mit Plakaten gegen Gott», was natürlich nur zum Teil richtig ist. Tatsächlich kämpfen wir Atheisten gegen den Gottglauben, einen Gott, gegen den man kämpfen müsste, gibt es ja bekanntlich nicht.

21.09. Güllen in Luzern

Trauriger Anlass für diese bevorzugte Behandlung war der «Leiter Stadtraum und Veranstaltungen» von Luzern, der offenbar eigenmächtig entscheiden konnte, dass «Plakate einer Organisation, die zum Kirchenaustritt animiere» dort nicht geduldet würden. Es stellt sich die Frage, ob eine solch willkürliche Diskriminierung rational denkender Menschen überhaupt (menschen-) rechtlich zulässig ist. Dies erinnert sehr an Dürrenmatts «Besuch der alten Dame», wo sich das Dorf Güllen über das Recht erhebt. Jedenfalls sichern uns solch intolerante Fundamentalisten einen unbezahlbaren prominenten Platz auf der Titelseite von 20-Minuten, und nochmals einen für einen grösseren Artikel im Bereich Schweiz auf Seite 9. Dafür müssten wir Rico de Bona eigentlich dankbar sein, wenn es nicht eben gerade seine intolerante Haltung wäre, die solche Werbeaktionen erst notwendig macht. Zeigt uns doch die Ablehnung der atheistischen Werbung, erst für die Busaktion und nun auch für die Plakate, wie intolerant das Christentum ist, und wie wichtig es ist, dass wir für unsere Freiheit vor Religion einstehen und darum kämpfen. Selbst nach fünfhundert Jahren Humanismus und Aufklärung gibt es noch Christen, die nicht reif sind für die fundamentalsten Menschenrechte, wie eben die Religionsfreiheit, welche die Freiheit vor Religion mit beinhalten muss. Noch immer gibt es Christen, welche die Diktatur der Kirche wiedereinführen würden, hätten sie nur die Macht dazu. Erstaunlich ist, dass die CVP noch heute solche Elemente in ihren Reihen toleriert. Letztlich kann und darf es nicht sein, dass diejenigen, die an einer bestimmten Position in der Verwaltung sitzen, ihre Entscheide willkürlich basierend auf ihrer persönlichen Meinung fällen. Darum hat Religion in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, sie hat Privatsache zu sein. Zu danken ist dem Luzerner SP Grossstadtrat David Roth, welcher durch seine Interpellation für Ordnung und Gerechtigkeit sorgen will.

21.09. Erste Erfolge

Immerhin kann die Kampagne bereits erste Erfolge verzeichnen: In Bern, St.Gallen und Luzern ist nun im öffentlichen Verkehr nur noch religiös neutrale Werbung zugelassen. Zuvor haben allerdings christlich-fundamentalistische Terroristen den Luzerner Verkehrsbetrieben (VBL) gedroht, Busse anzuzünden, sollten darin die freidenkerischen Plakate hängen. Dies, nachdem bereits die vorhergehende Aktion für etliche Diskussionen gesorgt hatte. Unsere Ziele sind von daher vielfältig: Zum einen wollen wir die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass Gottlosigkeit nicht nur eine Option ist, sondern ethisch weit über jeder Religion steht. Zum andern sind solche Aktionen auch immer ein Kampf um Toleranz und Meinungsäusserungsfreiheit, denn öffentlich zu seinem Weltbild zu stehen ist nicht ein Privileg der religiösen Extremisten. Und schliesslich wäre unser liebstes Ziel eine allgemeine religiöse Abrüstung. Und letzteres Ziel haben wir nun immerhin teilweise bereits erreicht, und ausserdem wurden einige gesellschaftliche Diskussionen losgetreten. Dies interessanterweise obschon der Plakattext sehr viel harmloser ist, als sich etliche Atheisten wünschten.

23.09. Kampf um Menschenrecht

Mittlerweile gibt es eine Umfrage auf 20-Minuten zum Thema Meinungsäusserungsfreiheit und Trennung von Staat und Religion.

20-Minuten veröffentlicht einige Reaktionen zur Umfrage. Der Maulkorb gegenüber den Freidenkern stösst allgemein auf Unverständnis.

25.09. Luzern gibt nach

20-Minuten berichtet auf im Bereich Schweiz auf Seite 8 über eine Medienmitteilung der Stadt Luzern, derzufolge die Plakate der Freidenker nun doch aufgehängt werden dürfen. Doch leider steckt auch hier der Teufel (wenn es einen gäbe) im Detail. Es sind ausgerechnet die Vertreter der katholischen und reformierten Kirche, welche gnädigerweise in diesem Fall feststellen, dass ihre «religiösen Gefühle» nun doch nicht so schwer verletzt seien. Schlimmer noch, der Stadt Luzern schreiben sie, jeder dürfe seine Meinung äussern, «solange er andere dabei nicht angreife.» Selbstverständlich gehört zur Meinungsäusserungsfreiheit auch, dass man andere Meinungen angreifen kann, auch wenn sich diese unter dem Deckmäntelchen «Religion» verstecken. Der Blick titelt denn auch: «Kirchen erteilen gottlosem Plakat den Segen» — so weit sind wir also schon! Es ist absolut grauenvoll und widerlich, wie hier wiederum der Staat in einem Ausmass mit den die Kirchen verbandelt ist, dass letztlich die Kirchen selbst entscheiden dürfen, wer sie wie kritisieren darf! Dies ist unerhört und stellt unseren demokratischen Rechtsstaat in Frage. Wenn die Kirchen definieren dürfen, ob und wieweit man sie öffentlich kritisieren darf, dann nähern wir uns einem Gottesstaat nach iranischem oder saudischem Vorbild.

Letztlich ist die AGP eine Monopolistin. Daher ist es umso wichtiger, dass sie ungeprüft alles aufhängt, was nicht eindeutig rechtswidrig ist, und niemand hat da Zensur auszuüben. Insbesondere ist es absolut falsch, auf religiöse Wehleidigkeiten Rücksicht zu nehmen. Religionen sind nur darum so empfindlich, weil ihr Fundament einer kritischen Überprüfung niemals standhalten könnte. Weil aber viele Menschen den Religionen vertrauen, ja ihr ganzes Leben darauf aufbauen, ist es umso wichtiger, sie öffentlich härtester Kritik auszusetzen. Wenn das zur Folge hat, dass das Christentum weiter aus der Gesellschaft entschwindet, so ist das zu begrüssen, schafft es doch den notwendigen Raum für die Ideen der Aufklärung, der Wissenschaft, des Humanismus und der Menschenrechte, welche die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen ins Zentrum stellen, ihm die Verantwortung über sein Leben in die eigenen Hände geben, ihn von der künstlich erzeugten «Sündenlast» und vom Diktat eines alles kontrollierenden Gottes (und seiner mächtigen Kirchen) befreien. Mann soll sich gegen diesen Fortschritt nicht sperren, sondern vielmehr die neu gewonnene Freiheit aktiv gestalten.

02.10. Nun spinnt Zug

Nachdem nun Luzern zur Vernunft zurück gefunden hat, wenn auch mit äusserst fragwürdiger Argumentation, probt nun gemäss 20-Minuten die Stadt Zug den Aufstand. Interessanterweise hatte niemand die äusserst fragwürdigen «Agentur-C»-Plakate verboten, nun aber, wo diese gekontert werden sollen, fühlen sich die Christen beleidigt. Welche Aussage ist wohl beleidigender, der Anspruch der Christen: «Mein Gott wird Dich und alle Ungläubigen ins ewige Feuer der Hölle werfen» oder die schlichte Replik der Atheisten: «Dein Gott ängstigt uns nicht, denn es gibt ihn nicht!» — Welche der beiden Aussagen ist denn nun wirklich verletzend und beleidigend?

Die Religiösen sind darum so empfindlich, weil ihre Religion auf keiner rationalen Grundlage beruht und weil die Vernunft, das Nachdenken darüber, ihre Religion sofort hinweg fegen würde. Aber das gibt ihnen noch lange nicht das Recht, ihr Weltbild über das unsrige zu stellen, im Gegenteil. Wenn man einsieht, dass etwas so falsch ist, dass es keinerlei Kritik widerstehen kann, sollte man die falsche Vorstellung fallen lassen, nicht die Kritik daran unterbinden!

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, welche im Rahmen des Anstands liegen: Jegliche religiöse Werbung wird verboten, oder auch Plakate von Atheisten werden aufgehängt. Wenn diese minimale Anforderung nicht erfüllt wird, gibt es künftig keinen Grund mehr, die Plakate der «Agentur-C» weiter zu dulden! Es würde mich freuen, wenn es Personen gäbe, welche die Plakate der «Agentur-C» mit Plakaten der Freidenker überkleben würden. Wo die Meinungsäusserungsfreiheit völlig willkürlich und ungerechtfertigt dermassen eingeschränkt wird, müssen wir alle für unsere Freiheit kämpfen. Freiheit ist ein Gut, dass immer wieder neu verteidigt werden muss, und das offenbar von den religiösen Fanatikern, zu denen offenbar etliche unscheinbare gewählte Politiker und Beamte gehören, noch immer nicht als selbstverständlich angesehen wird.

Der einzige Vorteil an dieser Geschichte ist, dass nun klar wird, dass «Nächstenliebe» und «Toleranz» auch für vermeintlich gemässigte Religiöse reine Lippenbekenntnisse sind. Klares Fazit: Es ist wichtig, dass Religion entlarvt wird! Es ist wichtig, dass Religion angegriffen wird! Es ist wichtig, dass Religion lächerlich gemacht wird! Es ist wichtig, dass Religion noch immer aktiv bekämpft wird! Religion bedroht unsere Freiheit noch immer, selbst mitten in der Schweiz im Jahre 2009 o.W.Chr.1).

Nachtrag: Die Stadt Zug hat ihren ablehnenden Entscheid in eine «Empfehlung zur Ablehnung» an die APG umgewandelt. Die Plakate hängen nun auch in Zug.


plakat-fvs-kein-gott.jpgtages-anzeiger-20091004-zug-cartoon.jpg

1) o.W.Chr. = ohne Wiederkehr Christi

Atheismusbuskampagne auch in Wien

Seit dem 5. Juni rollen drei Busse von zwei Linien durch Wien mit dem Slogan: «Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich. Auf uns kommt es an.» Bezahlt wird die Aktion durch den Super-Fi Mikromischkonzern.

Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/6/139948

· 2014/09/22 14:06

Kirchenaustritte häufen sich: http//atheismus.ch in 20min

Gestern kam eine Anfrage einer freien 20min Mitarbeiterin, ob es Statistiken zu den Kirchenaustritten gäbe, und ob sich die Austritte durch die Missbrauchsfälle gehäuft hätten. Nun, offensichtlich haben sich die Austritte gehäuft:

Während sich die Anzahl der Benutzungen des Kirchenaustrittsbriefgenerators in den Monaten September 2009 bis Februar 2010 auf etwa 1000-1500 pro Monat eingependelt hatten, waren es gestern im März bereits 2582. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist der aktuelle Stand bei 2761 und diese Website ächzt unter der Last.

20min schreibt denn auch unter Der Kirche laufen die Schäfchen davon: «Auf der Website Atheismus.ch haben im März bereits über 2500 Menschen den sogenannten Austrittsbrief-Generator angeklickt – das sind doppelt so viele wie noch im Februar.»

Es ist tragisch, dass es für viele Menschen solche schrecklichen Missbrauchsfälle braucht, damit sie sich bewusst werden, dass sie sie nicht mehr mit der Kirche identifizieren können. Der Mensch ist zu sehr ein Gewohnheitstier und die Kirchen profitieren enorm unter der Bevorzugung, dass ein Kind automatisch die Kirchenmitgliedschaft der Eltern übernimmt. Hoffentlich führt dieser Exodus nun zu einer weiteren Säkularisierung der Gesellschaft.

Eine aktuelle und in die Webseiten integrierte Statistik zu den Kirchenaustritten ist geplant.

Presseschau

Hier noch weitere interessante Artikel der letzten Tage und Wochen, nicht nur aber auch zu den Missbrauchsfällen:

Annahme der Minarettinitiative

Stellungnahme von http://atheismus.ch zur Annahme der Minarettinitiative.

Wie die Diskussion im Forum von http://atheismus.ch gezeigt hat, wird die Minarettinitiative von uns Atheisten mehrheitlich abgelehnt. Dies nicht etwa weil wir den fundamentalistischen Islam unterschätzen würden, oder weil uns der Zwang zu Kopftuch und Burka gleichgültig wäre, sondern weil dies unserer Ansicht nach das falsche Mittel ist, um der Vernunft zum Sieg zu verhelfen. Ein Minarettverbot richtet sich nicht gegen den religiösen Fundamentalismus, es richtet sich einseitig gegen eine einzige Religion.

Wir Schweizer Atheisten hoffen nun, dass eine Mehrheit der Ja-Stimmenden dies aus lauteren Motiven tat, nicht um in einen Religionskrieg zwischen Christen und Moslems zu schüren, sondern um den fundamentalistischen Kräften im Islam eine Abfuhr zu erteilen. Nicht um die Schweiz als «christliches Hoheitsgebiet» zu verteidigen, sondern um Auswüchsen wie der Verweigerung von Schwimmunterricht und der Erniedrigung der Frau eine Abfuhr zu erteilen.

Die Zukunft wird zeigen, ob diese Abstimmung ein Fortschritt im Kampf um Freiheit und Aufklärung sein wird, oder ein Rückschritt im Sinne derer, die sich den Islam als Vorwand nehmen, um Terrorangst zu schüren und uns im Namen eines Kriegs gegen den Terrorismus, der in Wahrheit ein Krieg gegen unsere aufgeklärte und freie Zivilgesellschaft ist, uns Schritt für Schritt unserer Freiheit berauben wollen.

Blicken wir nach vorn, und nehmen wird das Abstimmungsresultat als Aufgabe, unsere Freiheit zu verteidigen und Fundamentalismus in allen Religionen, nicht nur dem Islam, die Rote Karte zu zeigen. Die Zukunft gehört einem Zusammenleben in Vernunft und Toleranz auf der Basis menschlicher und menschengerechter Werte.

· 2014/09/22 14:06

Gastbeitrag: Die freie humanistische Gesellschaft, ihre Feinde und ein unkonventioneller Lösungsvorschlag

Dieser Gastbeitrag wurde uns unter dem Pseudonym «Lucifer Bright» per E-Mail zugestellt. Er gibt die Meinung des Autors wieder, welche nicht zwingend deckungsgleich mit der Meinung der atheismus.ch-Redaktion sein muss.

Ein Hauch des frühen Mittelalters weht durchs Internet und wird immer mehr zum Sturm. Demagogen von vor vorgestern verbreiten ihre finstere Botschaft aus behaglich klimatisierten Räumlichkeiten, mit Hilfe der modernsten Kommunikationstechnik per Satellit in alle Welt. Und die Höllenhunde die sie riefen und üppigste mit Geld beschenkten, erobern, ausgestattet mit modernsten Waffensystemen, immer grössere Gebiete im Nahen und Mittleren Osten. Hier stimmt ganz offensichtlich etwas nicht. Der Geist aus grauer Vorzeit, gepaart mit modernster Hochtechnologie ergibt ein gefährliches Gemisch aus intolerantem Aberglauben und absolutistischer Gewaltherrschaft. Ein furchteinflössendes Halbwesen, das den harterkämpften Humanismus und die freie Entfaltung der globalisierten Weltgemeinschaft bedroht.

Die Frage ist nun, was können wir dieser fatalen Entwicklung etwas entgegen setzen? Wodurch lässt sich der gordische Knoten der verhängnisvollen Verquickung von Religion, Wirtschafft und Politik zerschlagen? Und was macht überhaupt diese, die Menschenrechte verachtende Ideologie, für so viele junge Menschen weltweit so ungemein attraktiv, dass sie dafür, ohne gross nachzudenken ihr Leben aufs Spiel setzen?

Fragen die grösstenteils mit dem einen Schlagwort Aufklärung zu beantworten sind. Wo aber sind die positiv-fortschrittlichen Mächte, die Kräfte die dem rationalen Denken, der realitätsbezogenen, naturwissenschaftlichen Weltauffassung die wirkmächtige Attraktivität verleihen, um die Menschheit, und insbesondere die Jugend, für den Humanismus zu begeistern? Es werden weltweit Unsummen für immer neue, verheerendere Waffensysteme, für marode Banken und sogenannte «gewinnbringende» Geschäftemodelle ausgegeben. Für die Allgemeinbildung, die Aufklärung der Jugend und die Verbreitung von echtem Naturwissen gibt es dagegen kaum Mittel. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Personen an den sogenannten Hebeln der Macht, die Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, von frühester Jugend an, mit den immer rückwärtsgerichteten, reaktionären und fortschrittsfeindlichen Religionsideologien infiziert werden und hernach ein Leben lang nicht in der Lage sind sich von dieser Dogmatik zu befreien. So lange die Eliten der Welt diese geistige Deformation, dieses System der religionsfundamentalistischen Früherziehung nicht überwinden können, wird die Menschheit ihr natürliches Recht auf Freiheit nicht erlangen und die wahre Aufklärung, mangels finanzieller Unterstützung, ein kümmerliches Schattendasein, mittellos um Spenden bettelnd und immer durch die restaurativen Kräfte des religiösen Aberglaubens existenziell bedroht, führen müssen.

Die nun sehr populäre Theorie von den moderaten Kräften, den säkularen Juden, den nicht religiösen Christen und den gemässigten Moslimen, stellt eine unheilschwangere Entwicklung da, die eine konsequente Abkehr von der Ideologie des religiösen Aberglaubens nur vortäuscht, sie aber nicht zu vollziehen wagt. Dieser nur geheuchelte Humanismus ist fast noch gefährlicher als die offene Frömmelei der Fundamentalisten. Es ist dies ein halbreligiöser Selbstbetrug, der krampfhaft versucht die Religion und ihre offensichtlichen Fehler und Irrtümer durch irrwitzige Interpretationsversuche zu rehabilitieren und diese durch das vortäuschen mildtätiger Intensionen zu rechtfertigen. Ein solches krampfhaftes Festhalten am einmal eingeimpften Dogma, zeugt nur von dem eigentlichen Unvermögen einer konsequenten Geisteshaltung und ist ein offenkundiges Zeichen für die Folgen einer religiösen Indoktrination im frühen Kindesalter. Es ist aber leider so, dass die Erziehung und Bildung immer noch, zu einem grossen Teil, in den Händen der religiösen Institutionen liegt, die an einer wahrhaftigen Aufklärung gar nicht interessiert sind, wäre dies doch das Ende ihrer Macht und ihres Einflusses auf die Gesellschaft. Solange sich aber daran nichts ändert, sind auch die Erfolgsaussichten für das Erlangen der Menschenrechte in einer freien, offenen Gesellschaft nicht gegeben.

Die eingangs angesprochene, unmittelbarste Bedrohung der harterkämpften Freiheitsrechte, so unvollkommen sie auch derzeit noch sein mögen, stellt sicherlich das Auftauchen des islamistischen Fundamentalismus dar. Was die Geschichte des fundamentalistischen Islams anbelangt, so hat dieser viele Ursachen, grad so wie sich eine Wurzel in viele Äste verzweigt. Ausschlaggebend für sein derzeitiges schier grenzenloses Ausbreitungspotential, ist allerdings nur die Tatsache, dass die konservativsten Glaubensgemeinschaften der islamischen Welt, leider auch die sind, welch über die grössten finanziellen Mittel verfügen. Da die wahhabitisch-sunnitischen Gesellschaften, von denen hier die Rede ist, nichts Besseres mit ihren finanziellen Resources anzufangen wissen, als ihre radikalen Religionsauffassungen, mit dem missionarischen Eifer mittelalterlicher Kolonisatoren zu verbreiten, und dazu auch alle psychologischen Tricks der moderner Massenbeeinflussung effektiv einzusetzen wissen, bleibt deren Wirkung, auch auf nichtmuslimische Jugendliche, in den westlich, aufgeklärten Ländern, nicht aus. Auch spielt die, oben angesprochen, lethargische Haltung der politischen Eliten zur religionskritischen Bildung, den fundamentalistischen Agitatoren hilfreich in die Hände. Es wäre allerdings müssig sich hier noch weiter, im Detail, über die Ursachen der momentanen Eskalation der islamischen Konterrevolution und ihren mannigfachen Erscheinungsformen auszulassen.

Viel wichtiger muss es sein, Mittel und Wege zu finden dem Vormarsch der absolutistische Tyrannei Einhalt und Rückzug zu gebieten. Dabei sollten wir die Problematik tunlichst nicht nur aus der militärische Perspektive betrachten, denn es wäre sicherlich ein riesen Fehler zu meinen, dass man die fanatisierten Gotteskrieger mit Bomben und Raketen besiegen und vernichten könne. Eine Ideologie lässt sich zwar mit Feuer und Schwert (und vielen Öldollars) verbreiten, aber sie erfolgreich zu bekämpfen, erfordert mehr als nur brachiale Gewalt. Hier sind kreative Ideen gefragt. Einer Gesellschaft die es geschafft hat Coca Cola zu dem weltweit bekanntesten und zu einem der weltweit beliebtesten Getränke zu machen, die unbestritten die Spitze des naturwissenschaftlichen Fortschritts darstellt und die die Freiheit des Individuums und dessen Meinung garantiert, sollte eigentlich in der Lage sein dem bösen Spuk aus finsterer Vorzeit ein Ende zu bereiten.

Eine wichtige Massnahme gegen die verhängnisvolle Ausbreitung des Islams in seiner wahhabitisch-fundamentalistischen Erscheinungsform, wäre sicher, den Geldzufluss in die Werbeaktivitäten islamischer Missionierung zu stoppen. Was im Zeitalter internationaler Kommunikation ein schier aussichtsloses Unterfangen scheint. Politik und Wirtschaft hätten, aus naheliegenden Gründen, auf die ich hier wohl nicht weiter eingehen muss, sicher erhebliche Einwände gegen Sanktionen gegen die Staaten, aus denen das Geld und die propagandistische Unterstützung der Fanatiker stammen.

Trotz alledem bin ich der Meinung, dass unkonventionelle, originelle Lösungen möglich sein müssen von deren ich nun abschliessend eine vorstellen und zur Diskussion stellen möchte, die durchaus auch die subversive Kraft des Humors als psychologischen Effekt miteinbezieht. Das Lachen ist der fundamentalistischen Dogmatik ein Graus.

Bedenkt man nämlich die religiös Verbohrtheit dieser Fundamentalisten und ihre Abscheu gegen alles was sie als unrein deklarieren, insbesondere gegen Schweine und alles was mit diesen Tieren in Verbindung steht, so währen, meiner Meinung nach, einige Tankflugzeuge, die ihre Ladung von Saugülle über den Panzern und Kanonen der «Gotteskrieger» entleeren würden, erheblich wirksamer als alle tödlichen Waffen der Welt. Vor der Schmach und Entehrung durch ein Bades in Schweinekot und dem weltweiten Gelächter darüber, fürchten sich diese Fanatiker mehr als vor dem Tod, und eine mit Schweinemist besudelte Waffe würde keiner von diesen Irren mehr anrühren. Eine derartige Aktion wäre meiner Ansicht nach auch viel humaner, intelligenter ja geradezu pazifistisch und noch dazu auch billiger, als die nun allgemein diskutierte Aufrüstung der Gegend mit noch mehr Waffen.

Anmerkung der Redaktion atheismus.ch: Kürzlich gab es diverse Medienberichte dazu, dass viele Kurdinnen in den Krieg gegen die IS-Terroristen ziehen, was diesen gar nicht behagt, denn wer von einer Frau getötet wird, kommt nicht in den Himmel und kriegt auch keine Jungfrauen. Das geht in die gleiche Richtung, wie der Vorschlag mit dem Schweinemist, nämlich die Extremisten mit ihrem eigenen Fundamentalismus zu schlagen.

Weitere Telepolis Artikel

Der Stalin der Reformation

Zum 500. «Geburtstag» des christlichen Gewaltverbrechers Jean Calvin brachte Telepolis am 06.07.2009 einen Artikel mit dem Titel «Der Stalin der Reformation». Sowohl Calvin, als auch Luther waren äusserst fragwürdige und unethische Personen, Gefangene ihres fundamentalistischen freiheitsfeindlichen christlich-antisemitischen Memplexes. Umso unverständlicher ist die grosse Huldigung, die ihnen heutzutage noch immer unverdienterweise entgegengebracht wird. Umso mehr begrüsst http://atheismus.ch den kritischen Artikel im Telepolis:

Ein Judenverbrenner als Schutzpatron der Anwälte

Die katholische Kirche hat bis heute keine Probleme damit, die inhumanen Teile ihrer Vergangenheit zu ignorieren, ohne grössere Konsequenzen daraus zu ziehen. So weisst Peter Mühlbauer in Telepolis auf die Unmenschlichkeit hin, durch die der Schutzpatron der Anwälte, Giovanni da Capistrano zur Geissel der Juden wurde:

Für Gott in den Tod

Der letzte Artikel für heute wiederum behandelt eine Gruppe selbsternannter Missionare und ihr Auftreten im Jemen. Das Christentum und der Islam diskreditieren sich beide durch ihre aggresive Missionstätigkeit. Im Islam werden die Kinder eines islamischen Vaters automatisch zu lebenslangem Islam verurteilt. Daher ist es muslimischen Männern auch gestattet, viele und auch nichtislamische Frauen zu heiraten. Den muslimischen Frauen hingegen ist es verboten, nichtmuslimische Männer zu heiraten. Sie haben von ihrer ersten Periode an durch das Tragen eines Kopftuchs der Gesellschaft zu signalisieren, dass sie nur dem islamischen Markt zur Verfügung stehen, denn ihre Kinder sind nur Moslems, wenn sie einen muslimischen Vater haben. Und wer einmal Moslem geworden ist, durch Geburt oder Konversion, dem ist es bei Todesstrafe verboten, sich vom Islam loszusagen. Auch so kann man für die Verbreitung seiner Religion sorgen. Die Christen hingegen, denen bei uns die Menschen in Scharen zur Kirche hinaus laufen, sind auf aktive Missionierung angewiesen. Dies tun sie auch in muslimischen Staaten, wo dies aus oben genannten Gründen gar nicht gern gesehen wird:

· 2011/09/14 12:34
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