Atheismus in der Schweiz
«Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.» Charles-Lois Baron de Montesquieu, französischer Filosof, 1689-1755

Aktion gegen Bibeln in Hotelzimmern

In vielen Hotelzimmern der westlichen Welt liegen Bibeln. Dies ist für uns Atheisten und alle anderen Nicht-Christen eine persönliche Beleidigung und ein direkter Angriff gegen unsere Religionsfreiheit. Bibeln haben in Hotelzimmern aus dem gleichen Grund nichts verloren, wie Kreuze nicht in Schulzimmer gehören. Die Bibeln sind so eine Art Reviermarkierungen, sozusagen «Christenpisse»: Viele Tiere markieren ihr Revier, indem sie es durchstreifen und überall hinpissen, um Artgenossen zu zeigen, dass das Gebiet besetzt ist. Genauso verhalten sich die Christen. Sie wollen anderen Religionen und ungläubigen Menschen zeigen, dass sie sich auf christlichem Territorium befinden. Dazu nutzen sie schon seit Jahrhunderten eine breite Verteilung von Kirchen, die flächendeckende Versorgung mit Kirchengeläut, sowie eben die möglichst breite Streuung von Bibeln und anderer Schundliteratur.

Es ist falsch, als Nicht-Christ die Bibel im Hotelzimmer oder sonstwo im öffentlichen Bereich zu tolerieren, oder auch nur zu ignorieren. Man bedenke nur, wieviel Unheil auf der Basis der Bibel schon angerichtet wurde, wieviele millionen von Menschen dem Christentum schon zum Opfer gefallen sind. Solch intolerante und gewalttätige Literatur dürfen wir nicht akzeptieren! Wenn der Hotelier extremistische Bücher mag, warum legt er nur die Bibel auf? Warum legt er nicht den Koran dazu? Oder Adolf Hitlers Mein Kampf? All diese Bücher sind bevorzugte Lektüre von Extremisten und haben millionen von Opfern auf dem Gewissen! Hiermit fordert atheismus.ch alle Nicht-Christen auf, sich gegen Bibeln in ihrem Umfeld zu wehren!

Was kann man tun?

Jeder kann etwas auf seine Weise gegen die Bibel und ihre Verbreitung tun. Je mehr von uns sich gegen das Christentum öffentlich zur Wehr setzen, desto mehr können wir erreichen.

Der gerichtliche Weg

Sowohl in der Schweiz, wie auch in Deutschland gab es erfolgreiche Prozesse gegen Kreuze in der Schule. Mit genau den gleichen Argumenten kann man gegen die Bibel in Hotelzimmern vorgehen. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Antirassismusgesetz in der Schweiz gegen die inhumanen und intoleranten Stellen der Bibel anzuwenden. In Deutschland muss man verlangen, dass die Bibel zumindest auf den Index der jugengefährdenden Schriften gesetzt wird. Atheismus.ch spielt mit dem Gedanken einer Spendenaktion, um das Geld für die notwendigen Prozesse zu sammeln. Es wäre bestimmt keine schlechte Sache, gerichtlich gegen ein Hotel oder ein Spital vorzugehen, das die Bibel in die Zimmer legt.

Der Reklamations Weg

Keinesfalls sollte man eine Bibel im Zimmer einfach liegen lassen. Der erste Schritt ist, sie unter lautstarkem Protest an der Réception zurückzugeben, und deutlich darauf hinzuweisen, dass man dadurch persönlich beleidigt und in der Religionsfreiheit eingeschränkt wurde. Als Entschädigung und wegen des Sachmangels, ein Hotelzimmer darf nicht diskriminierend sein, kann und soll man eine Preisreduktion geltend machen. Atheismus.ch hält ein Nachlass von 10% als gerechtfertigt. Diese Reduktion soll man bei der Bezahlung der Rechnung auch durchsetzen.

Bevor man das Hotel verlässt, sollte man noch das Kundenzufriedenheitsformular ausfüllen, das in den meisten Zimmern aufliegt. Darin kann man sich nochmals beschweren.

Nach der Abreise gilt es noch als letzten Schritt einen Beschwerdebrief nicht nur an den Hotelier, sondern vor allem auch an den Hotelierverband schicken. Je mehr solche Briefe im Verband eingehen, desto grösser sind die Erfolgsaussichten.

Der stille Weg

Wenn man keine direkte Konfrontation mit dem Hotelpersonal suchen will, gibt es noch den stillen Weg. Eine Variante davon ist, die Bibel zu zerreissen und in den Abfall zu werfen. Zerreissen ist daher notwendig, weil ich schon erlebt habe, dass die Bibel nach dem Zimmerputzen vom Abfalleimer in das Nachttischchen zurückgewandert ist. Wer die Ausenandersetzung unbedingt vermeiden will, kann das zerrissene Exemplar auch ausserhalb des Zimmers entsorgen. Eine Bibel im Zimmer ist als unerwünschtes Werbematerial aufzufassen, und auch entsprechend zu behandeln.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich einen Aufkleber zu drucken, in der Art: «Vorsicht: Die Lektüre dieses Buches gefährdet Ihre geistige Gesundheit und die Ihrer Umgebung», und diesen dann auf die Bibel zu kleben.

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