22.04.2005 Gratulation an Ratzinger
Die Redaktion von atheismus.ch gratuliert Sepp Ratzinger zu seiner Wahl zum neuen katholischen Papst. Damit wurde zu unserem Erstaunen unser Wunschkandidat gewählt. Wer hätte gedacht, dass sich die katholische Kirche selbst ins Bein schiesst…? Ratzinger wird dafür sorgen, dass die katholische Kirche der biblisch-/ evangelischen Intoleranz und Frauenfeindlichkeit genügend Rechnung trägt. Für uns ist es sicher leichter, jemanden zu bekämpfen, der klare Position bezieht, im Gegensatz zum protestantischen «vielleicht stimmt's, vielleicht stimmt's auch nicht» wischiwaschi Christentum. Immerhin ist das Christentum mit seiner Offenbarung und seinem biblischen: «Ich bin der HERR, dein Gott […]. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.» und: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.» extrem intolerant und duldet keinen anderen Glauben neben sich. Das haben nicht zuletzt auch die vergangenen 2000 Jahre Christentum mit all seinen christlichen Morden, Ausrottungen, Hexenverbrennungen, Kreuzzügen, Heidenverfolgungen, Zwangskonvertierungen, u.s.w. gezeigt. Wenn Christen anderen Konfessionen oder gar anderen Religionen einen Anteil an Wahrheit zugestehen, begehen sie damit genau genommen Verrat am Christentum. Das Christentum als Offenbarungsreligion setzt voraus, dass man das, was offenbart wurde bedingungslos als absolute Wahrheit anerkennt. Bei den Reformierten besteht die Offenbarung allein aus der Bibel, die jeder so interpretieren kann, wie er will. Dies führt zum bekannten Problem der beliebigen Aufsplitterung in Sekten. Bei den Katholiken hingegen ist es allein Sache der Kirche zu entscheiden, wie die Bibel ausgelegt werden soll. Der Papst allein entscheidet in letzter Instanz, er ist der lebende Offenbarer. So gesehen, ist Ratzinger wenigstens konsequent. Sein Glaube ist zwar kompletter Unsinn, aber er setzt den Unsinn wenigstens richtig um. Nun müssen die 64% Taufchristen, die laut «20 Minuten» der Institution Kirche nicht vertrauen, Farbe bekennen. Es ist anzunehmen, dass sich nun mehr denn je die Spreu vom Weizen trennt, und er aus der Kirche austritt. Wir wünschen Papst Ratz der Ersten ein langes und fleissigen Schaffen im Weingarten ihres Götzen.