Atheismus in der Schweiz
«Ich glaube, dass Gott in der Geschichte nicht anwesend ist. Andernfalls müsste ich ihn belasten mit Auschwitz und mit dem Stalinismus. Aber jeder von uns hat den eigenen Engel und den eigenen Teufel. Nur sind die Engel faul und machen oft Urlaub, während die Teufel stets fleissig sind.» Andrzej Szczypiorski, polnischer Schriftsteller

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«Am wenigsten glauben die Schweizer an die EU und an die Kirche...»

20min vom 20.04.2005

Laut einer jährlichen Konsumentenumfrage von «Reader's Digest» sind öffentlicher Verkehr (80%), Radio (77%) und Polizei (72%) die Institutionen, denen am meisten Schweizer vertrauen. Am wenigsten vertrauen sie den Kirchen (36%) und der EU (28%). Allerdings glauben 77% an einen Gott (welchen?) und 64% an ein Leben nach dem Tod. Positiv formuliert heisst das, 23% glauben nicht an einen Gott, 36% nicht an ein Leben nach dem Tod und 64% vertrauen den Kirchen nicht. Gesamteuropäisch gingen die Ehe und das Radio mit je 72% als Sieger aus dieser Umfrage hervor.

Jeder Achte ist konfessionslos

Zürich und Region im Tages Anzeiger vom 23.03.2003

Im Kanton Zürch bekennen sich immer weniger Menschen zu einer Landeskirche. Bezeichnend ist, dass nebst den Konfessionslosen, deren Zahl durch Kirchenaustritte zunimmt, auch die Zahl der Muslime und Christlich-Orthodoxen stark zugenommen hat. Letztere allerdings aufgrund von Zuwanderung aus Mittel- und Osteuropäischen Ländern. Ebenfalls durch Zuwanderung konnte sich die römisch-katholische Kirche halten. Interessantes Fazit: Die Zahl der Religionslosen nimmt zu durch eine bewusste Willensäusserung, während die Verschiebung innerhalb der Religionen auf äusseren Faktoren beruht. Allerdings geht aus dem Artikel nicht hervor, ob auch die Anhänger von Freikirchen unter «konfessionslos» eingeteilt wurden. Eine weitere Schlussfolgerung ist die, dass uns Atheisten in der Schweiz noch viel Arbeit zu tun bleibt: Während in Deutschland ca. ein Drittel konfessionslos ist, ist es im Kanton Zürich nur ein Achtel.

Leider ist das Zahlenmaterial im Artikel ebenso unvollständig, wie eine Quellenangabe fehlt. Kursiv geschriebene Werte wurden aus den Angaben im Artikel errechnet, Fragezeichen zeigen Felder an, die nicht errechnet werden konnten, weil eine wichtige Angabe fehlt, die Bevölkerungszahl von 1970.

Religion 1970 2000 Δ
absolut relativ absolut relativ absolut relativ
Kursiv geschriebene Werte sind aus den Zahlen im Tages Anzeiger errechnet. Zahlen mit Fragezeichen gehen aus dem Artikel auch indirekt nicht hervor.
Bevölkerung total ?100%1'240'000100%??
religionsfrei, konfessionslos ?1,6%165'00013,3%??
evangelisch - reformiert ?57%<500'000<40%??
römisch - katholisch 380'000?380'00030%±0?
islamisch <4000?67'0005,4%+63'000+1675%
christlich - orthodox 6'000?30'0002,4%+24'000+500%

Was glauben Sie, Herr Pfarrer?

Sonntagsblick vom 23.04.2000

Eine Umfrage der Isopublic unter reformierten Pfarrkräften im Auftrag der «Reformierten Presse», förderte ein für die Kirchen bedenkliches Resultat zutage. Nur jeder sechste oder gut 500 traute sich, die ihm vorgelegten Fragen zu beantworten. Hier die Resultate:

Glauben Sie, dass Jesus leiblich in Fleisch und Blut auferstanden ist?
Alle Antworten Ja-Anteil
Ja 37,5% bis 44 jährig 43,1%
Nein 34,3% ab 45 jährig 34%
vielleicht 9,1% männlich 39,5%
unwichtig 5,8% weiblich 29,8%
k.A. 13,3%
Glauben Sie an Ihre eigene Auferstehung in Fleisch und Blut?
Alle Antworten Ja-Anteil
Ja 25,8% bis 44 jährig 29,8%
Nein 51% ab 45 jährig 23,4%
unwichtig 4,8% männlich 28,8%
k.A. 18,5% weiblich 14,4%

Nur 37,5% der Pfarrkräfte glauben, dass Jesus in Fleisch und Blut auferstanden ist. 34,3% glauben nicht an die Auferstehung von Jesus.

51% der Pfarrkräfte glauben nicht an die eigene Auferstehung in Fleisch und Blut. Lediglich 25,8% glauben dieses zentrale christliche Dogma.

Glaube in der Schweiz 1989 - 1999

Die ursprünglichen Aussagen lauteten: «Es gibt einen Gott», «Es gibt einen Gott, der sich in Jesus Christus zu erkennen gegeben hat», «Es gibt eine Reinkarnation der Seele» und «Wissenschaft und Technik füren die Menschheit in eine bessere Zukunft». Ich habe die Sätze für die grafische Darstellung derart angepasst, dass die Antwort «Einverstanden» immer den atheistischen Standpunkt wiedergibt. Dies aus rein darstellunstechnischen Gründen.

Der Anteil der Menschen die nicht oder eher nicht an einen Gott glauben ist von 1989 bis 1999 von 8% auf 11% gestiegen.

Der Anteil der Menschen, die eher nicht an einen spezifisch christlichen Gott glauben ist von 1989 bis 1999 von 9% auf 15% gestiegen.

Der Anteil der Menschen, die in Wissenschaft und Technik eine bessere Zukunft sehen ist von 1989 bis 1999 von 35% auf 47% gestiegen.

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