Atheismus in der Schweiz
Buh!
«In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, dass Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.» Martin Luther über «Heilige Kriege»

Religion und Wissenschaft ergänzen sich

Ja, Wissenschaft und Religion ergänzen sich, es gibt aber keine Überschneidung. Die Wissenschaft bedient die Erkenntnis über unsere Welt und alles (die Betonung liegt auf «alles»), was sie beinhaltet. Die Religion hingegen bedient die Emotionen, die Gefühle und ist eine Vermittlerin von Botschaften. Religion steht zur Wissenschaft in der gleichen Beziehung, wie die Kunst zur Wissenschaft steht: Wissenschaft bringt uns Erkenntnis, Kunst und Religion hingegen kann man geniessen oder wissenschaftlich erforschen. Kunst und Religion sind zwar beide von gesellschaftlicher Relevanz, sind aber nur ein Medium, Träger von Information und Emotion. Sie können von sich aus keine neue Erkenntnis bringen, noch können sie die Welt erklären. Dies ist wiederum der Wissenschaft vorbehalten.

Selbst Ethik und Moral bedürfen einer rationalen Basis, um im multikulturellen Alltag bestehen zu können. Ob diese dann mit rationalen Argumenten verbreitet werden oder über Kunst und Religion, richtet sich vorwiegend nach dem Zielpublikum. Einige Menschen brauchen eine rationale Erklärung, andere eine religiöse. Auch in der Ethik und in der Moral sind Kunst und Religion nur Träger einer Botschaft, nicht die Botschaft selbst. Verkommt die Religion an sich zu Botschaft, so begeben wir uns in die Abhängigkeit von reiner Spekulation und legen die Wurzeln für jede Art von Dogmatismus, Fanatismus und Gewalt.

Aus einem Leserbrief

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Religion und Wissenschaft ergänzen sich

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