Atheismus in der Schweiz
«Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch.» Ludwig Feuerbach, deutscher Filosof, 1804-1872

Populäre Irrtümer über Christentum und Bibel

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Angesichts der abscheulichen Verbrechen, die von Christen im Namen ihrer Religion begangen wurden, angesichts von Scheiterhaufen und Kreuzzügen, können Christen nicht leugnen, dass die Geschichte ihrer Religion von Intoleranz und Grausamkeit geprägt ist. Aber kann man argumentieren, dass all diese Verbrechen nichts mit «dem wahren Christentum» zu tun hätten? Ist die Behauptung glaubwürdig, dass nur die Menschen schlecht seien, das Christentum hingegen gut?

Kann man angesichts der offensichtlichen Intoleranz im Islam das Christentum als gutes Vorbild anführen? Der Irrtum, dass das Christentum tolerant sei, beruht auf einem verklärten Blick und einer Geschichtsblindheit.

Ja, das alte Testament ist grausam. Gott ist ein eifersüchtiger strafender Tyrann, der keine Toleranz kennt. Das lässt sich nicht abstreiten. Doch zum Glück gibt es ja das neue Testament. Dort wird nur noch Liebe gepredigt, indem sich Jesus für alle Menschen opfert. — Ist eine solche Argumentation haltbar? Wir meinen «nein», und erklären warum.

Wer weiss eigentlich, was in der vielgerühmten «Bergpredigt» tatsächlich drin steht? Wir haben nachgelesen — und die Nase gerümpft.

Zum Glück sind die zehn Gebote nicht die Basis unserer Gesetze, denn sonst gäbe es keine Freiheit, keine Toleranz und selbst die kleinsten Vergehen würden mit Steinigung bestraft.

Christen entwickeln eine ganz perverse Vorstellung von Liebe. Anders kann man sich die Behauptung nicht erklären, dass Gott «die Liebe» sein soll.

Die wichtigste Frage, die immer unbeantwortet bleibt lautet: Wenn Gott alles geschaffen haben soll, woher kommt dann Gott?

Gott ist plötzlich einfach so da, als mächtiges, hochkomplexes, denkendes und handelndes Wesen. Und damit will man die Erschaffung der Welt erklären? Dabei hat Gott viel mehr Erklärungsbedarf, als die Welt. Woher die Welt kommt, können wir mittlerweile hinreichend erklären durch Urknall und Evolution, da braucht es längstens keinen Gott mehr dazu. Aber wer bitte schön erklärt uns, woher Gott kommen soll, aber glaubwürdig und exakt, bitte!

Jesus war ein arbeitsscheuer Schnorrer, der keine gesellschaftlichen Verpflichtungen übernahm, keine Familie gründete und über seine Eltern fluchte. Zwar soll er Wunder vollbracht haben, indem er einzelne Kranke rettete. Hätte er aber als Gottessohn nicht vielmehr vollbringen können, z.B. indem er Krankheiten ganz aus der Welt geschafft hätte? Stattdessen hat er gerade mal mit einigen zweitklassigen Zaubertricks ein kleines Grüppchen von Jüngern bei Stange halten können. Soll das unser Vorbild sein?

Wieso soll am grausamen Kreuztod eines Gottmenschen etwas Gutes sein? Wieso muss Blut fliessen, dass ein Gott vergeben kann, ist er blutrünstig? Was soll das gebracht haben? Warum und vor was sollten die Menschen erlöst werden, und warum sind sie es dann trotz diesem Menschenopfer noch immer nicht? Wenn die Menschen Fortschritte gemacht haben, dann immer nur aus eigener Kraft.

Im alten Testament hat Gott persönlich die Todesstrafe eingeführt. Sie wurde nie abgeschafft. Selbst Jesus hat sie bestätigt. Wenn Kinder ihren Eltern fluchen, müssen sie sterben. So sprach Gott und so bestätigte es Jesus.

Wenn es einen gütigen und allmächtigen Gott gibt, warum leben wir dann in einer so grausamen und brutalen Welt? Diese Frage nennt sich Theodizee des Leids (und wird im entsprechenden Artikel seprat behandelt). Die Standardantwort der Christen lautet: «Wir leben in der besten aller möglichen Welten, eine bessere Welt ist nicht möglich.» Diese Antwort wird hier widerlegt.

Jedes Quäntchen unserer Freiheit verdanken wir dem unnachgiebigen Kampf unserer Vorfahren gegen die Kirchen. Religionsfreiheit wurde aus reinen Vernunftgründen eingeführt, weil sich Europa in den Religionskriegen beinahe selbst ausgerottet hatte. Doch lange Zeit schloss das nicht mal das Recht auf Freiheit vor Religion mit ein.

Unsere Ethik ist humanistisch. Unsere Demokratie ist griechisch. Unsere Bräuche sind weitgehend heidnisch. Christlich sind fast nur noch unsere historischen sakralen Bauten.

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