Atheismus in der Schweiz
«Die Kirche hat den Menschen ein grösseres Mass unverdienten Leids zugefügt als irgendeine andere Religion.» William E. H. Lecky, britischer Historiker

Die «Bergpredigt» ist von hoher Moral

Christen neigen dazu, von der Bergpredigt zu reden, wenn sie von Jesus schwärmen. In der Bergpredigt müsste wohl all das Gute und Erhabene zum Ausdruck kommen, welches angeblich im Christentum ruhen soll.

Wo ist die «Bergpredigt»?

Nun, als Atheist ist man bei soviel Begeisterung eher skeptisch. Daher beschloss atheismus.ch, die Bergpredigt genauer unter die Lupe zu nehmen. Wo genau ist denn nun diese «Bergpredigt»? Das erste, was auffiel war, dass das Wort «Bergpredigt» in der Bibel kein einziges Mal vorkommt! Was also ist gemeint? Sucht man bei Mose beginnend erst mal nach «Jesus», und danach nach «Berg», so landet man bald einmal bei Matthäus 5.1: «Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; […] Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:»Jesus steigt zwecks Belehrung auf einen Berg, das wird es wohl sein. Eine kurze Recherche im Internet bestätigte diese Annahme.

Die Neurose der Minderwertigen

Verherrlichung der Dummheit

Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. — Matthäus 5.3

Das fängt ja schon mal gut an! Der erste Satz, den Jesus gesprochen haben soll, ist «Glückselig die Armen im Geist» — Aha, das Christentum richtet sich also an die Dummen! Das passt nicht nur in meine Erfahrung in der Diskussion mit Christen, es deckt sich auch mit dem ersten Buch Mose: «Und Gott, der Herr, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!» (Genesis 2.16-17) Christen sind dumm, und wollen, dass auch alle anderen dumm bleiben, was sonst soll man verstehen unter dem Verbot von der «Frucht der Erkenntnis von Gut und Böse» zu naschen, oder eben was sonst soll man halten, wenn Jesus sagt: «Glückselig die Armen im Geist»? Das Christentum richtet sich an diejenigen, die nicht fähig sind, ihren Verstand zu gebrauchen, an diejenigen, die Bevormundung benötigen, an die geistig Schwachen. Es ist gleichzeitig auch ein Eingeständnis, nämlich dass intelligente Menschen nicht Christen werden können, ohne ihren Verstand verleumden zu müssen!

Grössenwahn und Glorifizierung des Minderwertigen

Nicht nur die geistig Armen werden glorifiziert, auch die Trauernden, Sanftmütigen und nach Gerechtigkeit Hungernden, die reinen Herzens sind, die Friedensstifter. Soweit für eine Predigt ganz normal, aber in etwa auf dem Niveau des Gelaberes eines geistig Gestörten oder Betrunkenen frühmorgens im Tram. Dies ist sicherlich keine weltbewegende Erkenntnis.

Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn ist gross in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Profeten verfolgt, die vor euch waren. — Matthäus 5.10-12

In modernes Deutsch übersetzt heisst das in etwa: «Hallo Ihr Idioten! Macht Euch keine Sorgen, wenn Euch alle Welt auslacht wegen Eures lächerlichen Glaubens, Ihr seid mindestens so toll, wie all die Profeten vor Euch!»

Die Rede Jesu richtet sich an alle Dummen, Ungebildeten und Schwachen im Volk, die naturgemäss unter einem grossen Minderwertigkeitskomplex leiden. Wer sonst wäre empfänglich für solche Reden:

Ihr seid das Salz der Erde; […] Ihr seid das Licht der Welt; — Matthäus 5.14-16

Jesus baut auf ihren Minderwertigkeitskomplex, indem er seine Jünger erhebt zum «Salz der Erde» und «Licht der Welt». Welche minderwertige Lebensform wäre nicht geschmeichelt, wenn sich von sich hört, sie sei «das Licht der Welt»?

Aus dem Text der Bergpredigt spricht eine vollwertige Neurose. Jesus war psychisch krank, ebenso wie die Adressaten seiner «Bergpredigt». Durch die eigene Überhebung zum «Sohn Gottes» und durch die Überhebung seiner Jünger zum «Licht der Welt» versucht Jesus den eigenen Minderwertigkeitskomplex, sowie denjenigen seiner Jünger zu überwinden. Kein Wunder also, wurde seine Predigt dankbar aufgenommen, verspricht sie doch denen, die sie hören und an die Worte Jesi glauben, etwas besseres zu sein, als der Rest der Welt. Die Adressaten aber sind eindeutig die Zurückgebliebenen, Zu-Kurz-Gekommenen.

Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. — Matthäus 7.13-14

Auch hier wieder betont Jesus, dass seine Anhänger etwas besonderes seien, ein Geheimbund sozusagen, etwas Besseres jedenfalls, als die gewöhnlichen Menschen. Dies schmeichelt wiederum dem Narzismus der Versager; Auch das muss den mit ihrem Leben unzufriedenen Anhängern wie Öl die Kehle runtergeflossen sein.

Die dumme Rechtsauffassung von Jesus Christus

Jesus propagiert die Gebote des Todes

Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Profeten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen lehrt, wird der Geringste heissen im Reich der Himmel; wer sie aber tut und lehrt, dieser wird gross heissen im Reich der Himmel. — Matthäus 5.17-19

Anstatt sich klar gegen die Todesstrafe zu stellen, wie es die Christen Jesus fälschlicherweise unterstellen, betont er hier klar und eindeutig, dass er die alten Gesetze nicht ablösen will. Alle Gesetze, die z.B. Mose eingeführt hat, sollen weiterhin gelten, ohne «ein Jota oder ein Strichlein» daran zu ändern. Dies schliesst die Todesstrafe mit ein, denn die alten Gesetze fordern die Todesstrafe für vergleichsweise geringe Vergehen! Jesus war ein klarer Befürworter der Todesstrafe.

Jesus kennt kein Mass in der Bestrafung

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka! dem Hohen Rat verfallen sein wird; wer aber sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird. — Matthäus 5.21-22

Hier tritt der Wahnsinn und die Masslosigkeit von Jesus Christus deutlich zu Tage. Für Jesus ist es dasselbe, ob jemand tötet, oder ob jemand seinem Bruder zürnt. Jesus verdammt schon denjenigen in die Hölle, der einen anderen «Du Narr!» schimpft. Das ist dumm. Jesus war, falls er gelebt hat, ein geisteskranker Idiot.

Seine Masslosigkeit in Sachen Vergehen und Bestrafung geht unwidersprochen weiter:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. — Matthäus 5.27-28

Für Jesus ist es ein und dasselbe, ob jemand eine Tat begeht, oder ob er auch nur schon im entferntesten daran denkt, eine Tat zu begehen! Das ist dumm. Jesus war, falls er gelebt hat, ein geisteskranker Idiot. Für seine «Bergpredigt» haben wir heute keine Verwendung mehr, es sei denn die, den Werdegang und das Wirken eines Neurotikers zu untersuchen.

Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiss es aus und wirf es von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. — Matthäus 5.29-30

Dumm, dumm, dumm. Masslos und dumm.

Jesus verbietet die Scheidung

Es ist aber weiter gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlassen wird, ausser aufgrund von Hurerei, macht, dass sie Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

Hat sich schon einmal einer gewundert, warum die Christen so auf der Institution der Ehe insistieren (obschon auch unter Christen viele Ehen in die Brüche gehen, und obschon es auch unter Christen viele Scheidungen gibt)? — Weil Jesus ihnen ausdrücklich die Scheidung verboten hat! Und das sagt ausgerechnet einer, der sen ganzes Leben lang nie verheiratet war, der keine Ahnung davon hat, was es heisst, in einer unglücklichen Ehe zu leben!

Was Jesus hier nicht erwähnt, aber die aufmerksamen unter den lesern scherlich bereits ahnen: Was ist wohl die Strafe für Ehebruch — Richtig, der Tod1)!

Jesus sagt also mit anderen Worten: «Wer sich scheiden lässt, muss sterben!»

Die Bergpredigt ist weltfremd

Vergeltung

Auf der anderen Seite verlangt Jesus in der Bergpredigt auch «wenn jemand dich auf deine rechte Backe schlagen wird, dem biete auch die andere dar»2), «dem, der mit dir vor Gericht gehen und dein Unterkleid nehmen will, dem lass auch den Mantel»3), «liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen»4). So schön diese Aufforderung auf den ersten Blick auch sein mag, zum einen hält sich Jesus selbst nicht daran, denn er selbst flucht seine Feinde, andererseits aber ist die Aufforderung auch weltfremd.

Wer jedem, der ihm das Unterkleid wegnehmen will, auch noch den Mantel gibt, wird bald nichts mehr besitzen. Dies mag angehen, wenn man damit rechnet, dass das Ende der Welt in kürze stattfinden wird. Nur wartet die Christenheit seit zweitausend Jahren vergebens darauf. Im richtigen Leben bringt man es mit einer solchen Haltung zu nichts. Auch die Feinde zu lieben ist Unsinn, zumal sich Jesus ja selbst mit massiven Drohungen von Höllenqualen gegen seine Feinde wehrt.

Es wäre richtig zu fordern, dass man für andere Menschen Verständnis aufbringen soll, dass man sich in die Position seiner Feinde setzen soll, und dass man versuchen soll, die Position seiner Feinde zu verstehen, denn nur so wird es möglich sein, einen tragbaren Frieden auszuhandeln.

Doch das ist es gerade nicht, was Jesus fordert. Er fordert nicht zu kämpfen, sich nicht für seine Rechte zu wehren. Das ist falsch und dumm! Jesus richtet sein Denken ganz auf ein imaginäres «Jenseits» und lässt das «Diesseits» darob bewusst verludern. Es mag sein, dass sein Publikum, die Dummen und Minderwertigen, froh war zu hören, dass es nicht zu kämpfen brauche, und dass sie im Jenseits ein besseres Leben haben würden. Es ist vielleicht auch nur ein kleiner Schaden für die Welt, wenn diese Klientel auf den wegen ihrer Schwäche für sie ohnehin aussichtslosen Kampf verzichtet. Wenn sich aber alle nach diesem Gebot richten würden, wäre die Welt bald am Ende. Zum Glück hat sich dieses Gebot nicht durchgesetzt.

Aber: Verständnis für die Position seiner Feinde zu zeigen, das ist eine gute Forderung, die wir Atheisten als Opposition der Feindesliebe entgegenstellen.

Armutsgebot

Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde […] Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. […] Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.— Matthäus 6.19,24-26

Das ist weltfremd. Selbstverständlich muss man arbeiten und Geld verdienen, um sich zu ernähren, und nicht der Allgemeinheit zur Last zu fallen. Wenn alle Menschen diesem Gebot folgen würden, so würde die Menschheit innert kürzester Zeit durch qualvollen Hunger aussterben. Auch hier sieht man wieder, dass Jesus davon überzeugt war, dass der Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. Aus keinem anderen Grund kann er den Menschen raten, ihr leibliches Wohl zu missachten.

Das Richtverbot

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! — Matthäus 7.1

Selbstverständlich ist es notwendig, dass Menschen über andere richten, auch wenn Jesus hier recht hat, wenn er sagt, dass man zuallererst an sich selbst arbeiten soll, bevor man andere richtet.

Fragwürdiges

«Perlen vor die Schweine»

Gebt nicht das Verdorbene den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füssen zertreten und sich umwenden und euch zerreissen. — Matthäus 7.6

Wie ist diese Aufforderung aufzufassen? Meint Jesus mit «Hunden» und «Schweinen» etwa andere Menschen, die nicht seiner Meinung sind?

Tut anderen, was Ihr wollt, dass sie Euch tun

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Profeten. — Matthäus 7.12

Man soll andere Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Gilt das auch für Masochisten? Für diejenigen, die freiwillig einen Leidensweg gehen, die ins Kloster wollen, dem Leben entsagen, sollen sie wirklich andere Menschen so behandeln, wie sie selbst behandelt werden wollen? Im Ansatz mag diese Forderung gut gemeint sein, in der Praxis ist sie zu unklar, ungenau und somit gefährlich.

Warnung vor falschen Profeten

Hütet euch aber vor den falschen Profeten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reissende Wölfe. — Matthäus 7.15

Es gibt also falsche Profeten, aber wie soll man sie erkennen? Jesus meint dazu:

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. — Matthäus 7.16-19

Nun, Unrecht hat Jesus damit nicht. Aber wenn wir das auf das Christentum anwenden, was sind die Früchte des Christentums? Mord, Leid, Verderben, Intoleranz und Verfolgung hat uns das Christentum gebracht! Das Evangelium hat uns die katholische Kirche beschert, die Inquisition, die Liste der verbotenen Schriften, die Kreuzzüge. An seinen Früchten haben wir das Christentum erkannt und für schlecht befunden! Jesus selbst ist ein falscher Profet, der in Schafskleidern zu uns kam, inwendig aber ist er ein reissender Wolf!

Das Gleichnis vom Haus auf Felsen und Sand

Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird einem törichten Mann verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stiessen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war gross. — Matthäus 7.24-27

Die Wissenschaft baut ihr Haus auf dem stabilen, felsigen Grund der Vernunft und der reproduzierbaren Beobachtung. Ihren eigenen Grund stellt sie immer wieder in Frage, um seine Festigkeit zu prüfen. Nach und nach entstand auf diesem Felsen das Hochhaus unseres heutigen Wissens. Die Religion hingegen ist auf Sand gebaut, sie basiert auf Glauben statt Wissen und Forschung. Das Fundament der Religion ist die unreflektierte Behauptung, das Dogma, die Offenbarung einiger Schläfenlappenepileptikern. Das Fundament des Christentums ist ein Buch, dass schon zur Entstehungszeit zur Schundliteratur gezählt werden konnte, wie der römische Kaiser Julian zu Recht bemerkt hatte5).

Die guten Seiten der Bergpredigt

Almosengeben, Beten, Fasten im Verborgenen

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Strassen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. — Matthäus 6.5

Jesus fordert, dass man Gutes im Stillen tun soll, dass man bei geschlossener Türe beten soll, dass man so fasten soll, dass es nicht auffällt.

Das ist eine gute Sache! Religion ist ohnehin Privatsache. und wer Gutes tut, soll das nicht an die grosse Glöcke hängen, da ansonsten der Eigennutz die gute Tat überdeckt.

Leider halten sich die Christen auch an dieses Gebot nicht! Sie wollen überall in der Öffentlichkeit ihre Kreuze aufstellen und ihren heuchlerischen Glauben zelebrieren, Bibeln verteilen, öffentlich beten und wehklagen. Gerade die konservativsten unter den Christen sind letzlich die, die «Schulgebete» und ähnlichen diskriminierenden Quatsch befürworten. Hier wäre es für einmal löblich, die Bergpredigt würde mehr beachtet.

Gleiches Recht für alle

Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Mass ihr messt, wird euch zugemessen werden. — Matthäus 7.2

Kann man aus diesem Satz das Prinzip «Gleiches Recht für alle» ableiten? Falls ja, kann man ihn zu den guten Seiten der Bergredigt zählen. Allerdings steht er mit dem generellen Richtverbot in einem ungünstigen Zusammenhang.

Fazit

Alles in allem überwiegen in der Bergpredigt fragwürdige und dumme Aussagen. Das wenige, was mit viel gutem Willen darin noch als wertvoll angesehen werden könnte macht es nicht wert, sich mit der Bergpredigt zu beschäftigen. Die Bergpredigt ist vor allem das dumme Gelaber eines geisteskranken Neurotikers. Für die heutige Zeit sollten sich die Menschen mehr mit den vernunftbegründeten Geboten des Humanismus befassen, als mit der Bergpredigt.

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Diskussion

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Die «Bergpredigt» ist von hoher Moral

1) Die Bibel kennt für Ehebruch nur eine Strafe:
Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn ein Mann Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, müssen der Ehebrecher und die Ehebrecherin getötet werden. — Levitikus 20.10
5) Zitate von Kaiser Julian, 331-363:
Moses sagt: «Gott ist eifersüchtig»; und anderswo: «Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.» So seht ihr also etwas Göttliches darin, wenn Gott als neidisch bezeichnet wird, während ein eifersüchtiger und missgünstiger Mensch euch tadelnswert erscheint?
Ist es nicht im höchsten Grade widersinnig, wenn Gott dem Menschen, den er selbst geschaffen hat, die Kenntnis des Unterschiedes von gut und böse vorenthält? … Ein solcher Mensch wird offenbar einmal das Übel nicht meiden, und andererseits auch nicht dem Guten nachstreben. Was aber die Hauptsache ist: Gott hat nicht gewollt, dass der Mensch an vernünftiger Einsicht teilhabe, und dabei gibt es nichts, was für den Menschen grösseren Wert hätte … Wenn es so steht, muss man Gott als missgünstig bezeichnen.
Ihr seid so elend, dass ihr nicht einmal dem treu bleibt, was die Apostel euch überliefert haben … Weder Paulus noch Matthäus noch Lukas noch Markus haben Jesus Gott zu nennen gewagt. Vielmehr hat zuerst der wackere Johannes sich erdreistet, diese Bezeichnung zu gebrauchen, da er bemerkte, dass bereits eine grosse Menge in vielen hellenischen und italienischen Städten von dieser Krankheit ergriffen sei. — Dieses eine Übel geht auf Johannes zurück. Wer aber könnte gebührend seinen Abscheu äussern über die vielen, die ihr noch erfunden habt?
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