Religion und Wissenschaft sind beide beschränkt
Ja, Wissenschaft und Religion sind durchaus beide sehr beschränkt. Nur ist die Religion der Wissenschaft aus methodischen Gründen weitaus unterlegen. Während die Wissenschaft in manchen Gebieten in Spekulation verfällt, insbesondere wenn es um die Interpretation von Resultaten, oder eine «Theorie für alles» geht, besteht die Religion nur aus reiner Spekulation, und sie muss aufgeben, sobald sie mit einer andersartigen Realität konfrontiert wird. Während in der Wissenschaft spekulative Theorien als solche erkannt werden, und falsifizierbare Aussagen machen, versucht die Religion ihrer Widerlegung vorwiegend durch neue Formulierungen und Relativierungen zu entgehen. Während in der Wissenschaft eine widerlegte Hypothese früher oder später verschwindet, oder zumindest entsprechend den Messresultaten ergänzt wird, so versucht auch eine öfters widerlegte Religion noch nach Jahrhunderten sich mit Neuinterpretationen um ihre eigene Widerlegungen herumzureden. Dies gelingt ihr nicht zuletzt, weil ein gläubiges Publikum (aufgrund eines hyperaktiven Schläfenlappens) glauben will, und dabei den Verstand hintergeht. Wissenschaft setzt sich kritisch mit sich selbst auseinander und sucht den Diskurs mit widersprüchlichen Auffassungen. Religion tut dies nur, wenn sie sich aufgrund äusserer Umstände, z.B. eines allgemeinen Vertrauensverlustes, dazu genötigt fühlt. Früher pflegte das Christentum Kritik zu verbieten, heute muss es sich mit ihr auseinandersetzen.
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