Atheismus in der Schweiz
«Von Nichts kann man nicht leben, hört man oft, besonders vom Pfarrer. Und gerade die Pfarrer bringen es zuwege: das Christentum existiert nicht, — aber sie leben davon.» Sören Kierkegaard, dänischer Theologe und Filosof, 1813-1855

Jesus ist für Dich gestorben

Ein typisches Argument von Christen lautet:

Jesus ist für Dich am Kreuz gestorben.

Diese Aussage ist vollkommen falsch und zeigt, dass viele Christen die Unmoral der Kreuzigungsgeschichte nicht verstanden haben.

Der Unsinn des Kreuztodes

Das Märchen vom Kreuztod ist durch und durch lächerlich und moralisch verwerflich. Jeder vernünftig denkende Mensch, der nicht religiös indoktriniert ist, kann dies leicht erkennen.

  • Ein Menschenopfer ist moralisch verwerflich.
    Genau das ist aber der Kreuztod: Ein Menschenopfer!
  • Bei diesem Gott kann Vergebung nur durch Blut erlangt werden.
    Das passt auch zu seiner Blutgeilheit im alten Testament. Auch das ist moralisch verwerflich.

Die Erbsünde

Wie unter «Adam und Eva waren unschuldig» dargelegt wird, waren Adam und Eva, falls die Geschichte der Bibel tatsächlich wahr sein sollte, gar nicht schuldfähig. Daher kann es keine Erbsünde geben. Ausserdem ist es moralischer Schwachsinn zu behaupten, dass die Kinder und Kindeskinder die Sünden ihrer Vorfahren erben würden. Wenn Adam und Eva einen Fehler gemacht haben sollten, so sind einzig sie selbst dafür Verantwortlich, nicht ihre Kinder und schon gar nicht wir.

Wenn es aber keine Erbünde gibt, wovon wollte uns Jesus dann erlösen? Selbst wenn Jesus am Kreuz gestorben sein sollte, er ist für nichts gestorben.

Die Unmoral des Kreuztodes

Die ganze Geschichte mit dem Kreuztod ist moralisch verwerflich. Es gibt angeblich einen Gott, der aus irgendeinem Grund böse ist auf die angeblich in seinen Augen sündigen Menschen. Um sich nun versöhnen zu lassen, vergibt er nicht einfach den Menschen ihre Schuld, nein er verlangt ein blutiges Menschenopfer in Form seines Sohnes, der am Kreuz sterben soll, erst dann will er den Menschen vergeben. In beiden Fällen müssen die Menschen selbst nichts zu ihrer Schuldvergebung tun.

Aus welchem Grund sollte ein Gott ein blutiges Todesopfer fordern, bevor er gewillt ist zu vergeben? Die einzige Erklärung ist, weil es ein blutrünstiger Gott ist. Er wollte die Menschen mit seiner Grausamkeit beeindrucken. Ein blutiges Opfer am Kreuz ist halt eindrücklicher, als eine unblutige Vergebung. Dieser Gott hat seine Blutrünstigkeit im alten Testament der Bibel immer wieder unter Beweis gestellt. So hat er mehrfach abertausende von Menschen ermordet und hat bei Kriegen als flammendes Schwert der Vernichtung gewütet. Einige Beispiele sind unter «Die Bibel, ein teuflisches Buch!»

Es ist nicht in Ordnung, und es gibt keine Rechtfertigung dafür, ein blutiges Menschenopfer zu verlangen! Egal was geschehen ist, ein Menschenopfer ist unmoralisch, in jedem Fall. Der Gott der Bibel ist unmoralisch.

Fazit

Das «Kreuzopfer» von Jesus ist, falls es denn überhaupt stattgefunden hat, vergebens. Es ist purer Unsinn. Die Erbsünde ist ein Märchen, erfunden um die Menschen zu beherrschen. Ein Gott, der ein solches Opfer verlangt ist ein verwerflicher Gott. Ein Gott, der Menschen verurteilt aufgrund von Taten, die ihre Vorfahren begangen haben sollen, ist ein verwerflicher Gott. Gäbe es diesen Gott, müssten alle ehrbaren Menschen sich gegen ihn stellen.

Dies ist ausserdem ein zirkuläres Argument, es dreht sich im Kreis: Man will beweisen, dass die Bibel göttliche Wahrheit ist, also macht man eine Eigenschaft der Bibel zum Kriterium für Wahrheit, ohne dabei begründen zu können, warum dies ein objektives Kriterium sein soll. Vergleiche hierzu auch Keine Wahrheit aus Glaube.

  • Auch hier kommt das Argument aus der zu beweisenden Religion selbst: Nur weil Jesus angeblich am Kreuz gestorben ist, nimmt man das als Kriterium.
  • All das sind ausserdem Kriterien, die stillschweigend und unbegründet vorausgesetzt werden, nur weil sie in der Bibel stehen. Gerade weil sie in der Bibel als Kriterien angeführt werden können sie nicht die geforderte Objektivität bieten und sind zirkuläre Kriterien:
    • Atheisten bestreiten Notwendigkeit und Sinn eines solches Menschenopfers am Kreuz.
    • Atheisten bestreiten die Notwendigkeit von Erlösung.
    • Atheisten bestreiten insbesondere die Notwendigkeit eines Erlösers.
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