Weltweite Verbreitung in vielen Sprachen
Christen bringen als Argument oft die weltweite Verbreitung der Bibel in vielen Sprachen. Dabei ist es fraglich, wofür das Argument überhaupt sprechen soll, denn es besagt nichts.
Christliche Missionare haben eifrig ihre minderwertige Religion in die Welt hinausgetragen. Dieser Missionseifer ist der Hauptgrund, weshalb die Bibel in viele Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet ist.
Viele Religionen sind nicht darauf angelegt, die Welt beherrschen zu wollen. Viele Religionen sind spezifisch auf ein bestimmtes Volk ausgelegt. Dazu gehört auch das Judentum, aus dem das Christentum entstand. Selbst Jesus richtete sich noch nicht an die ganze Welt. Erst Paulus hat aus der jüdischen Jesussekte eine Religion geschaffen, die sich im römischen Reich behaupten konnte. Da die Religion damit die Bedürftnisse der Juden, die Roms und die der römischen Provinzen abdecken musste, war der Grundstein für eine Weltreligion gelegt. Anders als die meisten Religionen, verlangt das Christentum ausdrücklich, dass missioniert werden müsse. Durch die Machtstrukturen konnte sich das Christentum etablieren und halten. Nachdem das Christentum in Europa weitgehend besiegt und die Vernunft zurückgekehrt war, konnte es sich im Anhang des neu entdeckten Forschungsdrangs in der ganzen Welt verbreiten.
Die Qualität der Bibel oder gar göttliches Eingreifen ist nicht die Ursache der Verbreitung. Im Gegenteil: Viele besitzen eine Bibel, die allerwenigsten lesen sie. Dies nicht zuletzt, weil sie durch ihre miserable literarische Qualität sehr langweilig zu lesen ist.
Dies ist ausserdem ein zirkuläres Argument, es dreht sich im Kreis: Die Bibel ist in viele Sprachen übersetzt und weltweite verbreitet. Man will beweisen, dass die Bibel göttliche Wahrheit ist, also macht man eine Eigenschaft der Bibel zum Kriterium für Wahrheit, ohne dabei begründen zu können, warum dies ein objektives Kriterium sein soll. Vergleiche hierzu auch Keine Wahrheit aus Glaube.
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