«Gott hat mir geholfen!»
Ja sicher. Wenn den Christen irgendetwas Gutes geschieht, wenn sie z.B. einen Unfall überleben oder sonstwie gerettet werden, so ist das Gottes Verdienst. Wenn aber ein Unglück geschieht, redet plötzlich niemand mehr von Gott.
Ganz lustig war das zu beobachten, als kürzlich in einer Mine in den VSA eine Gruppe von Bergleuten verschüttet wurden. In den Fernsehnachrichten war zu sehen, wie die Angehörigen in der Kirche die Nachricht erhielten, die Bergleute seien gefunden worden. Sofort begangen diese Menschen Gott zu lobpreisen. Als etwas später die Nachricht ergänzt wurde mit der Mitteilung, die Bergleute seien zwar gefunden worden, aber alle tot, war plötzlich von Gott nicht mehr die Rede. Niemand fluchte Gott dafür, dass alle umgekommen sind.
Ein solches Verhalten ist typisch für religiöse Menschen: Alles Gute kommt von Gott. Für das Unglück hingegen ist er nicht verantwortlich. Ohne eine solch einseitige Wahrnehmung würde der Glaube wohl in sich zusammenbrechen.
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