Atheismus in der Schweiz
«Von dem Augenblick an, wo eine Religion bei der Filosofie Hilfe begehrt, ist der Untergang unabwendlich.» Heinrich Heine, deutscher Dichter, 1797-1856

Credo quia absurdum

«Ich glaube, weil es absurd ist», lautet die Übersetzung des im Christenum bekannten, Tertullian zugeschriebenen lateinischen Satzes unbekannter Herkunft: «Credo quia absurdum.» Dieser Satz bringt ein Hauptargument von atheismus.ch gegen das Christentum auf den Punkt: Der ganze christliche Glaube ist absurd, von vorn bis hinten.

Der Verfasser des Satzes wollte damit wohl ausdrücken, dass das Christentum zwar widersinnig ist, er aber trotzdem daran glaubt (glauben will). Oder anders ausgedrückt, wäre das Christentum in sich stimmig und logisch begründbar, würde es von ihm nicht soviel Glaube abverlangen.

Die Tatsache, dass bereits «die alten Lateiner» den Unsinn im Christentum als solchen erkannten, spricht für sich, auch wenn sie nicht den Mut hatten, die Konsequenz zu ziehen, und das Christentum zu verwerfen. Glauben zu fordern, weil etwas widersinnig und unlogisch ist, ist natürlich die grösste aller Dummheiten. Wenn etwas widersinnig ist, ist nicht Glaube angebracht, sondern handfeste Beweise!

Je unsinniger eine Behauptung ist, desto bessere Beweise müssen vorgelegt werden, um sie dennoch anzuerkennen. Die Wissenschaft respektiert diese Regel, im Gegensatz zum Christentum. Der normale menschliche Verstand dürfte dazu neigen, Einsteins Relativitätstheorie oder die Quantenfysik für widersinnig zu halten. Demensprechend stichhaltige Beweise mussten vorgelegt werden, damit diese Theorien akzeptiert wurden. Gleiches gilt auch für die Evolutionstheorie: Sie wurde sehr stark angefeindet und es brauchte sehr gute Beweise, bis sie von der Wissenschaft allgemein akzeptiert wurde. Anders das Christentum. Die Aussage «credo quia absurdum» verlangt genau das Gegenteil, nicht bessere Beweise, sondern gar keine! Ohne die Vorlage eines einzigen Beweises soll man einer widersinnige Behauptung Glaube schenken. Das Christentum beansprucht für sich, den Massstab auf das tiefste Niveau zu senken. Während die Wissenschaft für widersinnige Aussagen den Massstab besonders hoch ansetzt, verlangt das Christentum für widersinnige Aussagen auf jeglichen Massstab zu verzichten! Darum ist die Wissenschaft erfolgreich im Versuch, unsere Welt zu erklären, während das Christentum auf dem Stand von vor zweitausend Jahren stagniert.

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