Atheismus in der Schweiz
«Ist Weltfrieden ohne religiöse Abrüstung überhaupt möglich?» M.S. Salomon, deutscher Filosof und Autor, *1967

Massaker

Das beste Argument gegen Judentum, Christentum und Islam sind die Massaker, welche der Jahwe-Gott im alten Testament angerichtet haben soll. Das alte Testament ist ein integraler Bestandteil aller drei semitischer Religionen. Der Gott, der darin beschrieben wird ist eine der unangenehmsten Gestalten der Literaturgeschichte. Wie bereits in Die Bibel, ein teuflisches Buch! beschrieben, ist das alte Testament voll von Völkermorden und Angriffskriegen, welche durch Gott persönlich befehligt und angeführt wurden. In all den Kriegen, die die Juden im alten Testament auf Geheiss ihres Gottes führten, waren sie die Agressoren, die Juden waren im Unrecht und hatten dennoch Gottes Segen!

Auf der einen Seite nennt sich dieses Monster einen «Gott der Liebe», auf der anderen Seite befehligt er Massaker an unschuldigen Menschen, auch an Zivilisten wie Frauen, Kindern und Greisen. Dies passt nicht zusammen. Moral und Christentum passen nicht zusammen. Ein Mensch kann niemals diesen Gott verehren und gleichzeitig ein integerer, anständiger Mensch mit hohen moralischen Werten sein. Christen sind Menschen ohne Moral!

Hier werde ich die abscheulichen Verbrechen des biblischen Gottes anhand des schrecklichsten Beispiels erläutern, das in der Bibel zu finden ist: Die Ermordung von hunderttausenden von unschuldigen Kindern unschuldiger Eltern!

Die zehn Plagen

Jeder Vater, jede Mutter hat eine Ahnung davon, welch unsägliches Leid es bedeutet, ein Kind zu verlieren. Genau das hat der Gott der Bibel in einem von langer Hand vorbereiteten Massenmord hunderttausenden von Eltern angetan.

Exodus 11.4-6 […] So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich ausgehen und mitten durch Ägypten schreiten. Dann wird alle Erstgeburt im Land Ägypten sterben, von dem Erstgeborenen des Farao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin hinter der Handmühle, sowie alle Erstgeburt des Viehs. Da wird es ein grosses Jammergeschrei im ganzen Land Ägypten geben, wie es noch keines gegeben hat und es auch keines mehr geben wird.

Gott beabsichtigte laut Bibel, ein grausames Exempel seiner Macht am ägyptischen Volk zu statuieren. Als Komplize wählte er seinen zukünftigen Schlächter, den Völkermörder Moses. Jener war auch später grausam genug, in seinen Angriffskriegen Frauen und Kinder nicht zu verschonen.

Um Gott gut dastehen zu lassen, sollte der Farao als Sündenbock herhalten. Doch hatte der Farao eine Wahl? Hätte der Farao die zehn Plagen verhindern können? Die Bibel gibt hier eine sehr deutliche Antwort: Nein, er konnte es nicht! Der Farao war nicht Herr seiner Sinne. Gott höchstpersönlich hat immer wieder sein «Herz verstockt», dass er das Volk nicht ziehen lassen konnte.

Ist Dir, lieber Leser, eigentlich bewusst, was das heisst? Gott persönlich hat verhindert, dass der Farao sein Volk ziehen lassen konnte. Gegen aussen aber wurde es so gedreht, dass angeblich der Farao schuld am ganzen Schlamassel sei, in Wahrheit aber wollte Gott von Anfang an nichts anderes, als das ägyptische Volk zu quälen und seine Kinder zu ermorden! Die Bibel liefert den Beweis:

Exodus 4.21 Und der Herr sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, sieh zu, dass du all die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Farao tust! Und ich, ich will sein Herz verstocken, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird.

Das Ziel dieser Aktion ist es nicht, das jüdische Volk zu befreien, sondern Angst und Schrecken zu verbreiten. Gott will seine Macht demonstrieren und nur deshalb quält er das ägyptische Volk. Auch hierzu liefert die Bibel den Beweis:

Exodus 11.9 Der Herr hatte nämlich zu Mose gesagt: Der Farao wird nicht auf euch hören, damit meine Wunder im Land Ägypten zahlreich werden.
Exodus 9.14-17 Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz, unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du erkennst, dass niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist. Denn schon jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, so dass du von der Erde ausgetilgt worden wärst. Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkündigt.

Gott handelte aus niederen eingennützigen Motiven.

Wer hat das Herz verstockt?

Die Bibel ist widersprüchlich in der Aussage, wer dem Farao das Herz verstockt hat, Gott oder der Farao selbst. Dies liegt wohl daran, dass zwar Gott dem Farao das Herz verstockt hat, aber der Farao als der Schuldige dastehen sollte. Bezeichnend hierfür ist z.B. die folgende Stelle:

In Exodus 9.34 steht, dass der Farao und seine Hofbeamten ihr Herz verstockt hätten. Im nächsten Vers, Exodus 9.35 steht, dass das Herz «verstockt blieb», also eine neutrale Formulierung. Wiederum im nächsten Vers, Exodus 10.1 spricht Gott zu Moses:«denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun»

Aus dem Zusammenhang wird klar, dass Gott dem Farao das Herz verstockt hatte, nicht der Farao sich selbst. Nur, wenn Gott das Herz verstocken kann, kann er das Herz auch öffnen. Hätte Gott dem, Farao das Herz geöffnet, wäre keine einzige der zehn Plagen notwendig gewesen. Das aber wollte Gott nicht. Es steht immer wieder, dass Gott Zeichen setzen wollte, es steht immer wieder, dass Gott seine Wunder tun wollte, es steht immer wieder, dass Gott seine Macht demonstrieren wollte.

Das waren die niederen Beweggründe, für die das ägyptische Volk so schwer leiden musste!

Gott ist ein Rassist

Exodus 11.7 Aber gegen keinen von den Söhnen Israel wird auch nur ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh, damit ihr erkennt, dass der Herr einen Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den Israeliten.

Gott hat nur das ägyptische Volk mit der zehnten Plage gequält, nicht das jüdische. Diese Handlung ist rassistisch. Die Vorgehensweise, alle Erstgeburt zu töten, nennt man heute Völkermord. Den Gott des alten Testaments müsste man heute vor einem Kriegsverbrechertribunal verurteilen!

Moral

Was wäre, wenn der Farao Handlungsfreiheit gehabt hätte, wären dann Gottes Handlungen zu rechtfertigen gewesen?

Auch hier ist die Antwort ein klares Nein! Nichts rechtfertigt, ein ganzes Volk mit Plagen bis hin zum Kindesmord zu quälen! Keine Schuld rechtfertigt ein solches Vorgehen. Erschwerend hinzu kommt, dass das Volk leiden musste und seine Kinder ermordet wurden, nicht der Farao, der sass fest in seinem Thron. Selbst wenn das Volk gewollt hätte, hätte es das jüdische Volk nicht nicht gegen den Willen seines Herrschers ziehen lassen können. Gott liess unschuldige Menschen leiden, nur um seine Macht zu demonstrieren.

Fazit

Dieser Gott und seine Handlungen sind in jeder Art und Weise verächtlich. Kein Mensch, der bei klarem Verstand und von aufrichtiger Moral ist, wird je einem solchen Gott huldigen. Man muss das Judentum, das Christentum und den Islam genauso ächten, wie man den Nationalsozialismus ächtet. Die Ideologie der Bibel ist menschenverachtend.

Atheismus.ch geht davon aus, dass dieser Gott eine Erfindung von dummen, primitiven, grausamen und kriegerischen Männern ist. Man sollte diesen Gott schnellstmöglich mit vergessen strafen. Seine Verehrung ist eine Missachtung der Menschenrechte und eine Verachtung der Menschenwürde. Daher sollten das Judentum, das Christentum und der Islam geächtet und verboten werden. Gäbe es diesen Gott hingegen tatsächlich, so wäre es unsere höchste moralische Pflicht, ihn zu bekämpfen. Da es ihn nicht gibt, ist es unsere moralische Pflicht, Religionen zu bekämpfen, die eine solch grausame Ideologie rechtfertigen.


Siehe auch Die Bibel, ein teuflisches Buch!

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