Atheismus in der Schweiz
«Unsere abendländische Kultur, auf Altertum und Renaissance beruhend, ist im härtesten Kampf gegen die ausgesprochen kulturhemmenden Kräfte des Christentums entstanden!» Arno Schmidt, deutscher Schriftsteller, 1914-1979

Feste & Feiern

Seit Europa vor fast 2000 Jahren zwangschristianisiert wurde, haben die Christen immer wieder versucht, die alten, heidnischen Bräuche zu beseitigen. Wo ihnen das nicht gelang, haben sie diese alten Bräuche in ihre christlichen Mythen eingehüllt. So kommt es, dass bis heute alte germanische und römische Bräuche in christlichem Gewand überlebt haben. Generell kann man christliche Feiern recht unbedarft übernehmen und an atheistische Gepflogenheiten anpassen, da sie ohnehin nicht christlichen Ursprungs sind.

Weihnachten

Ein sehr schöner Artikel zur Weihnacht findet sich bei Heiner Jestrabek.

Weihnachten ist das Fest der Lichter. Mitten in der dunkelsten Jahreszeit soll der Glanz der munter kitschigen Lichterketten unsere Gemüter aufhellen. Entgegen dem allgemeinen Wissenstand handelt es bei Weihnachten nicht etwa um ein christliches Fest zur Feier der Geburt Jesu, sondern um ein altes heidnisches, germanisches Fest zur Wintersonnenwende. Die geweihten Nächte der Wintersonnwende, auch Jul genannt, wurden lange vor der Christianisierung Europas gefeiert. Der Adventkranz entstand aus dem nordischen Julkranz, die Symbolik des Tannenbaus ist die Vereinigung von lebendem Licht (Flamme) und lebendem Grün (Nadelbaum). Der Brauch, Geschenke auszutauschen entsprang den Saturnalien, römischen Feiertagen zu Ehren Saturns.

Da es sich bei Weihnachten um ein weltliches Fest zur Feier der Wintersonnenwende handelt, bei dem die Rückkehr der Sonne gefeiert wird und mit viel Licht und Freude die dunkeln Tage aufgeheitert werden, spricht nichts dagegen, dass auch wir Atheisten Weihnachten genüsslich feiern, wohlwissend, worum es wirklich geht. Wir Atheisten respektieren die Sonne als Spenderin des Lebens und freuen uns, wenn die kürzesten Tage des Jahres zu Ende gehen, und das Neue Jahr neues Licht und vielleicht auch etwas Frieden auf die Erde bringt.

Ostern

Vielleicht war das Osterfest war ursprünglich ein Fest zu Ehren der germanischen Göttin Ostara. Am Sonntag nach dem ersten Vollmond, der auf die Tag–/ Nachtgleiche im Frühling folgt, wird nach altem Brauchtum dem Wiedererwachen der Natur und der Fruchtbarkeit gehuldigt. Noch heute wird dieses Fest deshalb mit Hasen und Eiern in Verbindung gebracht

Ob Ostern ursprünglich ein Fest zu Ehren der Götting Ostara gewesen war, oder ob der Brauch einer anderen Gottheit gewidmet war, ist heute nicht mehr von grosser Bedeutung. In moderner Interpretation des alten Festes begehen wir Atheisten dieses zu Ehren der Natur als Grundlage unserer Existenz und erinnern uns daran, dass die Menschheit ohne eine intakte Natur nicht überleben kann. Die Zukunft unserer Kinder darf nicht für egoistisches Gewinnstreben aufs Spiel gesetzt werden. Auch wenn das Osterfest ein Fest der Fruchtbarkeit ist, so wissen wir, dass nur eine wohlüberlegte und sparsame Fortpflanzungsstrategie unser Fortbestehen garantieren kann.

Hochzeiten und Beerdigungen

Bei der Organisation von weltlichen Hochzeiten und Trauerfeierlichkeiten stehen Ihnen die Freidenker gerne zur Seite. Die Organisation der Freidenker verfügt über langjährige Erfahrung und gut ausgebildete Trauerredner.

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