Atheismus in der Schweiz
«Christus mag für jemanden gestorben sein, aber jedenfalls nicht für mich.» Albert Camus, französischer Schriftsteller und Nobelpreisträger, 1913-1960

Anthologie — Das Versagen des Christentums

Die Erstveröffentlichung dieses Artikels erfolgte im Buch «Kreuzschmerzen».

Das Christentum in der Welt

In diesem Artikel werde ich mich mit der Unfähigkeit der Christentums befassen, mich zufriedenzustellen. Doch warum beschäftige ich mich ausgerechnet mit dem Christentum? Wer garantiert mir denn, dass das Christentum besser oder kritikwürdiger sein sollte, als der Buddhismus, der Atheismus oder eine andere Form der Weltanschauung? Nur weil ich zufälligerweise in eine christliche Familie geboren wurde, gibt mir das noch lange nicht das Recht, das Christentum gegenüber anderen Religionen in irgend einer Weise zu bevorzugen. Man darf niemals dem Fehler erliegen, das worin man hineingeboren wurde, automatisch als das Wichtigste anzunehmen, und sich darauf zu beschränken, ausschliesslich dieses zu verteidigen oder zu bekämpfen. Gerade das tun aber die meisten Vertreter des Christentums. Kein mir bekannter abendländischer Verteidiger der Religion, geht ernsthaft auf sämtliche Weltreligionen in angemessener und gerechter Weise ein und begründet, weshalb er sich nur oder vorwiegend mit dem Christentum auseinandersetzt. Dabei machen die Christen nur knapp einen Viertel der Weltbevölkerung aus. Kann man eine Mehrheit so einfach ignorieren? Das Christentum mit seinem Ausschliesslichkeitsanspruch tut das.

Wenn Karl Jaspers in «der filosofische Glaube angesichts der Offenbarung» sagt: «die eigentlich Glaubenden reichen sich quer durch alle Konfessionen die Hände», so beschränkt sich diese auf den ersten Blick fortschrittlich scheinende Toleranz alleine auf die Christen. Lessing wagt sich noch einen Schritt weiter, wenn er in der Ringparabel das Judentum, den Islam und das Christentum als gleichwertig und ununterscheidbar darstellt, aber selbst er erfasst weniger als die Hälfte der Menschheit und ignoriert die mannigfache Existenz anderer Religionen und Weltanschauungen.

Bei der Betrachtung des Fänomens Religion ist die wichtigste Erkenntnis diejenige, dass Religion immer auf einen zeitlichen, geografischen und kulturellen Raum eingeschränkt ist. Es gibt keine menschheitsübergreifende, alleverbindende Religion. Das Christentum ist stark im europäischen Kulturraum und in allen von den Europäern einstmals unterdrückten Gebieten. Doch nur dort bekennt sich eine Mehrheit zum Christentum, wo die Europäer auch tatsächlich hingekommen sind und nachdrücklich missioniert haben. In weiten Teilen Australiens beispielsweise sind die Aborigines trotz Zugehörigkeit zum Commonwealth nach wie vor Anhänger ihrer angestammten Naturreligionen.

Oft wird das Christentum mit den einheimischen Religionen verschmolzen, so dass den Europäern bis heute heidnische Feste und Bräuche erhalten geblieben sind, wie die Weihnacht zur Feier der Wintersonnwende mit der Verehrung des immergrünen Tannenbaums als Symbol für die Rückkehr des Sommers, oder das Osterfest, bei dem mit Eiern und Hasen der Fruchtbarkeit und Wiederkehr des Frühlings gehuldigt wird. Als die Katholiken den Filipinos das Christentum aufzwangen, haben sie damit nur erreicht, dass auf den Filipinen heute anstelle von Götterstatuen Bilder und Statuen katholischer Heiliger angebetet werden. An der Grundhaltung der Menschen, dem Polytheismus, hat sich kaum etwas verändert. Allerdings ist als weiteres Krankheitssymptom der Brauch unter den Filipinos zu erwähnen, sich an Karfreitag kreuzigen zu lassen.

Religion ist zeitlich und örtlich beschränkt, und selbst Angehörige derselben Religion verhalten sich in ihrem Glauben an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten anders, so würde sich im Gegensatz zu den Filipinos kein Europäer zu Karfreitag kreuzigen lassen. Wenn jede Religion aber orts- und zeitabhängig ist, gibt es keinen Grund, a priori die eine gegenüber den anderen zu bevorzugen. Es muss sogar jede Religion mit Ausschliesslichkeitsanspruch als besonders fragwürdig eingestuft werden und dementsprechend muss sie ihren Anspruch mit besonders guten Argumenten präsentieren, um nicht durchzufallen.

Notwendigkeit zur Kritik am Christentum

Es gibt für mich einige Gründe, das Christentum vor allen anderen Religionen anzugreifen. Ich setze dabei aber grundsätzlich das Christentum, den Islam und das Judentum als einander gleich minderwertig, weil alle drei Religionen auf derselben Grundlage, der jüdischen Mythologie, errichtet wurden und sich in ihrem Wesen, besonders in ihrem Gottesbild, stark ähneln. Das Christentum greife ich dabei heraus, weil es zum einen die Religion meiner Verwandten ist, zum andern im Abendland noch immer starke Wurzeln aufweist und schliesslich daher, weil ich es durch persönliche Auseinandersetzung besser kenne, als die anderen beiden semitischen Religionen. Zudem befasse ich mich mit dem Christentum, weil es sich gerade in unterentwickelten, armen Ländern dank starker Missionierung wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

Diese Missionierung wird oft beiläufig finanziert durch sogenannt christliche Hilfswerke, Unternehmen, wie Drittweltläden, Brockenhäuser, Kleidersammler, die insgeheim für die Kirchen wirtschaften. Eine weitere sprudelnde Geldquelle zur Missionierung sind Kirchensteuergelder Ungläubiger, deren Mitgliedschaft in einer Kirche auf der Zwangskonfessionalisierung bei der Taufe als unmündiges Kind beruht, und für die der Staat gratis und franko das Inkasso erledigt. In den seltensten Fällen dürfte Missionierung auf ausdrücklich gewollten Spenden zu diesem Zweck finanziert werden.

Leider wagen viele Menschen trotz ihrer Skepsis gegenüber der institutionalisierten Kirche und trotz ihres Unglaubens den konsequenten Schritt des Kirchenaustrittes nicht, sei dies aus Faulheit, Feigheit gegenüber der Gesellschaft, oder der naiven Ansicht, die Kirchen täten gelegentlich auch Gutes. Das Studium der kirchlichen Verbrechen bis in die heutige Zeit, beispielsweise der kooperativen Zusammenarbeit mit Nazideutschland, zeigt jedoch ein ganz anderes Bild. Es wird wohl niemand annehmen, dass das viele Gold und der unermessliche Reichtum, insbesondere der katholischen Kirche, auf redliche Art zusammengetragen wurde, oder vom Himmel fiel. Wer noch nicht aus der Kirche ausgetreten ist, sollte das folglich schnellstens nachholen. Es ist besser, das so gesparte Geld bei Hilfsorganisationen der eigenen Wahl gezielt einzusetzen, als es unbesehen den Kirchen und ihren Hilfswerken in den Rachen zu werfen.

Meine Herkunft

Der grösste Teil meiner Verwandten, insbesondere auch meine Eltern und mein kleiner Bruder1) sind streng gläubige Christen und Mitglieder der neuapostolischen Sekte und regelmässige Kirchgänger. Die meisten von ihnen glauben wahrscheinlich sogar, was ihnen dort drei bis viermal die Woche aufgetischt wird. Als Kind war ich, da laufend mit diesen abstrusen Ideen konfrontiert, selbst sehr gläubig. Mit der Zeit überwiegten für mich die Widersprüche und die Lebensfeindlichkeit. Bereits zuvor empfand ich den eigentlichen Gottesdienst als todlangweilig. Mich hielt lange Zeit nur noch die für mich kurzweilige, da interaktive Sonntagsschule. Als es hiess, ich sei für die Sonntagsschule zu alt geworden, dafür sollte ich künftig dreimal pro Woche den Gottesdienst besuchen, war es für mich an der Zeit, mit der Religion zu brechen. Darauf folgte eine zeitweise sehr heftige Auseinandersetzung mit meinen Eltern, welche jedes Mittel versuchten, um mich im Glauben zu halten, sei das durch Zwang, Vermittlung gläubiger Spielkameraden, oder durch gezielten Kontakt mit denjenigen Priestern, welche mir damals am ehesten noch sympathisch waren. Mit 13 Jahren eröffnete ich meinen Eltern eines Sonntag Morgens während der Heimfahrt von der Kirche, dass ich nicht mehr glaubte und die Kirche nicht mehr besuchen würde. Danach kämpfte ich noch mindestens ein bis zwei Jahre, bevor ich mich endgültig befreit hatte. Dieser Streit zwang mich zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der christlichen Religion, so dass ich sie heute um so heftiger und wohlbegründeter ablehne. Mit 26 Jahren ist die Religion meiner Eltern für mich nur noch ein lächerliches Theater und nichts kann mich mehr zu einem Kirchenbesuch bewegen, keine Hochzeit und keine Beerdigung. Ich habe mit dieser Idiotie nichts mehr zu tun und kämpfe heftig dafür, mich auch noch von den letzten Fesseln zu befreien, die nun noch über Staat und Gesellschaft indirekt auf mich einwirken.

Gründe für meine Ablösung gab es viele. Es war für mich als Kind eine grosse seelische Belastung, zu glauben, dass all meine Freunde und Spielkameraden zu dem Zeitpunkt, zu dem ich mit den anderen Gotteskindern ins tausendjährige Friedensreich einziehen würde, auf der Erde zurückbleiben müssten, weil sie nicht der einzig richtigen Sekte angehörten. Kein Wunder habe ich bereits als Kleinkind heftigst missioniert - glücklicherweise erfolglos. Meine Eltern halten nach wie vor die wissenschaftlich unumstrittene Evolutionstheorie für ausgemachten Unsinn, besonders meine Mutter mokiert sich auf primitivste Art und Weise über die Vorstellung «vom Affen abzustammen» (wenn die wüsste, dass sie vom Bakterium abstammt). Als Kind lehnte ich lange Zeit die Existenz von Sauriern als Lüge ab und glaubte wissenschaftlichen Kinderbüchern weniger als der Kinderbibel. Das Klima in unserer Familie war stark weltfremd und jenseits orientiert. Kino war tabu, die Chilbi (Kirmes) nicht für uns, ebensowenig die Fastnacht. Einen Fernseher hatten wir nicht, er hätte einen schlechten Einfluss auf uns ausgeübt. Als Primarschüler konnte ich mir meinen ersten Kinobesuch erschleichen, indem ich mich einen Tag den Pfadfindern anschloss, weil ich wusste, dass sie ins Kino zu gehen planten. Es war ein Goofy Zeichentrickfilm. Das zweite Mal war ich erst wieder im Kino mit 14 Jahren, als ich der Religion bereits den Rücken gekehrt hatte. Den einzigen Fastnachtsbesuch, den meine Mutter mit mir unternahm, diente lediglich dem Zweck, mir zu zeigen, dass mir sowas nicht gefalle, daher durfte ich ihn auch nicht geniessen, nicht mal verkleidet waren wir. Ähnlich war es mit dem einzigen Chilbibesuch, den wir nicht wiederholten, obschon ich in mein Zeichnungsheft im Kindergarten begeistert die Bahn zeichnete, mit der ich fahren durfte. Die Welt in der wir leben war unwichtig, weltlich und nur Vorbereitung auf den Tod, das ganze Leben war widersinnig, widernatürlich und lebensfeindlich. Dennoch reichte die frühkindliche Indoktrination soweit, dass ich noch einige Zeit nach meinem Kirchenaustritt von Alpträumen geplagt war, in denen meine Eltern plötzlich alle ins Himmelreich verschwunden waren und ich als einziger ganz allein und verzweifelt hier zurückblieb. Das ganze Geschwätz um Gott und heiligen Geist wurde für mich immer unrealistischer, je länger ich davon hörte und je weniger ich im realen Leben eine Bestätigung für deren Wirken erhielt. Zu diesen bewussten Gründen für meine Ablehnung gegenüber dem christlichen Glauben kommt bestimmt noch eine Reihe von Gründen, denen ich mir damals noch nicht bewusst gewesen war, und die ich bis heute wieder vergessen habe.

Die guten Taten der Kirchen

Die sogenannt guten Taten der Kirchen basieren meist auf fundamentalen Kircheninteressen. Hilfe in angeblich armen, unterentwickelten Ländern ist immer ein gutes Deckmäntelchen zur Missionierung und Christianisierung. Dabei ist das grösste Problem dieser Länder die Überbevölkerung, welche durch effizientere Spitäler, Nahrungsmittellieferungen, geringerer Kindersterblichkeit, Abtreibungs- und Verhütungsverbot noch verschärft wird. Die oberflächliche Hilfe ist genauer betrachtet Mitursache der Probleme. Die Formen der klassischen Entwicklungshilfe schaffen Abhängigkeit von den reichen Industrienationen, ihren Hilfswerken und ihrem Gedankengut. Es ist bezeichnend, dass gerade die ärmsten Staaten in Afrika, Mittel- und Südamerika oft sehr katholisch sind, meist noch katholischer, als der Papst. Entwicklungshilfe muss immer weltbildneutral erfolgen und darf niemals zur religiösen Indoktrinierung missbraucht werden.

Auch in Europa leisten die Kirchen Armenhilfe mit den gleichen Hintergedanken. Da werden die hungrigen Bedürftigen durchaus mal zu einem Vaterunser oder dem Anblick des verrottenden Leichnams am Kreuze genötigt, bevor ihnen die Armensuppe ausgeschöpft wird. Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass es bequemer ist, unter Aufsicht zu beten, als zu hungern, dennoch bin ich der Meinung, dass Hilfe vorbehaltlos und ohne Eigeninteresse erfolgen muss, wenn sie als gute Tat gelten soll. Der Pfarrer, der seine betagten Schäfchen besucht, ist wahrscheinlich auch nur auf deren Erbschaft aus. Ein beträchtlicher Teil des Kirchenvermögens stammt von alten, kranken Menschen, die nach einem Pfarrerbesuch noch im Sterbebett ihr Land und Vermögen der Kirche überschrieben haben. Jugendarbeit wiederum zielt darauf ab, die jungen Erwachsenen, die vor ihrer Elternschaft stehen, noch rechtzeitig in den Schoss der Kirche zu ziehen oder darin zu halten, so dass nach der Geburt der Kinder drei bis vier neue zahlende Mitglieder verbucht werden können. Vielleicht geht es den Christen bei guten Taten und Bekehrungsversuchen gegen ihre Mitmenschen auch nur darum, für ihre eigene Bewertung vor Gott im Himmelreich Punkte zu sammeln. Die angeblich altruistischen Handlungen sind möglicherweise Ausdruck von purem Egoismus.

Die Gottwerdung Jesi

Nichts am Christentum war neu, alles war abgeschaut, kopiert und übernommen. Jesu war nicht von Anfang an Gottes Sohn, noch war er selbst ein Gott, sondern er wurde systematisch dazu gemacht. In der antiken Welt waren Gottessöhne, die die Welt besuchen, gang und gäbe, ein vorchristliches Beispiel wäre der griechische Herkules. Heilande traten zahlreich auf, speziell im jüdischen Gebiet, erwarteten die Juden doch einen profezeiten Messias. Entsprechend leichtgläubig waren die Menschen damals. Präexistenz (vorgeburtliche Existenz), Inkarnation (Geburt eines Gottes als Mensch), Jungfrauengeburt, Martyrium (Leidensweg), Tod (eines Gottes), Auferstehung, Höllen- und Himmelfahrt kamen bereits in vorchristlichen Mythen und Sagen vor. Die christliche Lehre war in nichts neu, sie fasste lediglich sämtliche existierenden Geschichtchen zusammen und übertrug sie auf ihre Integrationsfigur, auf Jesus.

Vor Jesus lebte bereits Buddha bis zu seiner Niederkunft auf die Erde als Geistwesen im Himmel. Eduard Norden zitiert in «Die Geburt des Kindes» aus einem vorchristlichen Text: «Gekommen ist die Endzeit […] schon hat Apollo seine Königsherrschaft angetreten […] Ein Sohn des höchsten Gottes wird geboren». Buddha wurde genauso von einer Jungfrau geboren, wie auch der ägyptische Sonnengott im -3. Jahrtausend die jungfräuliche Gattin des Königs befruchtet hat. Zarathustra in Persien und Heras Sohn Hephaistos sind weitere Beispiele für Jungfrauengeburten. Die lithurgische Formel der heidnischen Gläubigen zum Sonnenwendfest, der Nacht vom 24. zum 25. Dezember, lautete: «Die Jungfrau hat geboren, zu nimmt das Licht». Der indischen Königin Maya wurde die Geburt Buddhas von Engeln angekündigt. Wie das göttliche Kind der Isis kamen viele Jungfrauensöhne auf der Reise oder auf der Flucht zur Welt. Zeus, Hermes, Dionysos wurden in einem Korb oder Krippe liegend, in Windeln gewickelt dargestellt. Hera erfuhr, dass Herakles König werden sollte und stellte dem Kind nach.

Herakles ging vor seinem öffentlichen Wirken in die Einsamkeit. Dort wurde er in Versuchung geführt, indem man ihn auf einen hohen Berg führte und ihm das Reich des Königs und Tyrannen zeigte. Derjenige, der als etwa Dreissigjähriger seine Lehrtätigkeit mit zwei Brüdern als Anhänger begann, später mit zwölf Hauptjüngern, darunter einem Lieblingsjünger und einem Verräter in freiwilliger Armut umherzog, dabei sich in Sprüchen, Bildern und Gleichnissen mitteilte, das Töten, Stehlen, Lügen, den unerlaubten Geschlechtsverkehr verbot und Verehrung der Eltern forderte, die Friedfertigen pries, das Böse mit Gutem zu überwinden lehrte, Feindesliebe predigte, unnützes Sammeln von Schätzen verwarf, Barmherzigkeit dem Opfer vorzog, Kranke, Blinde, Taube, Krüppel heilte, über das Wasser schritt, dessen Jünger, als er ihm auf das Wasser folgte, sank, sowie er aus seiner gläubigen Versenkung erwachte und nur durch den gläubigen Gedanken an seinen Meister gerettet wurde, der sich «Menschensohn» nannte, von seinen Anhängern «Profet», «Meister», «Herr», «Auge der Welt», «Licht ohnegleichen», «Licht der Welt», «das wahrhaftige Licht» genannt wurde, das war Buddha.

Asklepios heilte mit ausgestreckter oder aufgelegter Hand, durch Einstecken des Fingers in ein krankes Körperteil. Oft, aber nicht immer, sind bei ihm Heilung und Glaube eng miteinander verbunden. Auch im Hinblick auf konkrete Fälle scheint Jesus seine Heilkunst bei Asklepios gelernt zu haben. So sieht ein geheilter Blinder bei beiden zuerst nur Bäume. Beide heilen auch aus der Ferne. Bei beiden tragen die Geheilten gleich ihre Bahre selbst weg. Soziale Unterschiede macht keiner von ihnen, sie heilen jung und alt, arm und reich. Die Einzelheiten bei den sechs Totenerweckungen des Asklepios sind gleich wie bei den beiden des Jesus: Viele Zeugen sind anwesend, Ungläubige vermuten Scheintod, den Erweckten wird Nahrung gegeben.

Das grösste Wunder, die eigene Auferstehung, war in der Antike so verbreitet, dass der christliche Kirchenlehrer Origenes meinte: «Dies Wunder bringt den Heiden nichts neues und kann ihnen nicht anstössig sein.» Tatsächlich starben und auferstanden Dionysos, Herakles, der babylonische Tammuz, der syrische Adonis, der frygische Attis und der ägyptische Osiris. Gekreuzigt wurden die Götter Prometheus, Lykurgos, Marsyas und Dionysos. Noch vor Christi angeblicher Geburt wurde Dionysos über einem Altartisch mit Weingefässen an einem Kreuz verehrt. Der Babylonische Gott Bel Marduk, der gute Hirte, wurde gefangengenommen, verhört, zum Tode verurteilt, gegeisselt und mit einem Verbrecher hingerichtet, während ein zweiter freikam. Das Volk Athens verehrte Cäsar als Heiland, in Rom glaubte man, er sei zum Himmel aufgefahren. Bei seinem Tod, wurde erzählt, verhüllte sich die Sonne, eine Finsternis trat ein, die Erde barst und Gestorbene kehrten zur Oberwelt zurück.

Die Vergottung des Christus geschah erst lange nach dem Tode des geschichtlichen Jesus, falls er tatsächlich gelebt haben sollte. Das Markumsevangelium, das älteste der Evangelien, entstand erst fünfzig Jahre nach Jesi Tod. Wenn man bedenkt, dass zuvor die Geschichte von Leben und Wirken Jesi lediglich durch Erzählung von Mund zu Mund weitergegeben wurde, und man berücksichtigt, wie schnell Gerüchte und Geschichten sich in der Weitererzählung verändern und die absurdesten Formen annehmen, so wird man insbesondere Angesichts der antiken Leichtgläubigkeit dem Markus kein Wort mehr glauben. Die nachfolgenden Evangelisten haben sukzessive versucht, die Erzählung des Markus zu steigern und verbessern, bis die Geschichte beim jüngsten Evangelisten, dem Johannes, nur noch freie Erfindung geworden ist.

Kritik am christlichen Gottbild

Einen Gott, wie er in der Bibel steht, kann es gar nicht geben. Die Bibel beschreibt Gott an mehreren Stellen als allmächtig (Genesis 17.1), als gut (Psalmen 36.6) und verweist des öfteren auf die Existenz von Bösem (Deuteronomium 13.6), beispielsweise in der Form von Dämonen oder eines Satans. Für das nackte Überleben müssen Tiere, Menschen und Pflanzen einander gegenseitig verletzen, töten und fressen. Raubtiere können nicht überleben, ohne andere Tiere zu töten, den Menschen eingeschlossen. Selbst Pflanzen töten durch Gifte andere Lebewesen. Menschen töten Tiere und Pflanzen für Nahrung und Komfort. In extremen Situationen kann es gar notwendig werden, dass Menschen andere töten, um das eigene Überleben zu sichern, oder dass sie ihr eigenes Leben für andere hergeben. Nach der Bibel ist Gott aber auch der Erfinder des Bösen (Jesaja 45.7), sowie des Todes (Genesis 2.17). Ein guter Gott, der durch Allmacht die Fähigkeit hat, Leiden zu verhindern, muss dies tun. Er muss Gutes jederzeit vollbringen und darf nicht auf ein kommendes Reich Gottes vertrösten.

Kann das versprochene Himmelreich besser sein, als das Paradies der Vergangenheit? Wohl kaum, warum also hat Gott das Paradies zerstört? Der allwissende Gott hatte kein Recht, die unwissenden Menschen für ihre Unerfahrenheit zu strafen und aus dem Paradies ins Verderben zu stürzen. Kann ein allmächtiges Wesen, welches für die Menschen das Gute will, die Existenz von Bösem zulassen? Zur Prüfung vielleicht? Würdest Du einen anderen Menschen leiden lassen, obschon Du ihm helfen könntest, nur weil Du sehen willst, wie er im Schmerz reagiert? Würdest Du jemandem die Heilung von schwerer Krankheit verweigern, um ihn aus dem körperlich-seelischen Leiden lernen zu lassen? Auch freier Wille der Menschen, Böses zu tun, entschuldigt nicht die Existenz von Leid. Wessen freier Wille sollte es sein, wenn ein kleines Kind auf der Strasse zu Tode gefahren wird?

Schmerz müsste nicht existieren. Eine Krankheit oder Verletzung bräuchte keinen körperlichen Schmerz zu verursachen. Die Evolution brachte den Schmerz hervor, weil so kranke Körperteile schonend behandelt werden. Ein Gott könnte es so einrichten, dass der Mensch kranke Körperstellen ohne Schmerzen wahrnimmt und schützt, dass auch schwerste Verletzungen ohne bleibende Behinderung innert Sekunden heilten. Eine Mutter, die weiss, dass ihr totes Kind im Jenseits auf sie wartet, bräuchte nicht zu weinen, sie sollte sich über das Glück des Kindes freuen, zu Gott gekommen zu sein. Statt dessen empfindet selbst eine gläubige Christin unsägliche seelische Pein durch den Verlust ihres Kindes, wozu? All dies beweist, dass ein Gott, falls es ihn gibt, entweder ein Dummkopf oder ein Sadist sein muss. Diese angesichts eines Gottes unverständlichen Tatsachen erklären sich von selbst, wenn man Gott verneint und sich auf den Überlebenskampf der Evolution beruft.

Gott in der Filosofie

In der abendländischen Filosofie gibt es unzählige Versuche eines Gottesbeweises. Es wurde versucht, die Existenz eines Gottes mit allen nur erdenklichen Kniffen zu beweisen, oder wenigstens zu postulieren. Wäre auch nur einer dieser Versuche erfolgreich gewesen, würdest Du nun nicht diesen Text lesen. Die Filosofie und Wissenschaften sind im christlichen Europa nur deshalb so stark geworden, weil das Christentum mit seinen schwachsinnigen Mythen die menschliche Neugierde bei weitem nicht befriedigen kann und die Erklärungen der Bibel zur Welt so offensichtlich falsch sind. Sehen wir der Tatsache ins Auge, Gott ist nicht beweisbar, weil etwas, das nicht existiert auch nach 2000 Jahren der Versuche nie bewiesen werden kann.

Genauso wenig kann aber leider Gottes Nichtexistenz bewiesen werden, denn man kann immer nur beweisen, dass etwas existiert, niemals aber, dass etwas nicht existiert. Man kann Aussagen über mögliche und unmögliche Eigenschaften eines Gottes machen, so wie ich es tue, man kann aber nicht die absolute Nichtexistenz alles Göttlichen beweisen. Die Diskussion über die Existenz oder Nichtexistenz Gottes ist gleichwertig der Diskussion über die Existenz oder Nichtexistenz des Weihnachtsmannes. Trotzdem wird niemand ernsthaft an den Weihnachtsmann glauben. Warum dann an Gott?

All diese berühmten Filosofen, die versuchen Gott über dem Verstand wahrzunehmen, die ein höchstes Wesen der Güte beschwören, die auf Gerechtigkeit pochen und Gott zur Stärkung ihrer Moral verwenden, die sie allesamt im Christentum verankert sind, diese Kants, Kierkegaards, Anselms, Descartes und wie sie alle heissen mögen, haben sie denn die Bibel nicht gelesen? Haben sie weg geschaut, als Gott forderte, es sollen die «Schwangeren aufgeschlitzt» und «ihre kleinen Kinder zerschmettert» werden (Hosea 14.1, Jesaja 13.16, Psalmen 137.9)? Wo waren sie, als Gott in seinem kindischen, unbeherrschten Zorn ganze Städte ausrottete? Horchten sie nicht auf, als Gott immer wieder Intoleranz gegenüber Andersgläubigen oder Andersdenkenden forderte, als Gott verlangte: «Ihre Altäre sollt ihr einreissen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen.» (Deuteronomium 7.5)? Was hat das zu tun mit Liebe oder gar Feindesliebe? Ist dieses Ding, genannt Gott, wirklich «etwas, über dem nichts Grösseres gedacht werden kann» (Anselm, «Prosilogion»), welches in einem sadistischen Anfall von Grausamkeit alle erstgeborenen Kinder ermordete, «vom ersten Sohn des Farao an, der auf seinem Thron sass, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs» (Exodus 12.29), dies nachdem Gott absichtlich das Herz des Faraos verstockt hatte, dass der Farao das jüdische Volk nicht ziehen lassen konnte (Exodus 9.12)? Mit Sicherheit ist es nicht der biblische Gott, von dem die Filosofen schwärmen. Auch wenn sie sich in ihrem Glauben an der Bibel orientieren und sich immer wieder auf das Christentum berufen, so ist ihr Gottesbild eine abstrakte, stark idealisierte Vorstellung, die mit dem real existierenden Christentum und seinen Schriften kaum etwas gemein hat. Leider scheinen sie allesamt nicht zu bemerken, dass der Gott, den sie beschwören nicht derselbe ist, wie der Gott, an den sie glauben.

Das alte und das neue Testament

Mir ist klar, dass viele Christen strikt zwischen dem alten und dem neuen Testament unterscheiden. Die offensichtlich brutalsten Auswüchse sind mit Sicherheit im alten Testament zu finden, aber auch das neue ist äusserst fragwürdig und krank. Man lese nur mal die Offenbarungen genau durch und überlege sich, was das, was dort steht und angedroht wird nun wirklich bedeutet. Hitlers drittes Reich war ein Märchenschloss im Vergleich zu den sadistischen Ideen, die die Bibel auch im neuen Testament propagandiert. Da wundert es wohl niemanden, dass selbst heute noch Christen in vollem Ernst behaupten, AIDS sei eine Strafe Gottes (Pirmin Zurbriggen, ehem. Schweizer Skirennfahrer). Das neue Testament verurteilt niemals den alttestamentarischen Gott und seine grausamen Taten, noch sagt es sich von ihm los. Das neue Testament ist nur zu verstehen, wenn man das alte kennt und voraussetzt. Niemand käme auf die absolut blödsinnige Idee, die «Sünden» der Menschheit müssten durch das Opferblut eines göttlichen Menschenopfers gesühnt werden, es sei denn, er kennt das alte Testament mit seinem «Sündenfall» und den immer wieder auftauchenden rituellen Opfermorden. Im alten Testament war ganz klar, dass Sünde nur mit Blut reingewaschen werden konnte.

Christliche Nächstenliebe

Die hoch gepriesene Nächstenliebe gilt nur für andere Christen und die zu konvertierenden Menschen, denen nach christlicher Ideologie noch «geholfen» werden kann. Gegenüber Menschen wie mir, die das Christentum kannten und sich davon losgesagt haben, es sogar bekämpfen, wird das Liebesgebot verweigert. Im Gegenteil, nach Auffassung der meisten christlichen Zeitgenossen werden Menschen wie ich im «ewigen Feuer der Hölle» brennen, einer der perversesten Vorstellungen des neuen Testaments, die sich nur ein kranker sadistischer Geist ausgedacht haben konnte. Man beachte auch hier, dass im alten Testament selbstbewusste Menschen, die sich gegen Gott zur Wehr setzten, vorwiegend niedergemetzelt wurden, während für das gleiche Vergehen im neuen Testament ewige psychische und fysische Höllenqualen angedroht werden. Wird diese Strafe tatsächlich umgesetzt, so geht sie in ihrer Grausamkeit und Unmenschlichkeit weit über das einfache Ermorden des alten Testaments hinaus. Auch wenn die Zerschmetterung von Kindern vor den Augen ihrer Mütter etwas vom seelisch grausamsten ist, was man sich denken kann, so ist dieses Leiden wenigstens endlich und in den Jahrtausenden vergessen gegangen. Eine ewige Strafe für ein endliches Vergehen ist aber eine ungemein grausame und unangebrachte Androhung, welche in der Vergangenheit bei gläubigen Christen durchaus schon zu seelischen Schäden geführt hat (Franz Buggle, «Franz Buggle, «Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift»»).

Erlösung der Menschheit

Jesus, der grosse Erlöser, das ich nicht lache! Erlöser von was denn? Von irdischem Übel und Ungerechtigkeit? Statt auf einen Heiland zu warten wäre es wesentlich klüger, sich aktiv am Leben zu beteiligen und die Ungerechtigkeiten selbst zu bekämpfen. Der Mensch braucht nicht erlöst zu werden, weder von Christus noch von den kleinen grünen Marsmännchen.

Zuerst musste die Bibel mit dem Sündenfall und dem Märchen der Erbschuld den Menschen in Abhängigkeit setzen, um ihn überhaupt erst erlösen zu können. Umrahmt wird das ganze noch mit ein paar Geschichtchen, die die Bösartigkeit und Sündhaftigkeit der Menschen unterstreichen sollten, wie die grausame Vernichtung von Frauen, Kindern und Greisen in Sodom und Gomorrah oder die Zerstörung beinahe jeden Lebens durch die Sintflut. Um die angebliche Güte und den göttlichen Willen zur Hilfe zu zeigen, wurde noch mit diversen Fabeln garniert, in denen Gott den Seinen hilft Kriege, auch Angriffskriege, zu führen, und in denen die tatsächlichen oder eingebildeten Feinde von Gottes Volk grausam gemetzelt werden (in unserem Jahrhundert wurde dieses Verfahren u.a. von Josef Stalin übernommen). Als zusätzliche Glaubensbestärkung fehlten nur noch ein paar Machtdemonstrationen, wie die der Standfestigkeit - oder besser gesagt Dummheit - Hiobs.

Damit ist die Besprechung des alten Testaments abgeschlossen und es wurde bereits der Bogen geschlagen zum Erlösergedanken im neuen Testament, der mit dem Auftauchen des biblischen Herkules, des Mensch-Gottes seinen Anfang nimmt. Nun kommt einer und predigt die Vergebung von Schuld zwischen Gott und Mensch, sowie unter den Menschen. Die Vergebung einer Schuld, die gar nie bestand, sondern künstlich aufgebaut wurde. Dieser Halbgott, der genau wusste, dass er nach einem kurzen irdischen und körperlichen Leiden wieder den Platz zur rechten seines Gottvaters einnehmen würde, während das Leiden der Menschen dieser Welt nur noch schlimmer werden würde, hatte sogar noch die Stirn, seinen Papa zu bitten, den Kelch von ihm zu nehmen, die Menschen nicht zu erlösen (Matthäus 26.39). Fürwahr ein verzogenes, verwöhntes Söhnchen, dem die Hosen stramm gezogen gehören.

Ist die Welt durch diesen Erlöser etwa besser geworden? Herrscht nun Friede, Freude, Eierkuchen? Dient das Atom der Erhaltung des Friedens? Bei weitem nicht! Ohne die abstrusen Moralvorstellungen der Bibel wären viele grosse Verbrechen der Menschheit ungeschehen, von den Kreuzzügen über die Hexenprozesse, die Unterdrückung der Kolonien, Sklavenhaltung, bis zum dritten Reich, in dem der biblische Antisemitismus erneut aufblühte, der unter anderem auch vom bekannten deutschen Reformator und Bibelübersetzer Martin Luther in seinem Buch «On the Jews and their Lies» vertreten wurde.

Das Moderne Christentum

Religionskritik fängt im Christentum immer mit Bibelkritik an. Da sich die Christen bis heute nicht von diesem unheiligen, todbringenden Machwerk losgesagt haben, ist das Thema «Christentum» damit eigentlich schon erledigt. Die Bibel ist das beste antichristliche Buch, das jemals geschrieben wurde, denn wer sie liest, vollständig und ohne zu beschönigen, der darf nicht mehr Christ sein. Ganz offensichtlich deckt sich der Inhalt der Bibel aber nicht mehr mit den Glaubensvorstellungen heutiger Christen. Wenn ich mit Christen diskutiere, so sinnieren sie in einem Elfenbeinturm umher, weit abgehoben von der grausamen Realität der Bibel und auch des Alltags. Wer die patriarchalische, absolutistische Bibel kennt und an sie glaubt, kommt niemals auf die Idee, Gleichberechtigung zu fordern, weder unter den Männern, noch gar zwischen den Geschlechtern, steht doch gleich zu Beginn geschrieben, dass Gott die Frau dem Mann zur Gehilfin gegeben hat (Genesis 2.18, Luther, Revision von 1984) und nach dem «Sündenfall» wird der Mann zum Herrn der Frau bestimmt (Genesis 3.16).

Gleichberechtigung ist eine Idee der Aufklärung, die Verständnis statt Mystik und Wissen statt Glaube fordert. Ein bibeltreuer Mensch kann niemals verlangen, dass kirchliche Ämter wählbar sein sollen, denn in der Bibel werden Entscheide immer von oben nach unten gefällt, ohne Mitspracherecht. Heutige Christen scheinen die Bibel zu verdrängen. Sie sind nicht eigentlich Christen, sondern eher allgemein Theisten mit biblischen Wurzeln und biblischem Aberglauben. Sie glauben an einen Gott, weil sie es schön fänden, einen lieben, guten Papa zu haben, der da wäre, wenn man ihn bräuchte, den man zu Hilfe rufen könnte und der irgendwo alles zum Rechten lenken würde. Dabei findet man in der ohnehin hierzulande weitverbreiteten christlichen Religion, stark abstrahiert, einen kleinsten gemeinsamen Nenner, unter dem man sich sammeln kann.

Wenn man die guten Eigenschaften des biblischen Gottes, insbesondere seines Stiefsohnes Jesus, etwas stärker betont und seine grausamen, unmenschlichen und archaischen Eigenschaften still unter den Tisch wischt, ist das moderne Gottesbild geboren, zu dem sich auch ein (pseudo) Humanist zu bekennen traut. Vergessen geht bei dieser Trennung von göttlicher Allmacht und kindlicher Liebe die Dreieinigkeit und die Tatsache, dass nach wie vor die Existenz eines Wesens über dem Menschen in tiefstem Widerspruch zu der Forderung nach Gleichheit steht, denn solange es Menschen gibt, die zu Gott Kontakt haben und die dessen Wahrheit verkünden, solange ist keine Gleichheit unter den Menschen möglich. Gottglaube, muss man gezwungenermassen folgern, verstösst gegen das elementarste Menschenrecht der Gleichberechtigung.

Zur Sünde

Ich habe keine Sünden. Selbstverständlich bin ich nicht perfekt und habe meine Fehler. So sehr ich mich auch bemühe, das zu tun, was ich als richtig erachte, und so sehr ich mich bemühe, eine objektive Richtigkeit zu ermitteln, weiss ich doch immer, dass ich nicht unfehlbar bin und vieles falsch angehe. Dennoch habe ich keine Sünden. Meine Fehler sind Teil meiner menschlichen Natur, sie sind mir angeboren und lassen sich nicht restlos beseitigen. Sünde ist eine religiöse Erfindung zur Einschüchterung und Demütigung, die in Wahrheit nicht existiert. Schon gar nicht existiert eine Erbsünde. Sicher ist es manchmal angebracht, eine von Vorfahren und Vorgängern hervorgerufene Schuld zu übernehmen und zu mildern. Es ist richtig, Versöhnung und Wiedergutmachung anzustreben, eine moralische Schuld hingegen kann niemals vererbt werden. Sünde gibt es nicht.

Dem Menschen zum Bilde

Leider wird die Frage nach der richtigen Religion nie von Grund her angegangen, sondern es wird immer versucht, eine bestehende Religion zu rechtfertigen, ohne zu begründen, wie man gerade auf diese Religion gekommen ist. Anders der Atheismus, der das konsequente Resultat einer langen Auseinandersetzung und eines Vergleichens zwischen unzähligen Religionen und Weltanschauungen ist, der auch bestens mit jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis harmoniert. Nicht der Mensch ist das Ebenbild Gottes, sondern Gott ist das Ebenbild des Menschen in seiner Fantasie. Der nette alte Mann mit grauem Bart und sein magersüchtiger, leidender, serbelnder Sohn sind ebenso ein Bildnis der Menschen ihrer Zeit, wie der tobende Blitzewerfer der Griechen oder der sympathische, dicke, zufriedene, kinderreiche, geldbringende Buddha der Chinesen. Würden Pferde beten, wäre ihr Gott ein Pferd.

Religion ist ein Spiegelbild ihrer Gesellschaft. Der griechische und römische Politheismus widerspiegelte die ersten Versuche einer Demokratie, in der die Entscheidungen durch einen privilegierten Rat gefällt wurden. Monotheismus ist das Symbol eines absolutistischen Systems. Dies galt sowohl im alten Ägypten, als der Farao zugleich weltlicher Herrscher und oberster Gott war, wie auch im alten China und Japan, wo dasselbe zutraf. Selbst der Vorsitzende Mao, der das chinesische Volk eigentlich in die Freiheit hätte führen sollen, verfiel wieder der alten feudalistischen Gott-Kaiser-Ideologie. Im späten, absolutistisch gewordenen, römischen Reich konnte sich das monotheistische Christentum durchsetzen, als Garant für die Göttlichkeit des Kaisers. Bis weit nach der europäischen Aufklärung war das Christentum willkommene Stütze eines grausamen, absolutistischen Regimes. Mit der Aufklärung begann aber seine Machtposition zu bröckeln, so dass die Kirchen bis heute zu Anpassungen und enger Zusammenarbeit mit dem Staat gezwungen sind, um wenigstens einen Teil ihrer althergebrachten Macht erhalten zu können. Immerhin ist es ihnen gelungen, trotz weitläufigem Unglaubens rituelle Zeremonien, wie Hochzeit oder Tod, weitgehend in ihren Händen zu behalten, und sich zusätzlich einen grossen Teil des staatlichen Wohlfahrtsgeschäfts unter den Nagel zu reissen.

Religion ist ein Mittel der Herrschenden zur Unterdrückung und Rechtfertigung ihrer Macht. Für den Gläubigen ist Religion geistige Selbstverstümmelung. Das religiöse System der Aufklärung, das Weltbild von Humanismus, Sozialismus, Gleichheit und wahrer Demokratie aber ist der Atheismus, die Verneinung des Ausgeliefertseins, die Verneinung der Abhängigkeit. Nur wenn es keinen Gott gibt können die Menschen wirklich frei sein, frei entscheiden. Wir brauchen keine Profeten, wir brauchen Aufklärer. Die Aufgabe der Erziehung soll es sein, den Menschen zu selbständigem, freiem Denken zu führen.

Der Atheismus als das gemeinsame Element

Als einziges gemeinsames Element zwischen den Religionen aller Kulturen kann ich den Atheismus ausmachen. Es sind zwar oft nur vereinzelte Atheisten, da es ausser dem Buddhismus kaum eine atheistische Religion gibt, aber es gab zu allen Zeiten in allen Völkern immer wieder wache Denker, welche die Existenz von Göttern leugneten, oder ihre Macht in Frage stellten.

Im sumerisch-akkadischen «Gilgamesch» Epos (um -2700) werden die Götter als irrend und der Natur untergeordnet beschrieben. Aus dem alten Ägypten ist der Volkesspruch überliefert: «Wenn ich wüsste, wo Gott ist, würde ich ihm opfern». Der Farao Echnaton (um -1365 bis -1347), Ehemann Nofretetes, setzte die Priesterschaft ab und führte statt dessen den Diesseits bezogenen Sonnengott Aton ein, welcher pantheistische Züge trug und die Naturerkenntnis symbolisierte.

Aus dem alten Indien ist uns materialistisches und atheistisches Denken seit dem -6. Jahrhundert überliefert. So durch den materialistischen Filosofen Uddalaka Aruni (um -650). Um diese Zeit schieden sich in Indien bereits die Schulen des Materialismus und des Idealismus. Um -300 entstand das Lokayatasastra, ein Lehrbuch der materialistischen Filosofie. Gott sei eine Erfindung der Reichen zum Betrug der Armen, hiess es da in etwa, die einzige Quelle für die Erkenntnis der Naturerscheinungen seien unsere Sinnesorgane, und über unsere Welt hinaus existiere nichts weiter. Aus Indien gäbe es noch weitere Beispiele kritischer, atheistischer Denker.

Mo Zi (-479 bis -381), ein Gegner Kongfuzis Lehre (Konfuzius, -552 bis -479), begründete im alten China eine materialistische Schule. Yang Zhu (-4. Jhd.) leugnete die Existenz übernatürlicher Kräfte und bestritt jedes Weiterleben nach dem Tod. Weitere Beispiele aus dem Reich der Mitte führe ich, da allzu zahlreich, nicht mehr an.

Die literarische Figur des Prometheus im alten Griechenland war nicht nur ein Freund der Menschen, sondern gleichzeitig ein Feind der grausamen und neidischen Götter. Homer erzählte spöttisch von den schlechten Eigenschaften der Götter.Thales von Milet (um -624 bis -546) wollte den Göttern nicht mehr glauben und suchte in Astronomie und Wissenschaft nach Erklärungen für die Naturerscheinungen. Xenofanes (um -570 bis -480) weigerte sich, Götterbilder anzubeten mit der folgenden Begründung: «Könnten Ochsen, Pferde und Löwen Götterbilder anfertigen, dann wären es für die Pferde ein Pferdegötterbild, für die Ochsen eines, dass Ochsen gleichen würde, alle würden sie Körper schaffen, die ihrem eigenen gleich kämen». Heraklit von Efesos (um -544 bis -483) war atheistischer Filosof und lehrte, wie Buddha in Indien, dass alles beständig fliesst und sich verändert. Anaxagoras wurde für seine Aussage, «Die Sonne ist eine einfache Masse aus Feuer und Steinen» wegen Gotteslästerung verurteilt.

In unserer Kultur vertraten so bedeutende Filosofen den Materialismus, wie Feuerbach, Marx und Nietzsche. Zu allen Zeiten, in allen Kulturen gab es materialistische, atheistische Denker, deren Ideen meist bis heute ihre Gültigkeit bewahrt haben. Keine andere Religion ausser dem Atheismus kann das von sich behaupten. Der Unterschied zwischen den theistischen Religionen und dem Atheismus liegt darin begründet, dass der Atheismus nicht durch Überlieferung verbreitet wird, sondern durch Selberdenken. Die meisten Atheisten haben nach meiner nicht representativen Internet Umfrage nicht den gleichen Glauben, wie ihre Eltern, während die Christen das gleiche glauben, wie ihre Eltern. Daraus schliesse ich, dass Christsein wohl häuffig mit zu wenig kritisch nachdenken gleichgesetzt werden kann. Jeder, der die bestehenden Religionen, ihre Mängel, ihre Wirkung auf die Gesellschaft und in der Geschichte untersucht, wird zum Resultat gelangen, dass diese von Menschen zu einem ganz bestimmten Zwecke erschaffen wurden. Oft ist dieser Zweck Machterhaltung oder Trostspendung. Nur der Atheismus kann jederzeit, jederorts, unabhängig und selbstständig gefunden werden.

Ich brauche keinen Gott

Wozu bräuchte ich noch einen Gott, ich habe alles, was ich brauche und bin glücklich damit. Ereignisse erkläre ich durch ihre natürliche Ursache, die Menschheit durch ihre Evolution. Eine erste Ursache kann ich genauso wenig hinterfragen, wie wenn sie «Gott» wäre, ich kann ebenfalls diese Frage ausklammern. Es ist besser, zuzugeben, auf etwas keine Antwort zu haben, als eine Antwort vorzutäuschen. Den Sinn des Lebens habe ich längst selbst definiert. Es ist mein Ziel, durch mein Wirken und meinen Einsatz Spuren im Sand der Unendlichkeit zu hinterlassen, meine Familie zu umsorgen, um später in Kindern aufzuerstehen. Wenn mein Körper vergangen ist, brauche ich mich nicht um ein verlogenes Jenseits zu bemühen, sondern ich werde in der Gewissheit sterben, dass die Erinnerung an mich in Freunden und Familie die sterbliche Hülle überleben wird.

Meine Ethik gründe ich auf der Evolution, in der Überzeugung, dass der Mensch nur dank Gemeinschaftssinn und Selbstaufopferung überleben konnte, im Wissen um den Wert des menschlichen Verstandes in seiner geistigen Entwicklung. Gleichheit fordere ich, da nur die Natur allein in ihrer Unbarmherzigkeit entscheiden kann, welches Leben besser geeignet ist, und sich gezeigt hat, dass sich bei Katastrofen nie die standardisierten, durchschnittlichen Individuen durchgesetzt haben, sondern die mit kleinen genetischen Defekten, welche an die neue Umgebung besser angepasst waren, als an die vorhergegangene. Erhält jeder Mensch die gleichen Chancen, so kann die Natur in ihrer Auswahl optimal wirken. Wenn ich Gutes tun will, tue ich das ohne Gott, dafür auch ohne Fanatismus. Für meine Ideen setze ich mich in voller Überzeugung ein, denn sie sind mehr, als bloss göttliche Verheissung. Jetzt und hier erfreue ich mich am Leben und geniesse es in vollen Zügen, nicht auf eine Ewigkeit hoffend, nicht nach einem Paradies sehnend.

Was nicht rechtens ist, dem widersetze ich mich, wohl wissend, dass es keine korrigierende Gerechtigkeit geben wird, und dass Rechtes und Gutes nur geschieht, wenn Du und ich es tun. Ich will mich nicht beruhigen, nicht auf mein Schicksal warten, nicht die Moral Gott überlassen, ich will aufwühlen, beunruhigen, verunsichern, kritisieren, verärgern, zum Denken anregen und verändern. Die Gedanken eines jeden Menschen sind wertvoll, solange er nicht nur mit den Wölfen heult und mehr ist, als ein Mitläufer. Nicht Beter sondern Denker braucht diese Welt, Leute die bereit sind, ihre Einsichten und Erfahrungen ständiger Kritik zu unterwerfen, die keine Gelegenheit unterlassen, gescholten zu werden. Nur die konstruktive Auseinandersetzung kann Erlösung bringen.

Ich will keinen Gott

Durch die Geschichte der Menschheit haben unzählige Menschen gelebt, ohne an einen Gott zu glauben, oder sie haben an eine Göttervielfalt geglaubt. Dabei waren alle Heiden und Atheisten in ihrem Leben genauso gute oder schlechte Menschen, genauso glücklich und unglücklich, wie die Christen auch. Es macht für einen Menschen in seinem Leben keinen grundsätzlichen Unterschied, ob er an einen Gott glaubt oder nicht, solange ihm persönlich der Verlust der gottlosen Freiheit nichts ausmacht. Die Frage lautet daher nicht, ob es einen Gott, oder genauer Götter, gibt oder nicht, sondern ob wir daran glauben wollen oder nicht. Die Existenz eines Gottes ist für unser Leben von keinerlei Bedeutung. Die Behauptung des Christentums, Ungläubige würden für ihren Unglauben eines Tages bestraft werden, ist angesichts der Religionsvielfalt rührend naiv und völlig absurd. Ich kann nicht an eine Religion glauben, die mir weis machen will, ich käme in den Himmel, meine besten Freunde dagegen würde ich dort nicht wiedersehen, egal wie gute Menschen sie waren, nur weil sie nicht der richtigen Sekte angehörten.

Die wahre Religiosität

Angenommen es existierte ein Gott, so könnte man sagen: «Gott ist». Somit wäre nicht Gott das höchste Prinzip, sondern das Sein. Ein Gott wäre in seiner Existenz dem Sein genauso untergeordnet, wie das Universum, die Welt, die Natur, die Menschen. Das Sein an sich ist aber das Höchste, das Grösste und das Verehrungswürdigste. Die Tatsache der Existenz ist es, die mich in tiefe Ehrfurcht versinken lässt. Das Vorhandensein von Dimensionalität bewundere ich zutiefst, ihr Zusammenwirken in den Gesetzen der Natur, welche so grosse Dinge vollbringt, wie Raum und Zeit, Materie, deren Zusammenspiel Leben erzeugt und Geist.

Albert Einstein teilt die Religiosität in drei Stufen ein. Die erste und primitivste Stufe nennt er die Angstreligion. Sie entsteht durch Furcht vor Hunger, wilden Tieren, Krankheit und Tod. Da die Einsicht in natürliche Zusammenhänge auf dieser Ebene noch sehr gering ist, denkt sich der menschliche Geist Wesen, die menschenähnlich handeln und so Schmerzen verursachen können. Es gilt diese Wesen, Geister, Dämonen und Götter, zu besänftigen durch rituelle Handlungen, Gebete und Opfergaben. Das alte Testament der christlichen Bibel ist ein klassisches Beispiel für eine solche Angstreligion.

Bereits im neuen Testament derselben Bibel ist eine Wandlung zur zweiten Stufe erkennbar, der Moralreligion. Sie zeichnet sich aus durch Sehnsucht nach Liebe, Stütze, Führung und betont die sozialen Gefühle. Alle modernen Hochreligionen haben sich von ihren Wurzeln in der Angstreligion weitgehend gelöst und sich zu Moralreligionen entwickelt. Die meisten Religionen waren und sind aber noch immer Mischformen der beiden ersten Stufen. All diesen Religionen gemeinsam ist die Vorstellung von menschenähnlichen Gottwesen, dessen Zuneigung man sich erhofft und vor dessen Strafe man sich fürchtet. Sie sind meist die Basis zur Erhaltung ungerechtfertigter weltlicher Mach- und Hoheitsverhältnisse, sei dies durch einen Gottesstaat, eine Privilegierung der Priesterschaft oder kirchlicher Institutionen.

Die dritte und erhabenste Stufe der Religiosität nennt Einstein die kosmische Religiosität. Sie zeichnet sich aus durch die Bewunderung für die Erhabenheit und Ordnung der Natur und durch das Fehlen jeglicher Dogmas, sowie Gottwesen. Sie verkörpert das, was übrig bleibt, wenn man Aberglaube und Mythologie heutiger Religionen abstreift, eine atheistische Bewunderung des Seins. Eine frühe Entwicklungsstufe dieser Form finden wir laut Einstein bereits in den Psalmen Davids und bei einigen Profeten der Bibel, in viel stärkerem Masse hingegen im Buddhismus. Diese kosmische Religiosität ist die stärkste und edelste Triebfeder wissenschaftlicher Forschung bei der Suche nach einem Einblick in die grosse, wunderbare Wahrheit, die uns täglich umgibt.

Forderungen

Da Religion nichts einmaliges und eindeutiges ist, muss das Recht auf Religionsfreiheit, wie es von den meisten Verfassungen versprochen wird, konsequent umgesetzt werden. Dies verlangt zwingend die komplette und tiefgreifende Trennung von Staat, Wirtschaft und Kirche. Eine Firma, deren Mitarbeiter unterschiedlichen Religionen angehören, darf keinen religiösen Instituten Geld abliefern und keine Religion bevorzugen. In der Schweiz hingegen werden Firmen gar gezwungen, Kirchensteuern zu bezahlen. Dies ist ein klarer Verstoss gegen die Menschenrechte und die verfassungsmässige Religionsfreiheit, wird doch dadurch ein atheistischer Mensch genötigt, die von ihm meist gehassten privaten Institutionen zu fördern. Dies widerspricht seiner tiefsten religiösen Überzeugung. Ebenso ist es nicht in Ordnung, dass in vielen Staaten einige Religionsgemeinschaften gegenüber anderen bevorzugt werden. Es ist nicht tolerierbar, wenn der Staat auf dem Weg der Steuereintreibung die Kassierung kirchlicher Mitgliederbeiträge übernimmt. Dies ist allein Sache der entsprechenden Kirchen.

Des weiteren sollten sich die bestehenden Religionen von ihren Ursprüngen in der Angstreligion vollends lossagen und den Übergang von der Moralreligion zur kosmischen Religion antreten. Die Priester gehören dabei genauso abgeschafft, wie alle kirchlichen Institutionen und Offenbarungen. Den positiven, pazifistisch-/ humanistischen Geist, der in vielen alten Religionen liegt, soll dabei dem Wesen nach in die kosmische Religion einfliessen. Die kosmische Religiosität nährt sich durch Aufklärung, Wissen, Verständnis. Verständnis nicht nur über, sondern auch für die Natur. Verständnis aber auch für die Mitmenschen und ihre oft zwanghafte Situation. Dies soll zu grosser Toleranz, Mitfühlen und Mithilfe führen. So wie es der Humanismus bereits seit Jahrhunderten fordert, sollen alle Menschen endlich als gleichwertig und gleichberechtigt anerkannt werden. Niemand soll herrschen, niemand soll offenbaren, niemand soll ohne eigene Verdienste mehr Bedeutung haben, als andere. Es gibt keine Götter und niemanden, der von ihnen spezielle Legitimationen erhalten haben kann.

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Anthologie — Das Versagen des Christentums

1) Seit der ersten Version dieses Artikels hat sich hier eine Änderung ergeben. Mittlerweile ist mein Bruder zwar noch nicht aus der Kirche ausgetreten, aber weder gläubig noch Kirchgänger.
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