Atheismus in der Schweiz
«Dem echt Religiösen ist nichts Sünde.» Novalis, Fragmente

Die Bibel, ein teuflisches Buch!

Einleitung

Stolz bezeichnen sowohl die Christen, wie auch die Juden und Moslems ihre Offenbarung als «Das Wort Gottes», «Die heilige Schrift», «Das Buch der Bücher» oder entsprechend «Die Bibel». So ist es wohl gerechtfertig, an ein solch «heiliges Buch» nur die allerhöchsten Ansprüche zu stellen, und es mit strengster Messlatte auf seinen moralischen Inhalt zu überprüfen. Wir dürfen von diesen «Offenbarungen» mehr erwarten, als von irgend einem anderen Buch, wenn es der Bedeutung, die ihm seine Anhänger unterstellen gerecht werden will. Wir müssen diese Offenbarung in einem zeitlosen Kontext betrachten, da keine der obigen drei Religionen es bisher für notwendig hielt, ihre Schriften grundsätzlich zu überarbeiten. Ich werde mich hier exemplarisch mit den beiden Schriften der Christen befassen, dem alten und neuen Testament, da ich durch meine Herkunft mit diesen beiden Büchern am besten vertraut bin. Die gemachten Aussagen treffen aber sinngemäss ebenso auf die Schriften des Islams und des Judentums zu.

Gnade ihnen Gott

Sehr viele Stellen der Bibel zeigen nicht Gottes Güte, sondern seine Grausamkeit. Ich habe diese Beispiele wahllos unter vielen anderen aus der Bibel herausgegriffen. Es lässt sich kaum sagen, ob die guten oder die fragwürdigen Stellen der Bibel überwiegen. Tatsache ist, dass eine religiöse Offenbarung, welche einen über normale Literatur hinausgehenden Anspruch erhebt, auf keinen Fall zweideutige oder gar offensichtlich schlechte Stellen enthalten darf. An verschiedener Stelle innerhalb der Bibel wird es gar streng verboten, die Bibel nur teilweise zu übernehmen. Die Bibel selbst verbietet, schlechte Stellen zu streichen und gute hervorzuheben. Es ist mir im Rahmen dieses Buches leider nur möglich, einige wenige kritische Punkte exemplarisch hervorzuheben. Eine weitergehende Kritik findet sich in Franz Buggles Buch «Franz Buggle, «Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift»».

Wenn Gott im Blutrausch schwelgt, so unterscheidet er sich mitnichten von einem irdischen Despoten. Das was für Adolf Hitler «Mein Kampf» war, ist für Gott «Die Bibel».

Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer Feinde! «Deuteronomium 32.42»

Bei solchen Mordgelüsten geht es bereits nicht mehr um Gerechtigkeit, sondern nur noch um pure Zerstörungswut. Selbst wenn man argumentiert, dass die Bibel nicht von Gott selbst, sondern durch Menschenhand geschrieben wurde, kann man nicht die Augen verschliessen vor der Unmenge an Brutalität, die in der Bibel zu finden ist. Wenn die Bibel Gottes Wort repräsentiert, und diesen Anspruch erhebt die christliche Seite, so ist Gott verantwortlich für alles, was Niedergeschrieben wurde. Die Christen gehen meist auch davon aus, dass der heilige Geist die Schreiber inspiriert hatte, sie somit Gottes Wort unverfälscht zu Papier brachten.

So will ich das Land wüst machen, daß eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen. «Levitikus 26.32»
Denn du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Stadt, daß sie in Trümmern liegt, die Paläste der Fremden, daß sie nicht mehr eine Stadt seien und nie wieder aufgebaut werden. «Jesaja 25.2»

Wie kann Gott solche Worte in seinem heiligen Buch zulassen? Selbst wenn man sagt, dass diese Worte zu einer anderen, grausameren Zeit als der heutigen niedergeschrieben wurde, so darf ein Gott sich nicht der Gewalttätigkeit einer Epoche hingeben, sondern darf in seiner Offenbarung nur immerwährende Güte verkünden. Ein Gott muss den Sollzustand predigen und darf sich nicht auf den Istzustand herablassen. Schon gar nicht darf er selbst zum Krieg aufrufen.

Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie; «Numeri 25.17»
wir aber, deine Knechte, wollen alle gerüstet zum Heer in den Kampf ziehen vor dem HERRN, wie mein Herr gesagt hat. «Numeri 32.27»
Und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der HERR es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war. «Numeri 31.7»

Doch nicht nur befahl Gott den Krieg, nein er führte ihn selbst noch an. Der Bibel zufolge zog Gott höchstpersönlich an der Spitze seines Heeres in den Krieg und wälzte alle bösen Feinde platt. Da soll es doch tatsächlich noch Christen geben, welche dem Islam den heiligen Krieg vorwerfen. Dabei verdrängen sie nicht nur die Bibel, sondern auch die europäische Geschichte, in der unzählige Menschen für Gott und Vaterland in den Tod gegangen sind. Sowohl die deutschen Soldaten der Wehrmacht im ersten Weltkrieg, wie auch diejenigen im dritten Reich des Adolf Hitler trugen auf ihren Knöpfen die Aufschrift «Gott mit uns».

So sollst du nun heute wissen, daß der HERR, dein Gott, vor dir hergeht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie demütigen vor dir, und du wirst sie vertreiben und bald vernichten, wie dir der HERR zugesagt hat. «Deuteronomium 9.3»
Dazu wird der HERR, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. «Deuteronomium 7.20»

Gott kümmert sich nicht um das Wohlergehen fremder Völker, noch übt er Gnade aus. Im Gegenteil er befiehlt ihre vollständige Ausrottung. Wer fremd oder anders ist, der muss sterben.

Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. «Deuteronomium 20.13»
Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, «Deuteronomium 20.16-17»

Was in dieser Übersetzung der Bibel mit «den Bann vollstrecken» übersetzt wurde, hiess andernorts noch «der Vernichtung weihen». Vermutlich hatte hier der Übersetzer einen inneren Konflikt zu bewältigen und er entschied sich für die etwas unklarere Formulierung.

Wer da gefunden wird, wird erstochen, und wen man aufgreift, wird durchs Schwert fallen. «Jesaja 13.15»

Nicht nur befiehlt Gott das Morden, er verbietet auch ausdrücklich, Gnade walten zu lassen, oder einzelne vom Gemetzel zu verschonen.

Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben «Deuteronomium 7.1-2,»

Immer wieder sind in der Bibel Stellen zu finden, die sich gegen andere Religionen äussern. Die extreme Intoleranz der semitischen Religionen ist in der Bibel begründet. So braucht es uns nicht zu erstaunen, dass sich in Nordirland die Katholiken und Protestanten heute noch gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick werden. «Deuteronomium 7.16»

Gott rottet Völker aus, wie Hitler die Juden ausrotten wollte. Dabei ist seine einzige Sorge, dass sich die wilden Tiere nicht wegen den vielen Leichen zu stark vermehren. Kann man diese Unmenschlichkeit noch steigern?

Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich vermehren. «Deuteronomium 7.22»

Verhalten gegenüber Frauen

Abgesehen von der latenten Frauenfeindlichkeit der Bibel, was lernt sie uns weiter im Umgang mit Frauen, insbesondere Zivilistinnen? Da kommen die tapferen Krieger aus dem Kampf zurück und was kriegen sie zu hören? Etwa «Was Ihr getan habt war schlecht, habt Ihr vergessen, dass Ihr nicht töten sollt? Bedenkt wieviel Leid Ihr mit Eurem Krieg angerichtet habt»? Nicht ganz. Was die müden Krieger bei der Heimkehr von der grossen Schlachterei zu hören bekamen war folgendes:

und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? «Numeri 31.15»

Gefolgt von der ultimativen Aufforderung:

So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; «Numeri 31.17»

Kinderfreundlichkeit

Was lehrt uns denn die Bibel, dieses moralisch hochstehende Buch, im Umgang mit den lieben kleinen Kinderlein?

Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden. «Jesaja 13.16»

Man stelle sich mal vor was hier passiert ist. Die Kinder werden vor den Augen der weinenden Eltern zerschmettert. Ist Gottes Werk an Grausamkeit noch zu überbieten? Worin unterscheidet sich Gott denn nun von Adolf Hitler? Zeigt Gott etwa mehr Skrupel? Ist Hitler nicht vielmehr ein Bildnis Gottes, ein gottgefälliges Geschöpf? Doch es geht noch weiter, nicht nur dass die Kinder zerschmettert werden, nein auch die ungeborenen Kinder, die Frucht des Leibes muss dran glauben.

Denn siehe, ich will die Meder gegen sie erwecken, die nicht Silber suchen oder nach Gold fragen, sondern die Jünglinge mit Bogen erschießen und sich der Frucht des Leibes nicht erbarmen und die Kinder nicht schonen. «Jesaja 13.17-18»
Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert! «Psalmen 137.9»
darum soll sich ein Getümmel erheben in deinem Volk, daß alle deine Festungen zerstört werden, gleichwie Schalman zerstörte Bet-Arbeel damals im Krieg, als die Mutter zerschmettert wurde samt den Kindern. «Hosea 10.14»

Doch immer noch nicht genug der Grausamkeit, gipfelt Gottes Sadismus darin, schwangeren Frauen die Bäuche aufzuschlitzen.

Samaria wird wüst werden; denn es ist seinem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden. «Hosea 14.1»

Auch Kannibalismus ist in der Bibel sehr verbreitet. Man vergesse mal seine frühkindliche Indoktrination durch das Christentum und halte sich vor Augen, was es heisst, das Fleisch seiner eigenen Kinder fressen zu müssen! Ich verstehe beim besten Willen nicht, wie ein geistig gesunder Mensch Christ sein kann.

so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen, daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch essen. «Levitikus 26.28-29»

Der Kindermörder

Es genügt Gott nicht, anderen zu befehlen, Kinder umzubringen, gelegentlich legt der grosse Meister gern selbst Hand an. So verblendet er den ägyptischen Farao, auf dass dieser sein Volk nicht ziehen lässt, um die Gelegenheit zu einer blutigen Machtdemonstration zu erhalten.

Und zur Mitternacht schlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Farao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. «Exodus 12.29»

Göttlicher Friede

Statt Frieden zu stiften säht Gott Feindschaft. Zuerst bei der Ausweisung aus dem Paradies zwischen Mensch und Schlange, dann stachelt er noch zum Bruderkrieg an.

Und ich will die Ägypter gegeneinander hetzen, daß ein Bruder wider den andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andre, ein Reich wider das andre kämpfen wird. «Jesaja 19.2»

Toleranz gegenüber Andersgläubigen

Immer wieder ruft Gott zum Kampf gegen Andersgläubige und Andersdenkende. Seien diese Baalspriester, Farisäer oder gar Gottlose. Seine Überredungskünste sind meist sehr blutig. Wo Gott es nicht fertig bringt, andersartige Menschen direkt zu vernichten, dort droht er mit ewigen Höllenqualen. Man überlege sich mal, was es heisst, für etwas, was man während einer beschränkten Zeit und ohne böse Absicht getan hat mit ewigen körperlichen und seelischen Qualen gepeinigt zu werden.

Ich will euch aber erinnern, obwohl ihr dies alles schon wißt, daß der Herr, nachdem er dem Volk das eine Mal aus Ägypten geholfen hatte, das andere Mal die umbrachte, die nicht glaubten. «Judas 1.5»
Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure Rauchopfersäulen ausrotten und will eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen und werde an euch Ekel haben. «Levitikus 26.30»
Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen. «Levitikus 26.31»

Kein Wunder haben sich die Europäer in ihren Kolonien aufgeführt wie die Vandalen und bestehende Kulturen gnadenlos vernichtet. Gott hat es so gewollt.

so sollt ihr alle Bewohner vertreiben vor euch her und alle ihre Götzenbilder und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre Opferhöhen vertilgen «Numeri 33.52»

Opferstätten, Götterbilder und Altare sind Heiligtümer der Völker, die sie errichtet haben. Man erinnere sich an das Geschrei der christlichen Welt, als der amerikanische Fotokünstler Andres Serrano ein Kruzifix in menschlichen Urin tauchte und das Bild «Piss Christ» nannte. Die Ablehnung der Christen ging soweit, dass das Bild während einer Ausstellung in Australien von zwei jugendlichen Rowdies zerstört wurde. Für die eigenen Heiligtümer erwarten die Christen den Respekt, den sie anderen gegenüber nicht bringen dürfen.

Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen. «Deuteronomium 7.5»

Die Bezeichnung «Götze» für nichtchristliche Götter ist abwertend und rassistisch. Von Toleranz ist in der Bibel nicht die Rede.

Gott und die Todesstrafe

Gleich nachdem Gott das Gebot «Du sollst nicht töten» gibt, befiehlt er ausdrücklich die Todesstrafe. Er befiehlt die Hexenjagd, belegt spezielle Sexualpraktiken mit der Todesstrafe. Als eifersüchtiger und egoistischer Gott befiehlt er auch die Todesstrafe für die Verehrung anderer Götter ausser ihm selbst.

Die Zauberinnen1) sollst du nicht am Leben lassen. «Exodus 22.17»
Wer einem Vieh beiwohnt, der soll des Todes sterben. «Exodus 22.18»
Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der soll dem Bann2) verfallen.«Exodus 22.19»

Das neue Testament

Auch im neuen Testament gibt es Beispiele für Intoleranz:

Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall3) verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals geängt und er ins Meer geworfen würde. Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht. «Markus 9.42-9.43»

Da Jesus, der Begründer des Christentums und gottablösende Hauptfigur des neuen Testaments, Gründer einer kleinen, herrschaftsfeindlichen Sekte war, die sich gegen das durch die Farisäer vertretene Establishment auflehnte, verfügte er nicht mehr über dieselbe Machtposition, wie der Gott des alten Testaments. Er konnte nicht mehr ganze Völker ausrotten. Dennoch wendet er sich immer wieder ausdrücklich gegen Andersgläubige. Da er keine Strafen direkt vollziehen konnte, drohte er mit ewigem brennen in der Hölle. Die Blutspur des alten Testaments wird im neuen konsequent weitergeführt und gipfelt im rituellen Menschenopfer des Kreuztodes von Jesus. Ohne das alte Testament ist das neue nicht verständlich. Nur mit dem Hintergrund des alten Testaments, lässt es sich begründen, dass zur Vergebung von Schuld ein Blutopfer notwendig ist. Infolgedessen gläubige Christen bis in die heutige Zeit rituell das Fleisch und das Blut von Jesus fressen.

Das Buch Satans, des Antichristen

Dies waren nur ein paar wenige Beispiele und eine kleine Sammlung von bedenklichen Aspekten der Bibel. Zur Vertiefung empfehle ich unbedingt Franz Buggles Buch («Franz Buggle, «Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift»»).

Es ist kein Wunder, dass in den islamischen Staaten, welche weitgehend dem gleichen Gottesbild huldigen, wie die Christen, heute die Methode des Terrors zur Durchsetzung religiöser Vorstellungen so weit verbreitet ist. Auch das Abendland erblühte während zweier Jahrtausende in ungeheurer Brutalität, bis hin zum zweiten Weltkrieg. Erst die Früchte von Aufklärung und Humanismus haben das europäische Weltbild wieder etwas zurecht gerückt. Zwei Denkweisen notabene, welche in direktem Widerspruch zu der christlich- jüdischen Überlieferung stehen. Das Gottesbild, welches ein «aufgeklärter» Christ heute noch zu vertreten wagt, hat mit demjenigen des ursprünglichen Christentums kaum mehr etwas gemeinsam.

Nach all den niederschmetternden Erfahrungen, die uns die Lektüre der Bibel liefert, nach all der Gewalt und Unmenschlichkeit, ist kein anderes Urteil mehr möglich, als der Bibel ein für allemal ihre Göttlichkeit abzusprechen. Doch das ist noch nicht genug. Die Bibel muss wegen ihrer unglaublichen Gewaltverherrlichung von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden. Kinderbibeln, sowie die Abgabe von Bibeln an Kinder müssen strengstens verboten werden. Man muss sich auch überlegen, ob man die Bibel auch für Erwachsene ganz verbieten soll. Immerhin übertrifft sie in ihrer Brutalität auch den blutdürstigsten Horrorfilm. Dieselbe Diskussion, die in der Schweiz über den Gewaltfilm «Rambo» geführt wurde, muss auch über die Bibel geführt werden. Wenn in Deutschland einzelne Folgen von «Freitag der 13.» verboten wurden, warum dann nicht auch die Bibel? Die Bibel ist in ihren Auswirkungen noch viel schlimmer, als diese Filme. Man denke nur an die Inquisition, die Hexenverfolgungen, die Kreuzzüge, die Judenverfolgung im dritten Reich, alles Folgen der Bibel. Wer die Bibel rechtfertigt, rechtfertigt diese Untaten. Wer den biblischen Gott verehrt, muss sich genauso verantworten, wie wer Adolf Hitler verehrt. Die schrecklichen Taten Hitlers sind Kinderkram Angesichts der Unmenschlichkeit Gottes.

Die einzige bewundernswerte Heldenfigur, die in der Bibel anzutreffen ist, ist diejenige Satans, des Antichristen. Er ist der Einzige, der es gewagt hat, sich von Anfang an gegen die Gewaltherrschaft des allmächtigen Gottes aufzulehnen. Er ist der Rebell der Geschichte, die Moral, derjenige, der nicht blind gehorchen wollte, sondern auf sein eigenes Urteil bestand. Dadurch aber handelte er sich den Zorn Gottes ein. Durch die ganze Bibel hindurch wurde er auf das schlimmste verleumdet. Er wurde zum Inbegriff des Bösen gemacht. Dabei war Freiheit vom göttlichen Tyrannen das einzige, was er wollte.


Siehe auch Massaker.

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Nein. Ich war vorher schon der gleichen Meinung und bleibe dies auch.4%(24)

Diskussion

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Die Bibel, ein teuflisches Buch!

Kommentare zu diesem Beitrag

1) Anm. d. Verf.: Die englische Übersetzung von King James benutzt das Wort "Witch", also Hexe
2) Anm. d. Verf.: Bann = Todesstrafe
3) «Abfall» ist hier im Sinne von «vom Glauben abfallen» zu verstehen
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