Atheismus in der Schweiz
«Die Offenbarung Gottes in der Bibel folgt nicht einmal aus christlichen Begriffen. Wenn er sich offenbaren wollte, so hätte er vermöge seiner Liebe, die es ihm nicht erlaube, die Menschen irre zu führen, und vermöge seiner Allmacht, die es ihm möglich machte, ein Buch liefern zu müssen, welches über alle Missdeutung erhaben war und von jedem erfasst werden konnte.» Friedrich Hebbel, deutscher Schriftsteller und Dichter, 1813-1863, Tagebücher
Das Buch des Bösen
Die Bibel Version 0.99b, Die Völkermörder-Edition.

Der Profet Sacharja.

Ruf zur Umkehr.

1.1 Im achten Monat, im zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort des Herrn zum Profeten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos: 1.2 Der Herr ist heftig erzürnt gewesen über eure Väter. 1.3 Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr der Heerscharen: Kehrt um zu mir! spricht der Herr der Heerscharen, und ich werde mich zu euch umkehren, spricht der Herr der Heerscharen. 1.4 Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Profeten zuriefen: «So spricht der Herr der Heerscharen: Kehrt doch um von euren bösen Wegen und von euren bösen Taten! Aber sie hörten nicht und merkten nicht auf mich, spricht der Herr. 1.5 Eure Väter, wo sind sie? Und die Profeten, leben sie ewig? 1.6 Doch meine Worte und meine Vorhaben, die ich meinen Knechten, den Profeten, gebot, haben sie eure Väter nicht erreicht? Und sie kehrten um und sagten: Wie der Herr der Heerscharen vorhatte, nach unseren Wegen und nach unseren Taten an uns zu handeln, so hat er mit uns gehandelt.

Erstes Nachtgesicht: Reiter auf verschiedenfarbigen Pferden.

1.7 Am 24. Tag, im elften Monat, das ist der Monat Schebat, im zweiten Jahr des Darius, geschah das Wort des Herrn zum Profeten Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos: 1.8 Ich schaute des Nachts, und siehe, ein Mann, der auf einem roten Pferd ritt! Und er hielt zwischen den Myrten, die im Talgrund waren, und hinter ihm waren rote, hellrote und weisse Pferde. 1.9 Und ich sagte: Wer sind diese, mein Herr? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Ich selbst will dir zeigen, wer diese sind. 1.10 Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete und sprach: Das sind die, welche der Herr ausgesandt hat, auf Erden umherzuziehen. 1.11 Und sie antworteten dem Engel des Herrn, der zwischen den Myrten hielt, und sprachen: Wir sind auf Erden umhergezogen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und verhaelt sich ruhig. 1.12 Aber der Engel des Herrn antwortete und sprach: Herr der Heerscharen, wie lange willst du dich nicht über Jerusalem und die Städte Judas erbarmen, die du verwünscht hast diese siebzig Jahre? 1.13 Und der Herr antwortete dem Engel, der mit mir redete, gütige Worte, tröstliche Worte. 1.14 Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Rufe aus: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich eifere mit grossem Eifer für Jerusalem und für Zion, 1.15 und mit grossem Zorn zürne ich über die sicheren Nationen. Sie, nämlich als ich nur wenig zürnte, da haben sie zum Unheil geholfen. 1.16 Darum, so spricht der Herr: Ich habe mich Jerusalem in Erbarmen wieder zugewandt. Mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der Herr der Heerscharen, und die Messschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden. 1.17 Rufe weiter aus: So spricht der Herr der Heerscharen: Meine Städte sollen noch überfliessen von Gutem; und der Herr wird Zion noch trösten und Jerusalem noch erwählen.

Zweites Nachtgesicht: Hörner und Handwerker.

2.1 Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, vier Hörner! 2.2 Und ich sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese? Und er sprach zu mir: Das sind die Hörner, die Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben. 2.3 Und der Herr liess mich vier Handwerker sehen. 2.4 Und ich sagte: Was wollen diese tun? Und er sprach: Das sind die Hörner, die Juda derartig zerstreut haben, dass niemand mehr sein Haupt erhob; und diese sind gekommen, um sie in Schrecken zu setzen und um die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ein Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.

Drittes Nachtgesicht: Der Mann mit der Messschnur.

2.5 Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, ein Mann, der hatte in seiner Hand eine Messschnur. 2.6 Und ich sagte: Wohin gehst du? Und er sprach zu mir: Jerusalem zu messen, um zu sehen, wie gross seine Breite und wie gross seine Länge ist. 2.7 Und siehe, als der Engel, der mit mir redete, herausging, da ging ein anderer Engel heraus, ihm entgegen. 2.8 Und er sprach zu ihm: Lauf, rede zu diesem jungen Mann: Eine offene Stadt wird Jerusalem bleiben wegen der Menge an Menschen und Vieh in seiner Mitte. 2.9 Und ich selbst werde ihm ringsherum eine feurige Mauer sein, spricht der Herr, und ich werde zur Herrlichkeit in seiner Mitte sein.

Heilsverheissungen.

2.10 Wehe! Wehe! Flieht aus dem Land des Nordens! spricht der Herr. Denn nach den vier Winden des Himmels habe ich euch ausgebreitet, spricht der Herr. 2.11 Wehe! Zion, rette dich, die du wohnst bei der Tochter Babels! 2.12 Denn so spricht der Herr der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben – denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an -: 2.13 Ja siehe, ich werde meine Hand über sie schwingen, und sie sollen ihren Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich gesandt hat.

2.14 Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht der Herr. 2.15 Und an jenem Tag werden viele Nationen sich dem Herrn anschliessen. So werden sie mein Volk sein. Und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich zu dir gesandt hat. 2.16 Und der Herr wird Juda als sein Erbteil besitzen im heiligen Land und wird Jerusalem aufs neue erwählen. 2.17 Alles Fleisch schweige vor dem Herrn! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.

Viertes Nachtgesicht: Der Hohepriester Joschua.

3.1 Und er liess mich den Hohenpriester Joschua sehen, der vor dem Engel des Herrn stand; und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. 3.2 Und der Herr sprach zum Satan: Der Herr wird dich bedrohen, Satan! Ja, der Herr, der Jerusalem erwählt hat, bedroht dich! Ist dieser nicht ein Holzscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist? 3.3 Und Joschua war mit schmutzigen Kleidern bekleidet und stand vor dem Engel. 3.4 Und der Engel antwortete und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt ihm die schmutzigen Kleider ab! Und zu ihm sprach er: Sieh, ich habe deine Schuld von dir weggenommen und bekleide dich mit Feierkleidern. 3.5 Und ich sprach: Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt! Und sie setzten den reinen Kopfbund auf sein Haupt und zogen ihm reine Kleider an; und der Engel des Herrn stand dabei. 3.6 Und der Engel des Herrn bezeugte dem Joschua: 3.7 So spricht der Herr der Heerscharen: Wenn du auf meinen Wegen gehen und wenn du meine Anordnungen befolgen wirst, dann sollst du sowohl mein Haus richten als auch meine Vorhöfe beaufsichtigen; und ich werde dir Zutritt geben unter diesen, die hier stehen.

3.8 Höre doch, Joschua, du, der Hohepriester, du und deine Gefährten, die vor dir sitzen – denn Männer des Wunders sind sie! Ja, siehe, ich will meinen Knecht, Spross genannt, kommen lassen. 3.9 Denn siehe, der Stein, den ich vor Joschua gelegt habe – auf einem Stein sieben Augen -, siehe, ich will seine Gravur eingravieren, spricht der Herr der Heerscharen, und will die Schuld dieses Landes entfernen an einem Tag. 3.10 An jenem Tag, spricht der Herr der Heerscharen, werdet ihr einer den anderen einladen unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.

Fünftes Nachtgesicht: Der Leuchter von Gold und die Ölbäume.

4.1 Und der Engel, der mit mir redete, kam wieder und weckte mich wie einen Mann, der aus seinem Schlaf geweckt wird. 4.2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe: und siehe, ein Leuchter ganz aus Gold und sein Ölgefäss oben auf ihm und seine sieben Lampen auf ihm, je sieben Giessröhren für die Lampen, die oben auf ihm sind; 4.3 und zwei Ölbäume neben ihm, einer zur Rechten des Ölgefässes und einer auf seiner Linken. 4.4 Ich antwortete und sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese, mein Herr? 4.5 Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. 4.6 Da antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort des Herrn an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der Herr der Heerscharen. 4.7 Wer bist du, grosser Berg? Vor Serubbabel werde zur Ebene! Und er wird den Schlussstein herausbringen unter lautem Zuruf: Gnade, Gnade für ihn! 4.8 Und das Wort des Herrn geschah zu mir: 4.9 Die Hände Serubbabels haben die Grundmauern dieses Hauses gelegt, und seine Hände werden es vollenden. Und du wirst erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. 4.10 Denn wer hat den Tag kleiner Dinge verachtet? Und sie werden sich freuen und den Stein des Senkbleis in der Hand Serubbabels sehen.

Diese sieben sind die Augen des Herrn, sie schweifen auf der ganzen Erde umher. 4.11 Und ich antwortete und sagte zu ihm: Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu seiner Linken? 4.12 Und ich antwortete zum zweiten Mal und sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Goldöl von sich ausfliessen lassen? 4.13 Und er sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr. 4.14 Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem Herrn der ganzen Erde stehen.

Sechstes Nachtgesicht: Die fliegende Schriftrolle.

5.1 Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe, eine fliegende Schriftrolle! 5.2 Und er sprach zu mir: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle, ihre Länge beträgt zwanzig Ellen und ihre Breite zehn Ellen. 5.3 Und er sprach zu mir: Dies ist der Fluch, der ausgeht über die Fläche des ganzen Landes. Denn jeder, der stiehlt, ist bisher – wie lange nun schon! – ungestraft geblieben, und jeder, der falsch schwört, ist bisher – wie lange nun schon! – ungestraft geblieben. 5.4 Ich habe ihn ausgehen lassen, spricht der Herr der Heerscharen, und er wird kommen in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch schwört; und mitten in seinem Haus wird er über Nacht bleiben und wird es vernichten, sowohl sein Gebaelk als auch seine Steine.

Siebtes Nachtgesicht: Die Frau im Efa.

5.5 Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: Heb doch deine Augen auf und sieh! Was ist dies da, das da hervorkommt? 5.6 Ich sagte: Was ist es? Und er sprach: Dies ist das Efa, das hervorkommt. Und er sprach: Das ist ihr Aussehen im ganzen Land. 5.7 Und siehe, ein runder Bleideckel hob sich; und da war eine Frau, die sass mitten im Efa. 5.8 Und er sprach: Dies ist die Gottlosigkeit. Und er warf sie wieder mitten in das Efa hinein und warf den Bleideckel auf dessen Öffnung. 5.9 Und ich hob meine Augen auf und sah: Und siehe, da kamen zwei Frauen hervor, und Wind war in ihren Flügeln, und sie hatten Flügel wie Flügel des Storches; und sie hoben das Efa empor zwischen die Erde und den Himmel. 5.10 Und ich sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Wohin bringen diese das Efa? 5.11 Und er sprach zu mir: Um ihm ein Haus zu bauen im Land Schinar. Und ist dieses aufgestellt, wird das Efa auf seine Stelle hingestellt.

Achtes Nachtgesicht: Die vier Wagen.

6.1 Und ich hob wieder meine Augen auf und sah: Und siehe, vier Wagen, die zwischen den zwei Bergen hervorkamen! Und die Berge waren Berge aus Bronze. 6.2 Am ersten Wagen waren rote Pferde und am zweiten Wagen schwarze Pferde 6.3 und am dritten Wagen weisse Pferde und am vierten Wagen scheckige, starke Pferde. 6.4 Und ich antwortete und sagte zu dem Engel, der mit mir redete: Was sind diese, mein Herr? 6.5 Und der Engel antwortete und sprach zu mir: «Diese sind die vier Winde des Himmels, die herauskommen, nachdem sie vor dem Herrn der ganzen Erde gestanden haben. 6.6 Die schwarzen Pferde, die daran sind, ziehen aus ins Land des Nordens; und die weissen ziehen aus hinter ihnen her; und die scheckigen ziehen aus ins Land des Südens; 6.7 und die starken ziehen aus. Und sie trachteten danach hinauszugehen, um auf Erden umherzuziehen. Und er sprach: Geht, zieht umher auf Erden! Da zogen sie auf Erden umher. 6.8 Und er rief mich an und redete zu mir: Siehe, die, welche ins Land des Nordens ausgezogen sind, lassen meinen Geist Ruhe finden im Land des Nordens.

Symbolische Krönung des Joschua.

6.9 Und das Wort des Herrn geschah zu mir: 6.10 Nimm Gaben von den Weggeführten, von Heldai und von Tobija und von Jedaja! Und geh du an diesem Tag, geh in das Haus Josias, des Sohnes Zefanjas, wohin sie aus Babel gekommen sind! 6.11 Und nimm Silber und Gold und mach eine Krone! Und setze sie auf das Haupt des Hohenpriesters Joschua, des Sohnes Jozadaks! 6.12 Und sage ihm: So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ein Mann, Spross ist sein Name! Und es wird unter ihm sprossen, und er wird den Tempel des Herrn bauen. 6.13 Ja, er wird den Tempel des Herrn bauen, und er wird Hoheit tragen und wird auf seinem Thron sitzen und herrschen. Auch wird ein Priester auf seinem Thron sein; und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein. 6.14 Und die Krone soll dem Heldai, dem Tobija und Jedaja und der Gnade des Sohnes Zefanjas im Tempel des Herrn zum Gedächtnis sein. 6.15 Und Ferne werden kommen und am Tempel des Herrn bauen. Und ihr werdet erkennen, dass der Herr der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Und das wird geschehen, wenn ihr aufmerksam auf die Stimme des Herrn, eures Gottes, hören werdet.

Die Frage nach dem Fasten und Gottes Antwort.

7.1 Und es geschah im vierten Jahr des Königs Darius: Da geschah das Wort des Herrn zu Sacharja am vierten Tag des neunten Monats, im Monat Kislew, 7.2 als nämlich Bethel den Sarezer und Regem-Melech und seine Männer sandte, um den Herrn anzuflehen 7.3 und um die Priester, die zum Hause des Herrn der Heerscharen gehörten, und die Profeten zu fragen: Soll ich weinen im fünften Monat beim Fasten, wie ich es schon so viele Jahre getan habe?

7.4 Und das Wort des Herrn der Heerscharen geschah zu mir: 7.5 Sprich zum ganzen Volk des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr im fünften und im siebten Monat beim Wehklagen gefastet habt, und dies siebzig Jahre, habt ihr etwa mir gefastet? 7.6 Und wenn ihr esst und wenn ihr trinkt, seid ihr es nicht, die da essen, nicht ihr, die da trinken? 7.7 Sind es nicht die Worte, die der Herr durch die früheren Profeten in den Tagen ausrief, als Jerusalem bewohnt und ruhig war und seine Städte rings um es her und der Süden und die Niederung bewohnt waren?

7.8 Und das Wort des Herrn geschah zu Sacharja: 7.9 So spricht der Herr der Heerscharen: Faellt zuverlässigen Rechtsspruch und erweist Güte und Barmherzigkeit einer dem anderen! 7.10 Und bedrückt nicht die Witwe und die Waise, den Fremden und den Elenden! Und ersinnt nicht gegeneinander Unglück in euren Herzen! 7.11 Aber sie weigerten sich aufzumerken und zuckten widerspenstig die Schulter und machten ihre Ohren schwerhörig, um nicht zu hören. 7.12 Und sie machten ihr Herz zu Diamant, um die Weisung nicht zu hören, noch die Worte, die der Herr der Heerscharen durch seinen Geist sandte durch die früheren Profeten; so kam ein grosser Zorn auf beim Herrn der Heerscharen. 7.13 Und es geschah: Wie er gerufen und sie nicht gehört hatten, so werden sie rufen, und ich werde nicht hören, spricht der Herr der Heerscharen. 7.14 Und ich verwehte sie über all die Nationen hin, die sie nicht kannten, und das Land wurde hinter ihnen verödet, so dass niemand hindurchzieht und zurückkommt. Und sie machten ein kostbares Land zur schaurigen Öde.

Verheissung des Heils für Israel und die Völker.

8.1 Und es geschah das Wort des Herrn der Heerscharen: 8.2 So spricht der Herr der Heerscharen: Ich eifere für Zion mit grossem Eifer, und mit grossem Zorn eifere ich dafür. 8.3 So spricht der Herr: Ich kehre nach Zion zurück und wohne mitten in Jerusalem. Und Jerusalem wird «Stadt der Treue genannt werden und der Berg des Herrn der Heerscharen «heiliger Berg.

8.4 So spricht der Herr der Heerscharen: Noch werden Greise und Greisinnen auf den Plätzen von Jerusalem sitzen, jeder seinen Stab in seiner Hand wegen der Fülle der Tage. 8.5 Und die Plätze der Stadt werden voll von Jungen und Mädchen sein, die auf ihren Plätzen spielen.

8.6 So spricht der Herr der Heerscharen: Wenn das zu wunderbar ist in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen Tagen, sollte es auch in meinen Augen zu wunderbar sein? spricht der Herr der Heerscharen.

8.7 So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich werde mein Volk retten aus dem Land des Aufgangs und aus dem Land des Untergangs der Sonne; 8.8 und ich werde sie zurückbringen, und sie werden mitten in Jerusalem wohnen. Und sie werden mein Volk und ich werde ihr Gott sein in Treue und in Gerechtigkeit.

8.9 So spricht der Herr der Heerscharen: Stärkt eure Hände, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Profeten hört, die zu der Zeit wirkten, als die Grundmauern des Hauses des Herrn der Heerscharen gelegt wurden, damit der Tempel erbaut werde! 8.10 Denn vor diesen Tagen war kein Lohn für den Menschen, und Lohn für das Vieh gab es nicht. Und wer aus- und einging, hatte keinen Frieden vor dem Bedränger, und ich liess alle Menschen gegeneinander los. 8.11 Nun aber will ich für den Überrest dieses Volkes nicht wie in den früheren Tagen sein, spricht der Herr der Heerscharen, 8.12 sondern die Saat des Friedens, der Weinstock, wird seine Frucht geben, und die Erde wird ihren Ertrag geben, und der Himmel wird seinen Tau geben; und den Überrest dieses Volkes werde ich all das erben lassen. 8.13 Und es wird geschehen: Wie ihr ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, Haus Juda und Haus Israel, so werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein. Fürchtet euch nicht! Stärkt eure Hände!

8.14 Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Ebenso wie ich mir vorgenommen hatte, euch Böses zu tun, als eure Väter mich zum Zorn reizten, spricht der Herr der Heerscharen, und ich es mir nicht leid tun liess, 8.15 so habe ich mir wieder vorgenommen, in diesen Tagen Jerusalem und dem Haus Juda Gutes zu tun. Fürchtet euch nicht! 8.16 Dies sind die Dinge, die ihr tun sollt: Redet nur die Wahrheit einer mit dem anderen! Faellt zuverlässigen und heilsamen Rechtsspruch in euren Toren! 8.17 Und sinnt nicht – keiner von euch – in euren Herzen auf das Unglück des anderen und falschen Eid liebt nicht! Denn all dieses ist es, was ich hasse, spricht der Herr.

8.18 Und das Wort des Herrn der Heerscharen geschah zu mir: 8.19 So spricht der Herr der Heerscharen: Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das Fasten des siebten und das Fasten des zehnten Monats wird dem Haus Juda zur Wonne und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten werden. Doch die Wahrheit und den Frieden liebt!

8.20 So spricht der Herr der Heerscharen: Noch werden Völker und Bewohner vieler Städte kommen; 8.21 und die Bewohner der einen werden zur anderen gehen und sagen: Lasst uns doch hingehen, den Herrn um Gnade anzuflehen und den Herrn der Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen! 8. Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den Herrn anzuflehen.

8.23 So spricht der Herr der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.

Ankündigung des Gerichts über Israels Feinde und des Kommens des Friedenskönigs zum Heil Israels.

9.1 Ausspruch, Wort des Herrn.

Im Land Hadrach und Damaskus ist sein Ruheplatz – denn dem Herrn gehört das Auge von Aram ebenso wie alle Stämme Israels – 9.2 und auch in Hamat, das daran grenzt, in Tyrus und Sidon – gewiss, sie sind sehr weise!

9.3 Tyrus hat sich zwar eine Festung gebaut, hat Silber wie Staub aufgehäuft und Gold wie Strassenkot. 9.4 Doch siehe, der Herr wird es erobern und seine Streitmacht auf dem Meer schlagen, und es selbst wird vom Feuer verzehrt.

9.5 Aschkelon wird es sehen und sich fürchten, auch Gaza, und wird sehr erzittern, und Ekron, weil seine Hoffnung zuschanden ist. Und der König wird aus Gaza verschwinden, und Aschkelon wird unbewohnt sein. 9.6 Und Mischvolk wird in Aschdod wohnen. So werde ich den Hochmut der Filister ausrotten. 9.7 Und ich werde seine blutigen Fleischbrocken aus seinem Mund wegreissen und seine abscheulichen Stücke zwischen seinen Zähnen hinweg. So wird auch er als ein Rest übrigbleiben für unseren Gott und wird sein wie ein Stammverwandter in Juda und Ekron wie ein Jebusiter. 9.8 Ich aber werde mich für mein Haus als Wache lagern zum Schutz vor dem, der hindurchzieht und zurückkommt, dass nie mehr ein Gewalthaber bei ihnen hindurchzieht, denn jetzt achte ich selbst auf sie.

9.9 Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir: Gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zwar auf einem Fohlen, einem Jungen der Eselin. 9.10 Und ich rotte die Streitwagen aus Efraim und die Pferde aus Jerusalem aus, und der Kriegsbogen wird ausgerottet. Und er verkündet Frieden den Nationen. Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.

9.11 Auch du – um des Blutes deines Bundes willen lasse ich deine Gefangenen aus der Grube frei, in der kein Wasser ist. 9.12 Kehrt zur Festung zurück, ihr auf Hoffnung Gefangenen! Auch heute verkündige ich: Doppeltes erstatte ich dir. 9.13 Ja, ich habe mir Juda als Bogen gespannt, den Köcher mit Efraim gefüllt. Ich wecke deine Söhne, Zion, gegen die bewährten Kämpfer Griechenlands und mache dich wie das Schwert eines Helden. 9.14 Und der Herr wird über ihnen erscheinen, und sein Pfeil fährt aus wie der Blitz. Und der Herr, Herr stösst ins Horn und zieht einher in Stürmen des Südens. 9.15 Der Herr der Heerscharen wird sie beschirmen; und seine Schleudersteine werden fressen und zu Boden strecken, sie werden Blut trinken wie Wein und davon voll werden wie die Opferschale, wie die Ecken des Altars. 9.16 So wird der Herr, ihr Gott, sie an jenem Tag retten als die Herde seines Volkes. Denn Steine an seinem Diadem sind sie, die über seinem Land funkeln. 9.17 Ja, wie anmutig ist es, wie schön ist es! Das Getreide lässt junge Männer gedeihen und der Most Jungfrauen.

Zukünftige Stärkung und Sammlung Israels durch den //Herrn//.

10.1 Erbittet euch von dem Herrn Regen zur Zeit des Spätregens! Der Herr ist es, der die Wetterwolken macht, er lässt den Regen regnen, er gibt einem jeden Brot, Kraut auf dem Feld. 10.2 Denn die Hausgötzen haben Trügerisches geredet, und die Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie erzählen nichtige Träume, trösten mit Dunst. Darum mussten sie fortziehen wie Schafe, die elend sind, weil kein Hirte da ist.

10.3 Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, und über die Leitböcke bringe ich Heimsuchung, denn der Herr der Heerscharen nimmt sich seiner Herde, des Hauses Juda, an und macht es gleichsam zu seinem Prachtross im Kampf. 10.4 Aus ihm kommt der Eckstein, aus ihm der Zeltpflock, aus ihm der Kriegsbogen, aus ihm wird zugleich jeglicher Gewalthaber hervorkommen. 10.5 Und sie werden wie Helden sein, die im Kampf den Feind in den Strassenkot treten; und sie können kämpfen, denn der Herr ist mit ihnen, und die Reiter auf den Pferden werden zuschanden. 10.6 Und ich stärke das Haus Juda und rette das Haus Josef und lasse sie wieder in ihrem Land wohnen, denn ich habe Erbarmen mit ihnen, und sie werden sein, als hätte ich sie nie verstossen. Denn ich bin der Herr, ihr Gott, ich erhöre sie. 10.7 Und Efraim wird sein wie ein Held, und ihr Herz wird sich freuen wie vom Wein. Und ihre Kinder werden es sehen und sich freuen, ihr Herz wird frohlocken in dem Herrn. 10.8 Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln, denn ich habe sie erlöst; und sie werden so zahlreich sein, wie sie einst zahlreich waren. 10.9 Säe ich sie aber ein unter die Völker und denken sie dann in den fernen Ländern an mich, so sollen sie mit ihren Kindern am Leben bleiben und zurückkehren. 10.10 Und ich lasse sie zurückkehren aus dem Land Ägypten, und aus Assur sammle ich sie und bringe sie in das Land Gilead und auf den Libanon, und es wird für sie nicht ausreichen. 10.11 Und sie werden durch die Meerenge hindurchziehen – er hat im Meer ja die Wellen geschlagen -, und alle Tiefen des Stromes werden versiegen. Und der Hochmut Assurs wird gestürzt, und das Zepter Ägyptens muss weichen. 10.12 So werde ich sie stark machen in dem Herrn, und nur in seinem Namen werden sie leben, spricht der Herr.

11.1 Tu auf, Libanon, deine Tore, dass Feuer deine Zedern fresse! 11.2 Heule, Wacholder, weil die Zeder gefallen ist, weil die Herrlichen verwüstet sind! Heult, Eichen Basans, weil der unzugängliche Wald dahingesunken ist! 11.3 Horch, das Geheul der Hirten, weil ihre Herrlichkeit verwüstet ist! Horch, das Gebrüll der Junglöwen, denn die Pracht des Jordan ist verwüstet!

Das Bild vom erfolglosen Hirtendienst.

11.4 So sprach der Herr, mein Gott: Weide die Schlachtschafe, 11.5 deren Käufer sie schlachten, ohne es zu büssen; oder wenn sie sie verkaufen, sagen: Gepriesen sei der Herr, ich bin nun reich! Und keiner von deren Hirten hat mit ihnen Mitleid. 11.6 Wahrhaftig, ich werde kein Mitleid haben mit den Bewohnern des Landes, spricht der Herr. Und siehe, ich lasse die Menschen, einen jeden, in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines Königs geraten; die werden das Land in Stücke schlagen, und ich werde sie nicht aus ihrer Hand befreien. 11.7 Und ich weidete die Schlachtschafe der Schafhändler. Und ich nahm mir zwei Stäbe: den einen nannte ich «Freundlichkeit, und den anderen nannte ich «Verbindung, und ich weidete die Schafe. 11.8 Und ich tilgte die drei Hirten in einem Monat aus. Und meine Seele wurde ungeduldig über sie, und auch ihre Seele wurde meiner überdrüssig. 11.9 Da sagte ich: Ich will euch nicht mehr weiden. Was stirbt, mag sterben, und was verkommt, mag verkommen; und die übrigbleiben, sollen eines des anderen Fleisch fressen! 11.10 Und ich nahm meinen Stab «Freundlichkeit und zerbrach ihn, um meinen Bund ungültig zu machen, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte. 11.11 So wurde er an jenem Tag ungültig gemacht. Und es erkannten die Schafhändler, die auf mich achteten, dass es des Herrn Wort war. 11.12 Und ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, gebt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, lasst es bleiben! Und sie wogen meinen Lohn ab: dreissig Silberschekel. 11.13 Da sprach der Herr zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die dreissig Silberschekel und warf sie in das Haus des Herrn dem Töpfer hin. 11.14 Dann zerbrach ich meinen zweiten Stab «Verbindung, um die Bruderschaft zwischen Juda und Israel ungültig zu machen.

11.15 Und der Herr sprach zu mir: Nimm dir noch einmal Gerät eines Hirten und verhalte dich wie ein törichter Hirte. 11.16 Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Land aufstehen: Um die verkommenden Tiere kümmert er sich nicht, das Versprengte sucht er nicht, und das Zerbrochene heilt er nicht, das Gesunde versorgt er nicht, aber das Fleisch des Fetten isst er und zerreisst sogar ihre Klauen.

11.17 Wehe dem nichtigen Hirten, der die Schafe verlässt! Das Schwert über seinen Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm verdorre, ja, verdorre, und sein rechtes Auge erlösche, ja, erlösche!

Jerusalems zukünftige Rettung und Wehklage seiner Bewohner über ihre Sünde.

12.1 Ausspruch, Wort des Herrn über Israel.

Es spricht der Herr, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: 12.2 Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. 12.3 Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reissen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln. 12.4 An jenem Tag, spricht der Herr, schlage ich alle Pferde mit Scheuwerden und ihre Reiter mit Wahnsinn. Über das Haus Juda aber halte ich meine Augen offen, während ich alle Pferde der Völker mit Blindheit schlage. 12.5 Und die Fürsten von Juda werden in ihrem Herzen sagen: Die Bewohner von Jerusalem sollen Stärke nur in dem Herrn der Heerscharen, ihrem Gott, haben. 12.6 An jenem Tag mache ich die Fürsten von Juda einem Feuerbecken unter Holzstücken und einer Feuerfackel unter Garben gleich; und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und immer noch wird Jerusalem an seiner Stätte bleiben in Jerusalem. 12.7 Der Herr aber wird die Zelte Judas zuerst retten, damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner von Jerusalem gegenüber Juda nicht zu gross werde. 12.8 An jenem Tag wird der Herr die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der Stürzende unter ihnen wird an jenem Tag wie David sein und das Haus David wie Gott, wie der Engel des Herrn vor ihnen her.

12.9 Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen. 12.10 Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem giesse ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. 12.11 An jenem Tag wird die Wehklage in Jerusalem gross sein wie die Wehklage von Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. 12.12 Und wehklagen wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich, 12.13 die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, 12.14 alle übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für sich.

Zukünftige Entsündigung und Läuterung Israels.

13.1 An jenem Tag wird für das Haus David und die Bewohner von Jerusalem eine Quelle geoeffnet sein gegen Sünde und gegen Befleckung.

13.2 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der Herr der Heerscharen, da rotte ich die Namen der Götzen aus dem Land aus, dass sie nicht mehr erwähnt werden; und auch die Profeten und den Geist der Unreinheit werde ich aus dem Land wegschaffen.

13.3 Und es wird geschehen, wenn ein Mann doch noch weissagt, so werden sein Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, zu ihm sagen: Du darfst nicht am Leben bleiben, denn du hast Lüge geredet im Namen des Herrn! Und sein Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, werden ihn durchbohren, wenn er weissagt.

13.4 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden die Profeten sich schämen, jeder über sein Gesicht, wenn die Weissagung über sie kommt; nie mehr werden sie einen härenen Mantel anlegen, um zu lügen. 13.5 So einer wird sagen: Ich bin kein Profet, ein Mann, der seinen Acker bebaut, bin ich, denn der Ackerbau ist mein Erwerb von meiner Jugend an. 13.6 Sagt man aber zu ihm: Was sind das für Wunden zwischen deinen Händen, dann wird er sagen: Sie entstanden, als ich im Haus meiner Freunde geschlagen wurde.

13.7 Wach auf, Schwert, gegen meinen Hirten und gegen den Mann, der mein Gefährte ist! spricht der Herr der Heerscharen. Schlage den Hirten, dass die Schafe sich zerstreuen! Und ich werde meine Hand den Kleinen zuwenden. 13.8 Und es wird im ganzen Land geschehen, spricht der Herr, zwei Teile davon werden ausgerottet, verscheiden, und nur der dritte Teil davon bleibt übrig. 13.9 Und ich bringe den dritten Teil ins Feuer, läutere sie, wie man das Silber läutert, und prüfe sie, wie man das Gold prüft. Der wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten, ich werde sagen: Er ist mein Volk. Und er wird sagen: Der Herr ist mein Gott.

Der Tag des //Herrn// -- Das sichtbare Kommen des //Herrn// zur Rettung Jerusalems, zum Gericht der Völker und zur Herrschaft über die Erde.

14.1 Siehe, ein Tag kommt für den Herrn, da verteilt man in deiner Mitte dein Plündergut. 14.2 Und ich versammle alle Nationen nach Jerusalem zum Krieg; und die Stadt wird eingenommen und die Häuser werden geplündert. Und die Frauen werden geschändet. Und die Haelfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ausziehen, aber der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. 14.3 Dann wird der Herr ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. 14.4 Und seine Füsse werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt; und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr grossen Tal, und die eine Haelfte des Berges wird nach Norden und seine andere Haelfte nach Süden weichen. 14.5 Und ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azal reichen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Usijas, des Königs von Juda. Dann wird der Herr, mein Gott, kommen und alle Heiligen mit ihm.

14.6 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird kein Licht sein, die prächtigen Gestirne ziehen sich zusammen. 14.7 Dann wird es einen Tag lang – er ist dem Herrn bekannt – weder Tag noch Nacht werden; und es wird geschehen, zur Zeit des Abends, da wird Licht werden. 14.8 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fliessen, die eine Haelfte zum östlichen Meer und die andere Haelfte zum hinteren Meer; im Sommer wie im Winter wird es so geschehen. 14.9 Und der Herr wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird der Herr einzig sein und sein Name einzig.

14.10 Das ganze Land wird sich verwandeln, so dass es wird wie die Niederung von Geba bis Rimmon im Süden von Jerusalem. Jerusalem selbst aber wird erhaben sein und an seiner Stätte bleiben, vom Tor Benjamin bis zur Stelle des ersten Tores, bis zum Ecktor, und vom Turm Hananel bis zu den Kelterkufen des Königs. 14.11 Und man wird darin wohnen. Und einen Bann wird es nicht mehr geben, und Jerusalem wird in Sicherheit wohnen.

14.12 Und dies wird die Plage sein, mit der der Herr alle Völker plagen wird, die gegen Jerusalem in den Krieg gezogen sind: Er lässt jedem sein Fleisch verwesen, während er noch auf seinen Füssen steht, und seine Augen werden verwesen in ihren Höhlen, und seine Zunge wird in seinem Mund verwesen.

14.13 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird eine grosse Verwirrung von dem Herrn unter ihnen entstehen, so dass einer des anderen Hand packen und sich seine Hand gegen die Hand seines Nächsten erheben wird. 14.14 Und auch Juda wird gegen Jerusalem kämpfen. Da wird dann der Reichtum aller Nationen ringsum eingesammelt werden: Gold und Silber und Kleider in grosser Menge. 14.15 Und ebenso, gleich dieser Plage, wird auch die Plage für die Pferde, die Maultiere, die Kamele und die Esel sein sowie für alle Tiere, die in jenen Heerlagern sind.

14.16 Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerusalem gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. 14.17 Und es wird geschehen, wenn eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten: über diese wird kein Regen kommen. 14.18 Und wenn das Geschlecht Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, dann wird der Regen auch über dieses nicht kommen. Das wird die Plage sein, mit der der Herr die Nationen plagen wird, die nicht hinaufziehen werden, das Laubhüttenfest zu feiern. 14.19 Das wird die Strafe für Ägypten und die Strafe für alle Nationen sein, die nicht hinaufziehen, das Laubhüttenfest zu feiern.

14.20 An jenem Tag wird auf den Schellen der Pferde stehen: «Heilig dem Herrn. Und die Kochtöpfe im Haus des Herrn werden wie die Opferschalen vor dem Altar sein; 14.21 und jeder Kochtopf in Jerusalem und in Juda wird dem Herrn der Heerscharen heilig sein; und alle Opfernden werden kommen und von ihnen nehmen und darin kochen. An jenem Tag wird es keinen Viehhändler mehr geben im Haus des Herrn der Heerscharen.

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