Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: 25.12.2007 09:22 - hans (knuddel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 04.03.2010 08:34 schrieb knuddel:

Hallo Wolfgang und wilkommen im Forum

Was diese Website zu dem Thema sagt, habe ich dir mit den beiden Links zusmmengefasst. Dann kannst du dir in etwa vorstellen, was man hier von deiner Auffassung hält.

Greetz

Knuddel

Keine Wahrheit aus Glaube

http://atheismus.ch/07_artikel/keine_wahrheit_aus_glaube

Glauben ist ein minderwertiges Konzept

http://atheismus.ch/03_argumente/02_gegen/glauben/glaube_ist_ein_minderwertiges_konzept

Begriff Religion.
Ursprünglich ist der Religionsbegriff nicht an einen Gottesglauben gebunden, sondern nur an etwas, wovon man überzeugt ist, d.h., was für einen selbst ein tragender Grund ist, so daß man seine Handlungen verantworten kann. Dieser Religionsbegriff der Rückbindung an die eigenen Überzeugungen ist im antiken Griechenland entstanden, obwohl nicht die Griechen, sondern erst Cicero diese Form der inneren Rückbindung als "religio" bezeichnet hat. Der erste nicht bezeichnete aber nachweislich gelebte Relionsbegriff tritt bei Thales von Milet, der an keine persönlichen Götter mehr glaubt und der sich gerade deshalb daran halten muß, wovon er zutiefst überzeugt ist, nämlich daß der Entstehungs- und Erhaltungsgrund allen Lebens das Wasser ist. Damit ist der Ursprung des Religionsbegriffs ein atheistischer, obwohl die Pythagoreer und die Eliaten für ihre Rückbindung durchaus auch Götter bemüht haben.
Es ist also sehr vernünftig, von atheistischer Religion zu sprechen. Ich selbst bin ein religiöser Atheist, weil ich daran glaube, daß ich in mir selbst sinnstiftende Vermögen besitze. Der Religionswissenschaftler Helmuth von Glasenapp hat genau aus diesen Gründen den Buddhismus als eine atheistische Religion bezeichnet.
Wir können den Religionsbegriff heute so bestimmen, als daß durch ihn die Sinnstiftung bezeichnet wird, die ein Mensch für seine Handlungen benötigt, um sein Leben nicht in Sinnlosigkeit zu vertun, was wohl kaum jemand vor sich selbst verantworten kann. Daß es Konfessionen gibt, die der faschistoiden Meinung sind, sie könnten für alle Menschen angeben, worin für sie die Sinnstiftung zu bestehen hat, ist eine fatale Konsequenz aus der Geschichte der Offenbarungsreligionen, von denen sich das Christentum als ganz besonders totalitär gebärdet hat und in dessen Namen wohl die meisten Greueltaten ausgegangen sind.
Wir dürfen also auf keinen Fall Religion mit Konfession (Bekenntnisreligion mit Allgemeingültigkeitsanspruch) verwechseln. Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, d.h., eine Recht eines jeden Menschen, seine eigene Religion zu entwickeln, d.h. seine eigenen sinnstiftenden Überzeugungen zu entwickeln. Diejenigen Menschen, die bemerken, daß sie sich da auf einem ähnlichen Weg befinden, sollten sich dann durch aus zu Religionsgemeinschaften zusammenschließen. Leider werden diese liberalen Religionsgemeinschaften heute immernoch von den Konfessionen maßlos unterdrückt, so daß sie sich in unserer Gesellschaft bisher kaum entwickeln konnten.
Ich bin sogar der Meinung, daß der Begriff der Religiosität, der die Sinnstiftungsfähigkeit des einzelnen Menschen bezeichnet, mit der Würde des Menschen gleichzusetzen ist. Bitte fallt nicht auf das ungebrochene Machtstreben der Konfessionen herein, indem Ihr den von ihnen usurpierten Religionsbegriff verabsolutiert.
Ich freue mich auf eure Meinungen!
Mit herzlichen Grüßen von Wolfgang Deppert aus Hamburg, der hier das erste Mal mitmacht.
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Re: 25.12.2007 09:22 - hans (wild-rose)


Am 05.03.2010 17:46 schrieb wild-rose:

Hallo Wolfgang und wilkommen im Forum

Was diese Website zu dem Thema sagt, habe ich dir mit den beiden Links zusmmengefasst. Dann kannst du dir in etwa vorstellen, was man hier von deiner Auffassung hält.

Greetz

Knuddel

Keine Wahrheit aus Glaube

http://atheismus.ch/07_artikel/keine_wahrheit_aus_glaube

Glauben ist ein minderwertiges Konzept

http://atheismus.ch/03_argumente/02_gegen/glauben/glaube_ist_ein_minderwertiges_konzept

Hallo nochmals

Und auch diese Texte sind so schwach aufgebaut und an den Haaren herbeigezogen, dass ich Lust hätte, eine kleine Abhandlung darüber zu schreiben.

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