Atheismus in der Schweiz
Diskussion

10.11.2007 08:06 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 10.11.2007 08:06 schrieb mrw:

Hallo Andy

Ich laufe durch zürich, mit Kollegen, dann kommen diese Idioten und wollen mir irgendwelche geschichten von sekten andrehen, was soll ich da tun? überzeugen geht nicht, und ausrasten ist nicht mein fall, ignorieren ebensowenig es endet meist in minutenlangen diskussionen

Ignorieren ist wahrscheinlich die sinnvollste, wenn auch nicht die befriedigendste Option. Diskussionen mit missionarischen Sektierern sind zwecklos — es sei denn, andere hören dabei zu und bilden sich aufgrund dieser Diskussion ihre eigene Meinung.

Ein Spass, den Du Dir erlauben könntes: Du auf der Strasse zu einem Unbekannten: «Glauben Sie an Gott Er: «Nein!» Du: «Sehr gut, wir auch nicht!», und dann übergibst Du eine atheismus.ch Werbung (oder von http://religionsfrei.org oder von den Freidenkern). Nächste Person, Du: «Glauben Sie an Gott Er: «Ja!» Du: «Wieso?», und übergibst dann die Werbung von atheismus.ch (die anderen Adressen sind mehr für die Ungläubigen).

2tens meine familie ist römisch katholisch, vor einer woche ist mein grossvater gsetorben, ihm hat religion immer sehr viel bedeutet! ihm zu liebe gehe ich in die kirche und spreche das rosenkranzgebet wie es üblich ist
ich würde sonst niemals da hin gehen aber so ist das ok, andere meinungen?

Es muss für Dich stimmen. Für mich stimmt es nicht. Man kann aber auch zu einer Beerdigung in einer Kirche gehen, ohne dabei mit den anderen zu beten und ohne ein Abendmahl einzunehmen. Du könntest dabei auch ein Protest-T-Shirt tragen, wie Kirchenaustritt jetzt!.

Wenn nun jemand stirbt, den ich liebte, gehe ich auf den Friedhof, nicht an die Abdankung. Bei Hochzeiten treffe ich zu Ende der kirchlichen Trauung beim Apéro ein, und die ungefragte Taufe von unschuldigen Kindern betrachte ich ohnehin als geistige Vergewaltigung, als Kindsmissbrauch.

Grundsätzlich wehre ich mich dagegen, dass es als selbstverständlich angesehen wird, wenn sich für weltliche Ereignisse wie Geburt, Adoleszenz, Heirat (warum nicht Scheidung?) und Tod immer die Kirchen zuständig fühlen. Erfreulicherweise heiraten immer mehr Paare nicht mehr in Kirchen. Trotzdem lassen sie oft ihre Kinder taufen und sich kirchlich beerdigen (letzteres wohl, weil sie sich zu Lebzeiten nicht darum gekümmert haben). Das finde ich daneben. Wer ein Fest in einer Kirche organisiert schliesst damit die Ungläubigen aus, oder man muss es als eine Art von Missionsversuch werten, wenn es das Ziel ist, möglichst viele Gäste in seine Kirche zu locken (das trifft z.B. besonders bei den Neuapostolen zu). Beides ist verwerflich.

Meine Verwandtschaft, besonders meine Mutter, war immer so missionarisch und suchte immer nach fadenscheinigen Gründen, weshalb ich unbedingt zur Kirche gehen sollte, dass ich zu keinem Anlass mehr in die Kirche gehe. Da muss man sich abgrenzen. Ausserdem ist es schlicht und einfach todlangweilig, weil sie immer wieder denselben Unsinn von sich geben. Als ich noch Kind war, hätte ich problemlos einen einstündigen «Gottesdienst» halten können, in dem man meine Worte nicht von dem dummen Geschwätz eines Priesters hätte unterscheiden können, so langweilig und repetitiv waren diese Vorträge. Das letzte Mal war ich in einer Messe, als eine Tante von mir starb. Sie selbst war zu Lebzeiten gegen die Kirche. Was der Pfaffe dort aber abgelassen hat, hatte nichts, aber auch gar nichts mit ihr zu tun, sondern war total einfach nur daneben. Warum soll einer eine Abdankung halten, der die verstorbene Person (die nie zur Kirche ging) nicht kannte? Der Gipfel war dann, als er mich ausdrücklich aus der Beerdigung ausschloss mit den Worten (ungefähr wiedergegeben): «Wir Christen erheben uns nun zu unserem gemeinsamen ‹Vater unser›». Da war mir klar, ich gehöre nicht dazu! Das war das letzte Mal, dass ich für jemand anders in einer Kirche war.

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