Atheismus in der Schweiz
Diskussion

11.12.2007 19:27 - josef bramauer

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.12.2007 19:27 schrieb josef bramauer:

Ich bin zufallig auf diese Seite gestoßen und habe mir Ihre Kommentare aufmerksam durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Sie häufig mit der menschlichen Vernunft und mit Wissenschaftlichkeit argumentieren. Es liegt mir fern Sie für irgend eine Meinung zu gewinnen oder Sie zu einer Religion zu bekehren. Wenn Sie aber von der Vernunft als oberster Prämisse ausgehen, das heißt, es gibt eine Wahrheit und diese kann mit den Mitteln der Vernunft erkannt werden. Das ist jedoch eine Annahme, die durch nichts bewiesen werden kann. Sie kann mit den mItteln der Vernunft und innerhalb ihres eigenen Rahmens vielleicht als sinnvoll ausgewiesen werden, aber was ist ein solchzer "Beweis" wert? Es ist meiner Ansicht nach dasselbe, was auch alle Religionenh tun. Auch zur Wissenschaftlichkeit habe einige Fragen. Wissenschaftliches Arbeiten heißt für mich, einen Aspekt der Realität einzugrenzen und ihn mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu durchleuchten. In Ihrem Fall kann das nur der Theismus sein. Wenn Sie aber, wie der Titel Ihrer Seite eindeutig sagt, von vornherein eine Gegenposition einnehmen, so können Sie nicht den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben. Das heißt, Sie wissen von sowieso, was richtig ist und versuchen das mit allen Mitteln zu untermauern. Sie machen hier dasselbe, was Sie den Religionen vorwerfen. Gerade gestern habe ich auf Ihrer Seite ein Zitat gelesen, das sinngemäß so lautete: "Ketzer sind alle, die eine andere Meinung haben als wir." Trifft das nicht auch auf Sie selbst zu? Es interessiert mich auch seht, welche Standardwerke der Theologie und Bibelwissenschaft Sie gelesen haben, denn das ist die erste Voraussetzung um überhaupt in eine ernsthafte Diskussion über Theismus und Atheismus eintreten zu können. Bitte schreiben Sie mir das unbedingt in Ihrer Antwort. Ich vermisse in Ihrer Argumentation nämlich einige ganz fundamentale wissenschaftliche Erkenntnisse z.B. der historisch-kritischen oder der tiefenpsychologischen Exegese. (Ein Umstand, den Sie mit vielen Verteidigern des Christentums, gemeinsam haben.) Das mag aber vielleicht daran liegen, dass Sie die falschen Werke gelesen haben.

Ich denke, es ist sinnvoller, wenn Sie anstatt Ihre Energie nach außen zu richten, Ihre eigenen Motivationen und Ihre Abneigung gegen Religionen unter die Lupe nehmen. Denn eines ist klar, Institutionen und natürlich besonders Religionen, die ja einen Absolutheitsanspruch erheben sind gewaltige Projektionsflächen, auf denen sich viele ungelöste innere Konflikte (Vater, Mutter…) austragen lassen.

Nicht ganz ernst zu nehmen: Wie ich Ihrer Seite entnehmen kann, wollen Sie möglichst viele Menschen von ihrer Weltanschauung überzeugen. Wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben, werden Sie dann aufhören, Ihre T-Shirts mit Fliegen und Scheiße… zu drucken?

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