Atheismus in der Schweiz
Diskussion

05.10.2007 12:42 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 05.10.2007 12:42 schrieb mrw:

Der Beweis, dass es keinen Gott gibt

Antwort an David: Glaube ist ein untaugliches Konzept

Wenn eine Gott existiert, aber seine Existenz nicht beweist, kann man nur an ihn glauben. Anders geht es gar nicht.

Das ist eben falsch. «Glaube» ist ein durch und durch untaugliches Konzept. Es ist ein grosser Fehler, «Glaube» und «freier Wille» gleichzusetzen, das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Nehmen wir an ich behaupte: «Es gibt blau-rot gestreifte Geister-Schwäne, die sich immer dann in Nichts auflösen, wenn ein Mensch sie beobachtet. Aber es gibt sie und sie leben mitten unter uns, nur kann man sie nicht beweisen, weil man sie nicht beobachten kann.»

Glaubst Du mir das? Vermutlich nicht, aus gutem Grund. Aber: Kannst Du es glauben, wenn Du es glauben willst? Ist es Dein freier Wille, an diese Schwäne zu glauben? Sicherlich nicht!

Angenommen, ich bezahle Dir tausend Franken, wenn Du an diese Schwäne glaubst, kannst Du dann an sie glauben? Du würdest mir vielleicht sagen, dass Du an sie glaubst, um das Geld zu bekommen, aber das wäre mit Sicherheit gelogen.

Ein Mensch glaubt, oder er glaubt nicht, aber er kann sich nicht frei entscheiden, ob er etwas glauben will oder nicht.

Genauso wie bei den Schwänen geht es mir mit Deinem Gott. Ich kann nicht an ihn glauben, selbst wenn ich das wollte, aber ich kann auch nicht an ihn glauben wollen.

Und genau darum ist «Glaube» ein durch und durch untaugliches Konzept. Wenn ein Gott von uns verlangt, dass wir an ihn glauben, ist er einfach nur dämlich – er hat nicht verstanden, wie Glaube funktioniert. Gäbe es einen Gott, wäre es seine moralische Pflicht, uns das wissen zu lassen.

Da wir nicht wissen, ob es einen Gott gibt, wissen wir, dass es keinen Gott gibt.

Einen Gott an den wir glauben müssen, gibt es nicht, es sei denn, er wäre ohnmächtig uns wissen zu lassen, oder so böse, dass er will, dass wir uns über seine Existenz streiten.

Anders ausgedrückt: Wenn es einen allmächtigen und guten Gott gäbe, dann wüssten wir das mit hundertprozentiger Sicherheit, denn ansonsten wäre er nicht gut oder nicht allmächtig.

Einzig mögliche Schlussfolgerung: Es gibt mit absoluter und unzweifelhafter Sicherheit keinen allmächtigen und guten Gott!

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