Atheismus in der Schweiz
Diskussion

14.10.2007 10:52 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Atheismus in der Schweiz» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 14.10.2007 10:52 schrieb mrw:

Einige Nachträge

Hallo zusammen, ich bin aus den Ferien zurück. Danke, hans, dass Du mich so hervorragend vertreten hast. Dadurch brauche ich nur noch zu wenigen Punkten einen Kommentar abzugeben.

Antwort an hans: Warum ich keine Götter mag

Weil ich alle Götter mag, aber an keinen glaube.

Hier in diesem Punkt unterscheiden wir uns wohl am meisten: Ich mag alle Götter nicht. Götter sind für mich ein Symbol grosser (unbegrenzter) Macht und des Machtmissbrauchs. Der schlimmste von ihnen ist Jahwe, aber auch die griechischen Götter sind oft neidisch, missgünstig und fies (siehe z.B. «Illias»).

Götter wurden schon immer missbraucht, um die Menschen, die an sie glaubten zu unterdrücken und die Menschen, die nicht an sie glaubten zu verfolgen.

Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut. Gott ist allmächtig – ziehe Deine eigenen Schlüsse daraus…

Um es mit den Worten von Richard Dawkins, «Der Gotteswahn» auszudrücken (Kap.2, S.45): «Der Gott des Alten Testaments – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homofober, rassistischer Kinder und Völker mordender, ekliger, grössenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann

Darum mag ich keine Götter, und den christlichen mag ich ganz besonders nicht. Er verkörpert alles, was ich verabscheue.

Antwort an Gabriel Frey: Biblisch- christliche Taktik

„Die Toren sagen in ihren Herzen: ‘Es gibt keinen Gott’“ (Psalm 14.1).

Ja, es gehört zur Taktik der Bibel, andere zu diskreditieren und zu verfolgen.

Den wissenschaftlich Interessierten sei als Ergänzung zu Deinem Buch unbedingt noch Richard Dawkins, «Der Gotteswahn» «Der Gotteswahn» zur Lektüre empfohlen.

Antwort an David: Sokrates

Ich wünschte mir zum Beispiel, mehr Leute wüssten wie Sokrates, dass sie nichts wissen. Der Gedanke kommt mir jedenfalls, wenn ich mwr [mrw] höre wenn er sagt, er wisse dass es keinen Gott gibt

Nach unserer langen Tradition von Forschung und Wissenschaft wäre es falsch einfach nur zu behaupten, man wisse nichts.

Der Kluge weiss, was er weiss und was er nicht weiss. Der Anfang des Universums gehört zu den Dingen, die ich nicht weiss. Ob es einen Gott gibt (konkreter: ob es Deinen Gott gibt) gehört zu den Dingen, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiss. Es gehört zu den Dingen, die jeder wissen kann, der sich offen und ehrlich informiert (ehrlich gegenüber sich selbst). Eine umfassende Begründung findet sich nebst hier auch bei Richard Dawkins, «Der Gotteswahn» (meine Ferienlektüre).

Man kann genauso sicher wissen, dass es Jahwe nicht gibt, wie man weiss, dass es keinen Baal, Zeus oder Apollon gibt. Warum sollte einer bei klarem Verstand an Jahwe glauben, nicht aber an abertausende von konkurrierenden Götter?

Antwort an Gregor Helms: Der Einfluss von Jesus

Was Du sagst, spricht nicht für Jesus, noch für seine historische Authentizität. Es ist lediglich Zeugnis für den Fanatismus seiner Anhänger und Beweis dafür, dass diese Religion offensichtlich politisch nützlich war. Das hat besonders Paulus erkannt und seinen persönlichen Nutzen daraus gezogen.

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