Atheismus in der Schweiz
Diskussion

24.10.2007 14:06 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Atheismus in der Schweiz» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.10.2007 14:06 schrieb mrw:

Du solltest nicht das ganze Christentum für das Unheil verantwortlicht machen, das von ein paar Extremisten verursacht wird.

Solange man den inhumanen Wurzeln des Christentums nicht klar abschwört, solange man nicht klipp und klar sagt, dass die Bibel grausam und brutal ist, solange man sich nicht von der Bibel und dem ganzen abergläubischen Unsinn darin distanziert, solange man nicht aufhört zu tun, als wäre man der einzig wahre Zugang zum einzig wahren Gott, besteht immer die Gefahr, dass dies von Zeit zu Zeit durchschlägt. Solange wird es immer Fundamentalisten, die sich auf die Bibel berufen, das grausame und inhumane Fundament des Christentums. Solange wird es immer Gewalt im Namen Gottes geben.

Siehst du eigentlich auch die andere Seite des Christentums? Z.B. die Kollekte in der Kirche, die geht heutzutage nicht mehr nach Rom sondern an Bedürftige.

Das sehe ich nicht unbedingt positiv: Wirkliche Hilfe zu leisten ist enorm schwierig. So wie man früher sogenannte «Entwicklungshilfe» geleistet hat, hat man mehr Schaden angerichtet, als geholfen. Unüberlegte Hilfe führt zur Abhängigkeit vom Helfer. Ziel einer Hilfe muss daher sein, den Empfänger zur Selbstständigkeit zurückzuführen. Das ist aber oft nicht im Interesse des Helfers, der ja von der Hilfe lebt, oder sich mit der Hilfe profilieren kann und durch die Hilfe den Hilfsempfänger in Abhängigkeit versetzt und so kontrollieren kann. Ganz pervers ist dies bei weltanschaulich motivierten Hilfsorganisationen. Diese versuchen durch die Hilfe ihre Weltanschauung zu verbreiten. Konkret nutzen die Kirchen die Kollekte für die Mission und nennen das «Hilfe» – in Wirklichkeit ist es aber Missbrauch von Abhängigen!

Der grösste Teil der Gesellschaft war zur Zeit seiner Wurzeln grausam und inhuman.

Trotzdem waren einige (z.B. Griechen) ethisch weiterentwickelt, als die Juden, von denen die Bibel stammt.

Aber genau darum geht es: Um den wandelnden Zeitgeist. Die Menschheit hat sich weiterentwickelt und sie hat sich von der Bibel weg entwickelt.

dein Problem ist, dass du die negativen Eigenschaften der Kirche auf alle Christen projezierst. Ich habe noch selten mit jemandem gesprochen, der so von Vorurteilen gerpägt ist wie du.

Falsch. Ich projiziere nicht die negativen Eigenschaften der Kirchen auf die Menschen christlichen Glaubens, sondern ich kritisiere Kirchen, Bibel, Christentum und Christen unabhängig voneinander. Offenbar bereitet es Dir Mühe, das auseinanderzuhalten?

Die «Vorurteile» sind nicht wirklich «Vorurteile», sondern Erfahrungen aus den Diskussionen hier, also «Nachurteile». Natürlich trifft nicht alles auf jeden zu, das kann ich durchaus unterscheiden. Sollte ich Dich mal zu pauschal beurteilen, wehrst Du Dich ja auch, und das ist gut so. Da ich hier mit verschiedenen Personen diskutiere, kommt es durchaus auch vor, dass ich manchmal Dir etwas unterstelle, das jemand anders geschrieben hat.

Ich lebe im hier und heute und bin Mitglied der christlichen Gemeinschaft wie sie heute gelebt wrid: human, hilfsbereit, liebend und immer mehr interkonfessionell.

Gerade die katholische Kirche mit ihrem neuen Papst ist ja da ein leuchtendes Vorbild… Es ist das Fundament, das morsch ist.

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