Atheismus in der Schweiz
Diskussion

03.11.2007 10:29 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Atheismus in der Schweiz» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 03.11.2007 10:29 schrieb mrw:

Antwort an David: Selektive Wahrnehmung

«Ein Gott muss seinen Sohn am Kreuz sterben lassen, […]»
wieder mal eine Aussage, die zeigt, dass du dich nur mangelhaft mit der Materie beschäftigt

Das ist ja wiedereinmal typisch: Du unterstellst mir, ich hätte «nicht wirklich eine Ahnung, wovon ich rede», nur weil ich etwas vereinfacht habe. Es ist gemäss Bibel nicht falsch zu sagen, dass der Gott seinen Sohn am Kreuz sterben lassen hat, denn Jesus ist angeblich ja auch Gottes Sohn. Gleichzeitig ist er auch Gott selbst. Aber muss ich das wirklich in jedem Satz noch mit einer Randbemerkung erwähnen, damit Du mich nicht missverstehst? Wenn Du mich nicht verstehen willst, wirst Du mich auch nie verstehen. Auf der einen Seite legst Du jedes meiner Worte auf die Goldwaage, auf der anderen Seite glaubst Du jeden Unsinn der Bibel (wie z.B. den Schmarren mit der Dreifaltigkeit (= dreifachen Einfältigkeit)). Dabei ist das, was ich sage in sich gesehen sehr viel einheitlicher, konsistenter und logischer, als was in der Bibel steht!

Auch das ist typisch für eine Religion: Man definiert einen totalen Unsinn, und wenn das einer nicht versteht, dann «entzieht es sich seiner Logik», nach dem «Gottes Wege sind unergründlich»-Prinzip. Nur weil Deine Religion unlogisch ist, heisst das noch lange nicht, dass die Logik unzureichen ist, im Gegenteil, es ist Deine Religion, die falsch liegt. Die Logik ist schon in Ordnung.

Darum geht es:

Damit versuchst Du aber wieder vom eigentlichen Thema abzulenken: Das ganze Märchen von der Kreuzigung, nur damit ein Gott angebliche Sünden vergeben könne, ist pervers, abscheulich und dumm. Dabei spielt es in der moralischen Beurteilung der Geschichte keine Rolle, ob Jesus Gottes Sohn oder der Vater selbst, oder beides ist. Du ignorierst den Kern des Problems und beisst Dich an einem unwichtigen Detail fest.

Darum geht es: Es ist moralisch falsch, ein Blutopfer als Gegenleistung für Vergebung zu fordern! Ganz egal, von wem, wie und warum, es ist immer falsch! Wenn Gott den Menschen vergeben will (wofür auch immer das notwendig sein soll), kann er das ohne Blutvergiessen tun. Der biblische Jahwe aber ist ein eifersüchtiger und grausamer Gott. Ohne Mord und Blutvergiessen kann er nicht leben.

Das ganze alte Testament ist voll von Gottes Greueltaten. Das neue Testament setzt dem mit dem Blutopfer des eigenen Sohnes (wie auch immer das zu verstehen ist) noch die Krone auf. Wie grausam und unmenschlich dieser Gott ist, hat (der Katholik) Mel Gibson ja in seinem Passionsfilmchen sehr anschaulich gezeigt. Der moralische Kern der Geschichte ist eben nicht das «selbtslose» Opfer, das Jesus für die Menschheit bringt, sondern die Tatsache, dass ein Gott ein solches Opfer überhaupt fordert. Dieser Gott ist ein moralloses, gewissenlosen, abscheuliches Monster. Gäbe es diesen Gott, müsste man ihn bekämpfen, da es ihn glücklicherweise nicht gibt, muss man diese furchtbare Ideologie bekämpfen, welche in den zweitausend Jahren ihres Bestehens unendliches Leid über die Menschheit gebracht hat!

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