Atheismus in der Schweiz
Diskussion

13.11.2007 18:19 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Atheismus in der Schweiz» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 13.11.2007 18:19 schrieb mrw:

Ziel und Zweck der Atheisten

Ich habe noch nie »atheistische Vereinigungen« um Mitglieder werben sehen.

Hier bei atheismus.ch kann man ja nicht wirklich Mitglied werden, man kann nur mitmachen. Es gibt aber http://religionsfrei.org und die Freidenker. Beide betreiben aber nicht gerade sehr aktiv Werbung. Wenn sich Religionsfreie, Freidenker und Atheisten zusammenraufen, dann vor allem zu dem Zweck, die Christen, Moslems oder Juden in ihre Schranken zu weisen und den säkularen Staat gegen egoistische Forderungen der Religiösen zu verteidigen. Allenfalls geht es noch darum, in Diskussionen den eigenen Standpunkt zu überprüfen. Aber es ist nicht das Ziel von uns Atheisten, die ganze Welt religionsfrei zumachen, es ist vielmehr das Ziel, dass die Religion keine Rolle spielen darf. Wenn Staat und Religion konsequent getrennt sind, und Religionen keine Sonderrechte mehr erhalten (oder alle Weltanschauungen inkl. Atheismus die gleichen), dann sind wir glücklich und zufrieden.

Die Gefahr der Religion

Uns nervt vor allem die christliche Missioniererei und Rechthaberei, sowie die zahlreichen Sonderprivilegien und Ungerechtigkeiten (wie z.B. Fernsehzeit (Wort zum Sonntag, etc.), Staatsgelder, staatlicher Kirchensteuereinzug, Kirchensteuern für juristische Personen, u.s.w.). Ausserdem sollen die Menschen endlich begreifen, dass «christliche Werte» schlechte Werte sind. Wenn einer von «christlichen Werten» redet, weiss man nämlich nicht, meint er nun «liebe Deinen Nächsten», oder «steinigt die Schwulen». Eine stockkonservative Partei, wie die EDU1) redet zum Beispiel gern von «christlichen Werten». Diese Partei aber ist es, deren Exponenten in der Talk-Show «Fohrler Live» auf TV3 in der gleichnamigen Sendung argumentierten, dass Schwule gegen Gottes Gebot verstossen würden. Also heisst für sie «christliche Werte», dass sexuelle Freiheiten nicht geduldet werden. In der gleichen Sendung (ich war vor Ort dabei) antwortete ein konservativer christlicher Taxifahrer aus Schaffhausen auf die Frage von Dani Fohrler, was man seiner Ansicht nach mit Schwulen tun solle, wörtlich (ich erinnere mich da sehr genau): «Adolf hat sie vergast.» (diese Passage wurde in der Sendung rausgeschnitten, «live» war die Sendung nie, sie wurde aufgezeichnet – und in diesem Fall sogar geschnitten). Das ist die Gefahr, gegen die atheismus.ch ankämpft: Die einen stellen sich unter dem Christentum Nächstenliebe vor, die anderen Intoleranz. In den VSA ist momentan mit George W. Bush ein intoleranter Christ Präsident. Wie wir alle sehen, führt das zu Krieg, Unfrieden, Beschränkung von Freiheitsrechten, Bespitzelung und Folter!

Darum muss der Staat von der Religion frei gehalten werden, und staatliche Exponenten müssen religiös zumindest gemässigt sein.

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1) EDU = Eidgenössische Demokratische Union, aber passender: Eidgenössische Demagogische Unsitte
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