Atheismus in der Schweiz
Diskussion

20.11.2007 11:40 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 20.11.2007 11:40 schrieb mrw:

Antwort an David: Wissenschaft und die Entstehung des Lebens

Was Du nicht begreifen willst: Die Frage ist, wie sich Leben aus toter Materie durch natürliche chemische Vorgänge gebildet hat. Es braucht in der Erklärung der Evolutionsbiologen keinen «Gott», der «Leben einhaucht».

Wie du aber selber sagst, ist die Frage, wie genau das Leben in die tote Materie kam. Auch für die Wissenschaft ist es noch eine Frage

… für die es mindestens die zwei weiter oben genannten Lösungsansätze gibt. Weitere mögliche Lösungen basierend auf natürlichen Vorgängen sind nicht ausgeschlossen.

Zudem sind sie möglicherweise falsch.

Jede wissenschaftliche Theorie kann falsch sein. Aber jede religiöse Theorie ist mit Sicherheit falsch. Die Wissenschaft arbeitet mit einer sauberen und überprüfbaren Methode. Eine Religion tut das nicht, sie basiert auf unbewiesenen Behauptungen. Daher ist es möglich, über die Wissenschaft zu Wahrheit zu gelangen, aber vollkommen unmöglich über Religion zu Wahrheit zu gelangen.

Welches die einfachere Theorie ist, ist total irrelevant.

Falsch. Lies mal den Wikipedia Artikel zu Ockhams Rasiermesser, dann verstehst Du vielleicht, warum man aus verschiedenen Theorien, die dasselbe erklären, die einfachste wählen soll.

Es bleibt mehr als genug Platz um sich immer noch einen Gott am Anfang des Lebens vorzustellen.

Du propagierst wieder einmal einen «Gott der Lücken»: «Gott» als ungeeignete Erklärung für das, was die Wissenschaft noch nicht weiss. Erstens wird die Wissenschaft noch viele Lücken ausfüllen und Deinen Gott daraus verdrängen, wie das bisher immer wieder geschehen ist, und zweitens bedeutet die Existenz von Erklärungslücken noch lange nicht, dass diese mit Transzendenz gefüllt werden dürfen. Auch wenn es Lücken gibt, gehört dort ganz sicher kein Gott rein.

Schon möglich, dass auch die Gottestheorie falsch ist. Aber ich glaube, nun mal, dass es Gott war.

Sie ist mit Sicherheit falsch. Was Du glaubst ist vollkommen unwichtig, denn Dein Glaube ruht im Gegensatz zur Wissenschaft nicht auf einem soliden Fundament.

Im Anbetracht, dass der erste Satz seine Richtigkeit hat, ist es gar nicht so abwägig, auch an den zweiten Satz zu glauben.

Falsch.

Betrachte folgendes Gedankenspiel: «Die Sonne ermöglicht Leben auf der Erde. Auch Feen und Elfen sind auf Sonnenlicht angewiesen.» → Im Anbetracht, dass der erste Satz seine Richtigkeit hat, ist es gar nicht so abwegig, auch an den zweiten Satz zu glauben.

Siehst Du, wie dumm Dein Argument ist?

Die Bibel ist eine Ansammlung von Sagen und Märchen, durchmischt mit Ereignissen aus der jüdischen Geschichte. Manche Aussagen sind richtig, andere falsch. Einiges beruht auf historischen Tatsachen, anderes ist frei erfunden.

Woher Gott kommt, entzieht sich übrigens genau so meinem Wissen, wie sich die Ursache des Urknalls der Wissenschaft entzieht.

Nur mit dem Unterschied, dass sich die Ursache des Urknalls nicht der Wissenschaft entzieht. Die Frage, die ich aufwarf, und von der ich vermute, dass sie kaum je gelöst werden wird (wobei ich mich auch irren kann), ist die Frage nach der Existenz.

Vieleicht offenbart Gott uns plötzlich seine Herkunft.

Bisher hat er bereits mit der Offenbarung seiner selbst versagt, also wird er wohl da auch wieder versagen.

Hast du eigentlich bemerkt, dass ich grossen Respekt vor der Wissenschaft habe und ihre Leistungen dankbar annehme?

Aber Dir fehlt das grundlegende Verständnis dafür, wie Wissenschaft funktioniert, wie Religion funktioniert und wie gravierend sich die beiden unterscheiden. Die Wissenschaft ist erfolgreich wegen ihrer Methodik. Die Religion hat noch nie etwas zur Erklärung der Welt beigetragen, sie befriedigt höchstens primitive psychologische Bedürfnisse. Wissenschaft erklärt die Welt, Religion allenfalls die Psyche der Gläubigen.

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