Atheismus in der Schweiz
Diskussion

29.12.2007 20:59 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 29.12.2007 20:59 schrieb mrw:

Antwort an Anonymous (Ahmad): «Atheismus»

Da Du, Anonymous mit der Antwort Gwendolans nicht ganz zufrieden warst, hier noch meine Antwort:

Also Atheismus ist eine wiedersprüch in sich selbst. Sie sagen es gibt kein Gott aber wenn man diese Begrifflichkeit übersetzt dann bedeutet das "Gegen Gott" Wie könnte ihr denn gegen etwas sein was nicht gibt. Gegen was und wem kämpft ihr denn.

Atheismus ist nicht eigenständig, sondern die natürliche Reaktion auf den Theismus und seine unverschämten Ansprüche. Damit klärt sich auch der zweite Teil Deiner Frage: Wir stellen uns entschieden gegen den Theismus (gegen Religionen im Allgemeinen), und ihre Ansprüche.

Wir haben aber nichts gegen private Wertvorstellungen und Religionen, die keinen Anspruch an die Allgemeinheit richten. Will heissen: In einem vollständig säkularisierten Staat soll jeder glauben dürfen, was er will, solange er andere damit nicht schädigt. In einem nicht säkularisierten Staat, wie z.B. in der Schweiz, sind wir strikte gegen alle Staatsreligionen, sowie gegen alle Parteien und Gruppierungen, die versuchen ihre kranken Ideologien zu allgemeinem Gesetz werden zu lassen, also namentlich gegen die reformierte, katholische und christkatholische Kirche, sowie gegen EDU, EVP und CVP. Als Atheisten richten wir uns gegen die Menschen, die versuchen aus einem erfundenen Gott mehr Ansprüche abzuleiten, als sie allen anderen zugestehen wollen.

Ausserdem vertreten wir eine wichtige Seite in der weltanschaulichen Diskussion: Die der Freidenker, der «Brights» und der aufgeklärten (nach Schmidt-Salomon der evolutionären1)) Humanisten. Wir wenden uns gegen blinden Glaube und Gehorsam und für selbstständiges Denken und kritisches Hinterfragen.

Sinn des Lebens

Was mich beim Atheismus stört, ist dass sie so wie Politiker, sehr gehoben reden, aber leider Unsinn, brutal oberflächlich und nicht tiefsinnig genug reden. Das merkt man an euren Antworten "Ich lebe weil meine Mutter mich gezeugt hat oder ich lebe, weil ich ein Lebewesen bin."

Den Vorwurf würde ich genauso zurückgeben an die Gläubigen. Und in Deinem konkreten Fall hinzufügen: «Dumme Frage, dumme Antwort.» Klar wolltest Du nicht die Antwort hören, die hans Dir gegeben hat. Aber Du hast die Frage auch entsprechend tendenziös gestellt.

Hat dein Leben keinen Sinn, da du in der Meinung bist dass du auf dieser Erde durch eine biologische Transaktion entstanden bist and that`s all. Ich frage mich, warum sollte man dann überhaupt ein sinnloses Leben weiter führen?

Wie kommst Du auf die Idee, dass das Leben überhaupt einen Sinn haben muss? Vielleicht wäre es schön, das Leben hätte einen Sinn, aber nur weil wir etwas schön finden würden, muss es noch längst nicht so sein. Die Religionen sind halt eben das Resultat menschlicher Wünsche, Ängste und Hoffnungen. Als solche sind sie geeignet, schlichte Gemüter zu befriedigen. Wir Atheisten sind aber nicht auf der Suche nach dem, was schön wäre, sondern nach der Wahtheit, wie es tatsächlich ist. Und wenn alles darauf hindeutet, dass das Leben a priori keinen Sinn hat, ausser dem Leben selbst, dann akzeptieren wir das so. Nachdem wir das einmal akzeptiert haben, können wir immer noch sagen, dass das eigentlich unbefriedigend ist, und uns daran machen, unserem Leben selbst einen Sinn zu geben, einen persönlichen Sinn, der auf uns individuelle Menschen abgestimmt ist, den wir aber auch als relativ und nicht absolut verstehen. Viele Filosofen haben sich Gedanken zum Thema «Sinn des Lebens», und einige haben gute Antworten gefunden, ohne Götter dafür bemühen zu müssen. Daran kann man sich orientieren, wenn man seinen persönlichen Lebenssinn gestaltet.

Sinnlose Sachen entfernt man immer.

Das ist eine sehr oberflächliche und dumme Theorie. Man kann Sinnloses ignorieren, wenn davon keine Gefahr ausgeht. Man entfernt nichts, nur weil es einem sinnlos erscheint. Man entfernt allenfalls, was schlecht ist. Dabei ist aber zu bedenken, dass «schlecht» ein durchaus relativer Begriff sein kann. Was für das Eine schlecht ist, kann dem Anderen nützlich sein.

Mensch nicht erschaffen — Wissenschaft

"Menschen und Natur wurden nicht willentlich erschaffen" Also eine Bestätigung für mich dass Atheisten Träumer und fantasievoll sind.

Falsch. Dies entspricht dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Wie bereits gesagt, ist die Wissenschaft die einzige Möglichkeit, wie man zu gesichertem Wissen gelangen kann. Kein anderes System als das der Wissenschaft bietet Nachvollziehbarkeit, Transparenz, Überprüfbarkeit und Selbstkritik. Daher kann Erkenntnis nur durch die Wissenschaft erlangt werden. Etwas sichereres oder besseres als die Wisswnschaft gibt es nicht.

Wie konnte so komplexe Lebewesen wie Menschen einfach so von alleine entstanden sein? Du musst wissen dass diese Frage nicht euere Wissenschaft erklären kann.

Sie kann. Seit Darwin.

Wie lange brauche ich paar Buchstaben in die Luft zu schmeißen um am Ende Shakspare zu bekommen.

Irrelevante Frage. Du zeigst damit dass Du keine Ahnung von der Evolutionsbiologie hast. Also informiere Dich bitte darüber, bei einem Evolutionsbiologen, nicht bei einem Sprücheklopfer! Zufall spielt in der Evolution eine sehr untergeordnete Rolle. Lies z.B. De Duve «Aus Staub geboren», bevor Du weiter mit Deiner Unkenntnis prahlst.

Mr. Darwin hat behauptet dass die Lebewesen nur ein Zufall Produkt ist.

Falsch. Evolution ist ein zielgerichteter Prozess. Auf zufällige Mutation folgt eine Selektion.

Also Der Begriff Wissenschaft ist selbst definierbar durch die Menschen und Menschen machen Fehler und Wissenschaft ist nicht Fehlerfrei also verlass dich nicht darauf.

Die wissenschaftliche Methodik ist die einzige, die einen Weg bietet, Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Was bietet die Religion? Welche Mechanismen bietet der Islam um Fehler im Islam zu erkennen und zu korrigieren? Welche Mechanismen bietet das Christentum zur Selbstkorrektur? — Keine!

Wissenschaft ist kritisch, auch selbstkritisch. Das kann keine Religion bieten. Darum führen alle Religionen nur in die Irre.

Ein Narr versteht Darwin, ich kann doch nicht ein Hobby Wissenschaftler mit soviel Fantasie glauben. Wie gesagt von Darwin Theorie ist fast nix mehr überig geblieben. Jeden Tag durch Fortschritt der chemie und biologie werden seine thesen abgelehnt, oder weiss du das ganze nicht.

Du hast echt keine Ahnung, oder? Die Evolutionstheorie ist nach wie vor der unumstrittene Stand der Wissenschaft. Der Narr ist derjenige, der das zu verdrängen versucht. Ganz offensichtlich hat Du hier noch ein enormes Lernpotential, um es mal höflich auszudrücken.

Dummes Argument

Vergiss nicht was Atheismus auf dieser Erde angerichtet hat. Ich sage nur Hitler, Massoline, Mao, Stalin usw.

Hitler und Mussolini waren Christen. Hitlers Soldaten kämpften «Mit Gott» («Gott mit uns», oder so ähnlich stand es auf ihren Uniformknöpfen). Hitler schrieb in «Mein Kampf», dass er überzeugt sei, im Sinne Gottes zu handeln, wenn er die Juden beseitige. Mao und Stalin hingegen waren grössenwahnsinige Egozentriker, die sich selbst zum Gott ernannt haben. Wir sind gegen alle Götter, auch gegen vergötterte Menschen.

Vergiss nicht, was Religion auf dieser Erde angerichtet hat. Es ist viel einfacher, Menschen zu grausamen Taten zu bewegen, wenn man ein religiöses Motiv unterstellen kann. Menschen tun grausames noch viel grausamer und gründlicher, wenn sie es aus religiöser Überzeugung tun. Auch Nationalsozialismus und Kommunismus haben religiösen Charakter und stehen dem Christentum mit ihren Heilsversprechen sehr viel näher, als dem Atheismus.

Hitler, Mussolini, Stalin und Mao sind Vertreter einer Religion, die nicht auf Wissen basiert, sondern auf strenger Zensur, nicht auf Freiheit, sondern auf Unterdrückung, nicht auf Selbstverantwortung, sondern auf Heilsversprechen. Sie sind dem Atheismus, wie wir ihn verstehen, ebenso fern, wie der Papst und die Inquisition. Als Atheisten richten wir uns ja, wie in der Einleitung gesagt, nicht nur gegen «Gott», sondern gegen alle Systeme, dieses Typs: «Nicht denken, sondern glauben.» Wir fordern: Denken statt glauben! Das war weder bei Hitler, noch bei Mussolini, noch bei Stalin, noch bei Mao erlaubt.

Ethik ohne Gott

Beantwortet Bitte eine Frage von mir ohne eine kleine Ansatz von der Religion rein zu bringen.
Ich nehme eine Axt und zerstöre ich einen Baum. Was sollte mich nach euerer Theorie davon abhalten das gleiche nicht mit einem Mensch zu tun, wenn ich einfach dazu lust habe?

Weil es nicht im allgemeinen Interesse der Menschen liegen kann, dass Menschen einander ermorden. Der Mensch braucht die Gesellschaft, um leben zu können. Ein einzelner Mensch ist machtlos. Daher ist es sinnvoll, Regeln aufzustellen, Gesetze genannt, die das Zusammenleben unter Menschen ermöglichen. Als primäres Gesetz gehört dazu der Schutz des menschlichen Lebens.

Ethik ist daher zwingende Notwendigkeit, wenn die menschliche Art überleben soll. Dafür braucht es keine Religion und keine Götter, sondern nur sinnvolle Regeln, von Menschen für Menschen, die allen Menschen die gleichen Rechte geben und Pflichten auferlegen, und deren Einhaltung nötigenfalls mit angemessener Gewalt erzwungen wird. Weil man diese Regeln nicht mit einem Gott rechtfertigen kann, müssen diese Regeln dadurch gerechtfertigt sein, dass sie erstens gerecht sind und zweitens einem demokratischen Prozess unterliegen. Wären die Regeln hingegen ungerecht, oder würde ein Bevölkerungsteil den anderen benachteiligen, wäre Widerstand gegen diese Regeln gerechtfertigt.

Nenn mir ein einziger Wert in der Gesellschaft dass nicht Ursprung in der Religion hat?

Das ist wohl ein Henne-und-Ei Problem: Der Mensch erkennt instinktiv, was richtig ist und was falsch. Dann kleidet er das, was er als richtig erachtet in ein religiöses Märchen, um ihm mehr Bedeutung zu geben. Es wäre aber auch möglich, das Richtige mit guten Argumenten zu begründen, wie ich es oben getan habe: Regeln dienen dazu, das menschliche Zusammenleben zu ermöglichen. Nur mit einer solchen objektiven Begründung hat man auch die Grundlage, Regeln zu hinterfragen und Regeln zu verbessern. Göttliche Regeln sind unabänderlich, selbst dann, wenn sie schlecht sind. Nimm zum Beispiel die Bibel: Lies das zweite, dritte und vierte Buch Mose! Im Exodus werden die zehn Gebote gegeben. Grösstenteils unsinnige Regeln, die nur dazu dienen, die macht des hebräischen Gottes zu festigen. Im folgenden werden die Regeln noch erweitert und präzisiert. Immer klarer wird dann aber auch, besonders im Numeri und Deuteronium, dass man jeden, der auch nur ein klein bisschen gegen die Regeln verstösst, sofort steinigen muss. Fluchen → Steinigung! Fremde Götter → Steinigung! Arbeit am Sabbat → Steinigung! Sex mit der falschen Person → Steinigung. Wie Du siehst: Religiöse Regeln, die nicht mit vernünftigen Argumenten begründet werden können, die nicht gerecht und wohl abgewogen und durchdacht sind, können nur mit einem hohen Mass an Gewalt durchgesetzt werden. Die gesellschaftlichen Werte müssen daher in einem modernen und freiheitlichen Staat zwingend vernünftig und gerecht sein. Die Regeln müssen zwingend allgemeiner Kritik unterliegen und bei Bedarf angepasst werden. Alles andere mag in einer brutalen, archaischen, patriarchaischen und tyrannischen Gesellschaft funktioniert haben, ist hier und heute aber abzulehnen.

bei uns kann jeder Mesch selber über sein Leben bestimmen

Ich möchte ein Mörder sein, kannst du mir sagen warum ich nicht nach deiner Theorie ich betone nochmal nach deiner Theorie nicht sein darf?

Weil jeder über sein eigenes Leben selbst bestimmen darf, nicht über das Leben anderer.

Typische Schutzbehauptung

So versucht man seine Gläubigen gegen Kritik zu immunisieren:

Wie Allah im Koran sagt, die Jenigen, die das wissen haben, können mich nicht leugnen auch wenn sie das wollen. Nur ihr Hass und Ihr Ego bringt sie dazu dass sie mich leugnen.

Man unterstellt den anderen, dass nur «ihr Hass und ihr Ego» sie dazu bringe festzustellen, dass es keinen Gott gibt (der in diesem konkreten Fall «Allah» heissen soll). Tatsache ist, dass alles, was die Wissenschaft entdeckt und erforscht hat, darauf hinweist, dass erstens sich das ganze Universum strikte an Naturgesetze hält, die nicht umgangen werden können, und zweitens der Geist sich nur im Evolutionsprodukt «Mensch» entfaltet hat, und nicht unabhängig vom Körper existieren kann. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es vor der Evolution Geist gegeben hat. Kein Gott hat sich den Menschen direkt geoffenbart. Es gibt nur indirekte «Offenbarungen» durch von Menschen geschriebene «heilige» Bücher und mündliche Überlieferungen. Welchen Zweck könnte ein Gott verfolgen, sich dermassen zu verstecken?

Wenn du mit Allah reden willst, dann lese erstmal Koran.

Wieso kann Dein Gott nur indirekt mit den Menschen kommunizieren, durch Bücher, die von Menschen geschrieben wurden? Ist er nicht fähig, direkt mir uns Kontakt aufzunehmen? Wieso sollte man an einen Gott glauben müssen, der tatsächlich existiert?

Die einzige logische Erklärung: Es gibt Deinen Gott nicht, darum müssen andere Menschen (über sogenannt «heilige Bücher») für ihn reden. Märchengestalten können nicht mit allen Menschen direkten Kontakt aufnehmen.

Koran und Bibel

Ich kann euch verstehen dass ihr alle enttäuscht von Kirche und Bibel seid. Aber zu dein Verständnis Koran und Bibel sind völlig zwei verschiedene Welten.

Ich sehe, dass der Koran genauso Gewalt produziert, wie die Bibel. Ich sehe, dass der Koran genauso auf Behauptung basiert, wie die Bibel. Ich sehe keinerlei Anlass, dem Koran in irgendeiner Weise mehr Bedeutung zukommen zu lassen, als der Bibel. Die Bibel beschreibt Vernichtungsfeldzüge gegen andere Völker, der koran spricht vom heiligen Krieg. Terroristen tun ihre Bluttaten sowohl im Namen der Bibel, wie auch in dem des Korans. Ich kann keine der semitischen Religionen den anderen vorziehen, sie sind alle drei schlecht.

Ewige Strafe und Todesstrafe

Aber na Gut. Bekommst du nicht auf dieser Welt wenn du eine unschuldige tötest lebenslangig Haft oder wird man nicht in USA dafür die Tote Strafe gegeben.

Eine lebenslange Haftstrafe endet mit dem Leben, eine Todesstrafe endet mit dem Tod. Jede menschliche Strafe ist begrenzt. Im Gegensatz dazu sprechen Bibel und Koran von «ewiger» Strafe, ewigen Höllenqualen. Strafen also, die weit über den Tod hinaus gehen und niemals enden.

Abgesehen davon sind alle mir bekannten Atheisten gegen die Todesstrafe. Dies nicht aus religiösen Überlegungen, sondern aus praktischen Notwendigkeit, hat die Todesstrafe doch einen schwerwiegenden Fehler: Ein Justizirrtum kann niemals wieder gut gemacht werden. Grundsätzlich wäre ich nicht gegen die Todesstrafe, wenn man damit nur gefährliche Gewaltverbrecher eliminieren würde, und garantieren könnte, dass es niemals den Falschen trifft, und dass sie niemals missbraucht würde. Selbst darüber würde man sich wohl nie einig, welche Verbrechen todeswürdig sind. Ganz abgesehen davon ist es gut, eine Hemmschwelle zu haben: Niemand darf einen (geborenen) Menschen ohne Notwehr töten, auch nicht der Staat. Da Menschen nicht unfehlbar sind, sollten wir tunlichst die Finger von der Todesstrafe lassen. Es sind daher praktische Überlegungen, weshalb ich die Todesstrafe ablehne.

In den VSA sind bezeichnenderweise vor allem die christlichsten Staaten, der sogenannte «Bibelgürtel2)» für die Todesstrafe. Kein Wunder, fordert doch gerade die Bibel selbst für kleinste Vergehen die Steinigung!

Frau im Islam

Wir bedecken unsere Frauen, weil sie für uns sehr viel Wert haben. Im gegensatz zu euch.

Ja, weil Ihr Männer Eure Frauen als wertvollen Besitz betrachtet. Im Gegensatz dazu betrachten wir Frauen als von selbst wertvoll, und zwar exakt genau gleich wertvoll, wie einen Mann.

Daher haben bei uns die Frauen aktives Stimm- und Wahlrecht, sie dürfen im Gegensatz zu Saudi-Arabien selbst autofahren. Und Frauen dürfen selbst entscheiden, wie sie sich kleiden wollen.

Strafe gibt es in jedem Gesellschaft, ob religöse oder nicht.

Es sind Ziel und Mass, welche den Unterschied ausmachen! Seit wir die Religion besiegt haben, kommen grausame und unmenschliche Strafen nicht mehr in Frage.

Basis unsere Werte

Kannst du mir sagen von wo du die Wörter sowie Gerichtigkeit, Toleranz und Freiheit hast. Verfolge mal die Ursprung von dieser Wörter und komm mir nicht mehr mit Gesellschaftliche Entwicklung, was sich entwickelt, hat auch ein Basis, sag mir von wo der Anfang der Werte kommt.

Die Basis der europäischen Werte liegt im vorchristlichen Athen. Die Renaissance hat die antiken Werte zurückgebracht, welche zuvor durch das Christentum verdrängt worden sind.

Wer liegt daneben? Der Gruss

Du behauptest:

Am Ende schreibst du Grüss Hans, Weisst du überhaupt wovon der Begriff Grüss kommt.

Die Wikipedia schreibt:

Die Bezeichnung ist zurückgebildet aus dem Verb grüßen, welches auf das westgermanische grotjan – „zum Reden bringen, sprechen machen“ – zurückgeht.

Du behauptest:

Gerichtigkeit ist ein religiöses Wort.

Die Wikipedia schreibt:

Der Begriff der Gerechtigkeit (lat.: iustitia, gr.: dikaiosyne) bezeichnet in der Ethik und in der Rechtsphilosophie den nach moralischen Maßstäben angemessenen Ausgleich von Interessen bzw. die angemessene Verteilung von Gütern oder Chancen zwischen beteiligten Personen, Gruppen oder innerhalb einer Staatsordnung. Sie beinhaltet die Abwesenheit von Privilegien. Gerechtigkeit ist die anerkannte Norm menschlichen Zusammenlebens und gilt als Grundprinzip für die Rechtsprechung und die Gesetzgebung.
Die ursprüngliche Bedeutung des Adjektivs „gerecht“ ist „gerade, gradlinig“ und übertragen „angemessen, richtig“. Ungerechtigkeit ist ein Verstoß gegen die Gerechtigkeit.

Weiter behauptest Du:

Ich sagte dir doch technologisch seid ihr weiter als wir aber nicht Geschelschaftlich nicht Kulturell und nicht Menschlich. Übrigens das ist immer noch ein christlicher Staat.

Falsch und nochmals falsch. Die modernen und aufgeklärten Staaten sind den mittelalterlichen ismalmischen Terrorregimes in jeder Hinsicht überlegen: Technologisch, kulturell und ethisch. Was moderne Ethik heisst, zeigt z.B. Michael Schmidt-Salomon, «Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemässe Leitkultur». Diese humanistische Ethik ist den mittelalterlichen Sharia-Gesellschaften um 500 Jahre voraus. Es hat mal einer treffend formuliert: Der Unterschied zwischen Islam und Christentum ist, dass dem Islam 500 Jahre Aufklärung fehlen. Vor 500 Jahren waren die Christen in ihrer Mehrheit da, wo die Moslems heute noch stehen. Heute können sich die meisten Christen den humanistischen Werten nicht mehr verschliessen und haben versucht, diese in ihre Religion zu integrieren. Was uns zu Deinem zweiten Fehler bringt: Siehe Wir leben in einem christlichen Land — Europa ist christlich.

Wir haben Basis für Mathe, Physik, Chemie, Medizin usw. gelegt oder leugnest du das?

Die Basis haben bereits die alten Griechen gelegt. Aber es stimmt: Es gab mal kulturelle uns wissenschaftliche Höhenflüge in der islamischen Welt. Leider gehören diese längst der Vergangenheit an, man konnte daran nicht anknüpfen. — Warum wohl? Verqueres religiöses Denken ist nicht kompatibel zu Wissenschaft und Forschung.

Wie Gwendolan bereits schrieb: Erst denken, dann schreiben.

Beweisumkehr

Ich sage es gibt ein Gott, beweiss mir dass es keinen Gibt?

Falsch. Wer eine Behauptung aufstellt, muss sie beweisen, nicht umgekehrt. Wenn Du sagst, es gäbe einen Gott, bist Du in der Beweispflicht. Man kann nicht beweisen, dass es etwas nicht gibt, aber man kann sehr wohl beweisen, dass es etwas gibt.

Ich beweise Dir gern, dass es keinen Gott gibt, sobald Du mir bewiesen hast, dass es keine kleinen grünen Männchen auf dem Mars gibt (die sich natürlich vor uns Menschen verstecken, wenn wir den Mars beobachten).

Deine Theorie «Es gibt einen Gott» müsste widerlegbare Aussagen machen. Meiner Ansicht nach sind sämtliche daraus ableitbaren Aussagen widerlegt. Insbesondere müsste man einen existierenden Gott wohl kaum beweisen, er müsste offensichtlich sein.

Argument der Zahl

Die Allgemeinheit bestimmt die exaktere Resultat. wie kommt dass 98 Prozent der Welt Glauben und 2 Prozent nicht.

Diese Aussage ist mehrfach falsch. Zwar glauben viele Menschen etwas, aber bei weitem nicht dasselbe! Und es glauben weit mehr als 2% nicht. Viele Menschen sind Mitglied ihrer traditionellen christlichen Kirche und glauben die wesentlichen christlichen Kernaussagen nicht, würden sich aber dennoch als Christen bezeichnen, wenn man sie danach fragt. und auch eine Mehrheit kann sich irren. Beispiele: Drittes Reich, Kommunismus, Religion.

Oder, wie unser T-Shirt-Spruch sagt: «Scheisse ist gut — Millionen von Fliegen können nicht irren.»

2 Milliarden Moslem gibt es, dann knappe 1 Milliarden Hindu und 1 Milliarde Budisten. Es gibt fas 0,5 Millarden Juden auf der Erde und 0,5 Milliarden andere Religionen meistens in Afrika und es gibt 2,5 Milliarden Christen.

Erstens kannst Du nicht in die Köpfe der Menschen schauen. Wer sich als Christ bezeichnet muss noch lange nicht die christlichen Grunddogmen teilen. Manche glauben nicht mal an einen Gott, würden sich aber trotzdem als Christen bezeichnen, weil sie hinter den humanistischen Werten stehen und die Christen die humanistischen Werte erfolgreich als ihre eigenen verkauft haben.

Und zweitens rechnest Du stinkfrech jeden, der irgendetwas glaubt in Deine Gruppr, obschon Du als Moslem einer Religion mit Absolutheitsanspruch anhängst, wie bereits hans richtig anmerkte.

Alter der Religion

Religion gab seit dem der erste Mensch auf der Welt war. Wie sagt man bei euch, Religion gab seit Urknall.

Der Mensch hat sich vermutlich bald nachdem er sich zum vernunftbegabten Wesen entwickelt hatte Gedanken über die Welt gemacht, die er mittels Religion zu erklären versuchte. Religion gibt es sehr lange, da hast Du recht. Aber nicht dieselbe Religion. Die Religionen haben Entwicklungen gemacht. Deine ist gerade mal wenige tausend Jahre alt (meines Wissens ca. 2'500 bis 3'000 Jahre, da die Bücher Moses nachweislich später erfunden wurden).

Antwort an «werner-bertsche»: Brights

Danke für die Einführung zu Thema «Brights». Mir gefällt der Begriff nicht, auch wenn er durchaus den nagel auf den Kopf trifft, weil er als zu selbstgefällig angesehen werden könnte. Ich habe daher den Begriff «Religionsfrei» erfunden («frei» im Sinne von Freiheit) und angefangen unter http://religionsfrei.org ein entsprechendes Forum für Menschen zu schaffen, die sich von den Fesseln der Religion befreit haben und gemeinsam eine gottlose Zukunft gestalten wollen. Jenes Forum ist ausschliesslich für uns Gleichgesinnte. Hier ist der Ort zur Diskussion und Streit (im konstruktiven Sinn) mit Andersdenkenden.

Wir sollten […] auch den Dialog zu ihren Organen suchen.

Zu welchem Zweck?

Antwort an Gwenolan

Der Kerl ist echt penetrant - Wo steckt eigentlich der ehrenwerte Domainbetreiber?

In den Ferien. Dem Lebenssinn im Skifahren suchen. ;-)

ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Zensur zu treiben. Wenn sich einer lächerlich machen will, bitte. Nur bei groben Regelverstössen werde ich aktiv.

Das du hier bist und versuchtst, deinen Glauben zu verteidigen, zeigt ja immerhin dass du Antworten suchst und dass dich Selbstzweifel plagen.

Ich fürchte, dass er nicht auf der Suche nach Wahrheit ist, sondern auf der Suche nach Bestätigung für seine absurden Theorien, und dass er nur hier herumtrollt, weil er uns überreden will (überreden, nicht überzeugen, denn dafür bräuchte er Argumente).

Antwort an hans: Israelis

Was haben die modernen Israelis, aus der Wüste alles gemacht in der sie leben? Eine Oase der Demokratie.

Kein gutes Beispiel. Sie haben einem Volk das Land geraubt und behandeln dieses Volk, wie sie einst in Deutschland behandelt wurden. Da wundert es mich nicht, dass die Palestineser ungezielte Raketen losschicken und Selbstmordattentate durchführen. Terror ist die Waffe der Ohnmächtigen. Man kann in geraubtem Land keine Demokratie verwirklichen und man kann in einer Demokratie nicht Teile der Bevölkerung benachteiligen und ausschliessen. Israel ist ein Unrechtsstaat. Die Europäer haben hier in der Absicht die Bibel zu erfüllen einen riesen Fehler gemacht.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: 29.12.2007 20:59 - mrw (warate)


Am 26.12.2008 19:14 schrieb warate:

Was haben die modernen Israelis, aus der Wüste alles gemacht in der sie leben? Eine Oase der Demokratie.

Kein gutes Beispiel. Sie haben einem Volk das Land geraubt und behandeln dieses Volk, wie sie einst in Deutschland behandelt wurden.

Für diese respektlose und hetzerische Behauptng solltest du dich entschuldigen. Deine Worte tragen Antisemitismus in sich. Und da Rassismus laut Definiton auch Rassenhetze beinhaltet, ist deine Bemerkung nichts anderes. Sie ist rassistisch. Schäme dich, so etwas zu sagen.

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