Atheismus in der Schweiz
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30.12.2007 11:38 - anonymous

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Diskussionsbeitrag:

Am 30.12.2007 11:38 schrieb anonymous:

So Leute, es macht mich wirklich müde, jeden Satz von euch zu widerlegen. Ich finde bei euch nicht einmal einen Satz den man so stehen lassen könnte und darauf aufbauen kann. Also wir klären jetzt erst mal einen Punkt: Darwinismus. Da ihr ja daran glaubt und das sozusagen Eure Religion ist.

Was seine Theorie aussagt wisst ihr hoffentlich und ich muss sie nicht noch mal wiederholen, falls es trotzdem nötig ist, dann sagt bescheid. Probleme von Darwins Theorie: 1. Was waren die natürlichen und die zufälligen Veränderungen, auf die Darwin sich bezog? Es stimmte, dass manche Kühe größer als andere waren und wieder andere eine dunklere Farbe hatten, doch wie konnten solche Abweichungen eine Erklärung liefern für die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten? 2. Darwin behauptete, das Leben entwickele sich allmählich, stufenweise. In diesem Fall müssten Millionen von "Übergangsformen" gelebt haben. Doch von diesen theoretischen Kreaturen gab es bei den bis dahin gefundenen Fossilien keine Spur. Darwin hatte lange über dieses Problem nachgedacht und war zu dem Schluss gekommen, dass spätere Forschungen diese Fossilien zu Tage fördern würden. 3. Wie konnte die natürliche Auslese komplexe Organe wie Augen, Ohren oder Flügel erklären? Wie kann begründet werden, dass diese Organe sich stufenweise entwickelt haben sollen, wenn man weiß, dass sie nicht funktionieren können, wenn nur ein einziger ihrer Bestandteile fehlt? 4. Wie entstand der allererste Organismus, nach Darwin der Vorfahr aller Arten? Können natürliche Prozesse etwas beleben, das vorher unbelebt war? Zumindest einiger dieser Fragen war sich Darwin bewusst, wie man in dem Kapitel "Probleme der Theorie" in seinem Buch nachlesen kann. Doch die Antworten, die er gab, hatten keinen wissenschaftlichen Wert. H.S. Lipson, ein Britischer Physiker, gibt folgenden Kommentar ab über diese Probleme Darwins: „Bei der Lektüre von Der Ursprung der Arten fiel mir auf, dass Darwin selbst sich bei weitem nicht so sicher war, wie es oft dargestellt wird; das Kapitel "Probleme der Theorie" zum Beispiel zeigt beträchtliche Selbstzweifel. Als Physiker war ich besonders fasziniert von seinen Ausführungen, wie das Auge entstanden sein soll. 1“ Darwin setzte all seine Hoffnung in den Fortschritt der wissenschaftlichen Forschung, von der er glaubte, sie werde die "Probleme der Theorie" überwinden können. Doch entgegen seinen Erwartungen haben jüngste wissenschaftliche Forschungen diese Probleme nur gesteigert.

Das Problem des Ursprungs des Lebens

In seinem Buch hat Darwin den Ursprung des Lebens nie erwähnt. Das primitive Wissenschaftsverständnis seiner Zeit ging von der Annahme aus, dass das Leben auf sehr einfachen Strukturen beruht. Seit dem Mittelalter war die Theorie der spontanen Entstehung weitgehend akzeptiert, dass unbelebte Materie eine Anordnung annehmen kann, die Leben hervorbringt. Man glaubte, dass Insekten aus Essensresten entstehen, weiter stellte man sich vor, Mäuse entsprängen aus Weizen. Zum Beweis dieser Theorie wurden obskure Experimente durchgeführt: Man legte einige Weizenkörner auf ein schmutziges Stück Tuch und glaubte, zum fälligen Zeitpunkt würden Mäuse daraus auftauchen. In ähnlicher Weise glaubte man, die Tatsache, dass Maden aus Fleisch hervorkrochen, sei ein Beweis für die spontane Entstehung. Erst einige Zeit später kam man dahinter, dass Maden nicht spontan entstehen, sondern von Fliegen in Form von Larven übertragen werden, unsichtbar für das menschliche Auge. Noch zu Darwins' Zeiten, als der Ursprung der Arten geschrieben wurde, war der Glaube, Bakterien entstünden aus unbelebter Materie, weit verbreitet. Jedoch nur fünf Jahre nach der Veröffentlichung von Darwins Buch stellte Louis Pasteur nach langen Studien und Experimenten seine Forschungsergebnisse vor, die die Theorie der spontanen Entstehung widerlegten, einen der Eckpfeiler von Darwins' Theorie. In seiner triumphalen Vorlesung 1864 an der Sorbonne sagte Pasteur: "Die Theorie der spontanen Entstehung wird sich von dem Schlag, den ihr dieses Experiment versetzt hat, nicht wieder erholen.”2 Befürworter der Evolutionstheorie weigerten sich lange Zeit, Pasteur's Ergebnisse zu akzeptieren. Als der Fortschritt der Wissenschaft jedoch die die komplexe Struktur der Zelle aufdeckte, geriet die Vorstellung, Leben könnte zufällig entstehen, immer tiefer in die Sackgasse.

Die Anstrengungen des Neo-Darwinismus

Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die entschlossen waren, auf irgendeinem Weg den Darwinismus mit der Wissenschaft der Genetik in Einklang zu bringen, traf sich 1941 auf einem Kongress, der von der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft organisiert worden war. Nach langer Diskussion kamen sie überein, den Darwinismus neu zu interpretieren und während der folgenden nächsten Jahre erarbeitete man eine Synthese verschiedener Wissenschaftszweige mit einer revidierten Evolutionstheorie. Zu den Wissenschaftlern, die mit der Etablierung der neuen Theorie befasst waren, gehörten die Genetiker G. Ledyard Stebbins und Theodosius Dobzhansky, die Zoologen Ernst Mayr und Julian Huxley, die Paläontologen George Gaylord Simpson und Glenn L. Jepsen, und die Mathematik-Genetiker Sir Ronald A. Fisher und Sewall Wright.5 Um Tatsache der genetischen Stabilität zu widerlegen (genetische Homöostase) bemühte diese Wissenschaftlergruppe das Konzept der "Mutation", das von dem holländischen Botaniker Hugo de Vries zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgeschlagen worden war. Mutationen sind Defekte, die aus unbekannten Gründen im Vererbungsmechanismus von Lebewesen auftauchen. Mutierende Organismen entwickeln ungewöhnliche Strukturen, die von der ihnen durch ihre Eltern vererbten genetischen Information abweichen. Das Konzept der zufälligen Mutation sollte die Antwort liefern auf die Frage nach der Herkunft der vorteilhaften Variationen, die die Weiterentwicklung der Lebewesen bewirken - nach Darwins Theorie. Darwin selbst hatte das Phänomen nicht erklären können, so versuchte er ihm auszuweichen, indem er auf Lamarck verwies. Die Gruppe aus der Amerikanischen Geologischen Gesellschaft nannte diese neu formulierte Theorie, der man zu Darwins These der natürlichen Selektion das Mutationskonzept hinzugefügt hatte, "Synthetische Evolutionstheorie" oder "Moderne Synthese". nach kurzer Zeit wurde diese Theorie als "Neo-Darwinismus" bekannt und ihre Anhänger als "Neo-Darwinisten". Doch es gab ein schwerwiegendes Problem: Es stimmt, dass Mutationen die genetischen Daten lebender Organismen verändern, doch diese Veränderung ist immer zum Schaden des betroffenen Lebewesens. Alle beobachteten Mutationen endeten mit verunstalteten, schwachen oder kranken Organismen und führten manchmal sogar zum Tod. Bei dem Versuch, Beispiele für "nützliche Mutationen" zu finden, die die genetischen Daten lebender Organismen verbessern, führten Neo-Darwinisten viele Experimente und Beobachtungen durch. Über Jahrzehnte wurden Mutationsexperimente an Fruchtfliegen und verschiedenen anderen Spezies durchgeführt. Jedoch konnte in keinem dieser Experimente eine den Genpool des Lebewesens verbessernde Mutation beobachtet werden. Noch heute ist das Thema Mutation ein großes Problem des Darwinismus. Trotz der Tatsache, dass die Theorie der natürlichen Selektion Mutationen als die einzige Ursache "nützlicher Veränderungen" ansieht, sind keine wie auch immer gearteten Mutationen beobachtet worden, die tatsächlich nützlich gewesen wären, soll heißen, die die genetische Information verbessert hätten. Eine andere Sackgasse ergab sich für die Neo-Darwinisten aus den vorhandenen Fossilien. Schon zu Darwins Zeiten stellten die Fossilien ein großes Problem für die Theorie dar. Obwohl Darwin das Fehlen von "Übergangs-Arten" zugab, sagte er voraus, dass zukünftige Forschungen den Beweis für diese verloren gegangenen Zwischenformen liefern würden. Doch trotz aller Anstrengungen der Paläontologen blieb das Fossilienthema ein ernsthaftes Handicap der Theorie. Eins nach dem anderen verloren Konzepte wie die "verkümmerten Organe", die "embryologische Rekapitulation" und "Homologie" im Licht neuer wissenschaftlicher Entdeckungen ihre Bedeutung.

Eine Theorie in der Krise

Mit einem Wort, die Evolutionstheorie ist eine Theorie in der Krise. Das jedenfalls ist die Einschätzung von Professor Michael Denton, eines australischen Biochemikers und berühmten Kritikers des Darwinismus. In seinem 1985 erschienenen Buch Evolution: Eine Theorie in der Krise untersucht Denton die Theorie im Licht unterschiedlicher Wissenschaftszweige und er kommt zu dem Schluss, dass die Theorie der natürlichen Selektion weit davon entfernt ist, das Leben auf der Erde zu erklären.6 Die Absicht von Dentons Kritik war nicht, die Richtigkeit einer anderen Ansicht zu zeigen, sondern ausschließlich der Vergleich des Darwinismus mit den wissenschaftlichen Fakten. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben viele andere Wissenschaftler bedeutende Werke veröffentlicht, die die Richtigkeit von Darwins Evolutionstheorie in Frage stellen.

2 Sidney Fox, Klaus Dose. Molecular Evolution and The Origin of Life. W.H. Freeman and Company, San Francisco, 1972, S. 4. 3 Gordon Rattray Taylor, The Great Evolution Mystery, Abacus, Sphere Books, London, 1984, S. 36, 41-42. 4 B.E. Bishop, "Mendel's Opposition to Evolution and to Darwin", Journal of Heredity, 87, 1996, S. 205-213; siehe auch. L.A. Callender, "Gregor Mendel: An Opponent of Descent with Modification", History of Science, 26, 1988, S. 41-75 5 Lee Spetner, Not By Chance!, The Judaica Press, New York, 1997, S. 20. 6 Michael Denton, Evolution: A Theory in Crisis, Burnett Books, London, 1985.

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