Atheismus in der Schweiz
Diskussion

01.01.2008 14:31 - Gwendolan

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Diskussionsbeitrag:

Am 01.01.2008 14:31 schrieb Gwendolan:

Ich kann nur für mich selbst sprechen. Aber ich glaube an keine Art von Göttern - egal ob personifiziert oder nicht. Egal ob ich diese konkrete Vorstellung kenne oder nicht - denn jede Gottesvorstellung widerspricht der natürlichen Welt, da ein Gott per se übernatürlich ist. Ist er nicht übernatürlich, so ist er Teil des Universums und könnte mit wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen werden. Die personifizierten Götter der Religionen sind alle von Menschen erdacht und wegen der unhaltbaren Behauptungen welche diese Menschen über ihre Götter aufstellen leicht zu widerlegen. Klar, je schwammiger die Gottesvorstellung wird, desto schwerer wird es, sie zu widerlegen. Wer allerdings ausserordentliche, dem aktuellen Stand der Wissenschaft widersprechende Behauptungen über das Universum aufstellt, z.B. das es einen (schwammigen) Gott jegwelcher Art gibt, der trägt auch die Beweislast. Das selbe gilt überigens für alle Behauptungen bezüglich "übernatürlicher Phänomene" oder extrem unwahrscheinlicher Behauptungen wie Telephatie, Geister, dem Ungeheuer von Loch Ness oder UFOs.

Und es waere ja jetzt vermessen zu glauben, man sei ja sooo intelligent und "frei", dass man sich von diesen vollkommen geloest habe.
Ein Mensch kann nur das verstehen, was in ihm bereits ist.
Also wenn ich zB. ein Kindergaertner bin, kann ich mir eine Vorstellung darueber erlauben, was ein Pilot genau tut, ohne selbst einmal geflogen zu sein, oder wenn, dann nur als einfacher Passagier und zudem noch kategorisch ablehnen, jemals eine Vorstellung darueber zu entwickeln, dass ich mal fliegen werde?

Du scheinst ja ein ziemlich schlechtes Bild der menschlichen Vorstellungskraft und unseres Verstandes zu haben. Irgendwie ist das doch typisch für Religionen, dass sie den Menschen weissmachen, sie seien dumm und könnten die Welt mit ihrem "eingeschränkten" Verstand gar nie richtig erkennen (Die Priester aber natürlich schon…). Man ist sicher nie vollkommen losgelöst von seiner Prägung - aber man kann sich dieser Prägung bewusst sein und damit umgehen. Ich bin der Ansicht, das wir zu sehr grosser Abstraktion fähig sind und Fragestellungen sehr objektiv beurteilen können. Man muss nicht ein Vergewaltigungsopfer in der Familie haben um zu erkennen, das Vergewaltigung etwas schlechtes ist. Man muss auch keine Frau sein um zu erkennen, das Vergewaltigung etwas schlechtes ist. Genausowenig muss man selbst gläubig gewesen sein um den Glauben abzulehnen. Der Kindergärtner könnte Bücher über das Fliegen lesen, ausserdem muss er ja gar nicht so genau wissen, was der Pilot tut - wozu auch? Selbst ohne zu Wissen was der Pilot genau tut könnte er beurteilen, ob das Flugzeug gerade in ein Hochhaus rast oder ob es friedlich vor sich hin fliegt. Ausserdem ist Glauben einiges weiter verbreitet als der Pilotenberuf, man hat also als Nichtgläubiger wesentlich häufiger mit Gläubigen und deren "Argumenten" etc. zu tun als man als Kindergärtner mit Piloten zu tun hat.

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