Atheismus in der Schweiz
Diskussion

04.01.2008 16:51 - mrw

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Diskussionsbeitrag:

Am 04.01.2008 16:51 schrieb mrw:

Antwort an Etem Zaman

Flugzeug Analogie

Das ganze Beispiel ist ein heilloses Durcheinander. Auch wenn ich mich bemühe, kann ich nicht verstehen, was Du damit aussagen willst. Einige Punkte sind aber ganz klar falsch. Nebst dem, was Gwendolan bereits erwähnt hatte, fällt mir noch auf:

Aus Libellen entsteht der Gedanke des Hubschraubers, aus der Vogelkunde und der Kombination von anderen Erkenntnissen aus anderen Bereichen der Wissenschaft, errichten wir Flugzeuge

Hubschrauber funktionieren vollkommen anders als Libellen, und Flugzeuge sind erst erfolgreich, seit sie nicht mehr den Flügelschlag der Vögel nachahmen. Technik kann oft in der Natur abschauen, da die Natur manche Probleme in jahrmilliarden langem Versuch und Irrtum optimiert hat, aber eine direkte Übertragung Eins zu Eins auf die Technik ist in der Regel nicht möglich.

Unverständliche Aussage

Ein Mensch kann nur das verstehen, was in ihm bereits ist.

Nein, er kann neues dazulernen. Je neuartiger, desto schwieriger, aber er kann es.

Inwiefern siehst Du einen Widerspruch zwisen dem was Du sagst und ich beschreibe? Der Mensch ist doch aus der Natur und daher hat er ja bereits alle Bausteine zu seiner eigenen Entwicklung. Von daher bewegt er sich doch auch so, wie er sich entwickeln muss. Das er hinzulernen muss ist ihm genauso vorprogrammiert, wie die Erkenntnis zur Errichtung von Moralvorstellungen, um ein harmonisches Zusammenleben zu schaffen. Taete er das nicht, so waere er doch dumm.

Ich verstehe nicht worauf Du hinaus willst. Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass der Mensch Teil der Natur ist, und daher alles schon implizit in ihm vorhanden war. Man kann auch sagen, dass das Potenzial zum Leben bereits im Urknall vorhanden war. Aber was genau willst Du damit aussagen? Du neigst dazu, Deine Gedankengänge sehr unklar und verworren darzulegen, wie auch Gwendolan kritisiert hat. Drücke Dich bitte präzise aus, komme auf den Punkt und sage klar, was Du aussagen willst.

Du kannst erwarten, dass wir uns Mühe geben, Dich zu verstehen, aber es ist Deine Verantwortung, Dich klar und verständlich auszudrücken, denn wir sind keine Gedankenleser, und wir wollen Dir auch nicht etwas unterstellen. Also: Mehr Klarheit bitte.

Drei vetrschiedene Götter?

Wenn man mal logisch nachdenkt, warum sollte die Form der Gottesvorstellung zugleich hunderte von Boten schicken, wenn die Vorstellung Gottes immer die richtige war? Ergibt es einen Sinn an die Menschen einen Boten zu schicken, wenn sie eh an den richtigen Gott glauben?

Ein Gott, der Boten schicken muss, um den Menschen zu erklären, was er ist, ist eine absurde Gottesvorstellung. Kann das dieser Gott nicht selbst und unmissverständlich erledigen? Wieso muss er heute keine Boten mehr schicken? Wieso müssen wir an einen Gott glauben, statt dass dieser uns über seine Existenz Wissen vermitteln würde? Dies alles ist sehr unlogisch. Die einzige logische Schlussfolgerung ist die, dass es keinen Gott gibt.

Von daher ist die Gottesvorstellung schon sehr unterschiedlich innerhalb dieser 3 Religionen und kann nicht so einfach pauschalisiert werden.

Ja, die drei Religionen haben unterschiedliche Gottesvorstellungen. Trotzdem handelt es sich nach der Bibel, Thora und Koran um ein und denselben Gott. Die Christen glauben auch an den Gott des alten Testaments und die Moslems glauben auch an Jesus und den Gott des alten Testaments. Das ganze ist ein riesiges absurdes und inkonsequentes Gebastel. Es wurden offensichtlich aus historischen Gründen Dinge zusammengemischt, die nicht zusammenpassen. Die Bibel, Thora und der Koran sind ganz offensichtlich Menschenwerk, ein unsägliches Flickwerk aus gesammelten Märchen und historischen Berichten. Es hat sich noch keine dieser Religionen offiziell vom alten Testament losgesagt. Auch Jesus bezieht sich auf das alte Testament und betont seine andauernde Gültigkeit.

Objektivität

Genau hier liegt das Problem. Du behauptest objektiv zu sein, aber das tun so ziemlich paar Milliarden Menschen.

Nein. Menschen, die einer Religion den Vorzug geben, ohne dies mit logischen und auch für Nichtgläubige nachvollziehbaren Argumenten tun, handeln voreingenommen und subjektiv.

Die Religion bietet aufgrund des systematischen Fehlers ihrer Methode niemals objektive Kriterien. Nur die Wissenschaft kann objektive und für alle nachvollziehbare Antworten bieten. Das genau war ja schon mit dreizehn Jahren das Fazit meiner ersten Zweifel.

Aber das Resultat von vielen subjektives Vorstellungen, kann gar keine Objektivitaet ergeben.

Die Wissenschaft bietet eine solche Objektivität: Ihre Resultate können jederzeit von jedem Menschen in jeder Kultur unabhängig voneinander gefunden und nachgeprüft werden. Ausserdem kann und soll alles immer in Frage gestellt werden. Nur dadurch erreicht man ein stabiles Fundament. Kein anderes System kann das leisten. Die Religion am wenigsten.

Objektivität heisst nicht, dass man fehlerlos wäre, oder dass es keinen Fortschritt gäbe, sondern dass die Resultate der Forschungen nachvollziehbar und wiederholbar sind. Im Gegenteil: Der Fortschritt ist ein weiteres herausragendes Merkmal der Wissenschaft, in dem ihr wiederum die Religion nichts vergleichbares entgegenzusetzen hätte.

Also ueber welche genaue Gottesvorstellung reden wir jetzt?

Wenn wir mit Dir reden, über Deine.

Ueber meine kannst Du nicht reden, weil Du noch nichtmal weist, ob ich eine habe.

Dann können wir nicht miteinander über Gottesvorstellungen reden, es sei denn, Du sagst uns, über welche Du reden willst. — Oder wir reden einfach über den «biblischen» Gott.

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