Atheismus in der Schweiz
Diskussion

30.10.2007 18:33 - Yggdrasil

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Diskussionsbeitrag:

Am 30.10.2007 18:33 schrieb Yggdrasil:

Ich habe mir schon gedacht, dass auch an meinem Verstand gezweifelt wird, wenn ich "Götter" erwähne. Doch muss ich hier doch Stellung nehmen und sagen, dass ich an die Götter glaube. Das tue ich nicht um absichtlich einen anderen Strom zu gehen als die Christen, sondern weil ein Gott alleine viel zu viele Widersprüche für mich hat. Beweise für die Existenz der Götter zu finden, ist wohl unmöglich, denn schliesslich macht das Glauben den Glauben aus und wenn die Existenz bewiesen wäre, würde man es nicht mehr länger Glauben nennen, sondern Wissen.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Antwort einem Atheisten nicht genügt, aber ich hole noch ein bisschen weiter aus. Die Spiritualität ist etwas wichtiges für mich und ich lebe für mich gesünder und glücklicher wenn ich mit den Göttern gehe, anstand mich gegen sie zu wenden oder nicht an sie zu glauben. Im Gegensatz zu den Offenbahrungsreligionen ist der Neopaganismus keineswegs dogmatisch, es gibt keinen Rachegott und Gotteslästerung auch nicht. Es wird nicht gedroht, was passiert wenn man nicht an die Götter glaubt. Doch gibt es gewisse Grundsätze, die übrigens bei allen Naturreligion sehr ähnlich sind, wie zum Beispiel der Respekt vor jedem Lebewesen und der Natur als Ganzes. Dies ist aber eher in die Moral einzustufen und folgt aus der Wertschätzung der Natur und ist nicht "göttlich" wie die 10 Gebote zum Beispiel.

Ein weiterer Punkt ist der Weg in die Naturreligion. Jeder gläubige Neopaganist hat seine eigene Geschichte, warum er diesen Glauben gewählt hat, welches Ereignis ausschlaggebend war. Es besteht also keineswegs eine Pflicht daran zu glauben, sondern es ist eher ein persönlicher Weg. Zwangsbekehrung gibt es folglich auch nicht.

Bezüglich den Naturwissenschaften: Zweifelsohne sind die Naturwissenschaften dazu da zu versuchen, die Natur zu erklären. Dass viele Wissenschaftler die Natur lieben, ist sicherlich auch der Fall. Jedoch geht in der Wissenschaft zu schnell die Moral verloren, denn die Gier nach Wissen übersteigt den Respekt vor dem Leben und der Natur oftmals. Versuchstiere, Atombombentests oder Klonen sind Resultate der Wissenschafte und nichts weiter als zerstörerisch, respektlos und verachtenswert. Nach Gallileo's Wissenschaft hätte wir keine Moral mehr, sondern nur noch Zahlen, Formeln und Gesetze. Was nützen uns Naturgesetze, wenn wir sie schliesslich nur gegen die Natur selber einsetzen. Ich habe grossen Respekt vor dem Fortschritt der Wissenschaft, doch vieles ist mir zuwider und kann ich nicht unterstützen.

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