Atheismus in der Schweiz
Diskussion

17.12.2007 08:24 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Es ist zuviel Zufall im Spiel» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 17.12.2007 08:24 schrieb mrw:

Antwort an Jack: Kein Zufall

die Evolutionstheorie besagt, dass Leben, d.h. hochkomplexe, geordnete Organismen, zufaelligerweise aus toter Materie entstanden sein soll.

Wenn die Bedingungen für Leben erfüllt sind, wird es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit entwickeln, weil alle Prozesse mit genügend hoher Wahrscheinlichkeit, und damit Entstehungsrate, ablaufen. Da spielt der Zufall kaum eine Rolle. Da lange Zeit zur Verfügung steht, ist die Entstehung des Lebens dort, wo es möglich ist, kein Zufall. Selbst die Entwicklung ist in gewissen Bahnen vorgegeben. Durch die gegenseitige Konkurrenz werden immer ausgefeiltere und komplexere Lebensformen entstehen.

Da ein solches Experiment natuerlich nicht durchfuehrbar ist, ist die Evolutionstheorie somit per Definition auch nicht beweisbar. Sie bleibt per Definition reine Hypothese. […] Ansonsten wiederholt mir die Entstehung des Lebens im Labor, wenn Ihr koennt (schafft Ihr naemlich eh nicht).

Du hast absolut keine Ahnung, wie Wissenschaft funktioniert. Es ist nicht notwendig, dass die Entstehung des Leben im Reagenzglas nachvollzogen werden kann. Man weiss ziemlich genau, wie Sterne entstehen, trotzdem kann man keine Sterne im Labor züchten, — und es ist auch nicht notwendig.

Selbstverständlich könnte man die Existenz eines Lebenserschaffenden Gottes selbst dann ausschliessen, wenn nicht wüsste, wie das Leben entstand, denn ein solcher Gott ist, wie auf diesen Seiten vielfach gezeigt wird, in sich unlogisch und unmöglich. Eine Theorie, in diesem Fall die Schöpfungstheorie, ist nicht einfach nur deshalb richtig, weil es keine gute Alternative gibt.

Könnte man tatsächlich Leben im Labor erschaffen, so wäre das noch immer kein Beweis für die Evolutionstheorie, sondern nur eine weitere Bestätigung, denn damit wäre ja noch immer nicht bewiesen, dass es sich damals tatsächlich auch so abgespielt hatte. Aber solche Bestätigungen gibt es unzählige: Gregor Mendels Vererbungsregeln, die Chromosomen, Gentechnik, künstliche Auswahl durch Züchtung, u.s.w.. Alles bestätigt die Evolutionstheorie, welche wiederum all diese Erscheinungen erklären kann. Die Schöpfungstheorie kann nichts von alledem, im Gegenteil: Vor der Evolutionstheorie glaubten die Menschen, auch die Wissenschafter an die Schöpfungstheorie. Aber sie kamen damit nicht weiter. Als immer mehr Fossilien ausgestorbener Lebewesen gefunden wurde, konnte man dies nicht mehr mit der Schöpfung erklären. Man musste annehmen, es habe unzählige Vernichtungen und Neuschöpfungen gegeben, bis Darwin endlich mit der neuen, alles erklärenden Theorie gekommen ist, die bis heute unwiderlegt gültig ist.

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