Atheismus in der Schweiz
Diskussion

25.12.2007 22:25 - Jack

Hier sind Diskussionen zur Seite «Es ist zuviel Zufall im Spiel» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 25.12.2007 22:25 schrieb Jack:

mrw,

"Wenn die Bedingungen für Leben erfüllt sind, wird es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit entwickeln, weil alle Prozesse mit genügend hoher Wahrscheinlichkeit, und damit Entstehungsrate, ablaufen."

Kannst Du in dem Fall im Labor die Entstehung des Lebens 1:1 wiederholen? Nein? Tja, dann hör auf von Dingen zu schreiben, als ob sie passiert wären. Anonsten ist und bleibt es reine Hypothese.

"Da spielt der Zufall kaum eine Rolle. Da lange Zeit zur Verfügung steht, ist die Entstehung des Lebens dort, wo es möglich ist, kein Zufall. Selbst die Entwicklung ist in gewissen Bahnen vorgegeben. Durch die gegenseitige Konkurrenz werden immer ausgefeiltere und komplexere Lebensformen entstehen."

Aha. Mit anderen Worten: Nimm einen Haufen Schrott, schmeiss es auf den Boden, und wenn sich Schraube und Mutter berühren, dann entsteht vielleicht mal ein Lenkrad, ein Rad und eine Kupplung (das besagt nämlich die Evolutionstheorie). Und mit noch mehr Glück (und Glaube) vielleicht ein ganzes Auto. Glaubst Du das wirklich? Hey, nach dieser Hypothese können ja so ganze Flugzeuge entstehen! Was machen wir nur mit all den Fabriken? ;-) Spass beiseite: Solange Du in einem Experiment nicht 1:1 repetieren kannst, was Du da sagst, hast Du auch keinen Beweis. Es bleibt reine Hypothese.

"Du hast absolut keine Ahnung, wie Wissenschaft funktioniert. Es ist nicht notwendig, dass die Entstehung des Leben im Reagenzglas nachvollzogen werden kann. Man weiss ziemlich genau, wie Sterne entstehen, trotzdem kann man keine Sterne im Labor züchten, — und es ist auch nicht notwendig."

Tja, leider habe ich von Wissenschaft, Biologie und Schulmedizin mehr Ahnung als Dir lieb ist. :-) Ansonsten erklär mir wie es möglich ist, dass Zellen den ganzen *exakten* Bauplan für sich selbst geich im Zellkern mittragen in Form von DNA. Von den Ribosomen, die die DNA "entziffern" und exakte Kopien der Proteine nachbauen können, mal ganz zu schweigen. Schon mal was von posttranslationaler Proteinmodifikation gehört? Nicht? Dann lass die Finger von der Bilogie. Es ist nicht Dein Fachgebiet.

Und wie Sterne entstanden sind, weiss man auch nicht 100%-ig. Man vermutet es. "Vermuten" und "wissen" ist nicht dasselbe. Deshalb werden ja auch Millionen in die Weltraumforschung reingesteckt.

"Selbstverständlich könnte man die Existenz eines Lebenserschaffenden Gottes selbst dann ausschliessen, wenn nicht wüsste, wie das Leben entstand, denn ein solcher Gott ist, wie auf diesen Seiten vielfach gezeigt wird, in sich unlogisch und unmöglich. Eine Theorie, in diesem Fall die Schöpfungstheorie, ist nicht einfach nur deshalb richtig, weil es keine gute Alternative gibt."

Falsch. Wenn man keine beweisbaren Alternativen zur Schöpfung vorweisen kann, kann man die Existenz einer schöpferischen, lebensschaffenden Kraft nicht ausschliessen.

"Könnte man tatsächlich Leben im Labor erschaffen, so wäre das noch immer kein Beweis für die Evolutionstheorie, sondern nur eine weitere Bestätigung, denn damit wäre ja noch immer nicht bewiesen, dass es sich damals tatsächlich auch so abgespielt hatte. Aber solche Bestätigungen gibt es unzählige: Gregor Mendels Vererbungsregeln, die Chromosomen, Gentechnik, künstliche Auswahl durch Züchtung, u.s.w.. Alles bestätigt die Evolutionstheorie, welche wiederum all diese Erscheinungen erklären kann. Die Schöpfungstheorie kann nichts von alledem, im Gegenteil: Vor der Evolutionstheorie glaubten die Menschen, auch die Wissenschafter an die Schöpfungstheorie. Aber sie kamen damit nicht weiter. Als immer mehr Fossilien ausgestorbener Lebewesen gefunden wurde, konnte man dies nicht mehr mit der Schöpfung erklären. Man musste annehmen, es habe unzählige Vernichtungen und Neuschöpfungen gegeben, bis Darwin endlich mit der neuen, alles erklärenden Theorie gekommen ist, die bis heute unwiderlegt gültig ist."

Du sagst es ja selbst: Es ist eine Theorie. Funde, die zu einer Theorie passen, sind kein Beweis per se. Oder sind Igel und Kakteen miteinander verwandt weil beide Stacheln haben? Ich kann Dir wiederholt beweisen, dass Bier durch Brauen entsteht oder wie Apfelbäume durch das Pflanzen von Apfelsamen entstehen. Die Evolution ist eine Theorie und kein Fakt. Leider gibt es viel zu viele archäologische Funde, die der Evolutionstheorie widersprechen. Diese werden dann verscharrt oder als "zufällige Anomalie" verheimlicht. Nicht sehr wissenschaftlich muss ich sagen. Die Mendelschen Verebungsregeln erklären lediglich in einfachster Weise, wie Erbinformation zuverlässig und sicher weitergegeben wird, nicht aber wie Evolution durch zufällige, spontane Mutationen verläuft. Du hast von Biologie Null Ahnung, mrw. ;-) Hör auf von Dingen zu reden, die Du nicht verstehst.

Mrw: Die Evolution ist nicht beweisbar, weil man sie nicht wiederholen kann. Könnte man sie wiederholen, wie z. B den Satz des Pythagoras, die Sinus- und Cosinussätze oder das Heranwachsen eines Babys im Mutterleib, wäre sie bewiesen. Aber das ist meines Wissens noch nie gemacht worden, geschweige denn versucht worden. Deshalb ist die Evolutionstheorie ein höchst fragwürdiger *Glaube* und keine Tatsache. Ansonsten erklär mir, was war zuerst: Die Ribosomen, oder die RNA für dieselben, die der DNA im Zellkern entspricht. Hast Du meine Frage verstanden? ;-)

Gute Nacht, Jack

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