Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: 30.12.2007 09:42 - Jack (sara)

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Diskussionsbeitrag:

Am 11.03.2010 15:27 schrieb sara:

Gerade bei einem so komplexen Thema wie die Abiogenese, das sich auf Modelle stützt, ist es unabdingbar, dass man lückenlos den Lebensentstehungsprozess nachweisen kann. Besonders dann, wenn man behauptet es geht alles von alleine und es braucht keine Schöpferkraft.

Du tust so, als wäre "den Schöpfer anzuzweifeln" eine Allerweltsbehauptung. Ist es aber eigentlich gar nicht, zumindest nicht, wenn man neutral und offen an die Frage herangeht, und nicht von Anfang an völlig voreingenommen ist von einer Theorie, die man eigentlich nur hat, weil man damit seit kleinauf in einem Gehirnwäscheartigen Prozess indoktriniert wurde. Versuche einmal, dich von deiner Voreingenommenheit zu lösen, dich in neutrales Niemansland zu begeben, wo du der "kein Gott Hypothese" und der "Gott Hypothese" die gleichen Startchancen gibst.. Kannst du dir zumindest vorzustellen, wie es denn wäre, und was all die Implikationen wären, wenn es keinen Gott gäbe?

Eine Schöpferkraft zu widerlegen sollte nicht mehr Beweisen bedürfen, als ein anderes Thema, das man kritisch und objektiv von null auf abzuhandeln versucht, auch wenn es sich um ein "komplexes Thema" handelt, das sich "auf Modelle stützt". Zweifelst Du Einstein's Relativitätstheorie auch an?

Hierzu gibt es noch keine allgemein anerkannte Theorie, sondern nur Modelle und Hypthesen. Und Modelle und Hypothesen sind kein Beweis. From organic molecules to protocells Zu diesem Thema gibt es nur Spekulationen.

Als Gott erfunden wurde vor etwa 2500 Jahren gab es noch nicht einmal Modelle und Hypothesen, es wurde alles Unerklärliche einfach nur "Gott" zugeschrieben. Seither sind unaufhaltsam immer mehr Dinge wissenschaftlich erklärt worden, und es braucht Gott als Erklärung nicht mehr (Blitz und Donner, Feuer, die Sonne und das Universum als ganzes, warum niemand über den Rand einer flachen Welt fallen kann, Moleküle, Krankheiten, etc..) Gott muss sich in immer kleiner werdenden "noch unerklärten Lücken" verstecken, und die Leute, die stur immer noch an ihn glauben wollen, sich an immer dünnere Strohhalme klammern.. Wenn man aber aus der Geschichte gelernt hat, wird man realisieren, dass sich von allen Theorien, die heute bezüglich Abiogenese aufgestellt sind, eine in Zukunft behaupten wird. In 20 Jahren? 50 Jahren? 100 Jahren? Spielt keine Rolle.. Der Gesamttrend ist klar: Die Lücken werden immer kleiner, bis sie eines Tages so klein sind, dass sich die Gotthypothese nicht nur als "unnötig", sondern endgültig als "an den Haaren herbeigezogen" enpuppt.. was sie für viele wagemutige Pioniere übrigens schon heute ist. :-)

gruss, Sara

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