Atheismus in der Schweiz
Diskussion

10.10.2007 19:05 - diko

Hier sind Diskussionen zur Seite «Das Christentum ist gut, nur seine Vertreter sind schlecht!» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 10.10.2007 19:05 schrieb diko:

"Wäre wirklich das Volk Israel zu jener Zeit eingewandert, hätte es einen kulturellen Bruch gegeben, der nachweisbar gewesen wäre. Entweder hätte das jüdische Volk die einheimische Kultur vernichtet, oder zumindest diese mit der eigenen vermischt. Beides war nicht der Fall."

Wenn man die biblischen Berichte liest, dann ist Folgendes zu lesen: - Manche Stämme im "gelobten Land" wurden vertrieben bzw. vernichtet. - Andere Stämme wohnten unter den Israeliten und beugten sich mehr oder weniger freiwillig der neuen Herrschaft. - Mit der Zeit übernahmen "die" Israeliten phasenweise die religiösen und kulturellen Eigenheiten anderer Stämme.

In der Bibel wird also von gegenseitigen, phasenweisen Beeinflussungen geschrieben. Auch werden Kriege erwähnt, in denen die Israeliten durchaus auch als Verlierer hervorgingen. Folge: Kulturelle Schätze der Israeliten wurden vernichtet oder in's "Ausland" gebracht.

Jetzt wär's natürlich interessant, welcher archäologische Befund in Deinem von Dir genannten Artikel aufgelistet wird. Aber vielleicht schreibst Du dazu noch was.

"Ziel dort ist es nicht, Wissenschaft zu betreiben, sondern mit pseudowissenschaftlichen Ansätzen das Christentum zu beweisen. Deine Links sind offensichtlich da einzuordnen." Woher weißt Du das, dass diese links pseudowissenschaftlich sind?

"Eigentlich geht es um Unschuld, nicht um Schuld. Gott tötet unschuldige Menschen. Du versuchst nur, abzulenken. Darum kriegst Du eine Gegenfrage statt einer Antwort." Na gut, dann frage ich anders: Gibt es in Deinem Weltbild eigentlich "Schuld" und "Unschuld"? Falls ja: Wie begründest Du das?

"Würdest Du die Bibel kennen, wüsstest Du, wovon ich Rede, nämlich von den Moses-Büchern. Da die aber wie gesagt erfunden sind, ist wohl auch der Völkermord erfunden." Wenn Du meinst, dass der Völkermord eh erfunden ist - wozu dann die Aufregung über einen grausamen Gott? Ich meine diese Frage ernst, nicht provokant.

"Bei der Wissenschaft handelt es sich eben gerade nicht um eine Religion, wo der Glaube zählt. Hier zählen nur harte Fakten und gute Argumente. Trotzdem hat sich die Evolutionstheorie nicht nur durchgesetzt, sondern bis jetzt halten können. Denk mal darüber nach!" Deine Beschreibung der Wissenschaft ist grundsätzlich gut und nachvollziehbar. Wenn ich aber an den aktuellen Beschluss des Europarates denke, dass die ET noch viel besser in Lehrbüchern dargestellt werden soll und Kritik, die z.B. durch die kreationistische Ansicht deutlich wird, möglichst nicht erörtert werden soll, dann sehen wir, dass es durchaus Bestrebungen gibt, die ET bloß nicht in Zweifel zu ziehen. Ob nun ID die bessere Alternative ist, will ich gar nicht behaupten. Aber mögliche Schwächen der ET möglichst kleinzuhalten, indem in Lehrbüchern dem ein Riegel vorgeschoben wird, ist unwissenschaftlich. Ich befürchte, dass es hier um einen Trend geht, der dann leider nicht mehr wissenschaftlich ist.

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