Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Wissenschaft und «Intelligent Design» (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 03.03.2008 13:55 schrieb mrw:

Am 29.02.2008 23:19 schrieb wiking:
id ist wissenschaftlich genug, um die zufallskomponente durch gott zu ersetzen und damit ein für mich sehr rundes weltbild zu schaffen.

«Intelligent Design» ist keine Wissenschaft.

In der Wissenschaft versucht man Beobachtungen zu strukturieren und eine Theorie dafür zu finden. Wissenschaft ist vollkommen ergebnisoffen, d.h. das Resultat, die Theorie, wird erst am Ende aus den Fakten ermittelt. Ob die Welt von einem Gott erschaffen wurde, oder ob sie von selbst entstand, ist vollkommen egal: Die Wissenschaft untersucht alle Möglichkeiten und entscheidet sich erst dann für diejenige, die sich am besten mit den Fakten vereinbaren lässt. Vor Darwin galt übrigens der Schöpfungsmythos als wissenschaftliche Theorie. Diese wurde dann aber durch die Fossilienfunde widerlegt und musste somit verworfen werden. Das heisst, der Schöpfungsmythos hatte bereits versagt, bevor Darwin seine neue Theorie aufgestellt hatte.

Beim Intelligent Design ist der Ansatz genau umgekehrt: Man ist nicht ergebnisoffen, sondern geht vom Dogma der Schöpfung aus, ob man nun dazu «Schöpfer» sagt, oder «intelligenter Architekt», spielt keine Rolle. Man nimmt also das Ergebnis vorweg und sucht dann mühsam nach Rechtfertigung, um dieses Gebilde zu stützen und gegenteilige Ansichten zu stürzen. Diese Vorgehensweise ist unwissenschaftlich. Im Gegensatz zur Religion ist die Wissenschaft ehrlich und gibt Fehler zu. Wäre Intelligent Design ein besseres Konzept, als die Evolution, würde es von der Wissenschaft angenommen. Diejenigen Argumente, die nicht völlig abwegig sind, namentlich das mit der nichtreduzierbaren Komplexität, wurden von der Biologie aufgenommen und untersucht. Kein Argument war bisher stichhaltig. Aber Argumente zu wiederholen, nachdem sie widerlegt wurden, das ist einfach nur dumm und unwissenschaftlich.

der richter ist meiner meinung nach erwas sehr kompromisslos und lässt keine individuellen meinungen zu (sehr gefährlich im übrigen)

Es geht in der Wissenschaft und vor Gericht um Tatsachen und nicht um Meinungen.

evolution setzt voraus, dass das leben durch zufall entstanden ist und besagt, dass es sich durch zufall fortentwickelt

Nein. Zufall spielt in der Evolution keine Rolle.

und die wissenschaft, von der du redest, sagt sehr wohl, dass leben aus zufällig aufeinandertreffenden molekülen entstanden ist.

Das ist ja auch richtig. Es ist in diesem Punkt nur noch nicht bis ins letzte Detail geklärt, wie genau das ablief, aber dass es ablief, davon kann man ausgehen, denn eine bessere Erklärung gibt es nicht.

ok, wissenschaftlich belegte tatsache: es wurde noch nie beobachtet, dass z.b. ein neues organ oder etwas ähnlich vorteilhaftes und koplexes als reaktion auf äußere umstände zum vorteil des individuums durch mutation entstand. ganz einfacher beweis: die evolutionstheorie heißt immer noch evolutionsTHEORIE.

Stupider Nonsens.

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