Re: «Das Christentum ist tolerant» (ich_bin_der_ich_bin)
Am 06.03.2009 02:54 schrieb ich_bin_der_ich_bin:
Doch diese Auffassung ist vollkommen falsch.
Nein, diese Aussage ist falsch! Sogar grundfalsch, falsifiziert sich selbst dadurch, dass jedes Individuum auffassen kann, wie es will, was ja gerade Individualität ausmacht, und ist nichts anderes als versuchte Manipulation und oberflächliche Blenderei.
Man kann eine Religion nicht dafür verurteilen, was der Mensch aus ihr macht, das liegt in der Verantwortung der Menschen und nicht in der Verantwortung der Religion. Die Verantwortung für sein Tun liegt beim Mensch, das ist die Grundaussage einer jeden Weltreligion. Die Weltreligion kann nichts dafür, wenn der Mensch nicht selbst denkt. (Gut, ich gebe zu, dass eine wirklich nützliche Religion nicht so viel Blödsinn enthalten sollte, sondern sie eigentlich davon gesäubert sein sollte, von all dem sinnlosen und destruktiven Gelabere. Nichts desto trotz aber, muss der Mensch selbst entscheiden, was auch die grosse Grundaussage (fast) aller Weltreligionen ist.)
Warum es meiner Meinung nach stimmt, dass das Christentum toleranter ist wie der Islam, ist Folgendes: So viel ich weiss, (ich kann mich irren), steht im neuen Testament nirgends dass man seinen Nächsten umvbringen soll, wenn er nicht christlich glaubt und schon gar nicht, dass es der Mensch selbst zun soll. Im Koran hingegen steht das sogar mehrfach. (Sure 2,54; 2,191; 2,193; 2,194) (Ich habe bisher erst das erste Kapitel des Korans gelesen ca. 1/10 und ich mache jede Wette, dass das noch mehrmals kommt.)
Im Christentum ist es zwar so, dass laut einer Aussage Jesu nur diejenigen Schutz vor dem Gericht Gottes haben, die an ihn glauben und die anderen nicht. Dennoch ist die Wahl frei, im Koran hingegen ist die Wahl nicht frei. Entweder Glauben oder (schon in diesem Leben durch Menschen) sterben. Das ist ein gewaltiger Unterschied vom Christentum zum Islam und darum stimmt auch die Aussage oben nicht. (Wenn ich mich irre lasse ich mich gerne korrigieren. Ich habe noch nicht die ganze Bibel gelesen.)(Bitte Bibelstelle angeben.))
An anderen Orten dieser Welt, insbesondere in Afrika, aber auch in den VSA ist das Christentum richtiggehend intolerant.
Du sollst nicht töten! wie schon gesagt, kann man eine Weltreligion nicht dafür verurteilen, dass einzelne Verirrte gegen sie handeln, das liegt in der verantwortung des Einzelnen und nicht der Religion, es sei denn, es ist vorgeschrieben wie z.B. im Islam, dann kann man auch die ganze Religion verurteilen, da habe ich gar nichts dagegen.
In den VSA beispielsweise ermorden fundamentalistische Christen Ärzte in Abtreibungskliniken.
Du sollst nicht töten! wie schon gesagt, kann man eine Weltreligion nicht dafür verurteilen, dass einzelne Verirrte gegen sie handeln, das liegt in der Verantwortung des Einzelnen und nicht der Religion, es sei denn, es ist vorgeschrieben wie z.B. im Islam, dann kann man auch die ganze Religion verurteilen, da habe ich gar nichts dagegen. Der Koran gehört auf den Index, wenn man mich fragt.
Auch bei uns waren die Christen nicht immer so tolerant wie heute. Noch heute reagieren viele Christen äusserst gereizt, wenn man ihre Glaubenswahrheiten in Frage stellt. Aber vor noch nicht allzulanger Zeit war auch in Europa selbst der leiseste Zweifel an christlichen Dogmas bei Folter und Todesstrafe verboten. Das was wir heute hier als «Christentum» wahrnehmen, ist in Wirklichkeit ein kleiner Rest an Religion, geläutert durch Humanismus und Aufklärung. Nach den blutigen Religionskriegen zwischen den Katholiken und den Protestanten war es eine Frage des Überlebens, sich wenigstens auf Toleranz zwischen den christlichen Konfessionen zu verpflichten. In harten Auseinandersetzungen wurden den Christen immer mehr Freiheiten abgetrotzt, bis wir unsere heutige offene Gesellschaft erreicht hatten.
Ja das ist richtig und dennoch waren es die Menschen und nicht die Religion, wleche das getan haben und selbst wenn es in der "heiligen Schrift" stehen würde, so wäre es der Mensch, der denken muss, was er tut. Das Leben ist eine Prüfung, zumindest für die monotheistischen Religionen. Diese Prüfung fängt, wenn dann, schon da an, an was man glaubt!
Doch Christen seit informiert, dass ich in diesem Artikel zwar die Bibel vor dem Koran in Schutz genommen habe, aber als Ganzes doch nicht an die Bibel glaube, sogar überhaupt nicht an die Bibel glaube. Dennoch empfinde ich, soll man das wegen den von mir angebrachten Begründungen relativieren, abgrenzen und auch unterscheiden.
Gruss
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Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: «Das Christentum ist tolerant» (mrw) Am 11.03.2009 21:20 schrieb mrw:
Du langweilst mich. In «Intoleranz in Religionen» (wohin auch der Artikel «Das Christentum ist tolerant» verweist) wird sehr differenziert auf die Problematik der Toleranz in den verschiedenen Religionen eingegangen. |
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