Atheismus in der Schweiz
Diskussion

01.01.2008 20:34 - mrw

Hier sind Diskussionen zur Seite «Die zehn Gebote sind gut» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 01.01.2008 20:34 schrieb mrw:

Ich find nicht das sie doof sind.

Es sind Gesetze von Essgestörten. Jedes Extrem ist nicht gut, weder zu dick noch zu dünn. Für alles gibt es ein richtiges Mass. Anas Gebote beschwören hier eine Masslosigkeit. Der kluge Mensch findet den richtigen Weg zwischen den Extremen.

Magersüchtige Frauen versuchen ja auch nur, einem falschen Schönheitsideal gerecht zu werden, das wiederum wohl von den bösen Männern gefördert wird.

Das Beste Schönheitsideal: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper! Der Mensch muss sich wohl fühlen und sein Leben massvoll geniessen können (Epikur).

also such doch mal die Schuld bei euch selber, anstatt sie herum zu schieben ;)

Was können wir denn dafür, dass wir als Männer geboren sind? ;-) Klar bemühen wir uns, Frauen zu respektieren. Aber Männer haben ihre Triebe und es ist sehr viel schwieriger, seine Trieb zu beherrschen, als von seinen Trieben beherrscht zu werden. Ich denke, dass wir modernen Männer unser Bestes tun. Ob unser Bestes gut genug ist, ist eine andere Frage. – Ich meine, manchmal könnt Ihr Frauen uns Männer echt an den Rand der Verzweiflung bringen. Ihr sprecht eine andere Sprache als wir, wie sollen wir Euch da verstehen? ;-)

DIe Männer können trozdem niemand anderen dafür verantwortlich machen. Da ihr sowieso nicht an Gott glaubt, könnt ihr das noch weniger.

Da hast Du vollkommen recht.

Mein Punkt ist der folgende: Wenn ein Buch, wie die Bibel, für sich in Anspruch nimmt, ein «heiliges» Buch zu sein, dann stelle ich auch hohe Anforderungen. Ein «heiliges» Buch müsste besser sein, als die normalen durchschnittlichen Menschen. Es müsste ein leuchtendes Beispiel sein und zeigen, wie es sein sollte, nicht wie es ist. Diesem hohen Anspruch wird die Bibel nicht gerecht. Darum ist klar: Die Bibel ist kein «heiliges» Buch, sondern ein ganz gewöhnliches, schlechter sogar als viele andere Schriften, die gleich alt sind. Während die Bibel anarchische patriarchalische und kriegerische Ideen verbreitete, haben gleichzeitig Filosofen in Athen und anderswo in der Antike zu geistigen Höhenflügen angesetzt, die ihre Wirkung bis heute entfalten. So gesehen ist die Bibel nicht besser, sondern schlechter als vergleichbare Bücher aus derselben Zeit. Die Bibel ist kein «heiliges» Buch, sie ist ein ganz besonders dummes Buch, das nur Vorurteile zementiert, statt sie zu bekämpfen.

Die in Indien haben auch keinen biblischen unserern Gott.

Sie werden wohl auch «religiöse» Gründe haben, die Frauen zu benachteiligen.

Bedenke: Im Mittelalter haben sich die (männlichen) Filosofen der Scholastik darüber gestritten, ob Frauen auch eine Seele haben! Viele der Kirchenlehrer, Päpste und Priester, auch Martin Luther, sahen die Frauen als minderwertig an, als Tiere. Die Begründung für ihre Frauenfeindlichkeit lieferte die Bibel.

ist die frau bei euch dem mann gleichgestellt oder minderwertig?

Gleichgestellt.

Natürlich gibt es biologische Unterschiede, ein Mann kann keine Kinder bekommen. Die Interessen sind auch nicht immer gleich. Nach meiner Erfahrung interessieren sich z.B. Frauen in der Regel weniger für technische Dinge, als Männer, dafür aber umso mehr für soziale Aspekte. Unterschiede muss man respektieren. Jeder Mensch hat seine persönlichen Stärken und Schwächen. Es wäre auch falsch, Männer und Frauen gleich machen zu wollen. Unterschiede sind Chancen, andere Interessen können sich gegenseitig ergänzen. Wenn z.B. ein Mann technikverliebt ist und Ingenieur werden will, dann heisst das nicht, dass eine Frau das auch unbedingt wollen muss. Wenn sie es will, sollen ihr die Türen dazu offen stehen. Wenn sie es nicht will, soll sie eine andere ebenso wertvolle Ausbildung erhalten. Jeder Mensch hat das Recht, seine persönlichen Stärken zu fördern und ein Leben zu wählen, wo er sich darin wohlfühlt, unabhängig von Rasse oder Geschlecht.

Es ist unsere Einstellung als Atheisten und Humanisten: Alle Menschen, egal welches Geschlecht, egal welche Rasse, sind gleichwertig und müssen die gleichen Chancen erhalten. Stärken soll man fördern, Schwächen soll man kompensieren. Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf politische und soziale Rechte, sowie auf Bildung und Beruf. Was jemand konkret daraus macht, kann unterschiedlich sein, die eine Person wird reich und berühmt, die andere landet auf der Strasse, aber nur wenn alle die gleiche Chance hatten, kann man sagen, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.

Und noch etwas: Für uns ist es absolut selbstverständlich, dass z.B. der Begriff «jeder» sowohl «jeden Mann», wie auch «jede Frau» meint. Weil wir grundsätzlich keine Unterschiede machen, lehnen wir auch künstliche Bezeichnungen wie «jede(r) Mann/Frau» ab. Das macht das Leben nur kompliziert, und es sagt indirekt aus, dass man explizit sagen muss, dass man keinen Unterschied macht, weil es sonst einen Unterschied machen würde. Und genau diese Aussage finde ich sehr falsch. Es muss selbstverständlich sein, dass man keine Unterschiede macht. Wenn man die Sprache anpassen würde, würde man damit zugeben, dass Unterschiede gerechtfertigt waren, und das waren sie nie. (Ich schreibe das, weil mich mal jemand angefragt hatte, wir sollten hier künstlich neutralisierte Formeln verwenden. Das halte ich aber wie gesagt für falsch, weil es am Problem vorbei geht. Probleme löst man mit Taten, nicht mit Sprachregelungen.)

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