Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 16.04.2010 17:37 schrieb mrw:

Am 14.04.2010 21:38 schrieb wild-rose:
Selbstverständlich sind auch die Samariter jüdischen Glaubens.

Die Samariter bezeichnen sich selber als Juden.

q.e.d.

Mehr ist dazu eigentlich nicht mehr zu sagen …

Die restlichen Juden bezeichnen die Samariter als nicht rein-jüdisch. Die Volkszugehörigkeit war zu dieser zeit enorm wichtig.

Nicht aber für Jesus und noch weniger für Paulus. Für Jesus (und Paulus) ist die Glaubenszugehörigkeit wichtig. Diese aber wird dann genauso wichtig, wie früher bei den Juden die Volkszugehörigkeit. So wie die Juden fremde Völker (selbst die jüdischen Samariter) verachteten, so verachteten Jesus und Paulus Ungläubige, Andersgläubige, Andersdenkende. Siehe Markus z.B. Markus 9.42.

Samariter war unter den Juden sogar ein Schimpfwort (Information aus Bibellexikon). Somit ist keineswegs klar, dass deine Aussage inhaltlich stimmt. Kannst du denn auch sagen, warum Jesus einen "nicht vollständig akzeptierten und verachteten Juden" für das "Paradebeispiel vom Nächsten" verwendet hat?

Weil Jesus einen anderen Begriff des «Nächsten» prägen wollte. Es war Jesus wichtig zu zeigen, dass es nicht um die Stammeszugehörigkeit geht, sondern um die Jüngerschaft, um die Glaubenszugehörigkeit.

Das ist aber letztendlich aus ethischer Betrachtung dasselbe. Die Intolaranz von Jesus gegenüber anderen Weltanschauungen ist genauso verachtenswert, wie die Intoleranz der Juden gegenüber den Samaritern.

Und wo genau sagt er, dass ein ungläubiger einem nicht der Nächste sein kann? Kannst du das auch sagen?

Markus 9.42.

Jesus sagt zwar, dass diejenigen die ihm ihre Schuld anvertrauen gerettet werden. Das wären dann die Christen. Aber was soll das mit "dem Nächsten" zu tun haben?

Weil die nicht gerettet werden, sondern zur Hölle fahren, z.B. Markus 9.47-48.

Mir scheint, du setzt hier eine selbst erfundene Negativpropaganda zusammen.

Mir scheint, Du hast weder die Bibel gelesen, noch die europäische Geschichte verstanden, Du hast nicht begriffen was die Christen in der Konsequenz für verheerende Blutbäder angerichtet haben. Die Kirchen haben, solange sie an der Macht waren, genau das getan, was Jesus ihnen vorgelebt hatte: Die waren solidarisch zu den Mitchristen und unendlich grausam zu den Abtrünnigen.

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