Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (mrw)

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Diskussionsbeitrag:

Am 13.05.2010 14:26 schrieb mrw:

Am 11.05.2010 21:20 schrieb datura:
Es ist meiner Ansicht nach keine Todesdrohung. Er sagt ja nur "… für dem wäre es besser …". Er sagt nicht " … soll mit einem Mühlstein um dem Hals ins Meer geworfen werden.".

Die katholische Kirche hat es in der Folge als Handlungsanweisung verstanden.

Lange Zeit haben sich die Christen mit dem Argument gegen die Beseitigung von Sklaverei gewehrt, dass die Sklaverei in der Bibel ausdrücklich zulässig sei.

Noch heute wird die Todesstrafe in den VSA vor allem in den christlich dominierten Staaten des sogenanten «Bibelgürtels» angewendet.

Sind diejenigen, die gegen Jesus arbeiten, seine Freunde oder Feinde?

Es erscheint mir wahrscheinlich, dass das möglicherweise Feinde sein KÖNNTEN. Wenn ich mich richtig erinnere: Irgentwo bei seiner Verhaftung durch Legionäre soll ein Jünger das Schwert ergriffen haben und einen Legionär verletzt haben. In der Folge soll er den Legionär geheilt haben.

Du weichst aus. Mir fehlt das Zitat und ich erinnere mich nicht an die Geschichte, die Du beschreibst, aber auch wenn es so wäre, ändert das nichts an der Tatsache, dass Jesus in dem von mir geschilderten Fall keine Nachsichtigkeit, keine Toleranz und schon gar keine Liebe gegenüber seinen Feinden äussert.

Falls Dein Beispiel überhaupt stimmt (Quelle angeben!), so würde das nur zeigen, dass Jesus in seinen Handlungen inkonsequent war.

Allerdings ist es ein zentraler Punkt des neuen Testaments und des christlichen Glaubens, dass die Feinde Gottes ewig in die Hölle schmoren werden. Also das Gegenteil von Feindesliebe.

Jesus spricht hier eine offene Morddrohung gegen seine Feinde aus. Das Zitat ist das pure Gegenteil von Feindesliebe.

Zunächst einmal bezweifle ich, dass es eine Morddrohung ist.

Es ist eine Morddrohung. Auch die katholische Kirche hat das so verstanden und Abweichler (Häretiker) mit dem Tod bestraft (solange sie die Macht dazu hatte).

Das war seine Klientel. Die Zufriedenen konnten mit dem hysterischen Weltuntergangsfanatiker Jesus von Nazareth nichts anfangen. Wenn, dann konnte Jesus die Verlierer um sich scharen. …..

Ist das nicht etwas positives? Er kümmert sich um die ausgestossenen der Gesellschaft.

Nein. Auch heute noch fühlen sich vor allem Verlierer zu Sekten und Verschwörungstheorien hingezogen. Wer mit dem Leben nicht klar kommt, flüchtet sich oft in eine Scheinwelt, gibt andern die Schuld, hofft auf ein besseres Leben nach dem Tod, anstatt seine konkrete Lebenssituation zu verbessern. Darin sehe ich nichts positives.

Faktum ist, dass er die Steinigung verhindert hat, und einer Frau das Leben gerettet hat.

Wie gesagt, ich gehe hier darauf ein: an anderer Stelle klar für die Todesstrafe auszusprechen

Ich kann einen Lebensretter nur in extremen Ausnahmefällen verachten. Bei Dir reichen offensichtlich ein paar falsche Worte dazu aus.

Es kommt sehr darauf an. Jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten. Das ist verzeihlich, denn es ist menschlich.

Aber in diesem speziellen Fall ist das ganz anders. Jesus soll ja nicht irgendein Mensch gewesen sein, sondern Gottes Sohn höchstpersönlich. Die Bibel selbst soll Gottes Wort sein. Da muss man jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Wenn ein Buch, wenn eine Person, für sich einen dermassen übersteigerten Anspruch erhebt, dann muss man tausendmal so kritisch hinschauen, wie normalerweise.

Immerhin ist daraus eine Religion entstanden, mit Milliarden von Menschen, die darauf hereingefallen sind. Es wurden Millionen, wenn nicht Milliearden von Menschen wegen dieser Religion verstümmelt oder umgebracht. Diese Religion hat unzähligen Menschen Angst vor Sünde bereitet und damit die Freude am Leben genommen.

Das sind Verbrechen, die in diesem Ausmass unverzeihlich sind.

Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag
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Re: Leo [ Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt ] (datura)


Am 15.05.2010 18:12 schrieb datura:

Am 13.05.2010 14:26 schrieb mrw:
Am 11.05.2010 21:20 schrieb datura:
Es ist meiner Ansicht nach keine Todesdrohung. Er sagt ja nur "… für dem wäre es besser …". Er sagt nicht " … soll mit einem Mühlstein um dem Hals ins Meer geworfen werden.".

Die katholische Kirche hat es in der Folge als Handlungsanweisung verstanden.

Was jemand SAGT ist nicht umbedingt das was jemand MEINT. Das was jemand VERSTEHT ist nicht umbedigt das was der andere SAGT.

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