Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (pain)

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Diskussionsbeitrag:

Am 02.06.2010 17:44 schrieb pain:

Am 02.06.2010 15:32 schrieb datura:
Am 01.06.2010 12:21 schrieb pain:
Eine nette Geschichte… Ich hab auch eine;
Stell dir folgendes vor; Eine kleine Gruppe von Leuten möchte ihre Ansicht über die Welt (und alles darum herum) der Menschheit weitergeben.

Zunächst einmal kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine Gruppe von über 1.000.000.000 Menschen als klein bezeichnen kann.

Stimmt, ich beziehe mich hier aber auf den Beginn des "Märchens". Ano dazumals (als die Hintergrundgeschichte des Märchens gebastelt wurde) waren es bestimmt noch keine 10^9 Leute, sondern eher (ich rate hier jedoch nur) 1000-10'000 Leute. Und gemessen an der Weltbevölkerung ist das eher klein, meinst du nicht auch :-)?

Aber die Menschheit hört einfach nicht zu. Hmmm, was machen wir da am besten? Na klar, wir erfinden etwas besonderes: … Die Gruppe bedient sich dabei der Elementaren Schwäche der Leute, der Angst vor dem Tod und der Angst vor dem Verlust geliebter Angehöriger. Wer will da nicht das "Seil" greifen?

Du übersiehst aber, dass wir nicht wissen, und sogar nicht wissen KÖNNEN, ob es sich bei Gott, beim angeblich eingeborenen Sohn des Gottes um die Wahrheit handelt. Das Christentum hat den Polytheismus dank handfester Argumente :-) abgelöst. Wir wissen also nicht sicher, ob es sich um ein "Märchen" handelt oder nicht. Wir können nur Überlegungen anstellen, was wahrscheinlicher ist. Vor allem dann, wenn man es ihnen sagt, dass sie glauben, dass es keinen Gitt gibt.
Wir können nur:
- glauben es gibt einen Gott.
- nicht glauben es gibt einen Gott. Das heißt aber auch die Frage der Existenz unbeantwortet zu lassen.
- glauben, es gibt keinen Gott. Das heißt man gibt das Urteil ab, dass Gott nicht.

"Das Christentum hat den Polytheismus dank handfester Argumente :-) abgelöst".

Tatsächlich? 8-O Handfeste Argumente? …Welche? (Und jetzt bitte nicht den üblichen "Christenspruch"; Weil es so in der Bibel steht ;-)) Die Beweiskraft der Bibel ist wohl kaum vorhanden bezüglich Polytheismus —> Nein / Monotheismus —> Ja Ansonsten schreib ich auch mal ein Buch mit der gegenteiligen Ansicht (woher willst du jetzt wissen dass nicht mein Buch recht hat, sondern deines?) Ganz genau, du kannst es nicht wissen bzw. beweisen, ansonsten würden wir diese Unterhaltung wohl kaum führen ^_^!

Auf eine Diskussion ob Gott existiert oder nicht sollten wir uns hier nicht einlassen, erstens gehört es in einen anderen oder neuen Thread und zweitens; - kann ich nicht beweisen dass Gott nicht existiert und du nicht dass Gott existiert. Desshalb nennt man es ja Glauben =) Soll aber nicht heissen ich würde nicht gerne mit dir darüber diskutieren 8-)

"Wir können nur:

- glauben es gibt einen Gott.
- nicht glauben es gibt einen Gott. Das heißt aber auch die Frage der Existenz unbeantwortet zu lassen.
- glauben, es gibt keinen Gott. Das heißt man gibt das Urteil ab, dass Gott nicht."

Hmm, dazu habe ich einen kleinen Gedankenanstoss an dich, nennen wir es ein Gedankenexperiment (Im Hinterkopf behalten wir uns nun all das Leiden der Menschen (hauptsächlich verursacht durch den Menschen selbst) auf diesem Planeten, w.z.b Krieg,Hunger,Mord,Vergewaltigung,(aktuell)Ölpest,Stürme,Erdbeben u.s.w);

1) Es gibt einen Monotheistischen, allmächtigen Gott: Aber er WILL nichts gegen das Leiden der Menschheit unternehmen (warum auch immer). Hier ist anzumerken, dass du ja (so wie ich das aus deiner Antwort herauslese) an einen Gott glaubst, der auch direkten Einfluss auf die Menschen hat. Nicht? Also, warum sollte ich einen solchen Gott anbeten? Den müsste man ja eher fürchten weil er den Menschen nicht hilft! Nicht?

2) Es gibt einen Monotheistischen, allmächtigen Gott: Aber er KANN nichts gegen das Leiden der Menschheit unternehmen (warum auch immer). So nach dem Motto: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner :-/! Aber genau das tue ich ja bereits, dazu brauche ich keinen Gott. Einen solchen Gott lohnt es sich also auch nicht anzubeten, da er ja sowiso nichts ändern kann…

3) Es gibt keinen Monotheistischen, allmächtigen Gott: Weil all das Leiden (zumindest das von Menschenhand verursachte) von uns selbst verbrochen wird. Der Mensch ist ein intelligentes(plus/minus ;-)), anpassungsfähiges und sehr kreatives Lebewesen. Diese Fähigkeit nutzen wir (leider) auch für destruktive Sachen, eben Kriege und all den Mist!! Diese Erklärung ist einfach und einleuchtend, bei den anderen beiden stellen sich meiner Meinung nach zu viele Fragen bezüglich der Logik u.s.w.

Zum Glück gibt es Menschen die solche Märchen kritisch hinterfragen (wenn auch sarkastisch), sonst würde heute noch die ganze Welt diesen Unsinn "glauben".

Ja, es gibt aber auch Menschen, die glauben es gibt keinen Gott, sagen aber sie glauben nicht, dass es einen Gott gibt. Solche sind besonders leicht reizbar.

Wo genau ist der Unterschied zwischen: "Ich glaube nicht an Gott" und "Ich glaube nicht dass es einen Gott gibt"? Und wo ist der Unterschied zu Menschen die glauben es gibt einen Gott, sagen aber sie glauben nicht, dass es keinen Gott gibt (wie zb die Christen,Muslime,Juden)?

Das ist wohl eher eine Spitzfindigkeit der deutschen Sprache, meinst du nicht auch =)?

Na klar gibts solche Leute, genauso wie umgekehrt ;-)

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Re: Leo [ Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt ] (datura)


Am 03.06.2010 01:40 schrieb datura:

Zunächst einmal die einfachste Frage:

Wo genau ist der Unterschied zwischen: "Ich glaube nicht an Gott" und "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt"?

Meinem Sprachverständniss ist die 2. Aussage stärker. Die Formulierung "Ich glaube nicht an Gott." impliziert, das man an ein konkretes Gottesbild (z.B. den christlichen) nicht glaubt. Das schließt aber nicht aus, dass man nicht an ein anderes Götterbild glaubt. (z.B. Zeus, Aphrodite, Hera …) Die Aussage "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt. schließt alle Götterbilder die der landläufig üblichen, Gottdefinition entsprechen aus.

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