Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 03.06.2010 01:40 schrieb datura:

Zunächst einmal die einfachste Frage:

Wo genau ist der Unterschied zwischen: "Ich glaube nicht an Gott" und "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt"?

Meinem Sprachverständniss ist die 2. Aussage stärker. Die Formulierung "Ich glaube nicht an Gott." impliziert, das man an ein konkretes Gottesbild (z.B. den christlichen) nicht glaubt. Das schließt aber nicht aus, dass man nicht an ein anderes Götterbild glaubt. (z.B. Zeus, Aphrodite, Hera …) Die Aussage "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt. schließt alle Götterbilder die der landläufig üblichen, Gottdefinition entsprechen aus.

Es gibt auch einen wesentlichen Unterscheid zwischen "Ich gaube nicht dass es einen Gott gibt." und "Ich glaube, dass es Gott nicht gibt.

Die Existenz von allen möglichen Gottdefinitionen auszuschließen ist ein Unsinn. Man kann ja definieren "Gott = Natur" oder "Gott = der Apfel in meiner Hand".

Solche Gottesdefinitionen sind zwar unsinnig, aber sie führen zu Aussagen zweifelsfrei wahr sind, wenn man sagt, dass dieser Gott existiert. Diesbezüglich hatte mit MRW bereits ernsten Streit.

Und wo ist der Unterschied zu Menschen die glauben es gibt einen Gott, sagen aber sie glauben nicht, dass es keinen Gott gibt (wie zb die Christen,Muslime,Juden)?

Der Mensch der glaubt, dass es einen Gott hat von dem Gott an dem er glaube meistens ein bestimmtes Bild. Er stellt sich irgent ein konkretes Wesen vor, (Weißhaariger alter Mann mit langen Bart) oder sonstige Vorstellung in deren Eigenschaft. [Es macht ja keinen Sinn etwas zu glauben, ohne zu wissen was man glaubt.]

Der Mensch der nicht glaubt, dass es keinen Gott gibt hat wahrscheinlich keine konktrete Vorstellung über die Eigenschaften des Gottes. Er glaubt nicht an eine gottlose welt. Er hat keine Erwartung an diesen Gott.

Das ist wohl eher eine Spitzfindigkeit der deutschen Sprache, meinst du nicht auch =)?

Es ist eben ein großes Problem, dass manche Menschen mit deutscher Muttersprache diese nicht vollständig verstehen. Es gibt meiner Meinung nach einen Unterschied zwischen einer "Mamma" und einer "Mutter". Es gibt auch einen Unterschied "trivial" und "banal".


Stimmt, ich beziehe mich hier aber auf den Beginn des "Märchens". …. Und gemessen an der Weltbevölkerung ist das eher klein, meinst du nicht auch :-)?

Es tut mir leid, es war mein Fehler!

Du übersiehst aber, dass wir nicht wissen, und sogar nicht wissen KÖNNEN, ob es sich bei Gott, beim angeblich eingeborenen Sohn des Gottes um die Wahrheit handelt. Das Christentum hat den Polytheismus dank handfester Argumente :-) abgelöst. ….

Tatsächlich? 8-O Handfeste Argumente? …Welche? (Und jetzt bitte nicht den üblichen "Christenspruch"; Weil es so in der Bibel steht ;-))

Natürlich gab es solche! Jetzt sind diese aber schon verschwunden. Stell Dir bitte vor, jemand steht mit einem Schwert vor Dir und bittet Dich doch ein "Vater unser" zu beten. Natürlich gab es auch eine gewisse psychologische Motivation: Wenn Du Dich weigerst, dann bist Du einen Kopf kürzer. Ich glaube doch, dass Du dann sehr gute Argumente hast das "Vater unser" zu beten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du eine so argumentierte Bitte ablehnen wirst.

Es gab aber auch thermische Argumente den Glauben beizubehalten. Einem Ketzer oder einer Hexe wurde ein Feuer angezündet. Dieses war, so die mir bekannte Überlieferungen sehr ungemütliche.

Sind das denn keine handfesten Argumente? Ich glaube auch, dass sich diese Argumente sich von der üblichen Bibelargumentation deutlich unterscheidet.

Ansonsten schreib ich auch mal ein Buch mit der gegenteiligen Ansicht (woher willst du jetzt wissen dass nicht mein Buch recht hat, sondern deines?)

Ein Buch mit ehemals handfesten Argumenten für den Glauben gib es viele. Kaufe Dir einfach ein Geschichtsbuch.

"Wir können nur:
- glauben es gibt einen Gott.
- nicht glauben es gibt einen Gott. Das heißt aber auch die Frage der Existenz unbeantwortet zu lassen.
- glauben, es gibt keinen Gott. Das heißt man gibt das Urteil ab, dass Gott nicht."


1) Es gibt einen Monotheistischen, allmächtigen Gott: Aber er WILL nichts gegen das Leiden der Menschheit unternehmen (warum auch immer).
Hier ist anzumerken, dass du ja (so wie ich das aus deiner Antwort herauslese) an einen Gott glaubst, der auch direkten Einfluss auf die Menschen hat. Nicht?

Nein, ich glaube nicht an einen Gott. Aber ich glaube nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich lasse die Frage, ob es einen Gott gibt, im Gegesatz zu MRW konsiquent offen. Es kann auch sein, dass es Zeuss, Aphrodite, Hades … oder die ganzen nordischen, altägyptischen Götter gibt. Ich bin Agnostiker. Was ich Glauben ist unwichtig. Wichtig ist was tatsächlich realisiert ist. Ich weiß nicht, welcher Gott realisiert ist. Wenn der islamische Gott realisiert ist, dann sollte man Moslem, Christ oder Jude sein. Die kommen in das Paradies. Wenn Hades, Zeuss realisiert sind dann komme ich in den Tarteros. Wenn der christliche Gott realisiert ist, dann sollte ich vor dem Zeitpunkt wo man ins Gras beißt ein Priester anwesend sein, der mir die Beichte abnimmt.

Das einzige was ich ablehne ist, die Meinung, dass jede Religion schlecht ist. Im Gegenteil sogar! Möglicherweise ist sogar jede Religion gut? Ich lehne es auch ab, Jesus zu verachten. Er hat immerhin eine Frau vor der Hinrichtung bewahrt. DAS ist doch etwas Positives!

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Re: Leo [ Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt ] (pain)


Am 03.06.2010 10:16 schrieb pain:

Am 03.06.2010 01:40 schrieb datura:
Zunächst einmal die einfachste Frage:
Wo genau ist der Unterschied zwischen: "Ich glaube nicht an Gott" und "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt"?

Meinem Sprachverständniss ist die 2. Aussage stärker. Die Formulierung "Ich glaube nicht an Gott." impliziert, das man an ein konkretes Gottesbild (z.B. den christlichen) nicht glaubt. Das schließt aber nicht aus, dass man nicht an ein anderes Götterbild glaubt. (z.B. Zeus, Aphrodite, Hera …) Die Aussage "Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt. schließt alle Götterbilder die der landläufig üblichen, Gottdefinition entsprechen aus.

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