Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 09.06.2010 23:45 schrieb datura:

Am 09.06.2010 09:28 schrieb pain:
Am 07.06.2010 23:10 schrieb datura:
Natürlich gestehe ich jedem Menschen zu das Wort Atheist für sich zu gebrauchen. Ich finde nur, dass es aussagekräftiger ist wenn man den Ausdruck "atheistischer Agnostiker" verwendet. Schließlich wird der Ausdruck Atheist mit "Gottesleugner" gleichgesetzt.

Ja das ist wahr, und? Mir ist es eigentlich egal wenn mich ein Gläubiger als "Gottesleugner" betitelt ^_^ Soll er doch, ich behalte mir ja auch das Recht vor in in angemessener Weise zu betiteln ;-)!

Es steht Dir natürlich frei, Dich für den Gläubigen so zu benennen wie Du es für richtig hältst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gottgläubige Menschen das Wort "Atheist" nicht verstehen. Ich halte es für sinnvoll, Worte zu verwenden, die der Diskussionspartner intuitiv versteht. Da ich kein 'Gottesleugner' bin, erscheint es mir Sinnvoll das Wort 'Agnostiker' zu verwenden. Außerdem bin ich es ja auch.


Ich denke eher er [MRW] ist mit Abstand der überzeugteste Atheist hier! Habe einen Grossteil seiner Antworten und Fragen gelesen, kann mir nicht vorstellen wie du darauf kommst er sei (laut Deiner Definition) ein starker Atheist?

Weil er das naturwissenschaftliche Urteil fällt, dass Gott nicht existiert. D
Er übersieht aber, dass Naturwissenschaften kein Urteil darüber fällen können, ob es einen christlichen Gott gibt.
Ockhams Rasiermesser gibt nur an, welche Modelle sinnvoll sind, aber nicht, ob diese Modelle etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben. Ich gebe ihm vollkommen recht, wenn er meint, dass es nicht sinnvoll ist einen Gott anzunehmen. Aus der Tatsache, dass es nicht sinnvoll ist einen Gott anzunehmen, folgt aber nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich will hier keineswegs MRW beleidigen, aber hier macht er auf mich den Eindruck religiös zu sein. Das ist nur eine persönliche Meinung, und keine Beleidigung von irgent einer Person.

Laut Seiner Aussage bemisst er (meiner Meinung nach) die wissenschaftlichen Wahrscheinlichkeit dass es einen (oder eben keinen) Gott gibt. Und diese Wahrscheinlichkeit ist laut Ockhams Rasiermesser gleich Null. Wir messen unsere Umwelt nun mal in Modellen, wir benötigen ja schliesslich Referenzen um unsere Aussagen zu vergleichen, nicht?

Ockhams Rassiermesser gibt nicht die Wahrscheinlichkeit an, mitder das Modell wahr (= in der Wirklichkeit so realisiert) ist. Hier verlässt er meiner Ansicht nach dem streng wissenschaftlichen Boden. Die Wahrscheinlichkeit Null bedeutet nichts anderes, als dass das Ereignis unmöglich ist. Da Gott aber nicht unmöglich ist, fängt er hier [meiner Meinung nach] mit dem Glauben an.


Weil in der Antike noch keine grosse Gruppierung von Atheisten existierte. Der Atheismus (mit "vielen" Angehörigen) gibt es erst seit dem 19. und 20. Jahrhundert.
Ano dazumals waren viele Menschen noch Politheistisch, dann folgte die Phase des Monotheismus, erst heute setzt sich der Atheismus langsam (aber stetig) durch ;-)!

Nein! Alle Christliche religionsgemeinschaften sind nur scheinbar monotheistisch. In Wirklichkeit sind sie aber Polytheistisch. Der römisch-katholische Glaube ist geradezu ein Musterbeispiel einer Polytheistischen Religion. Vater, Sohn, Heiliger Geist, Maria und eine ganze Menge Heiliger werden angebetet.

WARUM HAT SICH DANN DER (angeblich sinnlose) RECOURCENVERBRAUCH DURCHGESETZT?

Ich muss hier kurz MRW vorweggreifen; GROSSSCHREIBUNG unterstreicht in keinster Weise die Richtigkeit der Aussage/Frage bzw. deren Notwendigkeit! ;-)

Auf eine Formalistischen Diskussionspunkt muss ebenso formalistisch geantwortet werden. Die GROSSSCHREIBUNG dient nicht zur Unterstreichung der Richtigkeit, sondern zur unterstreichung der Wichtigkeit der Frage.

Jetzt zu deiner Frage:
Nehmen wir mal die Natur zur Hilfe, viele Tiere opfern Sachen um dafür etwas zu bekommen. Zum Beispiel Spinnen: Das Spinnenmännchen will sich paaren, um nicht gefressen zu werden "schenkt" es dem Weibchen zb eine fette Fliege.

Das Spinnenmänchen möchte zur Paarung nicht selbst auf der Speisekarte der angebeteten Dame landen. Daher sorgt er für Ablenkung. ==⇒ Mänchen kann mehr weibchen begatten ==⇒ Nutzen größer als Kosten.

Oder Pfauen locken Weibchen mit ihren prächtigen Federn, diese behindern die armen Tiere jedoch derart, dass sie leichtere Beute für ihre Fressfeinde sind. Beim Pfau besteht das "Opfer" also in der Beinträchtigung des Fluchtverhaltens zugunsten der Fortpflanzung.

Weibchen wissen: Der Trottel hat gute Gene. Sonst wäre er schon gefressen worden. Außerdem sind die Partner soo auffällig, dass die Weibchen nicht gefressen werden, weil der Partner als erster gefressen wird. ===⇒ Nutzen größer als Kosten.

Etwas zu "schenken" (zu "opfern" —> ist im Prinzip ja dasselbe, lediglich der Name klingt schlechter!) liegt also in der Natur des Menschen. Ja man könnt durchaus schon sagen, es ist ein Teil der Evolution, etwas zu schenken/opfern!

Wir kommen der Sache schon sehr nahe!

Aber!!! Der Mensch suggeriert nun dieses Verhalten auf seine imaginären Götter!

Auch hier lässt es sich darauf zurückführen. ==⇒ Nutzen größer als Kosten.

Er "glaubt" dass sein Geschenk/Opfer an seinen Gott im auch eine Gegenleistung bringt, wie es im realen Leben bei der Partnerin oder dem Freund auch passiert (meistens jedenfalls). Diese Annahme (oder laut Dir: Schlussfolgerung) ist falsch!
Betrachten wir es mal einfach: Du legst ein paar Weintrauben in eine Schüssel und stellst sie auf einen Altar in der Kirche. Mit dem Ziel, sie Gott zu schenken/opfern!

Hast Du Dir auch überlegt, dass Du den Altar, die Kirche dir Teuer bauen musst? Ich vermute daher: Dir ist bekannt, dass Kichen nicht von Gott gebaut werden. Es muss also eine Glaubensgemeinschaft diese Kirche und dem Altar bauen.

Dieses Geschenk an Gott ist in Wirklichkeit ein Geschenk an die Gemeinschaft. Sie hat dem Nutzen. Sie hat egoistisches Denken abgestellt. Sie hat altruisistische Handlungen geschaffen. Sie hat durch dem fiktiven, allwissenden Gott ein Mensch seinem Mitmenschen nicht umbringt. Sie hat dadurch Sicherheit geschaffen. Und zwar die Sicherheit, dass die Menschen auch unbeobachtet kein Gruppenmitglied abmurksen wird. ==⇒ Nutzen größer als Kosten.


Oder ein anderes Beispiel: Die Römer opferten ganze Stiere vor einer Schlacht ihren Göttern (oder in diesem Fall dem Kriegsgott Mars). Ist Mars dann auch gekommen und hat den Römern in der Schlacht aktiv geholfen? Ich denke nicht! Du wirst mir zustimmen wenn ich sage dass der Sieg in der Schlacht von anderen Faktoren abhängt, w.z.B. Taktik, Moral, Truppenstärke, Versorgung, u.s.w.!

Das Opfer des Stieres hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, und so einen Teil zum Sieg beigetragen. Auch Einbildung hat eine Wirkung. Bitter Pillen wirken besser als suße. Rote besser als blaue Pillen. Das ganze nennt man Placeboeffekt. Daneben gibt es noch einen Nacceboeffekt…

Der Resourcenverbrauch hat sich durchgesetzt, weil es in der Natur des Menschen liegt, etwas zu opfern. Weil er glaubt dafür wider etwas zurück zu bekommen.

Es liegt aber in der Natur des Menschens, WEIL es VT bingt. Er opfert etwas, weil er mehr zurückbekommt als er geopfert hat.

2. Das Du auch effektiv etwas dafür bekommen hast.

Durch die "allessehenden Augen Gottes" bekommt man die Sicherheit nicht umbebracht zu werden. Ist das kein effektiver VT?

Es steht jedem frei alles Mögliche zu interpretieren, und somit sind die Worte (auf jedenfall die meisten) zu schwammig, als dass sie ernst genommen (oder gar als Massstab) werden sollten!
"Um eine Aussage als "wahr" oder "falsch" zu beurteilen, sollte man die Aussage in Ihrer Bedeutung verstehen." —> Richtig! Verstehst denn Du die Bedeutung? Oder glaubst Du sie zu verstehen, weil Du es so interpretierst? …..

Aus Zeitmangel möchte ich hier nur ganz kurz schreiben: Ich kenne die Lebenssituation der damaligen Menschen zu wenig. Ich habe ein bischen rechachiert. Das Theologiestudium soll sich hauptsächlich mit dem Lebensumständen der Menschen befassen. Vorallem hat ein Theologiestudium wenig mit dem Glauben zu tun. Von daher sollte es eine exakte Geisteswissenschaft sein, so meine Quelle.

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