Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: Leo [Re: Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt] (datura)

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Diskussionsbeitrag:

Am 10.07.2010 19:30 schrieb datura:

Am 05.07.2010 10:04 schrieb pain:
Ja, es gibt sie. Aber sie handeln meistens nach ihren Interesse. Daraus folgt, dass sie meisten nicht morden. Hin und wieder passieren kleine Fehler. Da handeln sie dann gegen ihre Interessen. Dies wird durch unsere Erfahrung bestätigt. Außerdem wüsste ich nichts was schlimmer ist als Morden. Vielleicht könntest Du mir dabei auf die Sprünge helfen?

"Hin und wieder passieren kleine Fehler." —> Bitte? 8-O Das dürften wohl kaum kleine Fehler sein! Deine sogenannten kleinen Fehler, kosteten schon hunderttausende Menschen ihr Leben!

Zum Thema kleine Fehler: Wieviele Menschen lebten im "christlichen Zeitalter"? <Hausnummer> 3 Mrd. Wieviele Menschen starben durch das Christentum? Vielleicht 30 Millionen. Das macht eine Todeswahrscheinlichkeit durch das Christentum von gerade einmal 1%.

Schlimmer als Morden: Angenommen du hättest Kinder und eine Frau, vor Deinen Augen werden sie Vergewaltigt und gefoltert, eine sehr lange Zeit! Glaub mir, schon nach kurzem wirst Du den Tod (oder den Mord) nicht mehr als das Schlimmste annehmen…

Ich meine nur, dass Floter (solange keine ensten Verletzungen entstehen) oder eine eine einmalige Vergewaltigung nicht so schlimm ist wie die objektive Vernichtung der Person. Der zugefügte Schaden ist beim Mord am größten. ⇒ Mord ist schlimmer als ein bischen erzwungenen Sex. Da die Dame dannach fröhlich das leben genießen kann (soferne sie nicht ermordet wird). <Scherzhafte untertreibung>

Oder schon mal was von den Gräueltaten in Afrika gehört (Stammeskriege der verschiedenen Paramilitärs), wo sie stillenden Müttern die Brustwarzen abschneiden und noch Schlimmeres!

Nein.

Ich hoffe das genügt Dir vorerst als Antwort…

Hertzlichen Dank!

Nehmen wir zb Jack the Ripper und Gandhi, wer wir Dich wohl eher töten? ;-) Die Persönlichkeit dieser Personen hat bestimmt mehr Gewicht, als deren Religion, meinst Du nicht auch?

Wissenschaftlich ist das aber nicht. Wissenschaftlich gilt das Ockhamer Rassiermesser. Dieses besagt nun einmal: Für ein Modell darf man nur umbedingt notwendige Annahmen machen. Die Annahme, dass er gutmütig ist, aber nicht umbedingt notwendig. WARUM Du die Begegnung im Wald überlebt hast, ist aus rein wissenschaftlicher Sichtweise die, dass er, wie meistens seinen Interessen ensprechend handelt (4). Da er definitionsgemäß an die Richtigkeit der Bibel (2) glaubt. In dieser steht: Mörder werden von Gott bestraft. (3) ist es am naheliegendsten, dass er wegen der von ihm gefürchteten Strafe Gottes Dich nicht ermordet.

"Prinzip des wissenschaftlichen Arbeitens…" —> Würde ich bei der Religion den wissenschaftlichen Massstab ansetzten, würden wir nicht mehr viel zu diskutieren haben ;-)!

Absolut richtig. und das währe doch Fad wie ich meine.

Du sagst bei (2): Da er definitionsgemäß an die Richtigkeit der Bibel glaubt. Gut, aber wissenschaftlich tiefer nachgefragt, wurde diese Person mit grösster Wahrscheinlichkeit in unserem Rechtssystem erzogen. ….

Durch das 'wissenschaftlich tiefere Nachfragen' kommst Du zu mehr Aussagen. Du könntest z.B. draufkommen, dass er gutmütig ist. Dann hast Du aber einen andere Ursache, warum Du das treffen mit ihm überlebt hast. Jeh mehr du weißt, desto wahrscheinlicher bist Du an der echten Ursache dran. Du kommst bei Deiner wissenschaftlichen Untersuchung, warum Du das Treffen überlebt hast drauf, dass er gutmütig und durch eine Querschnittslähmung von Kopf Abwerts hat. LOL Beim ersten Treffen im Wald ist Dir das vielleicht nicht aufgefallen. LOL <kleiner Scherz>

Ein Beispiel; Bei uns in der Schweiz gab es vor kurzem eine Kontroverse im Kanton Tessin (südlich gelegen, direkt an Italien angrenzend). Im Jahr 1990 (1. Februar) wurde ein Gesetz verabschiedet, welches unter anderem den Religionsunterricht in der Schule regelt. Kleiner Ausschnitt aus dem Gesetzt: "…nach Art 23 jene SchülerInnen, die an keinem Religionsunterricht teilnehmen wollen, sich nicht mehr abmelden, sondern jene, die an einem Religionsunterricht teilnehmen wollen, sich anmelden müssen."
Ist doch super, nicht ;-)
Aber jetzt kommts: Es gab eine Schulreise einer Klasse nach Mailand, wo das "Letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci besucht wurde. Eine zufällige Begleiterin der Schulklasse, (Mitglied der “Associazione per la scuola pubblica del Cantone e dei Comuni in Ticino) fragte die SchülerInnen, was das Werk darstelle. Wahrscheinlich einen Picknick, antwortete ein Schüler. Die gute Dame war so entsetzt, … . Nach langem politischen hin und her, steht dieses Gesetz jetzt praktisch wider bei Null… :-(

Warum meldet man sich nicht ab? Bei uns in der HTL haben sich alle Schüler eines Jahrgangs geschlossen abgemeldet.

So, was will ich damit sagen: Bei (4) sagst Du: …wie meistens seinen Interessen ensprechend handelt.
—> Jetzt frag ich Dich, wiso sollte dieses Argument von Dir Gültigkeit haben (auch noch in die Zukunft hinaus), wenn schon der Grossteil unserer Kinder (sprich die Jugend in unseren Ländern) nicht mehr wissen worum es bei der Religion eigentlich geht.

Ich sage nicht, dass das Argument bei Atheisten oder bei Agnostiker Gültigkeit hat. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um eine Gruppe von christlichen Schülern sondern um eine Gruppe von agnostischen und oder atheistischen Schülern. Zur Gruppe der Agnostiker und Atheisten zähle ich auch die sogenannten "Taufscheinchristen". Ein "Taufscheinchrist" ist ein Mensch, nicht aus der Kirche ausgetreten ist aber nichts mit den Inhalten anfängt.

Die Tatsache, dass der ORT des Waldes nicht beliebig ist, ist eine zusätzliche Etentität. Außerdem geht mir auch darum aufzuzeigen, dass das Ockhamer Rassiermesser auch die Wahrheit wegschneiden kann. Dieses Rasiermesser beinhaltet also auch einen Glauben. Der entscheidende Grund warum es wissenschaftlich ist, ist meines Erachtens der, dass es zu Modellen führt die meistens sinnvoll sind. In Sonderfällen (wie diesen) erscheint mir das rein wissenschaftliche Ergebnis als IRREFÜHREND.

Richtig, und desswegen werden wissenschaftliche Resultate so akribisch hinterfragt! Nur auf Ockhamer's Rassiermesser beruhend eine wissenschaftliche Aussage zu machen ist gefährlich! Wie du ja bereits erwähnt hast, muss man bei einem solchen Beispiel genauer nachfragen!

Eben! Und das ist auch der Grund, warum meiner Meinung nach unser Freund MRW ein gläubiger Mensch ist. Aber ich möchte nicht um dritte streiten.

Diese Tatsache lässt aber auch die Religion in einem äusserst schlechten Licht erscheinen. Dort werden die Aussagen (und die Wahrheit) NICHT kritisch hinterfragt, sondern NUR auf Gott angewandt! Ergo schneidet man in der Religion die Wahrheit gerne mal weg, …nicht dass das jemandem sonderlich auffallen würde :-x!

Bei Religion kommt es eben nicht auf die Wahrheit an. Der nutzen ist der, dass die Gesellschaft altruisistischer wird. ⇒ Siehe palistinensische Selsbstmordattentäter und Rotkreuzhelfer.

Das bestreitet ja auch kaum einer! ABER ich würde doch lieber ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen um solche historischen Tatsachen nachzulesen! Denn dort steht es (meistens) neutral geschrieben, man muss das ganze Beigemüse (Gott/Jesus/Mord und Totschlag, etc) nicht rausfiltern und die Schriftgrösse der Geschichtsbücher ist doch einiges besser zu lesen als das Kleingedruckte in der Bibel, nicht ;-)?

In den Geschichtsbüchern steht nichts über die religiösen Phantersien der Menschen. Da gibt die Bibel, wie ich glaube, reichlich Auskunft.

Die Bibel hätte nur noch wenige Seiten übrig, wenn man das tatsächlich historischWahre herausnehmen und neu binden würde!

Die Bibel gibt Auskunft über wesentliche historische Fragen: Was geschah mit einer Ehebrecherin? ⇒ Steinigung. Auch gibt sie eine mögliche Auskunft was mit menschen geschah, die sich nicht an die Samstagruhe hielten ⇒ Todesstrafe.

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