Atheismus in der Schweiz
Diskussion

24.01.2008 00:04 - S. Willmann

Hier sind Diskussionen zur Seite «Jesus hat ein vorbildliches Leben gelebt» gesammelt.

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Diskussionsbeitrag:

Am 24.01.2008 00:04 schrieb S. Willmann:

Also liebe Ahteisten, nun möchte ich Euch mal ein paar Dinge zu folgenden Punkten mitteilen:

- Jesus ist dumm. Bitte zuerst an die eigene Nase fassen. Die Bibel wurde nicht erst gestern geschrieben, sondern vor über 1900 Jahren. Das war zum ein anderer kultureller Kontext, zum anderen auch eine Sprache, die heute nicht mehr gesprochen wird. Daher ist die Übersetzung der Texte in die heutige Zeit eine fortlaufende Herausforderung. Zur Situation mit den Feigen: Die Jahreszeit, in der sich die Szene abspielt, war die Zeit des Paschafestes, die Mitte des Monats Nissan (April). In Palästina tragen die FEigenbäume im März bereits kleine essbare Knospen, denen Anfang April grüne Blätter folgen. Diese frühen grünen "Früchte" (Knospen) waren bei den ortsansässigen Bauern ein beliebtes Nahrungsmittel. (Das Fehlen der Knospen trotz bereits vorhandener Blätter zeigte an, dass der Baum dieses Jahr keine Früchte tragen würde.) Die Knospen fielen schließlich ab, wenn Ende Mai und Juni, in der eigentlichen Feigensaison, die richtigen Früchte reiften. Jesus konnte also mit Recht davon ausgehen, bereits jetzt, kurz vor dem Paschafest, etwas Essbares an dem Baum vorzufinden, obwohl die Zeit für Feigen noch nicht gekommen war.

- Jesus ist ein Mensch von niederer Moral. Dazu braucht es nichts zu sagen. Wer in den Evangelien keine Moral erkennt, der ist entweder dumm oder er verdreht einfach die Tatsachen.

- Jesus hat einen schlechten Charakter. Was für Probleme hat Jesus auf andere denn abgeschoben? Ich finde in den ganzen Evangelien kein persönliches Problem von ihm, das er auf andere abwälzt. Es ist umgekehrt, dass andere ihre Probleme auf ihn abwälzen und er dafür bestraft wird. Und seine Reaktion ist eine, wie wir sie nirgends sonst vorfinden: er erträgt es, um dem Bösen somit die Argumente zu nehmen.

- Jesus kann sich nicht beherrschen. Einfältig, einfältig, einfältig. Wenn ihr wenigstens nur mal einen Kommentar zur Bibel zur Hand genommen hättet, dann wüsstet ihr, dass die Argumente, die ihr vorbringt, sich gegen Euch selbst richten. Aber das wäre nicht einmal unbedingt erforderlich gewesen. Ein Buch aus der Buchhandlung, in dem was über Feigenbäume steht, hätte auch schon gereicht. Geht es euch um eine ernste Auseinanderstetzung? Alles, was ich bisher gelesen habe, ist nicht einmal Stammtischniveau.

Schaut doch mal in die Vergangenheit, was die Atheisten, die Gottlosen, zu Stande gebracht haben. Im Einflussbereich des Kommunismus gingen allein im Verlauf der Existenz der Sowjetunion für diese Geisteshaltung über 10 Millionen Menschen in den Gulag, wurde für die Gottlosigkeit einiger weniger hingeschlachtet. Aber das war ja nicht alles. Überall, wo sich die Gottlosigkeit ausgebreitet hat, ist es zu den gleichen Ergebnissen gekommen.

Arbeitsloser Schnorrer. Ich kenne viele Atheisten, die nichts anderes tun, als ihr eigenes Evangelium, das Evangelium der Gottlosigkeit, predigen. Auch sie arbeiten ja "nichts". Somit gesehen sind alle, die irgendwie auf Vortragsreisen sind, Schnorrer. Nur der Unterschied ist, dass der Schnorrer Jesus für seine Vorträge nichts verlangt hat. Dies könnte man von den Atheisten so nicht sagen.

Und dann stellt sich mir noch eine Frage: Warum wurden die Christen immer von den Atheisten verfolgt und nicht andersherum??? Was ist an den Christen so gefährlich, dass sie für ihren Glauben immer wieder mit dem Leben bezahlen mussten. Gerade die Christen hatten in den atheistischen Ländern viel zu leiden und haben es immer noch. Was ist das Problem der Atheisten mit der Botschaft Jesu? Das, was ihr an Humanität predigt, dass müsstet ihr (oder eure Genossen) doch auch den Christen gewähren? Das entscheidende Problem ist der Absolutheitsanspruch, den das Christentum hat bzw. den Jesus für sich in Anspruch genommen hat. Aber auch hier widersprecht Ihr Euch selbst, denn die Nichtexistenz Gottes ist für Euch ebenfalls ein Dogma.

So, dann noch ein paar Anmerkungen zu den Auslassungen über die Wunder: Wenn ihr das mal näher studieren wollt, dann empfehle ich Euch, nach Lourdes zu gehen. Dort findet ihr mit Sicherheit auch einen Arzt, der einmal Atheist war, und der sich wegen dieser Wunder von der Wahrheit der Botschaft Jesu hat überzeugen lassen. Über 1.000 von der Wissenschaft nicht erklärbare Krankenheilungen sind dort im Archiv dokumentiert. Wunder an Menschen, welche die Medizin aufgegeben hat. Heilungen, die nicht mehr hätten stattfinden können. Aber selbst das wird Euch wahrscheinlich nicht überzeugen - ähnlich wie bei dem toten Lazarus, der, schon Leichengeruch verbreitend, von Jesus vier Tage nach dem Tod aus dem Grab gerufen hatte. Die Pharisäer, die es sahen wollten es dennoch nicht wahrhaben.

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