Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (knuddel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 16.07.2008 13:45 schrieb knuddel:

Erstens musst Du die Bibel als Ganzes sehen.

Also dan widerrufst du damit deine Aussage "Wer irgendeinem Teil der Bibel…" und korrigierst auf: "Wer in der Gesamtheit (Billanz) der Bibel…". Verstehe ich das richtig?

Mit «nächten» gemeint ist nicht irgendein Mensch, sondern nur die Mitchristen. Bereits bei den Juden waren die gegenseitige Hilfe und die schonenden Gesetze nur auf die Hebräer beschränkt. Auch die Christen schimpfen gegen die Anders- und Ungläubigen. Die Evangelien sind voll von innerchristlichen Streitereien, Hinweise auf sogenannt falsche Profenten und so.

Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter widerspricht deiner Aussage. Dort wird recht deutlich gezeigt, dass auch Andersgläubige "die Nächsten" sein können.

Auch die Christen lieben nach der Bibel, wenn man sie sorgfältig liest, nur andere Christen und solche, die man noch bekehren kann. Für die anderen, Atheisten wie mich, droht die ewige Höllenqual.

Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich habe gesehen, wie Christen nichtchristliche Freunde haben, ohne dass sie sie im Verlauf der Freundschaft zu bekehren versuchten (Zeitraum: 20 Jahre). Ich glaube auch nicht, dass irgend ein Christ einem Nichtchristen die Hölle WÜNSCHT. Viel mehr scheinen Christen traurig zu sien, dass den Nichtchristen dieses Schicksal blüht.

Was ist, wenn sich jemand selbst hasst? Das kommt vor. Soll der, welcher sich selbst verstümmelt auch andere Menschen verstümmeln? Die Aussage «wie Dich selbst» ist unreflektiert und dumm. Man sieht, dass sie von einem Stammtischfilosofen kommt und nicht von einem klugen Menschen.

Wer sich selber hasst, liedet eh unter einer psychologischen Störung. Du kannst das auch so sehen: Wenn jemand Leiden geniesst, dann sind für ihn die Schmerzen etwas gutes. Subjektiv gesehen wünscht er sich also gutes. Genau so sollte er den anderen gutes wünschen. Natürlich aber nur das, was die anderen als gut empfinden. Ein Masochist ist schliesslich auch nicht der Ansicht, dass er den anderen eine Freude macht, wenn er sie schlägt.

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Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (pitsch)


Am 16.07.2008 13:56 schrieb pitsch:

Am 16.07.2008 13:45 schrieb knuddel:
Das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter widerspricht deiner Aussage. Dort wird recht deutlich gezeigt, dass auch Andersgläubige "die Nächsten" sein können.

Die Geschichte (Besonders das dunkle Mittelalter) widerspricht deiner Aussage. Dort wird recht deutlich gezeigt, was (manche) Christen von Andersgläubigen und Atheisten halten. Auch der liebenswürdige Ratzinger mag die Atheisten ganz doll…

Ich glaube auch nicht, dass irgend ein Christ einem Nichtchristen die Hölle WÜNSCHT.

Dann lies dich mal ein wenig durch die lustigen Forumsbeiträge auf dieser Seite…

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Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (gwendolan)


Am 16.07.2008 15:45 schrieb gwendolan:

Wer sich selber hasst, liedet eh unter einer psychologischen Störung. Du kannst das auch so sehen: Wenn jemand Leiden geniesst, dann sind für ihn die Schmerzen etwas gutes.Subjektiv gesehen wünscht er sich also gutes.

Du kennst niemanden, der unter solchen Störungen leidet, oder? Ich kenne jemanden, und ich kann dir sagen: Geniessen tun solche Leute ihr Leiden durch die Selbstverletzung nicht. Es ist nur ein Ventil um den Druck von ihrem noch viel schlimmeren inneren Leiden etwas zu lindern.

Im überigen Teile ich MRWs Ansicht: Die klassich-christliche Nächstenliebe bezieht sich eben wirklich nur auf die nächsten, sprich die Stammesangehörigen mit der gleichen Religion. Und die Feindesliebe ist einfach nur dumm, weil selbstzerstörerisch.

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Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (mrw)


Am 23.07.2008 00:14 schrieb mrw:

Ist eigentlich ein unwesentliches Thema, aber wenn Du mich schon direkt ansprichst, hier nochmals eine Antwort:

Am 16.07.2008 13:45 schrieb knuddel:
Erstens musst Du die Bibel als Ganzes sehen.

Also dann widerrufst du damit deine Aussage «Wer irgendeinem Teil der Bibel…» und korrigierst auf: «Wer in der Gesamtheit (Billanz) der Bibel…». Verstehe ich das richtig?

Nein. Was ich schrieb, stimmt schon. Du musst genau lesen und den Zusammenhang der Diskussion berücksichtigen. Ich habe extra nochmals nachgelesen, was ich denn genau schrieb.

Es ging um die Evangelien. Mit «Teil» ist also nicht ein einzelner Satz oder kleiner Teil gemeint, wie Du Dir das jetzt zurecht gelegt hast, sondern ein grosser Teil, ein ganzes Buch der Bibel, oder eben hier die Evangelien als gesamtes.

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