Atheismus in der Schweiz
Diskussion

Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (knuddel)

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Diskussionsbeitrag:

Am 16.07.2008 17:00 schrieb knuddel:

Wer sich selber hasst, liedet eh unter einer psychologischen Störung. Du kannst das auch so sehen: Wenn jemand Leiden geniesst, dann sind für ihn die Schmerzen etwas gutes.Subjektiv gesehen wünscht er sich also gutes.
Du kennst niemanden, der unter solchen Störungen leidet, oder?

Weil ich jemanden flüchtig kenengelernt habe :-( , habe ich mich in der Psychologieliteratur darüber etwas informiert. Und weil ich in einer schweren Zeit das Bedürfnis danach hatte, es aber nie wirklich tat, bin ich inetwa im Bild darüber.

Ich kenne jemanden, und ich kann dir sagen: Geniessen tun solche Leute ihr Leiden durch die Selbstverletzung nicht.

Das glaube ich dir.

Es ist nur ein Ventil um den Druck von ihrem noch viel schlimmeren inneren Leiden etwas zu lindern.

Ersetzen wir das Wort "geniessen" also durch "erleichterung verschaffen". Die Linderung der Schmerzen ist schlussendlich jedoch ein positives (oder weniger negatives) Gefühl, oder?

Aber um was es ja geht: Der Leidende ist sich bewusst, dass ander Menschen es als "nicht erleichternd" empfinden würden, wenn er ihnen Wunden zufügen würde. Deshalb tut er es nicht. Somit ist mrw's Ansicht falsch: Nämlich, dass "liebe deinen nächsten wie dich selbst" bei diesen Menschen automatisch etwas schlechtes bedeutet.

Im überigen Teile ich MRWs Ansicht: Die klassich-christliche Nächstenliebe bezieht sich eben wirklich nur auf die nächsten, sprich die Stammesangehörigen mit der gleichen Religion. Und die Feindesliebe ist einfach nur dumm, weil selbstzerstörerisch.

Das hängt sicher davon ab, was für Christen du kennengelernt hast. Ich bin anderer Meinung, weil ich anderes gesehen habe. Vieleicht sollten wir einen Christen fragen.

Überigens stehen Gläubige oft in einem inneren Loyalitätskonflikt: von Natur aus liebt ein gesunder Mensch sich selbst am meisten (allenfalls würde er sich für seinen Nachwuchs opfern, weil so ein Verhalten geeignet ist den Fortbestand seiner Gene zu sichern und deswegen evolutionär begünstigt wird), manche Christen glauben aber, Gott/Jesus mehr lieben zu müssen, als alle anderen und insbesondere als sich selbst. Studien haben gezeigt, dass dies zu psychischen Problemen führen kann.

Das halte ich für möglich. Davon habe ich aber nicht viel Ahnung

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Re: 24.01.2008 09:19 - mrw (gwendolan)


Am 16.07.2008 17:54 schrieb gwendolan:

Das hängt sicher davon ab, was für Christen du kennengelernt hast. Ich bin anderer Meinung, weil ich anderes gesehen habe. Vieleicht sollten wir einen Christen fragen.

Neinnein, es geht mir nicht um die heutigen Christen mit ihrer extrem liberalen Interpretation des Christentums in solchen (nicht allen!) Fragen! Deshalb habe ich "klassisch-Christliche Nächstenliebe" geschrieben, so, wie das von den Verfassern der Bibel gemeint war.

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